Deutsch Drahthaar Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Summe aller Bewertungen
- Familientauglichkeit:
- Pflegeaufwand:
- Futterkosten:
- Platzbedarf:
Erfahrungsbericht von SunnySpaceRat
Ein "Kumpel zum Pferdestehlen" :-)
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Meine Deutsch Drahthaar-Hündin Lilly ist 2 ¾ Jahre alt und ein wirklich quirliger Hausgenosse. Sie wird als Haushund gehalten und nicht jagdlich geführt, obwohl der Deutsch Drahthaar natürlich ein Jagdhund ist.
--- Geschichte des Deutsch Drahthaars ---
Ende des 19. Jahrhunderts begann die Zucht des Deutsch Drahthaars. Das Ziel war einen wesensfesten, drahthaarigen deutschen Jagdgebrauchshund zu schaffen.
Pudelpointer, Griffon Korthals und Deutsch Stichelhaar wurden gekreuzt, und unter Zuführung von Deutsch Kurzhaar entstand ein vielseitiger Jagdgebrauchshund, der in wenigen Jahrzehnten zum beliebtesten großen Jagdhund in Deutschland und anderen Ländern wurde: Der Deutsch Drahthaar.
--- Äußeres Erscheinungsbild ---
- Größe:
Die Größe wird am Widerrist gemessen. Rüden sollten zwischen 61 und 68 cm hoch sein, Hündinnen zwischen 57 und 64 cm.
- Farbe:
Deutsch Drahthaar können die Farben Braunschimmel, Schwarzschimmel und Braun haben.
- Fell:
Das Fell ist, wie der Name schon sagt, drahthaarig. Es sollte am Körper anliegen und dicht sein sowie dichte, wasserabweisende Unterwolle haben. Das Deckhaar kann zwischen 2 und 4 cm lang sein. Härte und Dichte des Fells sind wichtig, um vor Verletzungen und Witterungseinflüssen geschützt zu sein.
Der Bart und die Augenbrauen verleihen dem Deutsch Drahthaar einen ganz besonderen Gesichtsausdruck.
Die beiden Deutsch Drahthaar meiner Freundin haben sehr hartes, längeres Fell, welches sich sogar ein wenig lockt. Meine Lilly hingegen hat eher kurzes, glattes Fell, welches zwar dicht, aber doch relativ weich ist. Das Tollste an diesem Fell ist, dass es ganz schnell zu trocknen geht und absolut pflegeleicht ist!
- Rute:
Die Rute wird horizontal bzw. leicht nach oben getragen. Bei Lilly wurde sie kupiert (gekürzt, so dass der Hund bei der Jagd nicht durch seine Rute behindert wird oder von einem Wildschwein daran erwischt wird). Unkupiert würde sie bis zum Sprunggelenk reichen und gerade oder säbelförmig getragen werden.
--- Wesen ---
Der Deutsch Drahthaar ist wirklich sehr lebhaft. Beim Gassigehen rennt meine Lilly los, als ginge es um ihr Leben. Dabei zieht sie weite Kreise, ohne eine Spur zu verfolgen; sie hat einfach eine irrsinnige Bewegungsfreude! Ihre Schnelligkeit ist beeindruckend. Doch so schnell wie sie losrennt, kaum das die Leine ab ist, ist sie auch wieder da sobald man sie ruft. Schon bei der ersten Silbe ihres Namens wirft sie sich in der Luft um und kommt zurückgerast. Zu ihrer Bezugsperson haben Deutsch Drahthaar eine scheinbar unbegrenzte Zuneigung. Im Gegensatz zu meinem Kleinen Münsterländer braucht man bei Lilly nur ein Wort, keine Lockmittel wie Leckerlies etc. um sie zum Kommen zu bewegen. :-)
Die Ausbildung eines Deutsch Drahthaars ist weitaus unkomplizierter als bei den meisten anderen Hunden. Während mein Münsterländer Benimm-Unterricht erhielt und durch die Jagdgebrauchshund-Prüfung sowie durch die Begleithund-Prüfung gedrillt wurde, haben wir mit Lilly nie geübt. Sie guckte sich vielmehr das Verhalten des Münsterländers ab, immer mit einem Auge auf ihren Menschen und einem Blick, der zu sagen schien: „Ich möchte dir so gern gefallen und alles vorbildlich machen!“ *grins*.
Und wirklich, ich finde, sie strahlt einen gewissen Stolz aus, wenn sie z.B. bei Fuß geht (und über jedes kleinste Wort freut sie sich wie eine Schneekönigin). Sie ist schon ein verrückter Hund...aber ich bin auch verdammt stolz auf sie! ;-)
Die Wasserfreudigkeit eines Deutsch Drahthaars ist riesig. Bei Lilly, die in einem Garten mit Teich aufgewachsen ist, kennt sie scheinbar keine Grenzen. Schon als Welpe stürzte sie sich förmlich ins Wasser. Dabei waren ihr schon immer Tiefe, Temperatur und Strömung des Gewässers egal. Mit einem eleganten Kopfsprung und gern auch Tauchen holt sie alles aus dem kühlen Nass, was sich bewegt... egal, ob es sich dabei um Bälle, Stöckchen, Müll oder auch andere Hunde handelt. Hehe!
Ihre Freude am Apportieren ist eine angeborene Veranlagung. Stundenlang kann sie sich selbst beschäftigen, indem sie ihren Ball durch die Gegend kickt und trägt, ihn zu hypnotisieren scheint usw. Fängt man auch nur einmal an ihn zu werfen, scheint der Rest der Welt um sie herum zu versinken und nichts anderes als Apportieren zählt mehr für sie.
Ihr Verhalten anderen Hunden gegenüber ist durchwachsen. Entweder, sie liebt einen anderen Hund und spielt und rauft mit ihm bis zur Erschöpfung, oder sie hasst ihn regelrecht und geht ihn eventuell sogar an. Einige Hunde, die in ihren Augen noch halbe Portionen sind und als Spielpartner nicht in Frage kommen, weil sie zuviel Respekt vor ihr haben (z.B. Hunde, die ca. ein halbes Jahr alt sind) ignoriert sie einfach.
Ihr Verhalten in der Familie ist sehr gut. Ihre Bezugsperson liebt sie abgöttisch, den Rest der Familie liebt sie auch sehr. Ihre Streicheleinheiten kommt sie sich abholen, wobei sie auch sehr penetrant werden kann wenn die Hand weggezogen wird und sie weiter schmusen will. Dann wird solang mit der Nase gestupst und der Milchtritt gemacht, bis die Knuddelei weitergeht.
Fremden gegenüber ist sie sehr reserviert, besonders wenn sie ihr zu nah kommen oder „ihr“ Haus betreten: Ein sehr guter Wachhund. Erst beobachtet sie die Besucher argwöhnisch, dann folgt meist ein Knurren. Es kam sogar vor, dass sie geschnappt hat. Deshalb bin ich doch mit Fremden, die das Haus grad erst betreten, recht vorsichtig was den Hund betrifft. Nach einer gewissen Beobachtungszeit entscheidet Lilly dann meist, dass die Besucher harmlos sind und niemandem etwas Böses wollen. Dann kommt sie an und stupst solang mit ihrer Nase herum, bis sie gekrault wird.
Einige meiner Freunde schloss sie hingegen vom ersten Blick an in ihr Herz und schien ihnen gleich auf den Arm springen zu wollen. In der Beziehung blicke ich noch nicht so durch... *grins*.
Durch ihren enormen Spieltrieb und ihr gutes Lernverhalten ist Lilly nicht nur in der Jagd, sondern auch in anderen Bereichen gut einsetzbar (z.B. als Polizeihund, im Hundesport wie Agility etc.).
Durch den enormen Bewegungsdrang ist ein Deutsch Drahthaar nicht für eine Stadtwohnung geeignet; er braucht viel Auslauf. Meine Empfehlung bezieht sich somit nur auf diejenigen, die einem Drahthaar eine angemessene Umgebung bieten können!
Sunny :-)
--- Geschichte des Deutsch Drahthaars ---
Ende des 19. Jahrhunderts begann die Zucht des Deutsch Drahthaars. Das Ziel war einen wesensfesten, drahthaarigen deutschen Jagdgebrauchshund zu schaffen.
Pudelpointer, Griffon Korthals und Deutsch Stichelhaar wurden gekreuzt, und unter Zuführung von Deutsch Kurzhaar entstand ein vielseitiger Jagdgebrauchshund, der in wenigen Jahrzehnten zum beliebtesten großen Jagdhund in Deutschland und anderen Ländern wurde: Der Deutsch Drahthaar.
--- Äußeres Erscheinungsbild ---
- Größe:
Die Größe wird am Widerrist gemessen. Rüden sollten zwischen 61 und 68 cm hoch sein, Hündinnen zwischen 57 und 64 cm.
- Farbe:
Deutsch Drahthaar können die Farben Braunschimmel, Schwarzschimmel und Braun haben.
- Fell:
Das Fell ist, wie der Name schon sagt, drahthaarig. Es sollte am Körper anliegen und dicht sein sowie dichte, wasserabweisende Unterwolle haben. Das Deckhaar kann zwischen 2 und 4 cm lang sein. Härte und Dichte des Fells sind wichtig, um vor Verletzungen und Witterungseinflüssen geschützt zu sein.
Der Bart und die Augenbrauen verleihen dem Deutsch Drahthaar einen ganz besonderen Gesichtsausdruck.
Die beiden Deutsch Drahthaar meiner Freundin haben sehr hartes, längeres Fell, welches sich sogar ein wenig lockt. Meine Lilly hingegen hat eher kurzes, glattes Fell, welches zwar dicht, aber doch relativ weich ist. Das Tollste an diesem Fell ist, dass es ganz schnell zu trocknen geht und absolut pflegeleicht ist!
- Rute:
Die Rute wird horizontal bzw. leicht nach oben getragen. Bei Lilly wurde sie kupiert (gekürzt, so dass der Hund bei der Jagd nicht durch seine Rute behindert wird oder von einem Wildschwein daran erwischt wird). Unkupiert würde sie bis zum Sprunggelenk reichen und gerade oder säbelförmig getragen werden.
--- Wesen ---
Der Deutsch Drahthaar ist wirklich sehr lebhaft. Beim Gassigehen rennt meine Lilly los, als ginge es um ihr Leben. Dabei zieht sie weite Kreise, ohne eine Spur zu verfolgen; sie hat einfach eine irrsinnige Bewegungsfreude! Ihre Schnelligkeit ist beeindruckend. Doch so schnell wie sie losrennt, kaum das die Leine ab ist, ist sie auch wieder da sobald man sie ruft. Schon bei der ersten Silbe ihres Namens wirft sie sich in der Luft um und kommt zurückgerast. Zu ihrer Bezugsperson haben Deutsch Drahthaar eine scheinbar unbegrenzte Zuneigung. Im Gegensatz zu meinem Kleinen Münsterländer braucht man bei Lilly nur ein Wort, keine Lockmittel wie Leckerlies etc. um sie zum Kommen zu bewegen. :-)
Die Ausbildung eines Deutsch Drahthaars ist weitaus unkomplizierter als bei den meisten anderen Hunden. Während mein Münsterländer Benimm-Unterricht erhielt und durch die Jagdgebrauchshund-Prüfung sowie durch die Begleithund-Prüfung gedrillt wurde, haben wir mit Lilly nie geübt. Sie guckte sich vielmehr das Verhalten des Münsterländers ab, immer mit einem Auge auf ihren Menschen und einem Blick, der zu sagen schien: „Ich möchte dir so gern gefallen und alles vorbildlich machen!“ *grins*.
Und wirklich, ich finde, sie strahlt einen gewissen Stolz aus, wenn sie z.B. bei Fuß geht (und über jedes kleinste Wort freut sie sich wie eine Schneekönigin). Sie ist schon ein verrückter Hund...aber ich bin auch verdammt stolz auf sie! ;-)
Die Wasserfreudigkeit eines Deutsch Drahthaars ist riesig. Bei Lilly, die in einem Garten mit Teich aufgewachsen ist, kennt sie scheinbar keine Grenzen. Schon als Welpe stürzte sie sich förmlich ins Wasser. Dabei waren ihr schon immer Tiefe, Temperatur und Strömung des Gewässers egal. Mit einem eleganten Kopfsprung und gern auch Tauchen holt sie alles aus dem kühlen Nass, was sich bewegt... egal, ob es sich dabei um Bälle, Stöckchen, Müll oder auch andere Hunde handelt. Hehe!
Ihre Freude am Apportieren ist eine angeborene Veranlagung. Stundenlang kann sie sich selbst beschäftigen, indem sie ihren Ball durch die Gegend kickt und trägt, ihn zu hypnotisieren scheint usw. Fängt man auch nur einmal an ihn zu werfen, scheint der Rest der Welt um sie herum zu versinken und nichts anderes als Apportieren zählt mehr für sie.
Ihr Verhalten anderen Hunden gegenüber ist durchwachsen. Entweder, sie liebt einen anderen Hund und spielt und rauft mit ihm bis zur Erschöpfung, oder sie hasst ihn regelrecht und geht ihn eventuell sogar an. Einige Hunde, die in ihren Augen noch halbe Portionen sind und als Spielpartner nicht in Frage kommen, weil sie zuviel Respekt vor ihr haben (z.B. Hunde, die ca. ein halbes Jahr alt sind) ignoriert sie einfach.
Ihr Verhalten in der Familie ist sehr gut. Ihre Bezugsperson liebt sie abgöttisch, den Rest der Familie liebt sie auch sehr. Ihre Streicheleinheiten kommt sie sich abholen, wobei sie auch sehr penetrant werden kann wenn die Hand weggezogen wird und sie weiter schmusen will. Dann wird solang mit der Nase gestupst und der Milchtritt gemacht, bis die Knuddelei weitergeht.
Fremden gegenüber ist sie sehr reserviert, besonders wenn sie ihr zu nah kommen oder „ihr“ Haus betreten: Ein sehr guter Wachhund. Erst beobachtet sie die Besucher argwöhnisch, dann folgt meist ein Knurren. Es kam sogar vor, dass sie geschnappt hat. Deshalb bin ich doch mit Fremden, die das Haus grad erst betreten, recht vorsichtig was den Hund betrifft. Nach einer gewissen Beobachtungszeit entscheidet Lilly dann meist, dass die Besucher harmlos sind und niemandem etwas Böses wollen. Dann kommt sie an und stupst solang mit ihrer Nase herum, bis sie gekrault wird.
Einige meiner Freunde schloss sie hingegen vom ersten Blick an in ihr Herz und schien ihnen gleich auf den Arm springen zu wollen. In der Beziehung blicke ich noch nicht so durch... *grins*.
Durch ihren enormen Spieltrieb und ihr gutes Lernverhalten ist Lilly nicht nur in der Jagd, sondern auch in anderen Bereichen gut einsetzbar (z.B. als Polizeihund, im Hundesport wie Agility etc.).
Durch den enormen Bewegungsdrang ist ein Deutsch Drahthaar nicht für eine Stadtwohnung geeignet; er braucht viel Auslauf. Meine Empfehlung bezieht sich somit nur auf diejenigen, die einem Drahthaar eine angemessene Umgebung bieten können!
Sunny :-)
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