Beute (gebundene Ausgabe) / Michael Crichton Testbericht
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Erfahrungsbericht von rider-of-apocalypse
\"Viele Menschen, mich eingeschlossen, ...
Pro:
s. Text
Kontra:
s. Text
Empfehlung:
Ja
... haben ein ungutes Gefühl, wenn sie an die Folgen dieser Technologie für die Zukunft denken. Das Ausmass der möglichen Veränderungen ist gewaltig, und es besteht die große Gefahr, dass die Gesellschaft ohne ausreichende Vorbereitung nur sehr schlecht damit umgehen wird.\"
K. Eric Drexler
Vor einigen Jahren las ich mit DINO PARK (der Romanvorlage des Films JURASSIC PARK) meinen ersten Roman des amerikanischen Autoren MICHAEL CRICHTON, doch obwohl mir dieser Roman sehr gut gefiel, blieb es für längere Zeit das einzige Werk dieses Autoren in meiner Bibliothek.
Vor einigen Monaten kaufte ich mir dann mehr oder weniger zufällig den Roman NIPPON CONNECTION (verfilmt als DIE WIEGE DER SONNE) und da mir auch dieser Roman sehr gut gefiel, folgten mit CONGO und WELT IN ANGST schnell auch weitere.
Vor wenigen Tagen habe ich dann auch den zweitjüngsten Roman dieses Autoren, BEUTE [PREY] dem übrigens das oben stehende Zitat vorangestellt ist, durchgelesen und eben dieser Roman soll nun Thema meines heutigen Beitrags sein.
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ALLGEMEINES
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MICHAEL CRICHTON veröffentlichte seinen Roman BEUTE [PREY] im Jahre 2002 unter dem Originaltitel PREY und auch das Copyright der deutschsprachigen, von Ulrike Wasel und Klaus Timmermann übersetzte, Ausgabe datiert aus diesem Jahr. Seit 2004 ist BEUTE [PREY] auch in einer Taschenbuchausgabe aus dem Goldmann Verlag (www.goldmann-verlag.de) für zur Zeit 9,95€ erhältlich.
Der Einband zeigt (neben Titel, Autor und anderen Beschriftungen) die Abbildung eines Schwarms über einem Wüstenboden, wobei hier keine naturgetreuen Farben Verwendung fanden.
Titel: Beute [Prey]
Originaltitel: Prey
Jahr: 2002
Jahr (deutschspr. Ausg.): 2002
Verlag: Goldmann
ISBN (Taschenbuch): 3-442-45816-1
Preis (Taschenbuch): 9,95 €
Seitenzahl: 441
°°°°°°°°°°
INHALT
°°°°°°°°°°
Während der aufgrund einer Intrige seit etwa einem halben Jahr arbeitslose Programmierer und ehemalige Leiter eines Teams von Programmieren Jack Forman das Haus und die drei Kinde betreut, arbeitet seine Frau Julia im Management des Technologiekonzerns Xymos.
Xymos hat mittels der Nanotechnologie ein Kamerasystem geschaffen, mit dem man, wenn diese auf molekularer Ebene geschaffen und Bakterien aufbauende Kameras in die Blutbahn gespritzt werden, jeden Teil des menschlichen Körpers beobachten kann.
Im Rahmen dieses Projekts, für das noch händeringend Investoren gesucht werden, pendelt Julia Forman permanent zwischen der Firmenzentrale und einem Werk(/Labor in der Wüste Nevadas hin und her, wodurch sie kaum noch bei ihrem Mann und ihrer Familie sein kann. Währenddessen entdeckt Jack Forman immer mehr Indizien, die ihn vermuten lassen, dass eine Frau ihn betrügen würde ....
Plötzlich und unerwartet wird Jack Forman von seinem ehemaligen Arbeitgeber, der ebenfalls für Xymos tätig ist, in der Funktion eines Beraters im Xymos Werk in Nevada tätig zu werden, da es dort zu massiven Schwierigkeiten gekommen ist und Jack Forman einst den Programmcode für ein Agentensystem entwickelt hat, das bei Xymos für die Schaffung der Mikroroboter verwendet wird.
Jack Forman willigt ein und begibt sich, kurz nachdem Julia Forman einen Autounfall erlitt und in ein Krankenhaus eingeliefert wurde, in die Wüste Nvadas.
Dort angekommen trifft er nicht nur auf große Teile seines ehemaligen Programmiererteams, sondern erfährt auch das Ausmass und die Wahrheit über das Nanotechnologieprojekt.
Die auf Bakterien basierenden Miniaturkameras, die nur in großer Anzahl, also in einem Schwarm, ein verwertbares Bild liefern, sind im Auftrag des Verteidigungsministeriums geschaffen worden, wobei das Verteidigungsministerium seinen Auftrag allerdings zurückgezogen hat, da diese Nanopartikelschwärme zwar grundsätzlich funktionieren, aber zu anfällig gegenüber Witterungsbedingungen sind. So wurde dann auch der medizinische Nutzen dieser Technologie von Xymos lediglich geschaffen, um Investoren zu finden und das Projekt weiter betreiben zu können.
Bei diesem Projekt kam es einige Tage zuvor zu einem Unfall, der dazu führte, dass ein Schwarm der Nanopartikel in die Wüste entweichen konnte und nicht mehr auf Steuerungsbefehle reagiert.
Da die Partikel Solarenergie als einzige Energiequelle nutzen, beabsichtigt Jack Forman nun, den Schwarm nach Einbruch der Dunkelheit \"einzusammeln\", doch schnell muss er erkennen, dass der Schwarm nachts unauffindbar scheint.
Auch scheint der Schwarm eine Kollektivintelligenz entwickelt zu haben, die ihn nicht nur lernen, sondern ihn sich auch verteidigen läßt und auch kann sich der Schwarm reproduzieren, so dass sich in der Wüste bereits mehrere Partikelschwärme befinden, die dazu auch äußerst aggressiv vorgehen.
Doch die Schwärme sind nicht das einzige Problem, auf das Jack Forman stößt, auch einer der Projektleiter scheint kein Interesse daran zu haben, die Schwärme zu vernichten und schließlich verläßt auch Julia Forman das Krankenhaus und reist nach Nevada ...
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ANMERKUNGEN
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Wiedereinmal wählte MICHAEL CRICHTON ein aktuelles wissenschaftliches Thema um diese in einen hoch spannenden Thriller einzubetten. Mit der Nanotechnologie wählte der Autor dabei eine Thematik, die heute noch in den \"Kinderschuhe\" steckt, an der massiv geforscht/gearbeitet wird und die, so meine Vermutung, in nicht allzu ferner Zukunft auch Realität sein wird.
Seine Story baut MICHAEL CRICHTON dabei verhältnismäßig behutsam auf, wobei insbesondere die anfänglichen Schilderungen der Hintergründe und des Familienlebens der Formans fast schon leicht dramatisch/traurig wirken. Mit diesem Auftakt widmet sich der Autor auch recht ausführlich seinem Hauptcharakter (Jack Foreman), der mir hier weit weniger oberflächlich und/oder unglaubwürdig dargestellt scheint, als ich es bei anderen Hauptcharakteren in anderen Romanen dieses Autoren bereits empfunden (und leicht beanstandet) habe.
Obwohl es bereits in den Anfängen der Geschichte zu mehr oder weniger seltsamen Ereignissen kommt, steigt die Geschichte erst nach etwas mehr als einem Viertel des Gesamtumfangs massiver in die Thematik der Nano-, Bio- und IT-Technologie ein, wobei er hier auch Vorgänge und Verfahrensweisen nicht nur schildert, sondern recht präzise und vor allem verständlich ausführt. Diese Ausführungen werden möglicherweise vom ein oder anderen Leser als dozieren empfunden, ich empfand aber gerade diese wissenschaftlichen Details und Theorien als eines der Merkmale des Romans, die viel zum Reiz der Story beiträgt. Unabhängig davon, ob man meine Meinung teilt oder auch nicht, so sind diese Schilderungen, wie vom Autoren gewohnt, hervorragend recherchiert (die Liste der Quellenangaben umfaßt übrigens vier Seiten).
Auch tragen diese präzisen Erläuterungen dazu bei, dass die Story des Romans über weite Teile absolut glaubwürdig und denkbar erscheint. Erst zum Ende hin scheint mir der Storyverlauf dann doch ein wenig in den Bereich SiFi abzudriften, so dass ich mich hier gelegentlich an eine Folge der Fernsehserie AKTE X erinnert fühlte. Den Spass beim Lesen schmälerte dieser spätere Storyverlauf aber in keinster weise.
Natürlich spart MICHAEL CRICHTON auch in BEUTE [PREY] nicht mit einem gewissen Mass an Kritik;
Der in BEUTE [PREY] geschilderte sorg- und verantwortungslose Umgang mit einer Technologie, die man auch in Ansätzen nicht annähernd beherrscht oder auch nur versteht, scheint mir durchaus nicht ganz unrealistisch, fast sogar schon wahrscheinlich.
Interessant schien mir auch die Art und Weise, in der MICHAEL CRICHTON seinen Roman BEUTE [PREY] aufgebaut hat. Die 441 Seiten des Romans sind unterteilt in vier Abschnitte (Zu Hause, In der Wüste, Das Nest, Die Beute), die jeweils in weitere, mit Tagesangabe und Uhrzeit betitelte Kapitel unterteilt sind. Nach einem nur rund zweiseitigen Prolog, den er in der Gegenwart schildert, beschreibt der Autor den Ablauf der sieben vorhergegangenen Tage aus der Sicht des Jack Forman. Dies erfolgt im präzisen, aber immer kurzweiligen und sehr angenehm flüssig zu lesenden Stil des Autoren, so dass mir das Lesen schlicht Spass gemacht hat.
Insgesamt empfinde ich BEUTE [PREY] also als einen sehr spannenden, über weite Teile absolut glaubwürdigen Wissenschaftsthriller mit einer faszinierenden Thematik, den ich innerhalb von nur zwei Tagen/Abenden durchgelesen habe.
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LESEPROBE
°°°°°°°°°°°°°°°
Teil II - In der Wüste
6. Tag, 8:12 Uhr
...
Ich kannte das Problem. Die Nanopartikel in der Wolke mußten mit rudimentärer Intelligenz ausgestattet werden, damit sie interagieren konnten um eine Schwarm zu bilden, der sich in der Luft bewegte. Derart koordiniertes Verhalten mochte ja einigermaßen intelligent scheinen, doch es erfolgte auch dann, wenn die Individuen, aus denen der Schwarm bestand, ziemlich dumm waren. Schließlich konnten Vögel und Fische das auch, und die zählten nicht gerade zu den hellsten Geschöpfen der Erde.
Die meisten Menschen, die einen Vogel- oder einen Fischschwarm beobachteten, gingen davon aus, dass es einen Anführer gab, dem die Übrigen folgten. Der Grund für die Annahme war der, dass Menschengruppen, wie die meisten sozialen Säugetiere, so strukturiert waren.
...
Da ich Julias Präsentation gesehen hatte, war ich ungemein neugierig auf das, was er mir als Nächstes zeigen würde.
Viele Leute, die ich sehr ernst nahm, hielten nämlich molekulare Herstellung für unmöglich. Einer der stärksten theoretischen Einwände war die Zeit, die es dauern würde, ein Molekül zu bauen. Damit es überhaupt möglich war, mußte das Fließband, das die Nanoteilchen herstellte, bedeutend effizienter sein als alles, was die menschliche Produktion bisher gekannt hatte. Im Grunde liefen alle vom Menschen geschaffenen Fließbänder mit der gleichen Geschwindigkeit: Sie konnten ein Teil pro Sekunde zusammenbauen. Ein Auto zum Beispiel bestand aus ein paar Tausend Teilen. Und man konnte ein Auto in wenigen Stunden zusammenbauen. Ein Passagierflugzeug hatte 6 Millionen Teile, und es dauerte mehrere Monate, bis es fertig war.
Doch ein hergestelltes Molekül bestand im Durchschnitt aus 10 hoch 25 Teilen
...
°°°°°°°°°°
AUTOR
°°°°°°°°°°
Der 1942 in Chicago geborene Autor MICHAEL CRICHTON absolvierte ein Medizinstudium in Harvard, dass er bereits teilweise mit dem Schreiben von Romanen (unter einem Pseudonym) finanzierte. Seit etwa Mitte 60er Jahren ist MICHAEL CRICHTON ausschließlich als Autor von Romanen, in denen er sich häufig wissenschaftlichen Themen und neuen Technologien widmet, tätig.
Viele seiner Romane wurden verfilmt, wobei der Autor häufig auch bei der Erstellung der Filme beteiligt war (beispielsweise als (Mit-)Autor des Drehbuchs). Zu den Filmen, die auf Romanen von MICHAEL CRICHTON basieren zählen unter anderem: SPHERE, CONGO, DIE WIEGE DER SONNE, JURASSIC PARK, die Fernsehserie EMERGENCY ROOM, ...
Weitere Romane dieses Autoren sind (ich weise ausdrücklich darauf hin, dass die nachfolgende Auflistung weder vollständig, noch chronologisch ist) beispielsweise:
- ENTHÜLLUNG
- CONGO
- DER GROSSE EISENBAHN RAUB
- DIE MÄCHTE DES BÖSEN
- NIPPON CONNECTION
- DINO PARK
- TIMELINE
- AIRFRAME
- WELT IN ANGST
- ENDSTATION
- ...
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FAZIT
°°°°°°°°
BEUTE [PREY] von MICHAEL CRICHTON hat mich, wie auch sein Roman WELT IN ANGST von der ersten Seite an begeistert und auch der nicht wirklich glaubwürdige Ausgang der Story schmälerte diese Begeisterung nicht allzu sehr.
Ich spreche hier also eine ganz klare Empfehlung aus und urteile mit SEHR GUT !
In einer persönlichen Rangfolge der (von mir bisher gelesenen) Romane dieses Autoren würde ich BEUTE [PREY] übrigens direkt hinter WELT IN ANGST auf Platz 2 einordnen.
K. Eric Drexler
Vor einigen Jahren las ich mit DINO PARK (der Romanvorlage des Films JURASSIC PARK) meinen ersten Roman des amerikanischen Autoren MICHAEL CRICHTON, doch obwohl mir dieser Roman sehr gut gefiel, blieb es für längere Zeit das einzige Werk dieses Autoren in meiner Bibliothek.
Vor einigen Monaten kaufte ich mir dann mehr oder weniger zufällig den Roman NIPPON CONNECTION (verfilmt als DIE WIEGE DER SONNE) und da mir auch dieser Roman sehr gut gefiel, folgten mit CONGO und WELT IN ANGST schnell auch weitere.
Vor wenigen Tagen habe ich dann auch den zweitjüngsten Roman dieses Autoren, BEUTE [PREY] dem übrigens das oben stehende Zitat vorangestellt ist, durchgelesen und eben dieser Roman soll nun Thema meines heutigen Beitrags sein.
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ALLGEMEINES
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MICHAEL CRICHTON veröffentlichte seinen Roman BEUTE [PREY] im Jahre 2002 unter dem Originaltitel PREY und auch das Copyright der deutschsprachigen, von Ulrike Wasel und Klaus Timmermann übersetzte, Ausgabe datiert aus diesem Jahr. Seit 2004 ist BEUTE [PREY] auch in einer Taschenbuchausgabe aus dem Goldmann Verlag (www.goldmann-verlag.de) für zur Zeit 9,95€ erhältlich.
Der Einband zeigt (neben Titel, Autor und anderen Beschriftungen) die Abbildung eines Schwarms über einem Wüstenboden, wobei hier keine naturgetreuen Farben Verwendung fanden.
Titel: Beute [Prey]
Originaltitel: Prey
Jahr: 2002
Jahr (deutschspr. Ausg.): 2002
Verlag: Goldmann
ISBN (Taschenbuch): 3-442-45816-1
Preis (Taschenbuch): 9,95 €
Seitenzahl: 441
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INHALT
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Während der aufgrund einer Intrige seit etwa einem halben Jahr arbeitslose Programmierer und ehemalige Leiter eines Teams von Programmieren Jack Forman das Haus und die drei Kinde betreut, arbeitet seine Frau Julia im Management des Technologiekonzerns Xymos.
Xymos hat mittels der Nanotechnologie ein Kamerasystem geschaffen, mit dem man, wenn diese auf molekularer Ebene geschaffen und Bakterien aufbauende Kameras in die Blutbahn gespritzt werden, jeden Teil des menschlichen Körpers beobachten kann.
Im Rahmen dieses Projekts, für das noch händeringend Investoren gesucht werden, pendelt Julia Forman permanent zwischen der Firmenzentrale und einem Werk(/Labor in der Wüste Nevadas hin und her, wodurch sie kaum noch bei ihrem Mann und ihrer Familie sein kann. Währenddessen entdeckt Jack Forman immer mehr Indizien, die ihn vermuten lassen, dass eine Frau ihn betrügen würde ....
Plötzlich und unerwartet wird Jack Forman von seinem ehemaligen Arbeitgeber, der ebenfalls für Xymos tätig ist, in der Funktion eines Beraters im Xymos Werk in Nevada tätig zu werden, da es dort zu massiven Schwierigkeiten gekommen ist und Jack Forman einst den Programmcode für ein Agentensystem entwickelt hat, das bei Xymos für die Schaffung der Mikroroboter verwendet wird.
Jack Forman willigt ein und begibt sich, kurz nachdem Julia Forman einen Autounfall erlitt und in ein Krankenhaus eingeliefert wurde, in die Wüste Nvadas.
Dort angekommen trifft er nicht nur auf große Teile seines ehemaligen Programmiererteams, sondern erfährt auch das Ausmass und die Wahrheit über das Nanotechnologieprojekt.
Die auf Bakterien basierenden Miniaturkameras, die nur in großer Anzahl, also in einem Schwarm, ein verwertbares Bild liefern, sind im Auftrag des Verteidigungsministeriums geschaffen worden, wobei das Verteidigungsministerium seinen Auftrag allerdings zurückgezogen hat, da diese Nanopartikelschwärme zwar grundsätzlich funktionieren, aber zu anfällig gegenüber Witterungsbedingungen sind. So wurde dann auch der medizinische Nutzen dieser Technologie von Xymos lediglich geschaffen, um Investoren zu finden und das Projekt weiter betreiben zu können.
Bei diesem Projekt kam es einige Tage zuvor zu einem Unfall, der dazu führte, dass ein Schwarm der Nanopartikel in die Wüste entweichen konnte und nicht mehr auf Steuerungsbefehle reagiert.
Da die Partikel Solarenergie als einzige Energiequelle nutzen, beabsichtigt Jack Forman nun, den Schwarm nach Einbruch der Dunkelheit \"einzusammeln\", doch schnell muss er erkennen, dass der Schwarm nachts unauffindbar scheint.
Auch scheint der Schwarm eine Kollektivintelligenz entwickelt zu haben, die ihn nicht nur lernen, sondern ihn sich auch verteidigen läßt und auch kann sich der Schwarm reproduzieren, so dass sich in der Wüste bereits mehrere Partikelschwärme befinden, die dazu auch äußerst aggressiv vorgehen.
Doch die Schwärme sind nicht das einzige Problem, auf das Jack Forman stößt, auch einer der Projektleiter scheint kein Interesse daran zu haben, die Schwärme zu vernichten und schließlich verläßt auch Julia Forman das Krankenhaus und reist nach Nevada ...
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Wiedereinmal wählte MICHAEL CRICHTON ein aktuelles wissenschaftliches Thema um diese in einen hoch spannenden Thriller einzubetten. Mit der Nanotechnologie wählte der Autor dabei eine Thematik, die heute noch in den \"Kinderschuhe\" steckt, an der massiv geforscht/gearbeitet wird und die, so meine Vermutung, in nicht allzu ferner Zukunft auch Realität sein wird.
Seine Story baut MICHAEL CRICHTON dabei verhältnismäßig behutsam auf, wobei insbesondere die anfänglichen Schilderungen der Hintergründe und des Familienlebens der Formans fast schon leicht dramatisch/traurig wirken. Mit diesem Auftakt widmet sich der Autor auch recht ausführlich seinem Hauptcharakter (Jack Foreman), der mir hier weit weniger oberflächlich und/oder unglaubwürdig dargestellt scheint, als ich es bei anderen Hauptcharakteren in anderen Romanen dieses Autoren bereits empfunden (und leicht beanstandet) habe.
Obwohl es bereits in den Anfängen der Geschichte zu mehr oder weniger seltsamen Ereignissen kommt, steigt die Geschichte erst nach etwas mehr als einem Viertel des Gesamtumfangs massiver in die Thematik der Nano-, Bio- und IT-Technologie ein, wobei er hier auch Vorgänge und Verfahrensweisen nicht nur schildert, sondern recht präzise und vor allem verständlich ausführt. Diese Ausführungen werden möglicherweise vom ein oder anderen Leser als dozieren empfunden, ich empfand aber gerade diese wissenschaftlichen Details und Theorien als eines der Merkmale des Romans, die viel zum Reiz der Story beiträgt. Unabhängig davon, ob man meine Meinung teilt oder auch nicht, so sind diese Schilderungen, wie vom Autoren gewohnt, hervorragend recherchiert (die Liste der Quellenangaben umfaßt übrigens vier Seiten).
Auch tragen diese präzisen Erläuterungen dazu bei, dass die Story des Romans über weite Teile absolut glaubwürdig und denkbar erscheint. Erst zum Ende hin scheint mir der Storyverlauf dann doch ein wenig in den Bereich SiFi abzudriften, so dass ich mich hier gelegentlich an eine Folge der Fernsehserie AKTE X erinnert fühlte. Den Spass beim Lesen schmälerte dieser spätere Storyverlauf aber in keinster weise.
Natürlich spart MICHAEL CRICHTON auch in BEUTE [PREY] nicht mit einem gewissen Mass an Kritik;
Der in BEUTE [PREY] geschilderte sorg- und verantwortungslose Umgang mit einer Technologie, die man auch in Ansätzen nicht annähernd beherrscht oder auch nur versteht, scheint mir durchaus nicht ganz unrealistisch, fast sogar schon wahrscheinlich.
Interessant schien mir auch die Art und Weise, in der MICHAEL CRICHTON seinen Roman BEUTE [PREY] aufgebaut hat. Die 441 Seiten des Romans sind unterteilt in vier Abschnitte (Zu Hause, In der Wüste, Das Nest, Die Beute), die jeweils in weitere, mit Tagesangabe und Uhrzeit betitelte Kapitel unterteilt sind. Nach einem nur rund zweiseitigen Prolog, den er in der Gegenwart schildert, beschreibt der Autor den Ablauf der sieben vorhergegangenen Tage aus der Sicht des Jack Forman. Dies erfolgt im präzisen, aber immer kurzweiligen und sehr angenehm flüssig zu lesenden Stil des Autoren, so dass mir das Lesen schlicht Spass gemacht hat.
Insgesamt empfinde ich BEUTE [PREY] also als einen sehr spannenden, über weite Teile absolut glaubwürdigen Wissenschaftsthriller mit einer faszinierenden Thematik, den ich innerhalb von nur zwei Tagen/Abenden durchgelesen habe.
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LESEPROBE
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Teil II - In der Wüste
6. Tag, 8:12 Uhr
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Ich kannte das Problem. Die Nanopartikel in der Wolke mußten mit rudimentärer Intelligenz ausgestattet werden, damit sie interagieren konnten um eine Schwarm zu bilden, der sich in der Luft bewegte. Derart koordiniertes Verhalten mochte ja einigermaßen intelligent scheinen, doch es erfolgte auch dann, wenn die Individuen, aus denen der Schwarm bestand, ziemlich dumm waren. Schließlich konnten Vögel und Fische das auch, und die zählten nicht gerade zu den hellsten Geschöpfen der Erde.
Die meisten Menschen, die einen Vogel- oder einen Fischschwarm beobachteten, gingen davon aus, dass es einen Anführer gab, dem die Übrigen folgten. Der Grund für die Annahme war der, dass Menschengruppen, wie die meisten sozialen Säugetiere, so strukturiert waren.
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Da ich Julias Präsentation gesehen hatte, war ich ungemein neugierig auf das, was er mir als Nächstes zeigen würde.
Viele Leute, die ich sehr ernst nahm, hielten nämlich molekulare Herstellung für unmöglich. Einer der stärksten theoretischen Einwände war die Zeit, die es dauern würde, ein Molekül zu bauen. Damit es überhaupt möglich war, mußte das Fließband, das die Nanoteilchen herstellte, bedeutend effizienter sein als alles, was die menschliche Produktion bisher gekannt hatte. Im Grunde liefen alle vom Menschen geschaffenen Fließbänder mit der gleichen Geschwindigkeit: Sie konnten ein Teil pro Sekunde zusammenbauen. Ein Auto zum Beispiel bestand aus ein paar Tausend Teilen. Und man konnte ein Auto in wenigen Stunden zusammenbauen. Ein Passagierflugzeug hatte 6 Millionen Teile, und es dauerte mehrere Monate, bis es fertig war.
Doch ein hergestelltes Molekül bestand im Durchschnitt aus 10 hoch 25 Teilen
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AUTOR
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Der 1942 in Chicago geborene Autor MICHAEL CRICHTON absolvierte ein Medizinstudium in Harvard, dass er bereits teilweise mit dem Schreiben von Romanen (unter einem Pseudonym) finanzierte. Seit etwa Mitte 60er Jahren ist MICHAEL CRICHTON ausschließlich als Autor von Romanen, in denen er sich häufig wissenschaftlichen Themen und neuen Technologien widmet, tätig.
Viele seiner Romane wurden verfilmt, wobei der Autor häufig auch bei der Erstellung der Filme beteiligt war (beispielsweise als (Mit-)Autor des Drehbuchs). Zu den Filmen, die auf Romanen von MICHAEL CRICHTON basieren zählen unter anderem: SPHERE, CONGO, DIE WIEGE DER SONNE, JURASSIC PARK, die Fernsehserie EMERGENCY ROOM, ...
Weitere Romane dieses Autoren sind (ich weise ausdrücklich darauf hin, dass die nachfolgende Auflistung weder vollständig, noch chronologisch ist) beispielsweise:
- ENTHÜLLUNG
- CONGO
- DER GROSSE EISENBAHN RAUB
- DIE MÄCHTE DES BÖSEN
- NIPPON CONNECTION
- DINO PARK
- TIMELINE
- AIRFRAME
- WELT IN ANGST
- ENDSTATION
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FAZIT
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BEUTE [PREY] von MICHAEL CRICHTON hat mich, wie auch sein Roman WELT IN ANGST von der ersten Seite an begeistert und auch der nicht wirklich glaubwürdige Ausgang der Story schmälerte diese Begeisterung nicht allzu sehr.
Ich spreche hier also eine ganz klare Empfehlung aus und urteile mit SEHR GUT !
In einer persönlichen Rangfolge der (von mir bisher gelesenen) Romane dieses Autoren würde ich BEUTE [PREY] übrigens direkt hinter WELT IN ANGST auf Platz 2 einordnen.
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28.05.2005, 11:48 Uhr von knudly
Bewertung: sehr hilfreichsehr guter bericht =)
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