Doggstyle - Snoop Doggy Dogg Testbericht

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Summe aller Bewertungen
  • Cover-Design:  sehr gut
  • Klangqualität:  sehr gut

Erfahrungsbericht von clauds22

Eines der besten Rap Alben überhaupt...

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Snoop Dogg, ehemals Snoop Doggy Dogg, dürfte eigentlich beinahe jedem ein Begriff sein, ganz egal, ob man Fan von Rap Musik ist, oder nicht. Für mich war die Musik von Snoop damals der Grund, mir die Rap & HipHop Szene etwas genauer anzusehen, und seitdem möchte ich diese Art Musik auch nicht mehr missen. Wenn ich mich recht erinnere, war ‚Doggystyle’ sogar das erste Rap Album, welches ich mir selbst zugelegt habe, und nicht nur deswegen ist es etwas Besonderes...

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Calvin Broadus wurde in Long Beach (California) geboren und bekam seinerzeit den Spitznamen Snoop von seiner Mutter, da sie der Meinung war, seine Erscheinung hätte einiges mit dem Peanuts Charakter Snoopy gemein ;) Mit Warren Griffin, heute besser bekannt als Warren G begann er schon als Teenager, seine Freizeit der Rap Musik zu widmen. Kurz darauf gründeten die beiden mit noch einem anderen Rapper das Trio ‚Three The Hard Way’, woraus schon bald ‚213’ wurde. Aufgrund guter Connections (Warren G ist nämlich der Halbbruder von Dr Dre) gelangte eines von Snoops Tapes zu Dr Dre, der sich ziemlich beeindruckt zeigte und ihn sogar 1992 auf seinem Hitalbum ‚The Chronic’ mitwirken ließ, das gute 8 Monate in den Billboard Charts zu finden war und sämtliche Rekorde brach.

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So kam es dann auch, dass Snoop natürlich wenig später, 1993 um genau zu sein, mit einem eigenen Album nachlegte – Doggystyle nämlich, welches unter Dr Dres Deathrow Label erschien. Von Fans und Kritikern schon lange sehnsüchtig erwartet, stürmte das Album (als erstes Rap Album überhaupt!) sofort auf Platz 1 der amerikanischen Billboard Charts und wurde ein mächtiger Erfolg. 5 Millionen verkaufte Platten in den USA, 2 Top 10 Singles, einen Preis für das beste Rap Video und eine Auszeichnung des Rolling Stone als bester Rapper des Jahres. Ein besseres Debüt hätte Snoop Doggy Dogg nicht bringen können und wenn man bedenkt, wie viele (angehende) Rapper von diesem Album beeinflusst wurden, dann wird man sich auch der Wichtigkeit dieses Werkes bewusst...



°~° Bathtub °~°

‚Bathtub’ ist nur eine Art Intro ohne Musik. Snoop räkelt sich mit seiner Lady in der Badewanne, als es plötzlich an der Tür klingelt und sämtliche seiner Freunde vorbeikommen. Daraufhin folgt ein Gespräch mit vielen Ausdrücken, die ihr auf der ‚Clean version’, sprich – der zensierten Version des Albums, nicht finden würdet ;)


°~° G Funk Intro °~°

Ein ziemlicher Uptempo Song, bei dem Snoop mit Unterstützung von Lady of Rage rappt, die mit ihrer markanten Stimme bereits auf vielen anderen Deathrow Produktionen zu finden ist. Der Track hat den typischen G-Funk Flow, wenn auch gesamt gesehen alles ein bisschen düsterer klingt, als man das vom Rest des Albums gewohnt ist. Leider hat Snoop selbst in dem Song allerdings nur einen kleinen Part, was ich etwas schade finde.
Rating: ***


°~° Gin and Juice °~°

Dies ist sicherlich einer der bekanntesten Tracks von Snoop und übrigens auch einer von denen, die sich ziemlich schnell in den Top10 der Charts wieder fanden. Unterlegt von einem rhythmischen Bass und Synthesizern bringt der Song den typischen Westcoast HipHop Flava, ein echter Klassiker und einer meiner Favoriten auf dem Album. In den Lyrics erzählt Snoop (wie auch in den meisten anderen) aus seinem ‚Gangsta’ Leben – interessant und irgendwie real. Natürlich gespickt mit den ein oder anderen Worten, die nicht jedem gefallen...
Rating: *****


°~° Tha Shiznit °~°

In diesem Track finden sich wieder eine Menge G Funk Elemente und die Melodie ist ziemlich einzigartig. Die technischen Spielereien sind deutlich herauszuhören, allerdings kenne ich mich damit nicht genügend aus – müsstet ihr euch wohl an Dr Dre wenden, wenn ihr mehr wissen wollt ;) Snoop zeigt in den Rap Parts wirklich, was er drauf hat und die Rhymes sind absolut genial. Alles in allem ein Song, zu dem man auch gut mal die Hüften schwingen kann, denn der Rhythmus schreit förmlich danach...
Rating: *****


°~° Lodi Dodi °~°

Lodi Dodi ist mein absoluter Lieblingstrack auf dem Album und das hat auch noch mehr Gründe, als dass ich ihn von Anfang an einfach ungeheuer gelungen fand ;) Der Rhythmus des Songs ist einzigartig, locker leicht und ausgelassen und der Text ist einfach genial und total witzig. Storytelling at its best! Nancy Fletcher kümmert sich um die (ebenso brillanten) Background Vocals, wodurch sich ein absolut gelungener Song ergibt. Übrigens ist er ein Remix des Klassikers von Slick Rick, der in HipHop Kreisen auch bekannt sein dürfte.

Kleiner Ausschnitt:

„…and said um \"Mirror mirror, on, the wall
Who is the top Dogg of them all?\"
There was a rubble dubble, five minutes it lasted
The mirror said, \"You are you conceited bastard\"
Well that\'s true, that\'s why we never have no beef
So I slipped off my khakis and my gold leaf
Used Oil of Olay, cuz my skin gets pale
And then I got the file, for my fingernails
I\'m true to the style on my behalf
I put some bubbles in the tub so I can take a bubble bath
Clean, dry, was my body and hair
I threw on my brand new Doggy underwear
for all the bitches I might take home
I got the Johnson baby powder and Cool Water cologne…”

Rating: ***** (*)


°~° Murder was the case °~°

Dieser packende Track beginnt mit einer Unterhaltung zweier Freunde, in die sich ein anderer einmischt und nach den Worten ‚Hey! Ya Snoop Dogg??’ plötzlich eine Schießerei beginnt. Dann beginnt Snoop mit seinem Rap, in dem er beschreibt, wie er nach einem Schusswechsel im Koma liegt und welche Gedanken ihm dabei durch den Kopf gehen. Interessant finde ich, dass er dann eine kleine Konversation mit dem Teufel hat, dem er verspricht, seinen Lebensstil zu ändern und zu bessern, und der ihm daraufhin sein Leben wieder schenkt. Mal etwas ganz anderes, kombiniert mit den nachdenklichen Lyrics, die man von Snoop so nicht gewohnt ist, und dem ungewöhnlichen, leicht bedrohlichen Beat. Wirklich einen Hörversuch wert!
Rating: *****


°~° Serial Killa °~°

Bei Serial Killa wird Snoop von zahlreichen namhaften Rappern unterstützt, die da wären: Kurupt, Dat Nigga Daz, The D.O.C. und RBX. Die musikalische Untermalung ist hier mal wieder sehr gelungen, teils recht heftige Klänge und typische Züge aus dem Westcoast HipHop, wenn auch sich der Track ein wenig von den übrigen des Albums unterscheidet, die Mischung aber in keiner Weise negativ beeinflusst, sondern viel eher das genaue Gegenteil. Snoops Rap Part ist mal wieder äußerst gelungen und die Rhymes sind klasse. Aber auch seine Co Rapper zeigen ihr Talent und machen ihre Sache wunderbar. Ebenfalls mal wieder ein Text, bei dem man ein zweites mal hinhören könnte.
Rating: *****


°~° Who am I (what’s my name) °~°

Diesen Song, der schon fast ein wenig in die Pop Richtung abschweift, kennt nun auch schon beinahe jeder, da er seinerzeit auf und ab gespielt wurde. Die Melodie ist unheimlich eingängig, unverwechselbar und mit vielen Funk Elementen, ein echter Ohrwurm. Hinzu kommen Snoops gelungene Rap Parts und ein berauschender Beat – kein Wunder, dass es auch dieser Track in die Top 10 geschafft hat.
Rating: *****


°~° For all my niggaz & bitches °~°

Hier merkt man mal wieder, was für einen tollen Stil die Leute von Death Row Records in den 90ern hatten. Tha Dogg Pound und The Lady of Rage übernehmen bei diesem Track den Großteil der Rap Parts – und das mit Bravour. Dies ist mein zweiter Favorit auf dem Album – klasse Beats, gute Raps, eine eingängige Melodie, ein Text, den man herrlich mitträllern kann und dann dieser Westcoast Flow. Passt einfach!
Rating: *****


°~° Ain’t no fun °~°

Auch Ain’t no fun ist wieder so ein eingängiger Track, bei dem eine ganze Menge bekannte Rapper mitwirken. Kurupt, Nate Dogg und Warren G bringen ordentlich Rhythmus mit und machen aus diesem funkigen Song eine wirklich gute Nummer. Nate Dogg rappt den ersten Vers ziemlich glatt und gefühlvoll, allerdings passt der Text nicht wirklich dazu, was das Ganze schon wieder recht witzig macht und einen zum Grinsen bringt – wenn man denn auf den Text achtet ;) Snoop bringt daraufhin wieder seine humorvollen Parts ein und kann mit seinen Parts absolut überzeugen.
Rating: *****


°~° Doggy Dogg World °~°

Der Track wird in 3 Teile aufgeteilt, von denen jeweils Snoop, Daz und Kurupt einen übernehmen, was sich richtig gut ergänzt. Der Rhythmus im Hintergrund plätschert ein wenig vor sich hin und insgesamt ist der Song recht ruhig und hat keine besonderen Highlights. Einzig der Refrain, der übrigens genau wie die Background Musik von The Dramatics (einer Soul Gruppe) übernommen wird, sticht ein bisschen heraus und gibt dem Track einen eigenen Touch, wodurch er sich gut an den Rest des Albums anpasst.
Rating: ***


°~° Gz and Hustlas °~°

Schneller HipHop gemischt mit Funk würden diesen Titel wohl am ehesten umschreiben. Hier sind wieder eine Menge Synthesizer Effekte vorhanden, die Snoops Rap musikalisch untermalen und dem Ganzen ein bisschen Tempo verleihen. Die Atmosphäre des Songs passt sich nahtlos an die Beats und den Rhythmus des übrigen Albums an und bringt erneut einen eingängigen Refrain mit sich, den man so schnell nicht vergisst.
Rating: ***


°~° Pump Pump °~°

Der letzte Track des Albums ist auch wieder ein echter Knüller mit hervorragenden Rhymes, bei denen ‚the S-N-Double-O-P’ einen recht schnellen Rap hinlegt, bei dem er noch von Malik (aka Lil Hershey Loc) unterstützt wird. Der Text ist mal wieder recht witzig und durchaus wert, mal näher hinzuhören, und auch die Melodie macht den Track eigentlich (vielleicht ungewollt) zu einem ziemlichen Gute-Laune-Song, den man sich immer gerne anhört. Das einzige, was mich daran stört, ist die Tatsache, dass er gegen Ende doch ein bisschen eintönig wird und nichts sonderlich Neues dazukommt.
Rating: ****



Wie ihr an meinem Rating erkennen könnt, kommt Snoops erstes Werk bei mir richtig gut weg. Das Album mag vielleicht keine Vielfalt an verschiedenen Styles besitzen, dafür hat man aber nahezu die Gewissheit, dass einem auch die anderen Stücke des Albums gefallen, wenn man bereits eines mag. Es gibt ja selten CDs, bei denen man gerne von vorne bis hinten zuhört, ohne zwischendurch mal einen Titel zu ‚skippen’ – bei Doggystyle jedoch fällt mir das gar nicht schwer, weil es auf der CD so viele Highlights gibt, auf die ich mich freue, dass es dumm wäre, ich würde zwischendurch etwas überspringen.

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Zusammenfassend muss man sagen, dass die CD einfach unterhaltsam ist und eine Menge guter Songs enthält, bei denen man einfach aufstehen, sich bewegen und mitsingen möchte. Was der einzige Punkt ist, an dem ich mich stören KÖNNTE, ist ‚bad language’, denn die Wortwahl der ‚Gangsta Rapper’ entspricht nun wirklich nicht unbedingt der meinen. Viele können sich aber dadurch vielleicht auch besser mit den Texten identifizieren und letztendlich geht es mir auch mehr um die Musik, als um die paar ordinären Ausdrücke ;) Deshalb möchte ich das erste Mal in einer Rezension darüber hinweg sehen und trotzdem meine volle Sternchenzahl vergeben, denn, wenn sie ein Rap Album verdient hat, dann ganz sicher – DOGGYSTYLE

45 Bewertungen