Die Päpstin (Taschenbuch) / Donna Woolfolk Cross Testbericht

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Summe aller Bewertungen
  • Niveau:  anspruchsvoll
  • Unterhaltungswert:  gering
  • Spannung:  durchschnittlich
  • Humor:  wenig humorvoll
  • Stil:  sehr ausschmückend

Erfahrungsbericht von CocoK

Ein Buch, das man nicht vergisst

Pro:

sehr ergreifende Story

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Die Päpstin, eines der besten, spannendsten Bücher, die ich je las. Von der ersten bis zur letzten Seite spannend.


Ein kurzer Überblick über das Wichtigste!

Johanna, ein junges Mädchen mit uberragenden Geistesgaben, wächst im Frankenreich des 9.Jahrhunderts heran.
Als Tochter eines strenggläubigen Vaters (einem Pfarrer) und einer heidnischen Mutter gelingt ihr, was allen Mädchen im Mittelalter verwehrt blieb:
Sie erhält eine fundierte heilkundliche und philosophische Ausbildung.

Im bitterkalten Winter des Jahres 814 bringt die heidnische Frau des Dorfpriesters ein Mädchen zur Welt: Johanna.

Sie wächst in einer Welt düsteren Aberglaubens auf, gegen den ihr Vater grausam zu Felde zieht und worunter sie und ihre Mutter am meisten zu leiden haben.

Aeskulapius ein Pädagoge erkennt bei Johanna besondere Gaben und ihre Intelligenz.
Er weist das Mädchen in die Lehren der Philosophie und Logik ein (ganz gegen den Willen des boshaften Vaters).

Beinahe wird ihr übergroßer Wissensdurst zu ihrem Verhängnis.
Ritter Gerold, ihr Freund und späterer Geliebter vermag sie vor dem grausamen Odo zu bewahren.
Nach einem verheerenden Feldzug der Normannen weiß sie nun endgültig:
Frauen wie sie überleben in dieser Welt nicht.

Daher geht sie als Mönch verkleidet in das Kloster Fulda. (Ab da wird es richtig interessant)
Sie erfährt dort die Ausbildung als Ärztin. Als Medicus betritt sie Jahre später Rom, die Stadt des Papstes.

Als Leibarzt des Papstes und durch ihre Sanftmütigkeit den Mitmenschen gegenüber, schafft sie später sogar den Aufstieg auf den heiligen Stuhl der Kirche.

Donna W.Cross entwarf mit großer erzählerischer Kraft eine ungemein faszinierende Geschichte einer der außergewöhnlichsten Frauengestalten der Geschichte.

Das Leben der Johanna von Ingelheim, deren Existenz bis ins 17.Jahrhundert allgemein bekannt war und erst dann aus den Manuskripten des Vatikans entfernt wurden.

Von Rechts wegen durften Männer damals ihre Frauen schlagen. Vergewaltigungen wurden als harmlos betrachtet, Frauen bekamen keine Schulbildung.
Einige mutige Frauen beschlossen daher, sich als Männer auszugeben, um einem solchen Leben zu entrinnen.

Wichtig sei es vielleicht noch zu erwähnen, dass es den sogenannten Dung-Sessel gab/gibt.
Dieser Sessel, der in der Mitte eine große Öffnung (ähnlich einer Toilette auswies) auf diesem Stuhl wurden später die Genitalien der Erwählten (Papst) untersucht, um sich davon zu überzeugen, dass es sich tatsächlich um einen Mann handelte.
Diesen Stuhl gibt es noch heute in Rom!!!!

16 Bewertungen, 2 Kommentare

  • leuchttuermin

    06.08.2006, 11:52 Uhr von leuchttuermin
    Bewertung: sehr hilfreich

    Das Buch habe ich verschlungen!

  • jujujojo

    27.04.2005, 00:05 Uhr von jujujojo
    Bewertung: sehr hilfreich

    Danke, nach der tollen Beschreibung werd ich mir wohl doch das Bich kaufen!!