Der Fluch von Darkness Falls (VHS) Testbericht

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ab 12,47
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Erfahrungsbericht von t_durden

Dumm, Dümmer, Darkness Falls!

Pro:

die ersten 15min

Kontra:

der Rest

Empfehlung:

Nein

86 Minunten Laufzeit ist ja wohl ein Scherz zieht man die 15 Minunten Abspann ab…

Und damit wird auch gleich das ganze Problem des Films deutlich. Sowohl Regisseur Jonathan Liebesmann als auch der Auto hatten wohl etwas Probleme die dünne Story auf Filmlänge zu dehnen und leider haben sie gedehnt und gedehnt und gedehnt bis rund 70 Minuten zusammen waren…


Inhalt
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Story
Cast & Crew
Kritik
Fazit

Datenblatt


:: Story ::

Der Film heißt „Die Legende von Darkness Falls“ oder im Original „Darkness Falls“ und spielt mit einer uramerikanischen Legende von der Zahnfee die jedem Kind für einen ausgefallenen Milchzahn ein Geldstück bringt. Nur das in diesem Fall die Zahnfee böse ist.

Der Film beginnt mit einer Art Kurzfilm, eine Rückblende wenn man so will, in der die Ausgangshandlung erzählt wird. Die Zahnfee war eigentlich eine Bewohnerin von Darkness Falls zu der die Kinder ihre Milchzähne brachten und im Gegenzug ein Goldstück bekamen. Na wenn das nicht schon krank genug ist das eine alte Frau Milchzähne sammelt. Jedenfalls brennt eines Tages das Haus der Alten ab und sie wird schrecklich verstümmelt. Von nun an trägt sie eine Maske aus Porzellan und traut sich nur noch nachts auf die Straße. Eines Tages verschwinden zwei Kinder, sie kehren vom Besuch der Zahnfee nicht nach hause zurück und so wie es kommen musste wird natürlich die entstellte Alte dafür verantwortlich gemacht und noch in der gleichen Nacht gelyncht. Leider fanden sich die beiden Kinder dann am nächsten Tag wieder und noch in der Nacht kurz vor ihrem Tod hat die Zahnfee die Stadt und all ihre Bewohner verflucht. Zurück in den 80ern wird ein Junge von der Zahnfee terrorisiert und weil er sie angeschaut hat soll er sterben. Ein ungeschriebenes Gesetz ist das jeder der sie ansieht von ihr geholt wird. Leider erwischt es zuerst seine Mutter und er wandert in eine psychiatrische Klink weil jeder glaubt, dass er sie getötet hat. Da hilft es dann sicher auch nicht, dass er nicht mehr schlafen möchte und Angst vor der Dunkelheit hat. So kommt eins zum anderen und rund um 20 Jahre später lebt er immer noch unter starken Medikamenten und Antischlaffmitteln in Las Vegas. Zur gleichen Zeit hat ein kleiner Junge von einer ehemaligen Freundin unseres Hauptdarstellers ganz genau die gleichen Probleme und wie der Zufall es so will sucht sie natürlich genau bei ihm Hilfe. Er reist also zurück nach Darkness Falls nur um mit der Zahnfee konfrontiert zu werden. Was folgt sind 30 stupide Minuten in der die Hauptdarsteller alles versuchen bloß immer genau in die Dunkelheit zu laufen….


:: Cast & Crew ::

Regie führte Jonathan Liebesmann der sich bisher nicht gerade mit Ruhm bekleckert hat oder genau genommen gerade mal 3 Filme inklusive Darkness Falls gedreht hat und DF war sogar noch der größte. Auch die restliche Produktion ist eher so lala, mal abgesehen von den Produzenten die sogar noch recht erfolgreiche Filme in der Vergangenheit produziert hatten.

Genauso wenig die ganze Produktion können die Darsteller überzeugen. Angefangen von den beiden erwachsenen Protagonisten Chaney Kley und Emma Caulfield die wie Laiendarsteller oder Marionetten wirken bis hin zu den restlichen Schauspielern. Irgendwie wird man den ganzen Film über das Gefühl nicht los das Darkness Falls günstig, günstig und noch einmal günstig sein sollte.


:: Kritik ::


Beim schreiben habe ich mir die Frage gestellt was gäbe es an DF nicht zu kritisieren… und ich muss ganz ehrlich zugeben das ich nichts gefunden habe. Die Story ist extrem dünn, die Schauspieler mäßig, die Effekte schlecht und wirklich spannend war er ja nicht gerade. Dafür das es ein Horrorfilm war und er zu 90% in Dunkelheit spielte hat die Produktion jede Chance vertan den Film spannender als eine Banane werden zu lassen. Da soll heißen man langweilt sich extrem schnell. Zum Glück ist der Film aber auch nach rund 70 Minuten schon zu Ende. Wirklich treffend für den Mangel an Ideen ist in diesem Fall übrigens das man die Laufzeit durch rund um 12-15 Minuten Abspann verlängert hat. So etwas finde ich eigentlich nur noch arm. Da hätte man dann den Film auch gleich sein lassen können.
Das Problem der 70 Minuten ist eigentlich das die Story nur für maximal 30 reicht und wenn ich ganz ehrlich bin sind nur die ersten 15 wirklich gut und auch etwas spannend. Denn ein zweites Problem ist das man die Zahnfee viel zu früh sieht und so viel an Grusel verloren geht. Dagegen ist der Anfang des Films wie schon gesagt ein kleiner künstlerisch hochwertiger Kurzfilm und hätte man es dabei belassen, hätte er sogar auf diversen Filmfestivals Erfolge feiern können. So hat es dann allerdings mit dem schlechten Anhang nur noch für mäßige Kritiken gereicht. Schade eigentlich, denn mit dem Anfang hat Liebesmann gezeigt, dass er eigentlich verdammt gute Filme drehen kann und sein Handwerk beherrscht. Ganz im Gegenteil zu den Darstellern die teils schmerzlich schlecht spielen und ich konnte mir oft nicht mal das Lachen verkneifen. Mal ganz abgesehen davon habe ich mich sowieso das ein oder andere mal gefragt warum die Darsteller wirkliche jede Chance nutzen in Dunkelheit zu rennen. Und auf der anderen Seite gibt es aber auch viele Szenen in denen sie in leichtem Licht laufen, trotzdem hat die Zahnfee keine Probleme ihnen zu folgen, bekommt aber dann wieder Schwierigkeiten wenn eine Kerze an ist… absurd eben!


:: Und sonst…? ::

Für uns Europäer mag die Legende von der Zahnfee nicht so wirklich spannend sein, aber Amerikaner mögen an der neuen Idee ihrer Sage tatsächlich Spaß gefunden haben. Wer übrigens noch mehr Spaß bei der absurden Geschichte haben will der sollte mal auf die vielen Fehler achten wie zum Beispiel wenn die Darsteller sprechen ohne das sich ihr Mund bewegt.


:: Fazit ::

Darkness Falls ist schlecht, wirklich schlecht. Ich habe mich selten bei einem Film gefragt wofür ich das Geld ausgegeben habe (zum Glück waren es nur 3 Euro). Empfehlen kann ich ihn vielleicht nur für die 15 Minuten am Anfang die wirklich gut gemacht sind. Ansonsten lasst die Finger davon!


:: Datenblatt ::

Titel: Die Legende von Darkness Falls
Original Titel: Darkness Falls
Regie: Jonathan Liebesmann

Darsteller: Chaney Kley, Emma Caulfield, uvm.
Länge: 86min (effektiv ca. 70min)
Verleih: n/a
FSK: ab 16 Jahren

Copyrigh t_durden @ ciao / yopi 2004

20 Bewertungen, 1 Kommentar

  • Pfiesteria

    12.05.2004, 17:18 Uhr von Pfiesteria
    Bewertung: sehr hilfreich

    Kann dir nur zustimmen, der Film war schlecht und in schlechten Filmen müssen die Bösewichte immer zweimal sterben:-)