Dominikanische Republik Testbericht

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Erfahrungsbericht von Kletterrose

Flitterwochen in der Karibik...

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Da unsere Hochzeit (22.11.2002) und vor allem die lang ersehnten Flitterwochen (25.11.2002 – 10.12.2002) leider bereits längst wieder der Vergangenheit angehören und ich mich zugegeben eher widerwillig an die winterlichen Temperaturen hier gewöhnt hatte, möchte ich nun endlich mal ein paar Worte über unsere Reise verlieren.

Zunächst ist zu sagen, dass das wohl der schönste und traumhafteste Urlaub war, den wir bisher erlebt haben und ich bin richtig glücklich darüber, dass es uns ausgerechnet während unserer Flitterwochen dorthin verschlagen hat. So werden wir immer an diese wunderschönen 2 Wochen zurückdenken können. Wobei ich schon gleich bei dem nächsten Punkt wäre. Wer auch das allererste Mal in die Karibik fliegen sollte und die Zeit und das nötige Kleingeld hat, was wir leider nicht hatten, dem würde ich immer wenigstens 3 Wochen empfehlen. Die 2 Wochen fand ich im Nachhinein doch einfach viel zu kurz. Bei diesem Urlaub empfand ich zum 1. Mal, dass sich der Abschied von dem Urlaubsland und die Vorfreude auf zu Hause nicht die Waage hielten. Nein, diesmal überwog eindeutig der Abschiedsschmerz, wenn man es denn so nennen will, in diesem Paradies hätten wir es noch eine ganze Weile aushalten können.

Doch genug meiner überschwänglichen Vorrede, jetzt erstmal zu den Details ;-).


Veranstalter und Reiseinfos

Nach eingehenden Preisvergleichen sowohl anhand von Reisekatalogen als auch im Internet buchten wir ca. 2 Monate vor Beginn unserer Reise diese bei Öger Tours, einfach weil dieser Veranstalter den günstigsten Preis für genau das Hotel hatte, welches wir gern wollten. Uns schwebte das Fiesta Bavaro Resort vor, welches an der herrlichen Costa de Coco im Osten der Dominikanischen Republik gelegen ist.
Man darf nicht vergessen, dass der Osten um einiges teurer als der Norden ist, da hier einfach die schönste Küste des Landes mit den kilometerlangen, puderfeinen, weißen Palmenstränden ist. Punta Cana ist als Ferienparadies noch relativ jung, erst seit den Neunzigern entstanden hier nach und nach die Ferienanlagen, die fast alle als All Inclusive Anlagen angeboten werden.
Genau das wurde auch unsere und wir bezahlten für 15 Tage für 2 Personen im Fiesta Bavaro Resort, das ein 4 Sterne Hotel ist (Landeskategorie 5 Sterne), 2700,- Euro. Da wir noch vor Weihnachten dort waren, war der Preis für uns noch einigermaßen bezahlbar. Kurze Zeit später war er um ein Vielfaches teurer. Leider sind die Preise im letzten Jahr generell für die Dominikanische Republik ganz schön in die Höhe geschossen, auch der Flugzuschlag ist jetzt um einiges erhöht.
Aber da es ja unsere Flitterwochen waren, wollten wir trotzdem auf jeden Fall dorthin.


Anreise

Dadurch, dass wir einiges an Kosten gespart hatten, war uns leider kein Direktflug gegeben, was natürlich komfortabler gewesen wäre, sondern wir reisten über Amsterdam.
Von Berlin Tegel aus ging es mit dem KLM Cityhopper nach Amsterdam, kurzer Aufenthalt und dann weiter mit Martinair nach Puerto Plata und schließlich nach Punta Cana.
Der Nachteil an der holländischen Fluglinie Martinair war für uns, dass alles in Holländisch erfolgte. Ob die Ansagen oder das teilweise defekte TV Programm an Bord. Aber sicher gelandet sind wir auch und das war ja das wichtigste.
Als ein weiterer Nachteil mit Martinair gereist zu sein, entpuppte sich nach unserer Ankunft auf dem Flughafen in Punta Cana die Passkontrolle. Alle anderen Urlauber wurden durch gewunken, nur wir, die aus Holland kamen, mussten jeder!! seinen Koffer aufmachen und da wurde dann richtig drin rumgewühlt. Das ganze wurde noch von abgerichteten Drogenhunden beschnüffelt. Zu allem Überfluss ging genau in dem Moment ein Monsumregen nieder und da das Flughafengebäude ja nur mit Palmenwedeln bedeckt ist, tropfte es dann auch noch durch und in unsere Sachen rein. Ich war richtig sauer.

Nach einem kurzen Bustransfer von ca. 30 min gelangten wir dann endlich in unserem Hotel an. Alles in allem waren wir ca. 21 Stunden unterwegs, was natürlich schon ganz schön geschlaucht hat. Als wir ankamen, war es in Deutschland bereits 01.00 Uhr nachts und in Punta Cana gerade mal 20.00 Uhr. Wenn bei uns Winterzeit ist, sind es bloß 5 Stunden Zeitverschiebung, bei Sommerzeit 6 Stunden.
Ein weiterer Vorteil im Winter zu reisen ist der, dass dort jetzt nur ca. 50-60% Luftfeuchtigkeit vorherrschen, was gut verträglich ist, im Sommer jedoch bis zu 90%.


Unser Hotel & unser Urlaub


Die Fiestahotels sind eine spanische Hotelkette ähnlich wie die Riu Hotels von Tui. In Punta Cana befinden sich in dem Fiesta Resort 3 Hotels, das Beach, das Bavaro und das Palace, wobei die Reihenfolge hier aufsteigend zu sehen ist.
Die Unterschiede sind nicht so gravierend, sie betreffen lediglich ein klein wenig das Aussehen der Wohnhäuser sowie die Ausstattung der Zimmer und die Möglichkeit, wer in welchen Restaurants essen durfte. Die Beachurlauber durften nur in den Beachrestaurants essen. Wir, die im Bavaro wohnten, durften sowohl die Beach als auch unsere Bavarorestaurants nutzen und die Palaceurlauber durften die gesamten Restaurants im Fiestaresort besuchen.
Kenntlich wurde das durch die für All Inclusive Reisenden typischen kleinen Plastikarmbändchen gemacht, deren Farbe je Hotel variierte. Den gesamten Urlaub über die Armbänder nicht abnehmen zu können, war für uns auch erst gewöhnungsbedürftig, war es doch unser erster All Inclusive Urlaub und hatten wir an so etwas noch gar nicht gedacht.

Am ersten Abend bekamen wir außer von der eindrucksvoll aussehenden Empfangshalle nicht mehr allzu viel von der Hotelanlage mit, da es bereits stockfinster war, als wir ankamen.
Aber am nächsten Morgen waren wir dann einfach nur noch überwältigt. Überall grünte und blühte es. So eine üppige Vegetation hätte ich nie erwartet. Die gesamte riesige Fiesta-Anlage (auf einem immerhin ca. 100.000m² Grundstück) war auch super gepflegt und sehr, sehr weitläufig. Die jeweils zweistöckigen Bungalows standen weder in Reih und Glied noch dicht beieinander, sondern waren sehr harmonisch in die Landschaft integriert. Pro Bungalow gab es oben und unten je 4 Zimmer.
Die Wege zwischen den Bungalows waren nicht schnurgerade, sondern schlängelten sich, von vielen Palmen und blühenden Hibiskushecken umgeben, über das Gebiet entlang. Die Hauptwege waren dazu noch leicht überdacht (für evtl. spontan eintretende Monsumregenfälle, die wir aber glücklicherweise nur ca. 3x kurz aber heftig erleben durften) und wurden von üppig wuchernden und blühenden Pergola umrankt.
Die Palmen waren auch in verschiedenen Sorten vorhanden. Manche waren die typischen hohen mit Kokosnüssen daran. Ich bekam sogar 2x frische Kokosnüsse von einem der gerade arbeitenden Gärtner geschenkt ;-). Frisch schmecken diese ja noch viel, viel besser. Dann gab es noch die Brotfruchtbäume und einige andere, die wir nicht alle kannten.
Es sah auf jeden Fall dort einfach traumhaft aus. Diesen Anblick genossen wir jeden Tag aufs Neue.

Unser Zimmer war auch ganz nett eingerichtet und mit einer Klimaanlage ausgestattet. Wir hatten ein Doppelbett, 2 Nachtschränke, einen Kleiderschrank mit integriertem Safe, 2 Korbstühle mit Tisch und einen Schreibtisch mit einem Fernseher darauf. Auf dem Balkon waren natürlich auch noch mal Tisch und Stühle vorhanden. Ebenso wie das Zimmer war auch das Bad sehr ordentlich und sauber. Das Bad war mit Dusche, WC und Waschbecken mit Waschtisch, auf dem immer allerlei Pröbchen wie Shampoo, Duschgel usw. der Fiestakette lagen, ausgestattet.

Was im Urlaub natürlich auch nicht ganz unwichtig ist, ist die Verpflegung. Wir hatten ja All Inclusive gebucht, und das war durchaus sehr angenehm, da man ja alles essen und trinken konnte, was das Herz begehrte.
Das Frühstücksbuffet war alleine schon derart vielfältig, dass wirklich für jeden was dabei war. Ob süß oder deftig, kalorienarm oder –reich, Milchprodukte, frische Säfte, Kaffee, Tee, Müsli, Pancakes, verschiedene Kuchen, Brötchen, Brot, Wurst, Käse, Marmelade, Obst und Gemüse, gebratene Wüstchen, Schinken oder Eier. Satt wurde man auf jeden Fall. Frühstücken konnten wir im Hauptrestaurant von 07.00 bis 10.00 und für Langschläfer im Strandrestaurant von 10.00 bis 11.00. Den Mittagsimbiss gab es dann von 12.00 bis 16.00 wiederum im Strandrestaurant.
Und das Abendessen war von 19.00 bis 22.00. Dieses konnte man entweder im Hauptrestaurant ohne Anmeldung oder in verschiedenen Spezialitätenrestaurants (wie spezielle Fischgerichte, Mexikanisch oder Italienisch) mit Reservierung einnehmen, was wir aber nur 2x nutzten, da das Essen im Hauptrestaurant auch sehr vielseitig und abwechslungsreich war. Angefangen von sehr vielen Salaten über bestimmt 10 verschiedenen, oft wechselnden und sehr leckeren Hauptgerichten bis zu einem üppigen Nachtischangebot mit viel Obst, Eis, Kuchen und Torten.

Da unser Hotel ca. zu 40% von Amerikanern (haben’s eben nicht so weit), zu 40% von Spaniern (klar – ist ja auch eine spanische Hotelkette) und die restlichen 20% von den übrigen Europäern wie Deutsche, Österreicher, Schweizer, Holländer etc. bereist wurde, war das Essen wahrscheinlich auch derart vielfältig, so dass jeder was finden konnte, was ihm zusagte.

Abends gab es natürlich auch die typische Animationsshowbühne, auf der täglich wechselnde Showprogramme aufgeführt wurden, wie Caribean Night, Tropical Show usw. Hin und wieder sahen wir uns eine Show an, die wirklich ganz professionell aufgeführt wurden.

Der Strand war auch richtig toll, genau wie wir es gehofft hatten. Der Sand war fast schneeweiß und fein wie Puderzucker und überall wuchsen verstreut riesengroße Palmen. Das hatte den entscheidenden Vorteil, dass wir uns immer in den Schatten begeben konnten, wenn wir es wollten. In den Hotelanlagen links und rechts von dem Fiesta Resort war dies nicht der Fall, dort war der Strand nicht von Palmen durchsetzt.
Zum Meer selbst brauche ich wohl nicht viel zu sagen, außer dass es wie erwartet angenehm warm, türkisblau und sehr sauber war. Ab und an hatten wir auch leichte Wellen, was beim Baden für Spaß sorgte ;-). Muscheln waren leider keine zu finden.
Unser Strandabschnitt war zum Glück auch nicht so überlaufen, was vielleicht an der Saison liegen könnte. Wir hatten jedenfalls nie Probleme eine Strandliege zu bekommen, egal um welche Tageszeit. Die Liegen selbst standen auch recht weit auseinander, so dass man seine Ruhe vor anderen Urlaubern hatte. Handtücher konnte man sich immer jeden Tag frisch vom Pool holen. Am Pool selbst waren wir ansonsten nicht weiter, obwohl er auch sehr schön aussah. Aber wenn wir schon mal so einen Traumstrand vor der Nase haben, wollten wir natürlich immer dort hin. Und Spazierengehen kann man an Stränden sowieso besser.
Am Strand wurden auch alle paar Meter in kleinen Holzhütten Getränke angeboten, mit oder ohne Alkohol. Wir schlürften meistens frische Pina Colada ohne Alkohol.

Weiter gab es ja auch noch ein Wellness und Spa Center, in dem man sich sportlich betätigen konnte. Am Strand wurden von diesem Center aus in kleinen halboffenen Hütten Massagen angeboten. Diesen Luxus gönnten wir uns allerdings nur einmal, da es echt teuer war. Für eine halbe Stunde Massage bezahlte man pro Person ca. 20,- Euro.
Mit dem Mini-Club Fiesta präsentierte sich die Anlage auch als kinderfreundlich. Wir sind mal dran vorbeigelaufen und der Spielplatz sah sehr viel versprechend aus. Wie es sich mit der Betreuung verhielt, kann ich nun nicht sagen, da wir ja noch keine Kinder haben.

Am Strand gab es auch noch Beachvolleyball, Merenguetanzkurse usw.
Tauchkurse und Fahrten zu einem Korallenriff wurden gegen Gebühr angeboten, was wir aber nicht nutzten. Sollten wir noch mal in diese Gegend reisen, würden wir es bestimmt ausprobieren.

Einen richtigen Ausflug machten wir auch, wenngleich er schon sehr teuer war (pro Person 80 US Doller). Wir entschieden uns für den, der zur Insel Sanoa führte.
Zuerst fuhren wir durch riesige Zuckerrohrplantagen, auf denen billige Arbeitskräfte aus Haiti beschäftigt werden. Danach besichtigten wir das Künstlerdorf Altos de Chavon und dann ging es mit Speedbooten weiter, was sehr aufregend war, und schließlich gelangten wir mittags auf der Insel Sanoa an. Es sah dort wie in diversen Werbungen aus, einfach unbeschreiblich traumhaft. Zurück fuhren wir dann 2 Stunden mit einem Katamaran.
Andere großartige Tagesausflüge wie ein Besuch in Santa Domingo oder auf der Halbinsel Samana (ca. 600 km entfernt) konnten wir leider nicht machen, da Punta Cana einfach zu weit weg liegt.


Resümee


Da ich ja soweit alles Wichtige beschrieben haben müsste und meine Höchstwörteranzahl bereits gesprengt haben dürfte, muss ich mich jetzt doch kurz fassen.

Wie schon eingangs erwähnt werden wir diesen Traumurlaub bestimmt nie vergessen. Im Gegensatz zu manch anderem Urlaub hat hier einfach alles gestimmt. Angefangen von dem interessanten Land, den gastfreundlichen Menschen, dem angenehmen Klima, dem superschönen Hotel, den traumhaften Stränden, der üppigen Vegetation usw.

Wenn wir irgendwann mal wieder genügend Zeit und Geld haben sollten, werden wir hierher bestimmt noch einmal zurückkehren. Wenn es ginge, könnte ich bereits jetzt sofort wieder dorthin düsen ;-).


Viele liebe Grüße,
eure Jana.


PS: Die Flitterwochen sind nicht ganz ohne Folgen geblieben, Ende August erwarten wir Nachwuchs ;-).

57 Bewertungen, 1 Kommentar

  • sandieheinrich

    01.06.2008, 16:42 Uhr von sandieheinrich
    Bewertung: sehr hilfreich

    warte noch auf leser meines erstberichts