Die Päpstin (gebundene Ausgabe) / Donna Woolfolk Cross Testbericht

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Summe aller Bewertungen
  • Handlung:  sehr spannend
  • Niveau:  anspruchsvoll
  • Unterhaltungswert:  hoch
  • Spannung:  sehr hoch
  • Humor:  wenig humorvoll
  • Stil:  sehr ausschmückend

Erfahrungsbericht von margy

Verbotener Wissensdurst

Pro:

spannend, detailliert, genau in diese Zeit des 9. Jahrhunderts passender Erzählstil

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Donna Woolfolkj Cross schrieb dieses hervorragende, 566-seitige Buch, als historischen Roman. Beim Schreiben stützte sie sich auf noch vorhandene Dokumente, die nur unvollständig, in Bruchstücken, verstreut, widersprüchlich und nicht zuverlässig sind, wie sie selbst im Anhang dokumentiert. Ein Schriftstück aus geschichtlicher Zeit jedoch existiert wohl noch, in dem Johannas Leben aufgezeichnet ist als späterer Nachtrag aus dem 15. Jahrhundert. Unterlagen aus dem 9. Jahrhundert dagegen tauchen nicht auf, denn es war zu dieser Zeit mehr als peinlich, daß zu dieser Zeit des frühen Mittelalters, überhaupt möglich werden könnte, daß ein Mädchen oder eine Frau gelehrt und dazu noch unbemerkt von ihrem Geschlecht Papst werden konnte. Auf jeden Fall ist sicher, daß es im 9. Jahrhundert eine Päpstin gegeben hat. Der spätere Papststuhl hatte in der Mitte des Sitzes ein Loch, auf den sich der Papst setzen mußte, um untersucht zu werden, ob er wirklich ein Mann ist (Anmerkung der Autorin). Die Schriftstellerin ist Professorin und leitet ein Schreibprojekt an einem College im Staate New York.
Übersetzt aus der amerikanischen Sprache hat den Text Wolfgang Neuhaus.
Der Originaltitel: Pope Joan, ISBN: 3-7466-1400-7. Das Buch erschien im Aufbau Taschenbuch Verlag in Berlin 1996. Die 25. Auflage erschien im Jahr 2000.
814 wird Johanna in Ingelheim geboren. Ihr Vater ist ein kleiner Dorfpriester, ihre Mutter eine Heidin, die, wie alle Frauen dieser Zeit , ständig von ihrem Mann tyrannisiert und verprügelt wird. Sie hat 2 ältere Brüder. Mit 4 Jahren läßt sie sichvon Matthias, ihrem ältesten Bruder das Lesen aus der Bibel beibringen. Doch der stirbt und Johanna macht sich Sorgen, wie es mit ihrer schulischen Ausbildung wohl weitergehen soll. Später wird sie von einem Lehrer unterrichtet, der aber nach einem Jahr wieder weiterziehen muß. Er ermöglicht dem jungen Mädchen nach Absprache und Widerwillen des Vaters, weiter zu studieren. Der Vater peitschte sie aus, so daß Johanna froh war, von ihm wegzukommen. Mit der Zeit geht sie in das Kloster in Fulda, eignet sich dort medizinische Kenntnisse an. Sie bemerkte zu ihrer Mädchenzeit bereits, daß sie als weibliche Person keinerlei Wert oder Recht besitzt, verkleidet sich als Mönch und schwört sich, auch an die Worte ihrer Mutter zurückdenkend, die ihr nahelegte, niemals einen Mann zu heiraten. Johanna machte sich auf den Weg nach Rom, wo ihre ungewöhnliche Karriere begann und auch endete, auf tragische und dramatische Weise.

20 Bewertungen, 2 Kommentare

  • anne66

    01.07.2006, 23:44 Uhr von anne66
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ich habe das Buch gelesen,Deine Meinung zum Buch wäre interessant. Ohne Absätze liest es sich nicht gut. Da möchte man einfach aufhören. LG Anne

  • aurelia_aurita

    01.07.2006, 15:10 Uhr von aurelia_aurita
    Bewertung: weniger hilfreich

    Mir fehlt hier eine eigene Meinung und eine Begründung für die Bewertung. Außerdem würden mich die Vorzüge der Geschenkausgabe - die bewertets du ja hier - gegenüber der "normalen" Ausgabe interessieren. Wäre auch nett, wenn der Text ein wenig üb