Ravensburger Das Labyrinth der Meister Testbericht

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ab 9,57
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Summe aller Bewertungen
  • Präsentation:  gut
  • Spielanleitung:  sehr gut

Erfahrungsbericht von Jakini

Da ist jeder Plan schnell vernichtet

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Das verrückte Labyrinth, aus dem Hause Ravensburger, haben wir uns vor ca. einem Jahr zugelegt, als es im Angebot für DM 20,--anstatt DM 35,-- war, wie das Preisschild aussagte. Das hörte sich günstig an und so zog dieses Spiel bei uns ein.

Gedacht ist das verrückte Labyrinth für 1 - 4 Spieler, wobei ich mir das Spielen alleine recht langweilig vorstellen kann, doch zum Üben mag es sicher von Vorteil sein. Die Altersangabe ist ab 8 Jahren angegeben, doch unsere 5 Jahre alte Tochter spielt es schon mit wachsender Begeisterung, auch wenn sie oft noch Hilfe braucht. So einige Spielzüge hat sie auch schon alleine erkannt.

Bestehen tut das Spiel aus einem Spielbrett, auf dem 16 feste Gängekarten sind, 34 weiteren losen Gängekarten, 24 Geheimniskarten und 4 Spielfiguren in den Farben rot, grün, gelb und blau. Auf dem Spielfeld sind jeweils die Ecken mit einem Punkt in rot, gelb, grün oder blau versehen, das sind die jeweiligen Starfelder für die Spielfiguren.

Auf den Gängekarten sind, wie man sich bei dem Namen sicher denken kann, Gänge in verschiedenen Arten abgebildet. Mal ist ein gerader Weg, mal eine dreier Kreuzung oder nur eine Ecke abgebildet. 24 dieser Gängekarten sind mit einem Schatz versehen, den gilt es zu erreichen und somit zu gewinnen.

Auf dem Spielbrett werden 33 der losen Gängekarten verteilt, so daß das Spielbrett komplett mit den Gängekarten versehen ist. Eine Karte bleibt übrig, mit der werden die Gänge verschoben, so daß man sich mit seiner Spielfigur fortbewegen kann. Schieben kann man überall dort, wo ein orangener Pfeil auf dem Spielplan abgebildet ist.

Die 24 Geheimniskarten werden unter den Mitspielern zu gleichen Teilen verteilt, und nun gilt es, mit seiner Spielfigur durch die Gänge zu dem jeweils oben auf dem Stapel verdeckt liegendem Gegenstand zu kommen. Nur der Spieler selber kennt die oberste Karte und muß, wenn er an der Reihe ist, die Gänge auf dem Labyrinth so verschieben, daß er zu seinem Schatz kommt. Dann darf er die Karte aufgedeckt vor sich liegen lassen und sie gilt als gewonnen. Wenn er das nächste Mal an der Reihe ist, dann darf er sich die nächste Karte ansehen.

Das Spiel macht sehr viel Spaß, da sich die Situation immer wieder ändert, die Mitspieler wissen nicht, zu welchem der Schätze man gelangen möchte, und doch verbauen sie einem oftmals den Weg zum Ziel, da jeder Mitspieler bevor er mit seinem Stein weitergehen darf, das Labyrinth verschieben muß. Und da man im nächsten Spielzug den gerade geschobenen nicht wieder rückgängig machen darf, sondern erst mit dem übernächsten, kann das manchmal ganz schön gemein sein.

Bei diesem Spiel ist viel Geschick und räumliches Denken gefragt, denn mit einem Schub kann sich eine Menge verändern, und so manches Mal sind wir darauf reingefallen, daß wir uns ein Stück Weg eröffnet, dafür aber auf der anderen Seite den Weg verbaut haben, man muß sich also vor dem Schieben immer den gesamten Spielplan vor Augen behalten, nicht nur eine Ecke.

Außerdem habe ich zu Beginn immer den Fehler gemacht, daß ich auf direktem Weg zum Ziel habe gehen wollen, dabei wäre der Umweg viel schneller, weil der einfach schon vorhanden war. Es ist also nicht immer der kürzeste Weg der Beste, oft ist ein langer Umweg schon vorhanden, und man muß reiflich überlegen, wie man schiebt, ohne sich diesen zu verbauen. Doch mit Zeit wird man immer besser, findet immer mehr Wege und kann sich so richtig in das Spiel reindenken, so ist es mir zumindest ergangen.

Doch zu diesem Spiel gehört nicht nur Geschick, sondern auch eine große Portion Glück, denn wenn das Ziel am anderen Ende des Spielfeldes liegt, ist es oft gar nicht so einfach, dort hin zu gelangen. Einen kleinen Trick gibt es jedoch, man kann sich, wenn die Figur am Rand einer zu verschiebenden Reihe steht, vom Spielfeld runter schieben, so kommt die Figur dann auf der nächsten Seite wieder auf das Spielfeld rauf, und schon ist man vielleicht am Ziel.

Gewonnen hat der Spieler, der als erstes alle seine Schätze erreicht hat. Man kann das Spiel auch vereinfachen, in dem man sich seine Geheimniskarte ansehen darf und so vorsortiert, wie man meint, am besten dorthin zu kommen. Oder sich aber vor dem nächsten Spielzug eine Karte raus sucht, deren Schatz schnell zu erreichen ist. Doch das ist keine so große Herausforderung, vielleicht aber für jüngere Mitspieler, besonders, wenn sie alleine spielen, eine gute Variante.

Wir spielen dieses Spiel wirklich sehr gerne, und unsere fünf Jahre alte Tochter ist richtig wild darauf, ihr macht es sehr viel Spaß, sich einen neuen Weg rauszusuchen, und vorallem die Gänge zu verschieben, die leider oftmals ein wenig haken, weil das Ganze natürlich recht wackelig ist. Doch das ist schnell behoben und stört den Spielverlauf nicht so sehr.

Ich finde dieses Spiel sinnvoll, weil Kinder damit eine Menge lernen und es ihr Gehirn ein wenig trainiert. Man muß sich bei diesem Spiel sehr konzentrieren und sich auch über die weiteren Folgen seines Schiebens in Klaren sein, auch das muß mit eingeplant werden, das ist oftmals gar nicht so einfach.

Wer nach einem schönen Denkspiel sucht, dem kann ich das verrückte Labyrinth wirklich empfehlen. Auch als Geschenk eignet es sich in meinen Augen sehr gut, denn Spiele kommen immer an, sei es bei Kindern, oder auch bei Erwachsenen.

17 Bewertungen, 2 Kommentare

  • Dini2000

    19.03.2002, 09:46 Uhr von Dini2000
    Bewertung: sehr hilfreich

    Na, bei mehreren Kinder lohnt es sich ja auch Gesellschaftsspiele anzuschaffen, die sind ja oft ganz schön teuer :-(

  • AliAsAliAs

    15.03.2002, 14:41 Uhr von AliAsAliAs
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ein Spiel bei dem man viel logisches Denken braucht. gruß vom alias