Robinson Crusoe (gebundene Ausgabe) / Daniel Defoe Testbericht
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Erfahrungsbericht von galeria
Erinnerungen an meine Schulzeit
Pro:
alles
Kontra:
nichts
Empfehlung:
Ja
Einst musste ich in der Schule das Buch von Daniel Defoe "Robinson Crusoe" lesen und es gefiel mir schon damals recht gut. Allerdings haben einem die Deutschlehrer das gründlichst vermiest und irgendwann stank es einem zum Himmel, immer wieder irgendwelche Aufgaben lösen zu müssen, Fragen beantworten zu müssen, den ganzen "Mist" immer und immer wieder durch kauen zu müssen.
Und heute? Vor einiger Zeit kaufte ich mir eine Luxusausgabe der ungekürzten Übersetzung dieses wunderschönen zeitlosen Abenteuers, dieses aufschlussreichen Romans, der inzwischen zur Weltliteratur gehört. Und ich hab es genossen.
Kurz zum Inhalt, der eigentlich jedem bekannt sein sollte.
Ein junger Mann, Sohn einer Kaufmannsfamilie in York, gab seinem Hang nach Freiheit und Abenteuern immer wieder nach, egal, was es ihm am Ende einbrachte, egal wie oft er gewarnt wurde durch des Schicksals erhobenem Zeigefinger, er wagte sich immer wieder raus aufs Meer um Abenteuer zu suchen, rastlos, ruhelos. Selbst eine Zeit lang Sklave sein zu müssen, hat ihm nicht den nötigen Verstand eingebläut, nun endlich einmal in des Vaters Fußstapfen zu treten, sesshaft zu werden und ein anständiges Leben als Kaufmann zu führen.
Und so kam es wie es kommen musste, ein Sturm brachte sein Schiff zum kentern und es verschlug ihn als einzigster Überlebender auf eine einsame Insel vor der Küste Amerikas, nahe der Mündung des Orinoko-Stromes. Und dort erfahren wir dann, was es wirklich heißt, einsam zu sein, fernab jeglicher Zivilisation.
Robinson erzählt uns, wie er sich nur mit dem Allernötigsten versorgte, dass er sich vom Wrack des gekenterten Schiffes holte, bevor es gänzlich unterging, wie er sich einen ersten Unterschlupf baute, wie er sich dann am Ende ein Heim schuf, Ziegen züchtete, Getreide anbaute und 28 Jahre lang auf dieser Insel mutterseelenallein verbrachte. Sein Wesen begann sich Stück um Stück zu wandeln, während er früher nie gebetet hatte, so tat er es dann auf dieser Insel tagtäglich. Er dankte seinem Schöpfer für die Errettung seines Lebens und nahm seine Bestrafung, nun allein und einsam sein Leben fristen zu müssen, hin.
Und er meisterte sein Leben erstaunlich gut, er baute sich eine Höhle aus, baute einen dichten Heckenzaun drumherum, baute sich ein Landhaus weiter im Inneren der Insel. Er ernährte sich von Ziegenfleisch, Schildkröteneiern, getrockneten Weintrauben, später dann von Getreide, mit dem er sich selbst beibrachte, Brot zu backen. Er baute auch ein Boot mit dem Ziel diese Insel eines Tages wieder verlassen zu können, aber sein erster Ausflug um die Insel ging in die Hose, er wäre fast abgetrieben worden aufs offene Meer hinaus.
Und kurz vor seiner Errettung lernte er einen schwarzen Eingeborenen kennen, den er aus den Händen eines feindlichen Kanibalenstamms befreite. Er nannte ihn Freitag und brachte ihm seine englische Muttersprache bei. Und endlich hatte er wieder jemandem zum Unterhalten.
Das nur zur Erinnerung für die, die vergessen haben sollten, um was es hier geht. Diese Geschichte hat nach all den Jahren nicht ihren Glanz verloren, sie fasziniert mich immer noch. Es heißt immer, der Mensch könne allein auf sich gestellt nicht überleben. Wenn Robinson nicht so viel Glück gehabt hätte und eine Insel erwischt hätte mit wilden Raubtieren drauf, dann wäre er wahrscheinlich erledigt gewesen. Aber das Glück war ihm hold und so erleben wir heute noch seine Abenteuer.
Defoe war schon an die 60 Jahre alt, als er dieses Buch in Tagebuchform verfasste auf Grund einer wahren Begebenheit. Und auch wenn diese Erlebnisse Anfang des 18. Jahrhunderts (genauer um 1720 herum) niedergeschrieben wurden, so lesen sie sich doch einfach und recht zügig in einem Ritt durch. Und trotz der vielen Belehrungen und Einsichten ist da nie irgendwo ein drohender erhobener Zeigefinger zu erkennen. Den haben erst die Deutschlehrer da hingebastelt. Wahrscheinlich wurde es deshalb als Jugendbuch bezeichnet und war dann eben Stoff im Deutschunterricht in der ehemaligen DDR.
Heute aber rümpfe ich ganz bestimmt nicht mehr die Nase und habe diesem Buch einen Ehrenplatz in meinem Bücherregal gegeben. Eine wunderschöne Abenteuerreise, die nie aus der Mode kommen wird. Sowas wird man in 1000 Jahren noch lesen, falls es dann die Menschheit noch gibt und sich nicht selbst zerstört hat. Wir sollten lieber einiges aus dieser Geschichte mitnehmen - zurück zur Natur. Ich meine damit zwar nicht, dass man so derart primitiv leben sollte, wie es Robinson musste, aber alles was er tötete, aß er auf, alles was er pflückte und pflanzte, aß er auf. Nichts verdarb und nichts wurde mutwillig zerstört. Werkzeug wurde repariert, nicht weggeschmissen, das Fell der Ziegen war Robinsons Kleidung.
Eigentlich ein Buch, was in der heutigen Wegwerfgesellschaft mehr als wert ist, es zu lesen und sich ein paar Gedanken dazu zu machen...jetzt fall ich auch noch in den Ton der Deutschlehrer *g* - ach was, genießt dieses Abenteuer!
Vielen Dank für`s Lesen,
Eure Galeria.
Und heute? Vor einiger Zeit kaufte ich mir eine Luxusausgabe der ungekürzten Übersetzung dieses wunderschönen zeitlosen Abenteuers, dieses aufschlussreichen Romans, der inzwischen zur Weltliteratur gehört. Und ich hab es genossen.
Kurz zum Inhalt, der eigentlich jedem bekannt sein sollte.
Ein junger Mann, Sohn einer Kaufmannsfamilie in York, gab seinem Hang nach Freiheit und Abenteuern immer wieder nach, egal, was es ihm am Ende einbrachte, egal wie oft er gewarnt wurde durch des Schicksals erhobenem Zeigefinger, er wagte sich immer wieder raus aufs Meer um Abenteuer zu suchen, rastlos, ruhelos. Selbst eine Zeit lang Sklave sein zu müssen, hat ihm nicht den nötigen Verstand eingebläut, nun endlich einmal in des Vaters Fußstapfen zu treten, sesshaft zu werden und ein anständiges Leben als Kaufmann zu führen.
Und so kam es wie es kommen musste, ein Sturm brachte sein Schiff zum kentern und es verschlug ihn als einzigster Überlebender auf eine einsame Insel vor der Küste Amerikas, nahe der Mündung des Orinoko-Stromes. Und dort erfahren wir dann, was es wirklich heißt, einsam zu sein, fernab jeglicher Zivilisation.
Robinson erzählt uns, wie er sich nur mit dem Allernötigsten versorgte, dass er sich vom Wrack des gekenterten Schiffes holte, bevor es gänzlich unterging, wie er sich einen ersten Unterschlupf baute, wie er sich dann am Ende ein Heim schuf, Ziegen züchtete, Getreide anbaute und 28 Jahre lang auf dieser Insel mutterseelenallein verbrachte. Sein Wesen begann sich Stück um Stück zu wandeln, während er früher nie gebetet hatte, so tat er es dann auf dieser Insel tagtäglich. Er dankte seinem Schöpfer für die Errettung seines Lebens und nahm seine Bestrafung, nun allein und einsam sein Leben fristen zu müssen, hin.
Und er meisterte sein Leben erstaunlich gut, er baute sich eine Höhle aus, baute einen dichten Heckenzaun drumherum, baute sich ein Landhaus weiter im Inneren der Insel. Er ernährte sich von Ziegenfleisch, Schildkröteneiern, getrockneten Weintrauben, später dann von Getreide, mit dem er sich selbst beibrachte, Brot zu backen. Er baute auch ein Boot mit dem Ziel diese Insel eines Tages wieder verlassen zu können, aber sein erster Ausflug um die Insel ging in die Hose, er wäre fast abgetrieben worden aufs offene Meer hinaus.
Und kurz vor seiner Errettung lernte er einen schwarzen Eingeborenen kennen, den er aus den Händen eines feindlichen Kanibalenstamms befreite. Er nannte ihn Freitag und brachte ihm seine englische Muttersprache bei. Und endlich hatte er wieder jemandem zum Unterhalten.
Das nur zur Erinnerung für die, die vergessen haben sollten, um was es hier geht. Diese Geschichte hat nach all den Jahren nicht ihren Glanz verloren, sie fasziniert mich immer noch. Es heißt immer, der Mensch könne allein auf sich gestellt nicht überleben. Wenn Robinson nicht so viel Glück gehabt hätte und eine Insel erwischt hätte mit wilden Raubtieren drauf, dann wäre er wahrscheinlich erledigt gewesen. Aber das Glück war ihm hold und so erleben wir heute noch seine Abenteuer.
Defoe war schon an die 60 Jahre alt, als er dieses Buch in Tagebuchform verfasste auf Grund einer wahren Begebenheit. Und auch wenn diese Erlebnisse Anfang des 18. Jahrhunderts (genauer um 1720 herum) niedergeschrieben wurden, so lesen sie sich doch einfach und recht zügig in einem Ritt durch. Und trotz der vielen Belehrungen und Einsichten ist da nie irgendwo ein drohender erhobener Zeigefinger zu erkennen. Den haben erst die Deutschlehrer da hingebastelt. Wahrscheinlich wurde es deshalb als Jugendbuch bezeichnet und war dann eben Stoff im Deutschunterricht in der ehemaligen DDR.
Heute aber rümpfe ich ganz bestimmt nicht mehr die Nase und habe diesem Buch einen Ehrenplatz in meinem Bücherregal gegeben. Eine wunderschöne Abenteuerreise, die nie aus der Mode kommen wird. Sowas wird man in 1000 Jahren noch lesen, falls es dann die Menschheit noch gibt und sich nicht selbst zerstört hat. Wir sollten lieber einiges aus dieser Geschichte mitnehmen - zurück zur Natur. Ich meine damit zwar nicht, dass man so derart primitiv leben sollte, wie es Robinson musste, aber alles was er tötete, aß er auf, alles was er pflückte und pflanzte, aß er auf. Nichts verdarb und nichts wurde mutwillig zerstört. Werkzeug wurde repariert, nicht weggeschmissen, das Fell der Ziegen war Robinsons Kleidung.
Eigentlich ein Buch, was in der heutigen Wegwerfgesellschaft mehr als wert ist, es zu lesen und sich ein paar Gedanken dazu zu machen...jetzt fall ich auch noch in den Ton der Deutschlehrer *g* - ach was, genießt dieses Abenteuer!
Vielen Dank für`s Lesen,
Eure Galeria.
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