DELL Latitude D600 Testbericht

Dell-latitude-d600
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Summe aller Bewertungen
  • Verarbeitung:  sehr gut
  • Ergonomie & Bedienung:  sehr gut
  • Akkulaufzeit:  sehr lang
  • Festplatten-Kapazität:  durchschnittlich
  • Gewicht:  leicht
  • Software-Ausstattung:  gut

Erfahrungsbericht von Magistix

Wenig PS, aber er läuft, und läuft...

Pro:

hohe Konstanz, gute Erweiterbarkeit, hervorragende Verarbeitungsqualität, hohe Robustheit, lange Haltbarkeit, sehr gute Abstimmung (Vorinstallation), geringe Akkulast, guter Bildschirm, normales Gewicht, Original Markenkomponenten

Kontra:

vergleichsweise hoher Anschaffungspreis (Neupreis), mittlerweile veraltete Hardware

Empfehlung:

Ja

auchen sie neben einem gepflegt überdimensionierten Auto vor allem Eines: Einen leistungsstarken PC, der als tragbares Notebook form- und stilgerecht unter den Arm geklemmt werden kann und seinen Einsatz verstärkt im Grünen, auf einer Parkbank oder auf den Knien inmitten eines Verkehrsstaus findet.
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Þ Was hat er unter der Haube?


Bis vor Kurzem wäre mir das alles nicht möglich gewesen. Als Azubi besaß ich allein einen alten Kasten in Form einer Nähmaschine, der seine Dienste dermaßen laut verrichtete, dass ich jede Aufmerksamkeit in 5 Meter Umkreis auf meine Person richtete.

Doch mit dem Einstieg ins echte Berufsleben wurde mir ein neuer Schatz anvertraut. Der alte Artist-PC kam in den Müll und auf meinen Schreibtisch dafür ein ebenso alter aber umso besser laufender Dell Latitude Cpi. Dieser, so versicherte man mir vor Wochen, sei zwar ebenso alt, würde mich aber nicht in Stich lassen, sei leichter und stabiler.

Ein Urteil, dass sich nach nunmehr 5 Wochen täglicher Nutzung nur bestätigen lässt. Der Latitude mit seinen 400 Mhz, 128 MB Ram, 8 GB Festplatte, CD-Romlaufwerk sowie mitgelieferter Maus und der Fritz!PCMCIA, einer 3com Netzkarte und der Modemkarte von Anycom. Über Hardware-Profile sind die Geräte eingebunden und laufen äußerst stabil. Abstürze sind selten.

Dies bezieht sich auch auf die mitgelieferte Variante mit Windows 2000, die auf einer Installations-CD vorkonfiguriert mitgeliefert wurde und mühsame Treibersuche und Anpassungen mit dem wohlbekannten Hardware-Assistenten unter Windows erspart. Einlegen, installieren und das Ding läuft und läuft und läuft.

Der kleine Bildschirm, ein guter Akku und das Touchpad komplettieren das Notebook, dass in nüchternem schwarzen Gehäuse mit abgerundeten Kanten sowie eigener Tasche zum Preis von 4000 Euro 1999 gekauft wurde.
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Þ Die Eindrücke bei der Benutzung


Zunächst einmal muss man wohl positiv hervorheben, dass auch nach über 4 Jahren der Laptop noch 1a aussieht. Keine Kratzer, keine abgesplitterten Gehäuseteile, wie ich es bei Geräten der Konkurrenz schon selbst erlebt habe. Der Bildschirm hat die jahrelange Nutzung ohne die fast schon üblichen Wackelkontakte überstanden.

Auch in der Zeit meiner Nutzung konnte ich nur Gutes am Gehäuse und den äußeren Merkmalen finden. Das Gerät ist robust, wackelt, klappert nicht und zeichnet sich bis in Details, wie der Tastatur, durch Hochwertigkeit aus. Der Anschlag klappt gut und ist verhältnismäßig geräuscharm. Das Tippen geht leicht und schnell. Ich habe das Gefühl, dass ich seit Umstieg auf das Gerät fehlerfreie Langtexte verfasse und dank der logisch angeordneten Funktionstasten auch schneller bin.

Die installierten Programme ergeben ein gelungenes Paket. Ich habe während der ganzen Zeit (rund 6 Tage die Woche 10 Stunden am Stück) keinen einzigen ?Bluescreen? gesehen, verzeichnete keine Systemfehler und selbst die üblichen Verdächtigen (paralleles Arbeiten in Office, Lotus Notes und gleichzeitiges Hören eines Livestreams aus dem Internet mit WinAmp) konnten dem System nichts anhaben. Das ist außergewöhnlich und verdient ein großes Lob.

Ich muss in der Tat manchmal außer Haus oder daheim noch arbeiten und da vergisst man mal den Stromstecker einzustecken oder gerät in Situationen, in denen der Akku zentrale Bedeutung erlangt. Da erfreut es, dass bei Benutzung von diversen Programmen des Office-Paktes der Akku über 3 Stunden hält. Lädt man ihn dann rund 20 Minuten auf, kann man wiederum 3 Stunden lang frei arbeiten. Eine Meldung gibt zudem 4 Minuten vor dem Leerstand der Batterie Bescheid, sodass ausreichend Zeit bleibt Daten zu sichern und/oder einen Stromplatz zu finden.

Das eigentlich Schöne ist die Kompatibilität der Zusatzgeräte. Ich habe von der alten Hardware nicht mehr so viel ?drin?. Ein externes Diskettenlaufwerk, eine Novellnetzwerkkarte, zusätzliche Festplatten, eine Flashkarte zur Datensicherung ? all das kostet bei Dell zwar ein wenig Geld, ist aber vollkommen kompatibel auch zu nachfolgenden Geräten, sodass es ein Leichtes war meinen Chef von der Anschaffung - selbst für meine alte Kiste - zu überzeugen.

Ein weiterer potentieller Schwachpunkt von Notebooks ist der Bildschirm. Ich bin sehr augenempfindlich und habe durch die Nutzung alter, schlecht abgeschirmter Bildschirme bereits seit Kindheit eine Brille mit sehr starker Dioptrie-Anzahl. Da erfreut es mein Auge und auch meine Gesundheit, dass das Arbeiten an diesem Gerät sehr viel einfacher und besser vonstatten geht. Der Kontrast ist sehr gut und die Helligkeit (bei angeschlossenem Strom) ordentlich.

Eigentlich zu dunkel wird es, wenn keine Stromverbindung vorliegt und man auf Akku arbeitet. Da merkt man, wieso der Akku eine solch ordentliche Standzeit hat ? man spart an der Helligkeit, was dann das Auge wiederum mehr anstrengt. Allgemein aber ist der Bildschirm selbst heute noch gut und war damals das Beste, was der Markt hergab.

Kleinere Abzüge kann man dem Dell-Gerät nur in wenigen Punkten antragen. Dazu zählt die krächzige akustische Ausgabe durch die On-Board-Soundkarte und die schlechten Boxen, die wenig leistungsfähige Grafikkarte und der Fakt, dass man auf ein Diskettenlaufwerk im Notebook aus Platzgründen verzichten musste.

Diese Punkte sind aber andererseits mitverantwortlich dafür, dass der Laptop mit kaum 5 Zentimetern Höhe und einem Gewicht knapp über einem Kilo sehr handlich ist und damit seinen eigentlichen Zweck als mobilen Computer sehr gut erfüllt.

Bleibt wohl noch ein Wort zum Dell-Support. Diesen kann ich auch empfehlen. Nachfragen am Telefon wurden kompetent beantwortet, genannte Preise wurden auch nach einigen Tagen bestätigt. Die Mitarbeiter sind in der Regel freundlich und absolut lösungsorientiert. Zuletzt war ich von dem technischen Verständnis einer Hotline-Bediensteten überrascht, die mir in Sachen VPN-Netzwerk einiges voraus hatte und so ausgesprochen kompetent beriet.

Die Kulanz ist ausgesprochen gut, wie mir der Hardwareverantwortliche mitteilte und die Verfügbarkeit aller Teile kann ich auch aus eigener empfehlen. Was angeboten wird, ist da. Wenn man mal eine sehr seltene Ausnahme erwischt, werden Geldboni gutgeschrieben. Preisnachlässe sind seltenst und können leider nur von Firmen ausgehandelt werden...

Für den Kauf dieses Gerätetyps dürfte dies jedoch keine Rolle mehr spielen. Vielleicht kriegt man noch ein Gerät über eBay günstig.
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Þ Fazit


Ich bin absolut überrascht, wie konstant und perfekt abgestimmt ein PC sein kann. Ich bin absolut kein Fan von hohen Preisen und Dells Erfolg war mir bisher immer sehr unverständlich. Umso erklärbarer, wird der gute Zuspruch zu deren Angeboten aber, wenn man neben den meist deutlich teuren Preisen auch deren Angebot betrachtet.

Die Euros, die man in dieses Gerät investiert schliessen ersparten Kummer ebenso mit ein, wie nicht zu investierende Zeit mühsamer Anpassungen und Installationen. Wer einen Dell Latitude Cpi auch gebraucht nach all den Jahren kauft und damit seinen Geschäften nachgehen kann (empfehlenswert ist das ausschließlich für Internetnutzung; keine Downloads; sowie alle Officeprogramme), dem sei das Gerät ausdrücklich empfohlen. Es ist sicherlich ein treuer Begleiter für viele Anwendungen, aber sicherlich nichts für Spielefreaks, die eine ganz andere Hardwareausstattung benötigen.

Zuletzt noch ein Schlussatz:
Der Dell Latitude CPi ist ein technisch veraltetes Gerät, das Office-Anwendern dennoch ausreichend Leistung in robustem Outfit bietet und auch gehobenen Ansprüchen bezüglich Bildqualität und Systemstabilität gerecht wird.

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