R.P.L. Trading Davos 100 cm Testbericht

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  • Qualität & Verarbeitung:  sehr gut

Erfahrungsbericht von Jakini

Meiner lebt immer noch

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Wie ich zu dem Schlitten kam:
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Eigentlich bin ich der Meinung, daß es Ostern war, als ich meinen Schlitten damals bekam, doch es lag zu der Zeit auch Schnee und ich konnte sofort den kleinen Hügel vor unserer Haus runterrodeln. Auf jeden Fall war es damals ein Geschenk meiner Eltern, das ich im Alter von vier Jahren bekommen hatte.

Diesen Schlitten gibt es immer noch, und inzwischen fahren meine Töchter jeden Winter damit, auch wenn sie nicht so viele Möglichkeiten zum Schlittenfahren haben, da es inzwischen seltener Schnee gibt und wir hier in der Gegend nicht so viele Hügel haben. Wo ich aufgewachsenen bin, da sind die sog. Harburger Berge und an jeder Ecke kann man dort eigentlich sehr gut rodeln gehen, weite Wege waren nicht notwendig und so konnte jede Gelegneheit genutzt werden, ohne auf einen Überfüllten Rodelberg zu treffen, weil einfach genug davon zur Auswahl standen.

Was meine Eltern damals für den Schlitten bezahlt haben, das weiß ich natürlich nicht, aber ich habe diesen Winter, wo wir endlich mal wieder länger als einen Tag Schnee hatten, neugierig nachgesehen, was wird denn so eingespart haben, durch das Erhalten meines alten Schlittens. Und da waren die Preise total unterschiedlich, in einem Spielzeugladen sollte der Holzschlitten von Davon 39 Euro kosten, im Baumarkt nur 25 Euro. Beide Schlitten waren für zwei Personen gedacht, es gibt auch kleinere, wo dann nur eine Person drauf kann, dieser kostete im Baumarkt dann nur 15 Euro.

Wie sieht der Schlitten aus:
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Bei dem Davos Holzschlitten handelt es sich logischer Weise um einen Holzschlitten den es in zwei verschiedenen Ausführungen gibt. Einmal einen langen, auf dem zwei Personen sitzen können und einen kurzen, für eine Person. Empfehlen würde ich für kleinere Kinder auf jeden Fall den langen Schlitten, denn meisten sollten hier doch noch die Eltern mitfahren.

Der Schlitten hat seine zwei Kufen, die an der Vorderseite leicht nach oben geboben sind. zwei Holstangen gehen von diesen Kufen mit einem Abstand von einige Centimetern nach oben zu den Latten, auf denen man sitzen kann. Der Schlitten besteht nicht nur aus Holz, einiges an Eisen ist natürlich auch dabei, so z.B. Schrauben und Stangen, die den Schlitten zusammenhalten. Latten gibt es insgesamt fünft Stück. Auf ihnen kann man dann sehr gut sitzen.

Vorne zwischen den Kufen befindet sich eine der dünnen Eisenstangen, an ihr ist meistens ein Band befestigt, an dem man den Schlitten ziehen kann.

Wie sind meine Erfahrungen mit dem Schlitten:
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Ich habe meinen Schlitten mit etwas vier Jahren, als vor knapp 30 Jahren bekommen. Zunächst bin ich viel mit meinem Vater auf dem Schlitten gefahren, besondres die steileren Abhänge, wo es mir dann alleine doch zu schnell war. Ich saß dann vorne, mein Vater hinten auf dem Schlitten.

Als ich etwas älter war, fuhr ich dann immer alleine, und da ich einen großen Zweisitzer hatte, konnte ich dann auch oft auf dem Bauch fahren, wo man den Schlitten viel besser lenken kann, als im Sitzen.

Ein Holzschlitten hat natürlich im Vergleich zu einem Bob keine Heben oder ähnliches zum Lenken, das muß man mit Verlagerung seines Körpergewichtes, oder besser mit den Füßen machen. Fährt man im Sitzen dann streckt man die Füße aus, und muß halt den rechten Fuß im Schnee gleiten lassen, wenn man nach links möchte, oder den linken, wenn man nach rechts möchte. Im Liegen muß man ebenfalls mit den Füßen lenken, hier kann man aber auch viel mit dem Körpergewicht erreichen und leichter lenken, vorallem kommt auf diese Weise nicht so viel Schnee in die Schuhe, wie im Sitzen.
Bremsen muß man natürlich auch mit den Füße, eine Bremse gibt es bei diesem Schlitten auch nicht.

Doch der Schitten eignet sich nicht nur zum Rodeln, wir waren oft zum Schlittschuhlaufen und haben dann die Tasche mit den Schlittschuhen und warmen Getränken auf dem Schlitten hinterher gezogen. Einmal diente der Schlitten dann auch dazu, einer Frau, die sich offensichtlich den Fuß gebrochen hatte, vom Eis zum Rettungswagen zu ziehen.

Stand der Schlitten lange im Keller, dann muß er natürlich erste einmal eingefahren werden, an den Kufen, die aus Metall sind, hat sich meistens Rost abgesetzt und man kommt zunächst gar nicht von der Stelle und hinterläßt im Schnee eine lange rote Spur, die sich aber schnell abgezogen hat und so wird der Schlitten dann auch wieder gleitfähiger. Bei der zweiten Abfahrt bekommt er dann auch sein schnelles Tempo.

Der Schlitten ist eingentlich sehr robust und hat viel mit mir durchgemacht so bin ich mit Freunden dann als Bimmelbahn gefahren, was auch so manches Mal zu Unfällen mit Zusammenstößen geführt hat. Doch wirklih beschädigt hat mein Vater meinen Schlitten, als wir einmal gemeinsam fuhren, brach hinten rechts die Latte ein Stück ab, als er sich dort festhielt und wohl zu sehr draufstützte. Durch diesen Bruch zerriss ich mir bei einer Bauchfahrt die Hose und so bekam ich von meinem Opa einen anderen Holzschlitten, der schon lange bei ihm rumstand, denn mein Vater ist handwerklich nicht sonderlich begabt und ich nutzte derweil den nächsten Schlitten der inzwischen wohl doppelt so alt ist, wie meiner.

Einige Jahre stand der Schlitten dann unbenutzt im Keller meiner Eltern. Als meine erste Tochter dann geboren war holten mein Mann und ich den Schlitten dann ab und mein Mann pfeilte die abgebrochene Latte glatt, so daß sich niemand mehr verletzten kann und wir den Schlitten wieder nutzen konnten. Für unsere Tochter, die gerade mal sitzen konnte, kauften wir einen Aufsatz, der ihren Rücken stütze. So konnten wir sie im Winter dann auf einem Schaffell sitzend und in einen Winterfußsack gekuschelt auf dem Schlitten hinter herziehen, was sie natürlich toll fand.

Inzwischen haben wir drei Töchter, und mein Mann hatte ebenfalls noch einen Schlitten aus seiner Kindheit, einen Hörnerschlitten, der nun für die Kleinste mit Rückenlehne ist. Und wir haben meine beiden alten Schlitten inzwischen geholt, wobei wir uns heute den ganz alten angesehen haben und entschieden, daß dieser wohl entsorgt werden wird.

Die Holzschlitten sind zwar sehr haltbar und so hatten wir gehofft für unsere drei Mädchen je einen Schlitten aus unserer Kindheit zu haben, doch der Schlitten von meinem Opa ist so dunkel und das Holz so brüchig, daß ich da keines meiner Kinder mehr drauf fahren lassen mag, das ist mir einfach zu gefährlich. Das Metall am Schlitten ist inzwischen verrostet und ich bin der Meinung, das Holz weist einiger Stockflecken auf, reif also für den Müll, schade eigentlich, doch auch für immer lebt kein Holzschlitten.

Meinen ersten, damals neu gekauften Schlitten, den können meine Töchter aber weiterhin nutzen und so ist meine große Tochter in diesem Winter damit mehrmals Schlitten gefahren. Oft auch schon alleine, wenn es leichte Abhänge waren, manchmal mit meinem Mann, bei den etwas steileren. Leider haben wir aber nicht den Luxus, so viele Abhänge zu haben, so daß dann natürlich auch sehr voll und gefährlich ist. Oftmals bildet sich durch die vielen Abfahrten nämlich Eis, der das Schlittenfahren dann zusätzlich riskant macht und die vielen Menschen laufen sich in die Quere.

Was wir uns einmal im Jahr gönnen, das ist ein Ausflug mit den Schlitten in den Harz und da waren dann dieses Jahr mein Kinderschlitten und der alte Schlitten meines Mannes dabei. Meine große Tochter fuhr auf meinem Schlitten alleine, mein Mann mit unserer Mittleren auf seinem. Ich stand mit der Kleinen im Kinderwagen am Berg uns sah zu, mußte dann aber auch mal mit der Mittleren fahren. Und selbst die Kleine durfte einmal mit Papa, während die beiden großen Mädchen alleine fuhren, alle hatten ihren Spaß im Harz, wo man jede Menge Abfahrten im Winter findet, die eben auch nicht so gefährlich sind, da nur wenige dort fahren.

Auf jeden Fall eignene die Schlitten sich sehr gut, für einen solchen Ausflug, denn sie können wunderbar einfach im Kombi transportiert werden, einfach ineinander stecken und trotzdem paßte noch der Kinderwagen, die Wickeltasche und eine Tasche mit Verpflegung ins Auto. Außerdem hatte ich mir im Harz eine Mange neuer Klamotten gekauft, meine Mann gönnte sich eine neue Daunenjacke und auch das paßte trotz der beiden Schlitten immer noch ins Auto.

Als wir hier in Hamburg den Schnee Anfang Januar hatten, da sind wir jeden Abend mit den Kindern spazieren gegangen, wobei die Schlitten gezogen wurden, und das hintereinander. Die Kleine hatte inzwischen den alten Hörnerschlitten von meinem Mann bekommen auf dem das Rückenteil angebaut war. Dort saß sie nun mit Lammfell und Winterfußsack. Die beiden anderen saßen auf meinem Schlitten. Die Schlitten waren hintereinander gebunden und so konnten die Kinder als Bimmelbahn von meinem Mann gezogen werden und ich ging hinterher, um die Kleine im Auge zu behalten. Es muß also nicht immer eine rasante Abfahrt sein, die den Kinder so viel Spaß macht, einfach nur gezogen werden werden, das finden sie auch immer noch toll.

Heute kam nun der Tag, wo wir entschieden haben, die inzwischen drei Schlitten auf den Dachboden zu bringen. Ich hatte vor drei Wochen meinen zweiten ganz alten Schlitten bei meinen Eltern abgeholt, in der Hoffnung diese noch restaurieren zu können, doch mein Mann meinte heute, das würde wohl nichts mehr bringen. Da ich in diesem Jahr nicht mehr von Schnee ausgehen, höchstens wenn wir einen Ausflug in den Harz machen sollten, kamen die Schlitten nun wieder aus dem Keller auf den Dachboden und wir haben ins Auge gefaßt, daß unsere kleine Tochter, die sonst immer alles von den Schwestern gebraucht bekommt, zu Weihnachten einen neuen Schlitten bekommen wird, mit Sicherheit wird dies aber wieder ein Holzschlitten sein, denn die sind nun mal viel besser und schöner als die Bobs.

Fazit:
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Der Winter ist zwar fast vorbei, doch er wird wieder kommen und wer sich dann entschließt seinem Kind einen Schlitten zu kaufen, dem kann ich einen Davo Holzschlitten auf jeden Fall empfehlen. Sicherlich geht auch der eines Tages kaputt, doch er ist insgesamt gesehen langlebig und sehr robust.

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