Dalwhinnie Single Malt Scotch Wisky Testbericht

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ab 26,19
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Summe aller Bewertungen
  • Geschmack:  sehr gut
  • Geruch:  sehr gut
  • Wirkungsgrad:  hoch
  • Nachwirkungen:  sehr stark

Erfahrungsbericht von retilein

Zum Fest gönnt Euch das Allerbeste

5
  • Geschmack:  sehr gut
  • Geruch:  sehr gut
  • Wirkungsgrad:  hoch
  • Nachwirkungen:  sehr stark
  • Kaufanreiz:  Zufall

Pro:

mein liebster whisky

Kontra:

nicht der billigste

Empfehlung:

Ja

Es war ein schöner Abend und wir gönnten uns was Gutes. Auf meiner Schottenreise, näheres s. dazu dort, habe ich mir dieses nachstehend näher beschriebene Mitbringsel immer hübscher getrunken. Nun ja Geniesser kennen dieses Erlebnis.

Dalwhinnie
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Laut den mir bekannten Aussagen handelt es bei Dalwhinnie sich um die höchst gelegene Distillery (326 m NN) in Schottland.
Sie wurde bereits während des Whisky-Booms 1897/8 unter den Namen Strathspey von Einwohnern von Kingussie erbaut, die das Wasser des Lochan Doire-Uaine oberhalb der Schneegrenze und die reichen Torfvorkommen der Gegend als Vorteil erkannten. 1898 verkauft und in den jetzigen Namen umbenannt. Bereits 5 Jahre später von der damals grössten US-Spirituosengruppe Cook & Bernheimer erworben. Im Zuge der Prohibition ging Dalwhinnie dann zunächst an Sir James Calder und 1926 dann an die DCL bzw. 1930 an die SMD (s. auch http://www.solothurn.cc/whisky/Dalwhannie.htm).
Sie ist 1987 an UD (United Distillers, die 2002 in Diageo umgetauft wurden) gegangen und gehört heute zur bedeutenden Reihe der Classic Malts (s.auch weiteres unter http://www.thewhiskystore.de/dist/dalwhinn/dalwhinn.htm).

Das ich Dalwhinnie, was gällich soviel wie der "Treffpunkt" heißen soll - wie treffend, als einen meiner ersten Single Malts genossen habe, betrachte ich im Nachhinein als einen echten Glücksgriff. Diesen Speyside Single Malt gibt es standardmäßig als 15-jährige Brennereiabfüllung und ist ein in allen Aspekten edles Getränk.

Allgemeines
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An dieser Stelle einen kleinen Ausflug zur Whiskyherstellung selbst, wie man ihm bei der dortigen fachkundigen Führung hautnah erleben und sehen kann.

Hergestellt wird der Dalwhinnie, wie es für Malt Whisky üblich ist aus G e r s t e. Es muß nicht immer schottische sein, allerdings kommt sie zumindest in der Regel aus EU-Ländern, dafür sorgen schon die entsprechenden EU-Bestimmungen.

Das W a s s e r wird benutzt zur Herstellung der "wort", der "wash", zur Kühlung bei der Destillation und schließlich um das Produkt auf Trinkstärke herabzusetzen. In diesem Falle Quellwasser vom Allt an T´Sluic Spring.
Die Gerste wird auf einem Boden mit kleinen Löchern unter dem das T o r f -feuer brennt in seinem Rauch getrocknet und heißt nun Malz (Malt) und wird gemahlen (und heißt dann Grist).
Nachdem das Malz gemahlen wurde, kommt es zusammen mit Wasser und H e f e in den Washback und es entsteht eine Art Bier (denn bis hierhin ist das Herstellungsverfahren recht ähnlich), auch Würze (Wash) genannt.

Der Abfüllung kommt große Bedeutung bei. So ist die Böttcherei mit Fug und Recht eine Wissenschaft für sich und die für Whiskyfässer erst recht. Oft werden "gebrauchte" Fässer genommen, also z.B. Bourbonfässer oder auch Sherryfässer, sowohl aus Kostengründen (Bourbon darf nur in neuen Fässern gelagert werden, deshalb werden sie anschließend in der Regel nach Schottland verkauft) aber auch aus geschmacklichen Gründen, da neue Fässer im wahrsten Sinne des Wortes nicht das hergeben, was sie sollen.

Geschmack
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Nun aber wieder zurück zum Dalwhinnie und dem Trinkgenuß.
Nach dem Öffnen der Aufbewahrungsschachtel kann man der eine zylindrische, runde und relativ gedrungen Flasche entnehmen die sogleich das Auge erfreut. So weicht die Flasche schon optisch von der Einheitssilhouette vieler anderer Malts ab. Der Whisky selbst schimmert durch das klare Flaschenglas wie heller Bernstein und trägt zum freundlichen und hellen Gesamteindruck bei, dem sich selbst das Etikett anschließt.

Das Geniessen offenbart mir einen weichen und runden Whisky mit nur ganz leichten Torfnoten, einem nicht allzu schweren fruchtigen, leicht süßen Geschmack und einem Abgang, der sehr lang und fein kommt. Für mich, wie schon eingangs erwähnt, einer der am schönsten zu trinkenden Whiskies.

sonstiges
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Übrigens von Ostern bis Oktober, Montag bis Freitag 9:30-16:30 Uhr, in Dalwhinnie,
Inverness-shire PH19 1AB
Tel: 01528-522 264, 522 208
nahe Inverness auch persönlich zu erleben.

Bei einem Preis von ca. 62,90 DM pro Flasche (0,7 l) im Versand ist der Dalwhinnie meiner Meinung nach nicht überteuert.

Zu dem 15-Jährigen Standard gibt es wie bei allen Classic Malts auch hier einen Distiller's Edition, der nachträglich noch mal ca. drei Jahre in einem anderen Fass, hier Oloroso Finish, veredelt wurde. Leider kostet diese Abfüllung ziemlich genau das Doppelte (118,- DM) wie der Standard, ob sie allerdings so viel mehr wert ist, muß jeder für sich persönlich entscheiden.

Das letzte Wort zum Whiskey gebührt dem Chronisten Holinshed aus dem Jahre 1564:
"... in Maßen genossen, vertreibt er den Schnupfen, klärt den Geist und beflügelt die Sinne, heilt Wassersucht, löst Nierensteine, beseitigt Harngrieß und läßt Verdauungsstörungen verpuffen, bewahrt und schützt die Augen vorm Brennen, die Zunge vorm Lispeln, die Zähne vorm Klappern, die Kehle vorm Kratzen, die Luftröhre vor Verhärtung, den Magen vor Krämpfen, das Herz vor Schwellung, den Bauch vor Blähung, die Därme vorm Rumpeln, die Hände vorm Zittern, die Sehnen vor Schrumpfung, die Venen vor Verkalkung, die Knochen vor Schmerzen, das Mark vor Schwund. Wahrlich, er ist ein königlicher Schnaps, wenn er maßvoll getrunken wird." (nachzulesen bei http://www.angelfire.com/de/Rabbit/Irland/Usquead.html).

Fazit
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Zum Feste sollte man sich was gutes gönnen und deshalb, sowie aus eigenster Erfahrung (nicht nur zum Weihnachtsfest..steht nicht Ostern vor der Tür ?) kann ich Dalwhinnie nur wärmstens empfehlen.

24 Bewertungen, 3 Kommentare

  • cosch

    03.12.2008, 00:46 Uhr von cosch
    Bewertung: besonders wertvoll

    schönen abend und einen ganz besonders lieben gruss! ;-)) LG von cosch

  • harrykiri

    30.03.2002, 14:12 Uhr von harrykiri
    Bewertung: sehr hilfreich

    Hübscher Bericht, auch wenn ich den Dalwhinnie nicht mag...

  • Corni

    14.03.2002, 21:53 Uhr von Corni
    Bewertung: sehr hilfreich

    sehr interessant, hat mir gut gefallen, egészségedre *lach* liebe Grüße