Doggstyle - Snoop Doggy Dogg Testbericht

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Summe aller Bewertungen
  • Cover-Design:  sehr gut
  • Klangqualität:  sehr gut

Erfahrungsbericht von BusyDeer

Ein Rap Meilenstein by D-O Double G

5
  • Cover-Design:  gut
  • Klangqualität:  sehr gut

Pro:

Keine schlechten Tracks, für alle Anlässe, unüberhörbar, klasse features

Kontra:

Mehr Tracks wären nicht schlecht gewesen

Empfehlung:

Ja

Produziert vom berühmten Ex-NWA Member Dr. Dre und mit Hilfe des Death Row Records Chefs Mr. Suge Knight, war Doggy Style die erste Solo-Veröffentlichung Calvin Broadus\' a.k.a. Snoop Doggy Dog.
Durch die Mischung von knallharten Westcoast Raps in Anlehnung an damalige Rap Pioniere wie NWA und Funk Grooves a la George Clinton, schufen Dr. Dre und Snoop mit diesem Album den sogenannten \"G-Funk\".

Nach mehrere Auftritten auf Dr. Dres Album \"The Chronic\" von 1992 (u.a. in DER Rap Hymne \"Nuthin\' But a G Thang\"), wollten die Menschen wissen wer dieser Junge ist.

So kam es natürlich, dass Snoop wenig später, nämlich 1993, mit seinem eigenen Solo-Album nachlegte. Diese erfüllte vollkommen die Erwartungen die in ihn gesetzt wurden und brach sämtliche Rekord. 5 Millionen verkaufte Exemplare gingen in den USA über den Ladentisch und Snoop heimste sämtliche Auszeichnungen, von Best Newcomer über Best Video bis hin zu Best Rapper of the Year ein.
Auch die Bewegungen gegen das Album, welche nach den jüngsten Aufkommen des Raps in den Charts aufgrund der vulgären Wortwahl und Themen wie Drogen, Sex und Mord aufkamen, konnten dem Erfolg keinen Abbruch tun.

Die Kombination von Reimkunst eines jungen Snoop Doggs und der perfekten Produktion eines Dr. Dres, schufen hier eines der absoluten Meilensteile des Hip Hops. Nicht viele Alben können von sich sagen, dass absolut JEDES Lied qualitativ hochwertig ist und ohne Lückenfüller auskommt - \'Doggystyle\' definitiv!

Nun zu den Songs im einzelnen:

1. Bathtub (keine Bewertung)

Schon zu Beginn wird deutlich, dass Humor eine tragende Rolle auf diesem Album spielt (sofern man diesem speziellen Englisch mächtig ist). Snoop sitzt in der Badewanne mit einer netten Dame, während plötzlich diverse Freunde von ihm hereinstürzen und über Gott und die Welt plaudern.

2. G-Funk Intro (feat. Lady of Rage) (4/5 Sternen)

Auf diesem Track, gibt Lady of Rage ihren ersten von zwei features zum besten. Heftige Bässe, G-Funk Synthesizer und an die Oper erinnerde Klänge machen diesen Song zu einem Genuss für die Ohren. Nachdem Lady of Rage einen großen Teil dieses Songs übernimmt, übernimmt Snoop die Bridge gegen Ende und leitet damit das Album ein.

3. Gin and Juice (feat. Dat Nigga Daz) (5/5 Sternen)

Vermutlich einer der bekanntesten Snoop Dogg Tracks überhaupt und seine zweite Singleauskopplung. Dr. Dre übertrifft sich mit dem Beat selbst. Unterstützt von schrillen, hohen Gitarrenklängen und einer simplen Bass / Clap Kombination, ist der Song ebenfalls ein Meisterwerk des Story-Tellings Snoops.

4. W-Balls (keine Bewertung)

Im Prinzip nur ein Skit der zum nächsten Song überleitet

5. Tha Shiznit (5/5 Sternen)

Snoop rappt in seiner damals gewohnten relaxten \"lay back\" Art und unterstützt vom genialen Gebrauch von relativ hohen Synthesizern, einer jazzigen Bassline und einer Snare / Drum Kombination, stellt \'Tha Shiznit\' ein weiteres Highlight dar.

6. Lodi Dodi Intro (keine Bewertung)

Sehr kurzer Skit, bei dem ein Domino Spiel ausartet.

7. Lodi Dodi (4/5 Sternen)

Hier nimmt sich Snoop den Klassiker von Slick Rick und Doug E. Fresh vor und covert ihn. Mit etwas auf ihn zugeschnittenen veränderten Textpassagen, berichtet Snoop hier über sich und seine eigenwillige Freundin ;-)

8. Murder Was The Case (4,5/5 Sternen)

Hier wird es nun um einiges dunkler. Der G-Funk Touch ist immernoch vorhanden, jedoch nicht mehr in der fröhlichen gute Laune Art und Weise. Der Text ist meisterhaft und handelt von Verhandlungen zwischen Snoop und dem Teufel nach seinem Tod in einem Schusswechsel. Snoop verspricht ihm sich zu bessern und bekommt letztendlich sein Leben zurück geschenkt.

9. Serial Killa (feat. Tha Dogg Pound & RBX) (4/5 Sternen)

Es bleibt wie zuvor etwas härter und dunkler. Sehr basslastig kommt dieser Track daher und handelt wiederum vom Tod. Alle 4 Rapper (Kurupt, Daz, Snoop & RBX) machen einen grandiosen Job.

10. Who am I ? (5/5 Sternen)

Dies ist die erste Single Auskopplung Snoops, in dem er sich der Welt vorstellt. Selbst in Deutschland ein Hit, kommt der Track mit einem sehr eingängigen Chorus daher und darf selbst heute auf keiner Party fehlen.

11. For All My Niggaz & Bitches (Tha Dogg Pound & Lady of Rage) (5/5 Sternen)

Hier tritt Snoop nur im Outro auf und überlässt den Rest seinen Freunden Daz, Lady of Rage und Kurupt, wovon sich vor allem letzterer sehr abhebt. Alle Drei machen einen sehr, sehr starken Job, das Highlight ist jedoch der Chorus.
Daz und Kurupt geben einen gelungenen Einstand zu ihren folgenden Alben (sowohl als Tha Dogg Pound als auch die Solo Alben).

12. Ain\'t No Fun (feat. Kurupt, Nate Dogg, Warren G) (5/5 Sternen)

Mit diesem Track stellt sich die gute Laune wieder ein, denn der Track ist sehr Party freundlich und Nate Dogg steuert einen seiner R&B ähnlichen Vocals bei. Vor allem Kurupt kann sich erneut herausheben. Der Track erinnert etwas an 2 Pacs \"All About U\". Absolutes Meisterwerk und Ohrwurm schlechthin.

13. Chronic Break (keine Bewertung)

Ein weiterer Skit halt

14. Doggy Dogg World (feat. Tha Dogg Pound & Dramatics) (5/5 Sternen)

Es geht weiter im Stile von \'Ain\'t No Fun\' und Snoop bekommt wiederum Unterstütz vom Dogg Pound und im Chorus von den Dramatics (welche einen sehr guten Job machen). Snoop und seine Crew kommen erneut mit Battle-Rhymes daher, allerdings auf einem sehr relaxten Beat.

15. Betta Ask Somebody (keine Bewertung)

Kurzer Skit mit einem sehr interessanten Einblick in Snoops Kindheit.

16. Gz and Hustlaz (3,5/5 Sternen)

Snoop bringt nochmal einen Solo Track zu Stande, der von sehr vielen Synthesizer Effekten und tiefen Drums gekennzeichnet ist, sowie einem von Dre sensationell zugefügten Double-Piano Loop.

17. U Betta Recognize (keine Bewertung)

Intro zum nächsten Track

18. Pump, Pump (feat. Lil\' Malik) (5/5 Sternen)

Der letzte Track featured Lil\' Malik, welche in seinem Part Snoop keinesfalls das Wasser reichen kann. Vom Text her ein eher Strassen tauglich, aber durchaus lustig und nicht zu missachten. Der Beat ist an Old School Beats angelegt und zum ersten mal wird der Einsatz von Synthesizern fast völlig vermisst, was der Qualität allerdings keinen Abbruch tut



Fazit: Beurteilt man das Album gegenüber anderen Alben, müsste eigentlich jeder Track 5 Sterne erhalten. Allerdings habe ich versucht die Tracks gegeneinander abzuwägen und nicht die Qualität an sich zu beurteilen.

Snoop schaffte mit diesem Album also seinen absoluten Durchbruch und hat es bis heute nicht geschafft dort wieder anzuknüpfen.
Auch wenn \'Doggystyle\' nicht unbedingt durch Abwechslung auffällt, ist es durch die Erfindung des \'G-Funks\' vollkommen unüberhörbar und ist selbst nach 11 Jahren noch in meinem CD Player zu finden und nicht selten aktiv :-)

Auch die Skits tun der Qualität keinen Abbruch, sondern fügen sich nahtlos in das komplette Album ein und sind sogar durchaus amüsant. Die Skip Taste kann gefahrenlos aus dem Auge gelassen werden.
Alles in allem ein absolutes Meisterwerk und auch nach 11 Jahren zählt es wohl noch zu den 5 besten Rap Alben die jemals erschienen.
Wer es noch nicht in seinem CD Archiv hat -> schämt euch! :-)

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