Die Bourne Identität (VHS) Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 10/2004
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Erfahrungsbericht von roobii
klassischer Krimi im modernen Gewand
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Nun beginnt leider wieder die kalte Jahreszeit. Man ist gezwungen seine Freizeitaktivitäten aus dem Freien in andere Orte zu verlegen. So komme ich jetzt im Herbst wieder mehr dazu, ins Kino zu gehen. Da ich im Sommer viel Krimis und Thriller in Buchform verschlungen habe, lag es nahe die aktuellen Kinostreifen unter diesem Gesichtspunkt zu wählen. Die Auswahl ist wie gewohnt uberwaltigend, jedoch richtig reizvoll schien mir nur \"Bourne Identity\". Also Karte gekauft und rein ins Kinovergnügen.
Inhalt:
-------
Vor der französischen Küste treibt ein lebloser Körper im Wasser. Vorbeikommende Fischer sind erschrocken und fischen ihn aus der tobenden See. An Bord wird der Körper des scheinbar leblosen jungen Mannes näher untersucht. Auffallend sind zwei Einschusslöcher im Rücken und eine merkwürdige Kapsel unter der Haut des Opfers. Noch während dieser \"Obduktion\" erwacht das Opfer und greift seinen Retter an. Schon von diesem Beginn war ich sehr begeistert. Kein Hochglanz-Hollywood-Image und keine geleckten Helden die schon in den ersten Minuten den Obermacker raushängen lassen.
Nach einigen Tagen an Bord des Kutters hat der Unbekannte noch keine Ahnung wer er ist, oder wie er ins Meer gekommen ist. Totale Amnesie! Einziger Anhaltspunkt ist die gefundene Kapsel, die nach näherer Betrachtung eine schweizer Kontonummer zum Vorschein bringt.
Endlich an Land geht unser Hauptakteur, gespielt von Matt Deamon, auf die Suche nach seinem eigenen Ich. In der Schweiz angekommen untersucht er das Schließfach in der Bank und entdeckt Pässe, Bargeld und eine Pistole. Jetzt hat er einen Namen Jason Bourne. Noch in der Glücksphase entdeckt er weitere Passe mit anderen Namen, alle mit seinem Lichtbild. Schon ist die Freude dahin und die Spannung wieder auf dem Höhepunkt. Er beschließt die Adresse in \"seinem\" französischen Pass aufzusuchen. Wieder auf der Straße wird ihm bewußt das sein Auftauchen nicht unentdeckt blieb. Er wird verfolgt. Sein Gespür fur die Situation lässt auf eine Ausbildung in Richtung Spionage/Armee schliessen. Da ihm seine Verfolger dichter auf die Fersen rücken, kommt es zum Kampf und jetzt ist es klar. Er überwältigt mit Leichtigkeit mehrere Angreifer ohne Schaden zu nehmen. Leider ist er ab hier bekannt und muss untertauchen.
Hier kommt die zweite Person des Films ins Spiel. Die junge Deutsche Marie, blendend gespielt von Franka Potente, läuft ihm über den Weg. Er bietet ihr 20.000 Dollar Gage fur die Fahrt nach Paris und nach kurzem Zögern sind beide in ihrem Mini auf dem Weg in die französische Hauptstadt. Beide verbindet ab hier eine rasante Flucht auf der Suche nach Bourne\'s Identität.
An dieser Stelle will ich mit der Handlungsbeschreibung enden, da ich den \"unwissenden\" Lesern nicht ganz die Lust am Kinobesuch verderben will.
Meine Meinung:
--------------
Der Regisseur Doug Liman schuf mit diesem Film ein Thriller im klassischen Stil der 70iger Jahre. Die Spannung steht im Mittelpunkt der Handlung. Er verzichtet auf zuviel Aktion und ausgedehnte Kampfszenen, die in Filmen wie (MI:2) schon lächerlich wirkten. Im Gegenteil, er verwickelt den Zuschauer in das Gedankenspiel der Hauptakteure. Jeder ist auf der Suche genauso weit wie Bourne im Film.
Die klassischen Elemente, wie zum Beispiel eine Autoverfolgungsjagd, dürfen natürlich nicht fehlen. Diese ist jedoch nicht überfrachtet, sondern im eigenen Stil dem Film entsprechend. So fährt man nicht in Luxuskarossen ala Bond sondern beschränkt sich auf einen kleinen Mini, der hier perfekt und lustig in Bild gesetzt wird. Überhaupt gefällt mir, dass auf das lästige Productplacement der heutigen Kinofilme aus Hollywood verzichtet wurde. Werbung sehe ich schon genug vor dem Film !
Besonders möchte ich noch die Leistung der Hauptdarstellen hervorheben. Erst war ich skeptisch ob der Frauenheld Matt Deamon die ideale Besetzung für diese Rolle ist. Jedoch hat er mich mit einem trockenen Ausdruck überzeugt, seine Spielweise überzeugt ohne Schnorkel. In der Originalfassung, spricht er mehrere Sprachen, was den Film sicherlich noch aufwertet.
Der größte Glanzpunkt des Film ist jedoch Franka Potente in der Rolle der Marie. Ist sie im bild geht die Sonne auf. Ihre Entwicklung seit \"Lola rennt\" ist spürbar und sie braucht sich hinter anderen Hollywoodgrößen nicht zu verstecken. Im Gegenteil, die kleine Beziehung zu Bourne im Film wird durch sie erst schon. Dabei wird auf größe Kussattacken und Bettszenen glücklicherweise verzichtet. Ihre Zerrissenheit im Film ist ansteckend.
Rundum kann man sagen das \"Bourne Idetity\" einen Kinobesuch auf jeden Fall rechtfertigt. Man sieht nichts neues, das Kino wird nicht revolutioniert, aber der Film ist gut gemacht und sehr unterhaltend. Ein Krimi wie er zu Hitchcocks Zeiten gut ins Programm gepasst hatte. Die Neuinszenierung dieses alten Stoffs ist perfekt gelungen.
Kleine Abzüge gibt es für manch unrealistische Stuntszene! Die Treppenaktion war wirklich nicht nötig. Manchmal ist weniger doch mehr !! Das Buch zum Film gab es übrigens fruher und ist bei Heyne erschienen (ISBN: 345319781X).
Fakten :
--------
Schauspieler:
Jason Bourne - Matt Damon
Marie Kreutz - Franka Potente
Ted Conklin - Chris Cooper
Nykwana Wombosi - Adewale Akinnuoye-Agbaje
Nicolette - Julia Stiles
Regie Doug Liman
Drehbuch: Tony Gilroy, W. Blake Herron
Länge: 119 Minuten
Freigabe: ab 12 Jahren
Kinostart: 26.09.2002
Internet: http://www.thebourneidentity.com
Inhalt:
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Vor der französischen Küste treibt ein lebloser Körper im Wasser. Vorbeikommende Fischer sind erschrocken und fischen ihn aus der tobenden See. An Bord wird der Körper des scheinbar leblosen jungen Mannes näher untersucht. Auffallend sind zwei Einschusslöcher im Rücken und eine merkwürdige Kapsel unter der Haut des Opfers. Noch während dieser \"Obduktion\" erwacht das Opfer und greift seinen Retter an. Schon von diesem Beginn war ich sehr begeistert. Kein Hochglanz-Hollywood-Image und keine geleckten Helden die schon in den ersten Minuten den Obermacker raushängen lassen.
Nach einigen Tagen an Bord des Kutters hat der Unbekannte noch keine Ahnung wer er ist, oder wie er ins Meer gekommen ist. Totale Amnesie! Einziger Anhaltspunkt ist die gefundene Kapsel, die nach näherer Betrachtung eine schweizer Kontonummer zum Vorschein bringt.
Endlich an Land geht unser Hauptakteur, gespielt von Matt Deamon, auf die Suche nach seinem eigenen Ich. In der Schweiz angekommen untersucht er das Schließfach in der Bank und entdeckt Pässe, Bargeld und eine Pistole. Jetzt hat er einen Namen Jason Bourne. Noch in der Glücksphase entdeckt er weitere Passe mit anderen Namen, alle mit seinem Lichtbild. Schon ist die Freude dahin und die Spannung wieder auf dem Höhepunkt. Er beschließt die Adresse in \"seinem\" französischen Pass aufzusuchen. Wieder auf der Straße wird ihm bewußt das sein Auftauchen nicht unentdeckt blieb. Er wird verfolgt. Sein Gespür fur die Situation lässt auf eine Ausbildung in Richtung Spionage/Armee schliessen. Da ihm seine Verfolger dichter auf die Fersen rücken, kommt es zum Kampf und jetzt ist es klar. Er überwältigt mit Leichtigkeit mehrere Angreifer ohne Schaden zu nehmen. Leider ist er ab hier bekannt und muss untertauchen.
Hier kommt die zweite Person des Films ins Spiel. Die junge Deutsche Marie, blendend gespielt von Franka Potente, läuft ihm über den Weg. Er bietet ihr 20.000 Dollar Gage fur die Fahrt nach Paris und nach kurzem Zögern sind beide in ihrem Mini auf dem Weg in die französische Hauptstadt. Beide verbindet ab hier eine rasante Flucht auf der Suche nach Bourne\'s Identität.
An dieser Stelle will ich mit der Handlungsbeschreibung enden, da ich den \"unwissenden\" Lesern nicht ganz die Lust am Kinobesuch verderben will.
Meine Meinung:
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Der Regisseur Doug Liman schuf mit diesem Film ein Thriller im klassischen Stil der 70iger Jahre. Die Spannung steht im Mittelpunkt der Handlung. Er verzichtet auf zuviel Aktion und ausgedehnte Kampfszenen, die in Filmen wie (MI:2) schon lächerlich wirkten. Im Gegenteil, er verwickelt den Zuschauer in das Gedankenspiel der Hauptakteure. Jeder ist auf der Suche genauso weit wie Bourne im Film.
Die klassischen Elemente, wie zum Beispiel eine Autoverfolgungsjagd, dürfen natürlich nicht fehlen. Diese ist jedoch nicht überfrachtet, sondern im eigenen Stil dem Film entsprechend. So fährt man nicht in Luxuskarossen ala Bond sondern beschränkt sich auf einen kleinen Mini, der hier perfekt und lustig in Bild gesetzt wird. Überhaupt gefällt mir, dass auf das lästige Productplacement der heutigen Kinofilme aus Hollywood verzichtet wurde. Werbung sehe ich schon genug vor dem Film !
Besonders möchte ich noch die Leistung der Hauptdarstellen hervorheben. Erst war ich skeptisch ob der Frauenheld Matt Deamon die ideale Besetzung für diese Rolle ist. Jedoch hat er mich mit einem trockenen Ausdruck überzeugt, seine Spielweise überzeugt ohne Schnorkel. In der Originalfassung, spricht er mehrere Sprachen, was den Film sicherlich noch aufwertet.
Der größte Glanzpunkt des Film ist jedoch Franka Potente in der Rolle der Marie. Ist sie im bild geht die Sonne auf. Ihre Entwicklung seit \"Lola rennt\" ist spürbar und sie braucht sich hinter anderen Hollywoodgrößen nicht zu verstecken. Im Gegenteil, die kleine Beziehung zu Bourne im Film wird durch sie erst schon. Dabei wird auf größe Kussattacken und Bettszenen glücklicherweise verzichtet. Ihre Zerrissenheit im Film ist ansteckend.
Rundum kann man sagen das \"Bourne Idetity\" einen Kinobesuch auf jeden Fall rechtfertigt. Man sieht nichts neues, das Kino wird nicht revolutioniert, aber der Film ist gut gemacht und sehr unterhaltend. Ein Krimi wie er zu Hitchcocks Zeiten gut ins Programm gepasst hatte. Die Neuinszenierung dieses alten Stoffs ist perfekt gelungen.
Kleine Abzüge gibt es für manch unrealistische Stuntszene! Die Treppenaktion war wirklich nicht nötig. Manchmal ist weniger doch mehr !! Das Buch zum Film gab es übrigens fruher und ist bei Heyne erschienen (ISBN: 345319781X).
Fakten :
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Schauspieler:
Jason Bourne - Matt Damon
Marie Kreutz - Franka Potente
Ted Conklin - Chris Cooper
Nykwana Wombosi - Adewale Akinnuoye-Agbaje
Nicolette - Julia Stiles
Regie Doug Liman
Drehbuch: Tony Gilroy, W. Blake Herron
Länge: 119 Minuten
Freigabe: ab 12 Jahren
Kinostart: 26.09.2002
Internet: http://www.thebourneidentity.com
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