Beute (gebundene Ausgabe) / Michael Crichton Testbericht

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ab 9,88
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Erfahrungsbericht von Christin78

Ich und die Nanotechnologie...

Pro:

Spannend, hohes Tempo, trotz Technik nachvollziehbar und nicht langweilig

Kontra:

nichts

Empfehlung:

Ja

Hallo Ihr Lieben,


Heute möchte ich Euch folgenden Roman vorstellen: "Beute" geschrieben wurde er von Michael Crichton.



Warum gekauft

Einen besonderen Kaufgrund für dieses Buch gab es nicht, ich ersteigerte es bei eBay. Gezielt habe ich danach nicht gesucht, sondern einfach mitgeboten, da es unmittelbar auslief, mir der Autor etwas sagte und noch keiner mitgeboten hatte, so bezahlte ich gerade mal 2,50 Euro inklusive Versand.



Technische Daten

Die Ausgabe die ich vor mir liegen habe, erschien im Goldmann Verlag, kostet neu 9,95 Euro, es handelt sich um eine Taschenbuchausgabe mit 440 Seiten und folgender ISBN 3-442-45816-1.



Der Autor

Michael Crichton wurde 1942 geboren und zwar in Chicago. In Harvard studierte er Medizin und seit Mitte der sechziger Jahre schreibt er Romane. So wie immer findet man auch über diesen Autoren mehrere Informationen im Internet und natürlich auch Informationen zu weiteren Romanen von ihm wie z.B. "Jurassic Park" oder auch "Die Wiege der Sonne" um nur zwei zu nennen.



Die Handlung

Eigentlich mag ich derartige Bücher nicht so gerne. Bücher deren Handlung in die technische Richtung gehen, wenn sie dann noch etwas mit Computern und Nanotechnologie zu tun haben und die Handlung auch fern jeglicher Realität ist, langweile ich meistens schon auf den ersten Seiten, oder fange solche Bücher gar nicht erst an.
Aber bei diesem Buch war alles anders, bevor ich Euch aber meine Ansicht über diesen Roman mitteile möchte ich Euch zuvor ein bißchen etwas von der Handlung erzählen.

Der Protagonist dieses Buch ist Jack Forman, er ist Biotechnologe ist verheiratet mit Julia, die bei einer Firma namens Xymos arbeitet und die Beiden haben 3 Kinder miteinander. Jack ist zum Anfang des Romans Hausmann und Julia arbeitet bei der eben genannten Firma. Diese Firma betreibt in der Wüste Nevadas ein Forschungslabor in dem mit Hilfe der Nanotechnologie Miniaturkameras für die Kriegsführung entwickelt werden. Diese Miniaturkameras bestehen auf der Struktur von Bakterien. Und hier liegt das eigentliche Problem des Romans, diese Bakterien entweichen dem Labor und machen sich selbständig, sie machen Jagd auf alles was lebt auch auf Menschen und sie vermehren sich...

Und hier kommt Jack zum Einsatz, nachdem ihm ein sehr merkwürdiges Verhalten seiner Frau Julia auffiel, die kurz darauf auch noch einen schweren Autounfall, scheinbar unverschuldet hat, wird Jack in die Wüste gerufen um das dortige Chaos zu entwirren und seine Kenntnisse zur Verfügung zu stellen um diese entwichenen Bakterien unter Kontrolle zu bringen.

In der Wüste Nevadas in diesem Forschungslabor bekommt Jack sehr schnell mit das ihm so ganz und gar nicht die Wahrheit über die Geschehnisse erzählt wird und das Julia nicht gerade wenig mit dem Problem zu tun hat.

Die entwichenen Bakterien haben sich zu Schwärmen zusammengesetzt, die sich selber steuern können, die dazu lernen und sich vermehren.

Natürlich stellen sich viele Fragen beim Lesen: Inwiefern hat Jacks Frau Julia mit diesen Problemen zu tun? Wie konnten die Bakterien aus einer scheinbar sicheren Umgebung entweichen? Werden vielleicht Jacks Kinder mit tödlichen Bakterien konfrontiert und dann natürlich die Frage ob Jack es schafft die Lage unter Kontrolle zu bringen.
Natürlich werde ich hier keine Antworten auf diese Fragen geben, das würde die Spannung beim Lesen doch sehr nehmen.



Meine Meinung

Wie schon erwähnt lese ich Romane mit solchen und ähnlichen Handlungen so gut wie nie. Hier wurde ich jedoch sofort in die Handlung integriert so das ich gar nicht daran dachte, das Buch aus der Handlung zu legen. Der Roman fängt mit dem Ende an und natürlich möchte man auch sofort wissen wie es zu dem Beschriebenen kam und so las ich eine Seite nach der anderen ohne mir Gedanken über die technischen Erklärungen, die doch sehr zahlreich vorkommen, zu machen. Und irgendwie fühlte ich mich durch sie noch nicht einmal belästigt und gelangweilt fühlte ich mich durch sie auch nicht. Ich verstand zwar nicht alles von der technischen Seite, gab mir aber auch keine Mühe dieses zu tun und selbst wenn man nur einen Bruchteil von der technischen Seite versteht und nachvollziehen kann, beeinträchtigt dieses nicht die Handlung zumindest habe ich es so empfunden.

Jack, als Protagonist ist mir sehr sympathisch und gerade die Beschreibungen wie er mit seinen Kindern umgeht, wie er als Hausmann den Alltag meistert zogen mich ohne Anlaufphase in ihren Bann.

Das Buch liest sich relativ leicht, es kommen zwar eine Menge Fremdwörter vor, aber die beziehen sich zum größten Teil auf die Technik und auch wenn man diese nicht versteht, beeinträchtigen sie nicht die Spannung und das Nichtverstehen der Handlung.

Ich fand das Buch sehr spannend und wollte auch unbedingt wissen wie es weiter geht, ich habe mich auf keiner einzigen Seite gelangweilt. So das ich es auch relativ schnell druch gelesen hatte. Dieses Buch gehört für mich zu den Büchern die man am Nachmittag anfängt zu lesen und bis tief in die Nacht liest, bis man es durch gelesen hat. Spricht natürlich ohne Einschränkungen für diesen Roman.

Ich kann auch nicht sagen, daß ich die Handlung aufgesetzt, vorhersehbar oder langatmig fand. Die Handlung schreitet mit einem recht hohen Tempo voran, so das man denkt man hätte gerade erst 20 Seiten gelesen dabei sind es mehr als das Doppelte.

Das Ende fand ich sehr befriedigend und ich war schon in der Mitte des Buches sehr gespannt wie Michael Crichton das Ende gestalten würde, zumal ich wirklich keine Ahnung hatte wie es ausgehen könnte. So wie er es hat ausgehen lassen, empfinde ich als sehr angebracht.


Mein Fazit

Mich hat dieser Roman überzeugt und ich werde sicherlich noch weitere Romane von Michael Crichton lesen.
Es spricht nur für das Buch, das ich mich trotz der techinischen Details, Beschreibungen und Erwähnungen, nicht gelangweilt fühlte, nicht überfordert, sondern einfach nur unterhalten.
Ich fand die Charaktere so gar nicht oberflächlich und habe mich ohne Einschränkungen unterhalten gefühlt.
Von daher bekommt dieser Roman natürlich die komplette Sternchenzahl und auch eine Empfehlung von mir.



Liebe Grüße Christin

30 Bewertungen, 3 Kommentare

  • crycorner

    29.06.2006, 17:04 Uhr von crycorner
    Bewertung: sehr hilfreich

    Dein Bericht beruhigt mich, denn kurz nach dem Kauf (auch Ebay) bin ich über eine schlechte Rezension gestolpert... Falls es noch ein Buch von Crichton sein soll, könnte ich Dir "Timeline" empfehlen. LG, crycorner

  • Lenche

    09.08.2005, 18:23 Uhr von Lenche
    Bewertung: sehr hilfreich

    hey, wollte nur sagen das auch ich das buch gelesen habe und es hat mir eigentlich super gefallen. Kann deine meinung gut nachvollziehen, das so technikkram oft schwer verständlich ist. mein physiklehrer allerdings hatte nichts besseres zu tun als s

  • kengi

    20.05.2005, 21:38 Uhr von kengi
    Bewertung: sehr hilfreich

    Dein Bericht hat mir gefallen. Er enthält das Wesentliche und deine eigene Meinung hast du auch recht ausführlich geschildert. Weiter so :-)