R.P.L. Trading Davos 100 cm Testbericht
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Summe aller Bewertungen
- Qualität & Verarbeitung:
Erfahrungsbericht von Anonym126
Ein Schlitten für Generationen !
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Schnee! Wann schneit es endlich! In meiner Kindheit war es nicht anders als heute. Wir Kinder drückten uns die Nasen an der Fensterscheibe platt und starrten zum Himmel, als wollten wir Petrus hypnotisieren, uns endlich den lang ersehnten Schnee zu schicken. Und kaum fielen die ersten Flocken vom Himmel und ein dünner weißer Belag bildete sich auf der Straße, wurde so lange gebettelt bis der Vater endlich in den Keller marschierte und den Holzschlitten hoch holte. Das bisschen Schnee hielt uns nicht davon ab, den Schlitten an der langen Kordel über die noch kaum sichtbare Schneeschicht zu ziehen und ich habe das Knirschen und Stöhnen des Schlittens immer noch in den Ohren.
Damals gab es noch keine Kunststoffschlitten. Mein Schlitten war ein Davos Holzmodell und ich denke, dass meine Eltern so ungefähr 30-40 DM für ihn bezahlen mussten. Heute gibt es diesen Hersteller immer noch und die Beliebtheit der Holzschlitten ist nach wie vor groß. Ich habe den Eindruck, dass sich viele Eltern in unserer kunststoff- und plastikfreundlichen Zeit, doch wieder mehr auf Naturprodukte zurück besinnen, was ich nur begrüßen kann.
Mein Davos-Holzschlitten:
_______________________
Wie auf der Abbildung ersichtlich besteht das Gerüst des Schlittens aus braunen, ziemlich dicken Holzlatten. Für die Sitzfläche waren fünf Latten vorgesehen, die in einem Abstand von wenigen Zentimetern nebeneinander festgeschraubt waren. Die Sitzfläche war etwa 1m lang und stand auf vier dicken Holzpfosten auf dem Kufengestell. Vorn wurden die überstehenden Seitenteile durch eine dicke Metallstange verbunden, an die man die Kordel befestigen konnte. Die Kufen waren mit Metall beschichtet.
Holzschlittenerfahrung:
___________________
Dieser tolle Davos Holzschlitten existiert immer noch. Er steht auf unserem Speicher und hat sogar die Schlittenfahrten unseres Sohnes überlebt und wie es aussieht wird er auch noch der nächsten Generation zur Verfügung stehen. Die Sitzfläche ist nicht gerade kurz und so konnten spielend drei bis vier Kinder hintereinander darauf sitzen. Er hielt auch bei der Last von zwei Erwachsenen durch und ließ sich ohne Murren ziehen. Allerdings wenn wir ihn in unserer Schneebegeisterung über den fast blanken Asphalt zogen, litten die Metallkufen doch etwas. Aber geschickte Väter wachsten das Metall wieder sorgsam ein, glätteten die Kratzer und Rillen und der Schlitten glitt leicht wie eine Feder über den Schnee.
Wir gingen nicht immer sehr sorgsam mit unserem Schlitten um. Er wurde schon arg strapaziert. Bei Hügelabfahrten kippte das Gefährt häufiger um, rutschte kopfüber die Steigung hinunter und wurde sogar in dieser Schieflage weitergezogen. Das machte ihm nichts. Der Schlitten stand bei Wind und Wetter, Schnee und Frost draußen und hielt immer tapfer durch. Nur die Kordel zeigte Abnutzungserscheinungen. Wir begannen mit einem Stück Wäscheleine, die aber so in die Hände schnitt, trotz Handschuhe, dass wir uns rasch nach etwas Neuem umsahen. Meine Muter kaufte eine schöne dicke, runde Kordel, die uns kaum Schwierigkeiten bereitete.
Manchmal bekam unser Schlitten allerdings ein leichtes Übergewicht. Bei ruckartigem Ziehen und schnellen Drehungen geriet er manchmal etwas außer Kontrolle und kippte vornüber, was ein Gejohle und Geschrei zur Folge hatte. Nicht selten kam es vor, dass bei den plötzlichen Bremsvorgängen oder Wendungen der Vordermann den Halt verlor und vorn durch das sprossenfreie Teil des Schlittens rutschte. Zur Schadenfreude der anderen Gefährten. Es hat sich aber nie jemand bei solchen Aktionen verletzt.
Obwohl der Holzschlitten wirklich in den Wintermonaten beansprucht wurde, zeigte das Holz keine Veränderungen. Es quoll nicht auf oder wurde rissig und spröde. Es splitterte nicht, was noch wichtiger war, denn wir fassten es ja auch mit bloßen Händen an. In den Sommermonaten hatte unser Schlitten reichlich Zeit und konnte sich von den winterlichen Anstrengungen erholen. Mein Vater half ihm dabei, indem er ihm schon mal eine neue Schutzschicht verpasste oder sich um die Kufen kümmerte. Auch die Kordel wurde erneuert und war die Zeit der Schlittenfahrten endlich wieder da, sah unser Davos Schlitten immer (fast) aus wie neu. Natürlich dunkelte das Holz im Laufe der Zeit nach. Aus dem hellbraunen Holzfarbton wurde nach Jahren ein sehr dunkles Braun. Doch das beeinträchtigte unseren Schlitten überhaupt nicht. Er stand pünktlich zum Winteranfang gut vorbereitet in den Startlöchern.
Nur machte uns auch schon damals das Ausbleiben des Schnees oft einen Strich durch die Rechnung. Obwohl ich meine, früher hätten wir strengere und vor allem schneereichere Winter gehabt. Doch mit der Erinnerung ist das ja bekanntlich so eine Sache! *g* Eigentlich hat so ein Schlitten ein sehr angenehmes Schlittenleben. Kommt er zum Einsatz, wird er sehr gefordert, doch die meiste Zeit des Jahres hat er Pause.
Als sich mein Sohn seinen ersten Schlitten wünschte, bedurfte es einiger Überredungskunst, ihm den Holzschlitten schmackhaft zu machen. Es war die Zeit der Kunststoffschlitten, die aussahen wie kleine Bobs mit Sitzschalen u.ä. Wir weigerten uns und kauften ihm solch ein Gerät nicht. Und als die ganze Familie beim ersten winterlichen Schneefall mit dem Holzschlitten loszog, hatte mein Sohn seine Abneigung gegen den „alten“ Schlitten sehr schnell vergessen. Die Freude und Begeisterung und auch die Tatsache, dass der Davos Holzschlitten es durchaus mit seinen modernen Kollegen aufnehmen konnte, überzeugten ihn und ließen ihn seine Ablehnung vergessen.
Fazit:
_____
Der Davos Holzschlitten ist ein sehr robustes Gerät, das wirklich auch den höchsten winterlichen Beanspruchungen gewachsen ist. Er hat alles was ein guter Schlitten haben muss und ist darüber hinaus noch ein Naturprodukt. Da ich bis zum heutigen Tag mit ihm zufrieden bin und er meine Familie und mich noch nie enttäuschte, rate ich Interessierten gern zu einem Kauf und gebe dem Holzschlitten alle Sterne.
Liebe Grüße
Catty
Damals gab es noch keine Kunststoffschlitten. Mein Schlitten war ein Davos Holzmodell und ich denke, dass meine Eltern so ungefähr 30-40 DM für ihn bezahlen mussten. Heute gibt es diesen Hersteller immer noch und die Beliebtheit der Holzschlitten ist nach wie vor groß. Ich habe den Eindruck, dass sich viele Eltern in unserer kunststoff- und plastikfreundlichen Zeit, doch wieder mehr auf Naturprodukte zurück besinnen, was ich nur begrüßen kann.
Mein Davos-Holzschlitten:
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Wie auf der Abbildung ersichtlich besteht das Gerüst des Schlittens aus braunen, ziemlich dicken Holzlatten. Für die Sitzfläche waren fünf Latten vorgesehen, die in einem Abstand von wenigen Zentimetern nebeneinander festgeschraubt waren. Die Sitzfläche war etwa 1m lang und stand auf vier dicken Holzpfosten auf dem Kufengestell. Vorn wurden die überstehenden Seitenteile durch eine dicke Metallstange verbunden, an die man die Kordel befestigen konnte. Die Kufen waren mit Metall beschichtet.
Holzschlittenerfahrung:
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Dieser tolle Davos Holzschlitten existiert immer noch. Er steht auf unserem Speicher und hat sogar die Schlittenfahrten unseres Sohnes überlebt und wie es aussieht wird er auch noch der nächsten Generation zur Verfügung stehen. Die Sitzfläche ist nicht gerade kurz und so konnten spielend drei bis vier Kinder hintereinander darauf sitzen. Er hielt auch bei der Last von zwei Erwachsenen durch und ließ sich ohne Murren ziehen. Allerdings wenn wir ihn in unserer Schneebegeisterung über den fast blanken Asphalt zogen, litten die Metallkufen doch etwas. Aber geschickte Väter wachsten das Metall wieder sorgsam ein, glätteten die Kratzer und Rillen und der Schlitten glitt leicht wie eine Feder über den Schnee.
Wir gingen nicht immer sehr sorgsam mit unserem Schlitten um. Er wurde schon arg strapaziert. Bei Hügelabfahrten kippte das Gefährt häufiger um, rutschte kopfüber die Steigung hinunter und wurde sogar in dieser Schieflage weitergezogen. Das machte ihm nichts. Der Schlitten stand bei Wind und Wetter, Schnee und Frost draußen und hielt immer tapfer durch. Nur die Kordel zeigte Abnutzungserscheinungen. Wir begannen mit einem Stück Wäscheleine, die aber so in die Hände schnitt, trotz Handschuhe, dass wir uns rasch nach etwas Neuem umsahen. Meine Muter kaufte eine schöne dicke, runde Kordel, die uns kaum Schwierigkeiten bereitete.
Manchmal bekam unser Schlitten allerdings ein leichtes Übergewicht. Bei ruckartigem Ziehen und schnellen Drehungen geriet er manchmal etwas außer Kontrolle und kippte vornüber, was ein Gejohle und Geschrei zur Folge hatte. Nicht selten kam es vor, dass bei den plötzlichen Bremsvorgängen oder Wendungen der Vordermann den Halt verlor und vorn durch das sprossenfreie Teil des Schlittens rutschte. Zur Schadenfreude der anderen Gefährten. Es hat sich aber nie jemand bei solchen Aktionen verletzt.
Obwohl der Holzschlitten wirklich in den Wintermonaten beansprucht wurde, zeigte das Holz keine Veränderungen. Es quoll nicht auf oder wurde rissig und spröde. Es splitterte nicht, was noch wichtiger war, denn wir fassten es ja auch mit bloßen Händen an. In den Sommermonaten hatte unser Schlitten reichlich Zeit und konnte sich von den winterlichen Anstrengungen erholen. Mein Vater half ihm dabei, indem er ihm schon mal eine neue Schutzschicht verpasste oder sich um die Kufen kümmerte. Auch die Kordel wurde erneuert und war die Zeit der Schlittenfahrten endlich wieder da, sah unser Davos Schlitten immer (fast) aus wie neu. Natürlich dunkelte das Holz im Laufe der Zeit nach. Aus dem hellbraunen Holzfarbton wurde nach Jahren ein sehr dunkles Braun. Doch das beeinträchtigte unseren Schlitten überhaupt nicht. Er stand pünktlich zum Winteranfang gut vorbereitet in den Startlöchern.
Nur machte uns auch schon damals das Ausbleiben des Schnees oft einen Strich durch die Rechnung. Obwohl ich meine, früher hätten wir strengere und vor allem schneereichere Winter gehabt. Doch mit der Erinnerung ist das ja bekanntlich so eine Sache! *g* Eigentlich hat so ein Schlitten ein sehr angenehmes Schlittenleben. Kommt er zum Einsatz, wird er sehr gefordert, doch die meiste Zeit des Jahres hat er Pause.
Als sich mein Sohn seinen ersten Schlitten wünschte, bedurfte es einiger Überredungskunst, ihm den Holzschlitten schmackhaft zu machen. Es war die Zeit der Kunststoffschlitten, die aussahen wie kleine Bobs mit Sitzschalen u.ä. Wir weigerten uns und kauften ihm solch ein Gerät nicht. Und als die ganze Familie beim ersten winterlichen Schneefall mit dem Holzschlitten loszog, hatte mein Sohn seine Abneigung gegen den „alten“ Schlitten sehr schnell vergessen. Die Freude und Begeisterung und auch die Tatsache, dass der Davos Holzschlitten es durchaus mit seinen modernen Kollegen aufnehmen konnte, überzeugten ihn und ließen ihn seine Ablehnung vergessen.
Fazit:
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Der Davos Holzschlitten ist ein sehr robustes Gerät, das wirklich auch den höchsten winterlichen Beanspruchungen gewachsen ist. Er hat alles was ein guter Schlitten haben muss und ist darüber hinaus noch ein Naturprodukt. Da ich bis zum heutigen Tag mit ihm zufrieden bin und er meine Familie und mich noch nie enttäuschte, rate ich Interessierten gern zu einem Kauf und gebe dem Holzschlitten alle Sterne.
Liebe Grüße
Catty
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