Robinson Crusoe (gebundene Ausgabe) / Daniel Defoe Testbericht
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Erfahrungsbericht von orlan
Gestrandet
Pro:
spannend, interessante Story
Kontra:
nichts
Empfehlung:
Ja
Inhalt
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Gegen den Willen seiner Eltern möchte der junge Robinson Crusoe zur See fahren. Doch schon seine erste Reise verläuft nicht ganz glücklich. Doch den rastlosen Robinson hält nichts in England und so begibt er sich auf seine nächste Seereise. Zwar gelingt es ihm nun, in Brasilien eine ansehbare Plantage zu erwerben, doch als er wiederum ein Schiff betritt, wird die Reise zum Desaster. Schließlich gerät er sogar in die Sklaverei, kann aber mit viel Glück wieder entfliehen.
Aus der Vergangenheit immer noch nicht schlau geworden, zieht es Robinson wieder auf das Meer, nur um erneut zu verunglücken. Alle Besatzungsmitglieder des Schiffes sterben. Nur Robinson verschlägt es auf eine einsame, menschenleere Insel.
Doch es bleibt ihm kaum Zeit zu verzweifeln. Das auf eine Sandbank aufgelaufene Schiff droht zu versinken, und so bleibt Robinson nicht viel Zeit, noch einige für ihn lebenswichtige Dinge zu retten.
Mit der Zeit lernt Robinson, auf der Insel zu überleben und es sich so angenehm wie möglich zu machen. Nur einen Menschen, mit dem er reden kann, vermisst er sehr. Dennoch ist das bis dahin schlimmste Erlebnis für ihn die Entdeckung eines Fußabdrucks am Strand.
Es dauert auch nicht lange, da findet er heraus, dass wilde Kannibalen „seine“ Insel als Platz für ihre Essensgelage benutzen. Voller Zorn gelingt es ihm eines Tages, einen „Wilden“ aus der Hand der Kannibalen zu befreien. Er nennt ihn „Freitag“, nach dem Tag ihrer Begegnung, und dieser wird sein treuer Diener und Freund.
28 Jahre lebt Robinson auf seiner Insel, bis er die Gelegenheit bekommt, nach England zurückzukehren. Ein dankbarer Kapitän, der von Meuterern auf Robinsons Insel ausgesetzt werden sollte, und dem Robinson und Freitag Leben und Schiff retten, nimmt die beiden mit nach Europa.
Dort lebt Robinson, der dank seiner Plantage in Brasilien ein vermögender Mann geworden ist, etwa zehn Jahre glücklich und zufrieden, bis ihn die Sehnsucht nach seiner Insel packt. Nach dem Tod seiner Frau beschließt er, gemeinsam mit Freitag im Jahr 1695 auf die Insel zurückzukehren. Doch dort hat sich in der Zwischenzeit viel geändert…
Kritik
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„Robinson Crusoe“ ist zwar schon ein etwas älterer Roman, hat aber nichts von seiner Faszination verloren.
Was ich an diesem Buch besonders interessant fand, war allerdings weniger, wie hervorragend Robinson Crusoe dank seiner überlegenen Bewaffnung mit den „Wilden“ fertig geworden ist, sondern viel mehr wie erfinderisch er in seiner Not geworden ist.
Ohne viel Ahnung von den handwerklichen Arbeiten zu haben und ohne viel Werkzeug gelingt es Robinson, sich durch harte Arbeit einen doch verhältnismäßig guten Lebensstandard zu schaffen. Mit denen ihm auf der Insel zur Verfügung stehenden Materialien baut er sich eine wahre Festung, brennt seine Schüsseln und Töpfe selbst, flechtet Körbe, baut Getreide an und züchtet Ziegen. All dies kostet ihn viel Zeit und Mühe. Aber an Zeit fehlt es ihm ja wahrlich nicht.
Scheinbar widersprüchlich und doch sehr verständlich ist Robinsons Crusoes ständige Angst, aber auch Hoffnung, jemand könnte auf seine Insel kommen. So wünscht er sich lange Zeit nichts sehnlicher als einen Gefährten, mit dem er sich unterhalten kann. Doch als er einen fremden Fußabdruck am Strand entdeckt, gerät er nahezu in Panik, verschanzt sich in seiner Festung und versucht seine Spuren auf der Insel so gut wie möglich zu verbergen. Und das nun alles deswegen, weil er nicht gefunden werden will.
Während seines Aufenthalts auf der Insel findet Robinson auch langsam wieder zu Gott zurück. Einerseits glaubt er, Gott wolle ihn für seinen Ungehorsam seinen Eltern gegenüber strafen, anderseits ist er aber auch zutiefst dankbar, dass Gott ihn schon so oft aus Notlagen befreit hat, wo viele anderen den Tod fanden.
Dieses Buch erzählt aber auch viel über Freundschaft und Dankbarkeit. Schon vor seinem Leben auf der Insel hat Robinson viele redliche Leute getroffen, denen er viel zu verdanken hat und denen gegenüber er sich letztendlich auch erkenntlich zeigen kann. Und seine Freundschaft zu Freitag hat die beiden zu nahezu unzertrennlichen Kameraden gemacht.
Zu den bewegensten Momenten des Buches gehören aber die zwei Passagen, in denen Freitag seinen Vater wiedersieht, einmal nach dessen Befreiung aus den Händen der Kannibalen und einmal noch Robinsons und Freitags Rückkehr auf die Insel.
Autor
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Daniel Defoe wurde vermutlich 1660 in London geboren. Obwohl er eigentlich Geistlicher werden sollte, wurde er lieber Kaufmann, war als solcher allerdings nicht sonderlich erfolgreich.
Er engagierte sich in der Politik und trat für Toleranz in allen Bereichen ein. Dies wurde von der Obrigkeit nicht gerne gesehen und brachte Defoe letztendlich sogar ins Gefängnis. Als er auch noch die anglikanische Kirche kritisierte, wurde er im Jahr 1702 öffentlich an den Pranger gestellt. Doch beim Volk war er so beliebt, dass es ihn zur Überraschung der Obrigkeit nicht verhöhnte, sondern dem in einem Käfig am Schandpfahl hängenden Defoe sogar noch zujubelte.
Seinen ersten Roman „The life and strange surprizing adventures of Robinson Crusoe“, die englischsprachige Originalfassung des hier rezensierten Werkes „Robinson Crusoe“, schrieb der Autor erst im Alter von 60 Jahren. In der Folgezeit schrieb er noch weitere Romane, Abhandlungen und Reisebeschreibungen.
Daniel Defoe starb als armer Mann am 26. April 1731 in London.
(Die Informationen zu dieser kurzen Biographie stammen aus dem Nachwort des hier rezensierten Buches und aus der Brockhaus-Enzyklopädie, Fünfter Band, 1996.)
Fazit
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„Robinson Crusoe“ ist ein spannender, tief bewegender Roman, der niemals langweilig wird und immer interessant bleibt, selbst nachdem Robinson schließlich von „seiner“ Insel gerettet wird.
Ich vergebe für diesen hervorragenden Roman von Daniel Defoe, den man sicherlich getrost als „Klassiker“ bezeichnen kann, alle fünf Sterne, die ich zu vergeben habe. Dieses Buch ist absolut lesenswert.
Daten der aktuellen Ausgabe
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Die mir vorliegende alte Ausgabe dieses Romans aus dem Ensslin & Laiblin Verlag Reutlingen (leider ohne Jahresangabe) ist im Handel schon längst nicht mehr erhältlich. Allerdings ist „Robinson Crusoe“ natürlich in einer neueren Ausgabe zu bekommen, z.B.:
Robinson Crusoe / Defoe, Daniel
ISBN: 3-570-12992-6
Preis: 4,95 Euro
21 Bewertungen, 7 Kommentare
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28.10.2005, 17:03 Uhr von morla
Bewertung: sehr hilfreichsehr hilfreich
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25.10.2005, 12:13 Uhr von nele83
Bewertung: sehr hilfreichsh, toller Bericht.
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25.10.2005, 11:39 Uhr von Schatzy81
Bewertung: sehr hilfreichsh, sehr guter Bericht
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24.10.2005, 22:07 Uhr von Fluetie
Bewertung: sehr hilfreichEndlich mal wieder ein Klassiker der Literatur. <br/>sehr nützlich ( Sprache: Altyopi ) :-) lg Dirk
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24.10.2005, 20:39 Uhr von feldhase
Bewertung: sehr hilfreichEin sehr hilfreicher Bericht. LG vom Feldhasen
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23.10.2005, 12:32 Uhr von Nightmare
Bewertung: sehr hilfreichSchöner berichte SH. Schönen Sonntag <br/>Link zum Yopiforum:http://www.toolia3.de/sbb/sbb.cgi?b=yopiforum
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23.10.2005, 12:17 Uhr von Abana1
Bewertung: sehr hilfreichEin wirklich tolles Buch. Gruss, Manu
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