Dr. Oetker Pizzateig Testbericht
ab 10,10 €
Billiger bei eBay?
Bei Amazon bestellen
Paid Ads from eBay.de & Amazon.de
Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
Summe aller Bewertungen
- Geschmack:
- Geruch:
- Zubereitung:
Erfahrungsbericht von LeaofRafiki
Das soll Pizzaboden sein???
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
Ich muß mal wieder meckern. Über Dr. Oe., dessen Produkte ich eh meistenteils gefressen hab. Aber da Meckern nur schlechte Laune und häßliche Falten macht, fasse ich mich (ungewohnt) kurz:
Früher war alles viel, nicht unbedingt besser, aber einfacher, klarer... Pizza war, wie der Name schon sagt, ein italienisches Gericht, sprich ein gesalzener Hefeteigboden, der nach Belieben, immer aber mit Tomaten und Käse belegt, im Ofen bei hoher Temperatur gebacken wurde. Also konnte man als häuslicher Pizzabäcker im Supermarkt nach jeder x-beliebigen Pizzateigpackung greifen und sich darauf verlassen, daß man anschließend das aus dem Ofen holen konnte, was einer Pizza im Ristorante halbwegs ähnlich sah. Halbwegs eben deswegen, weil die professionellen Pizzaöfen noch ganz andere Temperaturen entwickeln als ein gemeiner Haushaltsbackofen.
Also griff ich vor geraumer Zeit zu der „Grundmischung Pizzateig italienische Art\" aus dem Hause Dr. Oe. In einer bunten Pappschachtel befinden sich zwei Papierbeutelchen mit je 175 g Inhalt, von deren einer mittels Zugabe von 85 ml kaltem Wasser einen Teig ergeben soll, der für eine Pizza it 28 cm Durchmesser ausreichen soll. Familien oder GastgeberInnen sollen gleich beide Beutel mit dann, richtig!, 170 ml kaltem Wasser zu einem glatten Teig verarbeiten, damit mit diesem ein 30 x 40 cm großes Backblech vorbereitet werden kann.
Soweit so gut. Also griff ich eines beherzten Tages, ähem, nein eines Tages beherzt zu eben dieser Pappschachtel, schnappte mir einen der beiden Beutel, bereitete den Teig vorschriftsmäßig zu und versuchte, ihn auf dem Pizzablech zu verteilen. Nach vielen Mühen gelang es mir auch annäherungsweise, da er einerseits bebbt wo er nicht bebben soll und andererseits die fatale Eigenschaft hat, sich wieder zusammenzuziehen. Aber das kenne ich ja schon von Hefeteig her und so hatte er doch irgendwann verloren und mußte sich das Belegt-Werden-Lassen gefallen lassen.
Allerdings war das, was dann 25 Minuten später aus dem 220 ° C heißen Ofen kam, gar gänzlich ungenießbar. Das, was ein kross gebackener Pizzaboden hätte sein sollen, entpuppte sich von ihh-bähh-gelartiger Kosistenz, so daß ich, hungrig wie wer weiß was, aus lauter Not den Belag runterkratzte und den Rest dem Mülleimer überantwortete. Und so verschwand die Packung mit dem übrigen Beutelchen schon vor Monaten in der Speisekammer.
Gestern nun überfiel mich ein erneuter Heißhunger auf Pizza, und da ich den ersten Reinfall erfolgreich verdrängt hatte, machte ich mich erneut an die Arbeit. Sprich, wieder das Pulver mit 85 ml kaltem Wasser angerührt und unter Mühen auf dem Pizzablech verteilt, fiel mir ein besonderer Tip auf der Verpackung auf, der da lautet: „Wer den Pizzaboden knuspriger oder reichhaltig belegt am liebsten mag, backt ihn einfach ohne Belag kurz vor.\" Angesichts der Unmengen von Belag (Tomatenstückchen, Salami, Thunfisch, Zwiebeln und Oliven, sowie Unmengen von Käse) schien mir das doch ein netter Tip, den ich auch brav befolgte, zumal ich etwas besonderes, nämlich eine Pizza Calzone (d.h. eine zusammengeklappte) machen wollte.
Das unbelegte Blech wanderte in den heißen Ofen - doch staunte ich nicht schlecht, als ich es nach den vorschriftsmäßigen 10 Minuten herausholte. Ungläubig schaute ich auf das Blech, das mit einer Masse einem halbgaren, gerissenen Pfannkuchen nicht unähnlich, verziert war. Keine Chance, diese hälftig zu belegen und evtl. die andere Hälfte darüber klappen zu wollen... Frei nach dem Motto, wer A sagt, muß auch B sagen, wagte ich es dennoch, meinen vorbereiteten Belag flächig auf diesen „Boden\" zu verteilen und schob das Kunstwerk für weitere 15 Minuten in den Ofen.
Nun gut, nach dieser Zeit war es eßbar, hatte allerdings mit einer Pizza nur entfernte Ähnlichkeit. Der Rand war recht kross, die Mitte fest, aber viel zu dünn und widersetze sich standhaft dem versuch, das Gebilde im Ganzen aus der Pizzaform zu lösen. Was sich im Endeffekt auf meinem Teller befand, gemahnte doch eher an einen Tomaten-Käse-Salami-Schinken-Oliven-Zwiebeln-Kaierschmarrn...
So‘n Schmarrn! Früher war alles viel, nicht unbedingt besser, aber einfacher, klarer... Pizzateig war Pizzateig, Punktum. Will man aber heute eine italienische Pizza machen, muß man wohl wohl oder übel zu einem Pizzateig „amerikanische Art\" greifen, denn wie mir ein Blick auf die Bestandteile dieses Pulvers verriet, ist nicht ein Fitzelchen Hefe darinne gewesen (statt dessen Weizenmehl, pflanzl. Fett gehärtet, Backpulver, Zucker und Kochsalz).
Nee, diese Sprachverwirrung ist mir zu hoch! ALSO hab ich heute ein Päckchen Hefe gekauft, Weizenmehl und Olivenöl hab ich eh immer im Haus und werde den nächsten Pizzaboden ganz alleine machen, ohne Dr. Oe.!
© LeaofRafiki 05.02.2003
***************************************************
ACHTUNG FAKERSCHUTZ: Ich poste meine Berichte lieber selber und unter gleichem Nick regelmäßig bei Ciao, häufig bei Yopi, ab und an bei talkon, nach dem Relaunch selten Dooyoo, und noch seltener auf irgendwelchen anderen Plattformen *grins*
Früher war alles viel, nicht unbedingt besser, aber einfacher, klarer... Pizza war, wie der Name schon sagt, ein italienisches Gericht, sprich ein gesalzener Hefeteigboden, der nach Belieben, immer aber mit Tomaten und Käse belegt, im Ofen bei hoher Temperatur gebacken wurde. Also konnte man als häuslicher Pizzabäcker im Supermarkt nach jeder x-beliebigen Pizzateigpackung greifen und sich darauf verlassen, daß man anschließend das aus dem Ofen holen konnte, was einer Pizza im Ristorante halbwegs ähnlich sah. Halbwegs eben deswegen, weil die professionellen Pizzaöfen noch ganz andere Temperaturen entwickeln als ein gemeiner Haushaltsbackofen.
Also griff ich vor geraumer Zeit zu der „Grundmischung Pizzateig italienische Art\" aus dem Hause Dr. Oe. In einer bunten Pappschachtel befinden sich zwei Papierbeutelchen mit je 175 g Inhalt, von deren einer mittels Zugabe von 85 ml kaltem Wasser einen Teig ergeben soll, der für eine Pizza it 28 cm Durchmesser ausreichen soll. Familien oder GastgeberInnen sollen gleich beide Beutel mit dann, richtig!, 170 ml kaltem Wasser zu einem glatten Teig verarbeiten, damit mit diesem ein 30 x 40 cm großes Backblech vorbereitet werden kann.
Soweit so gut. Also griff ich eines beherzten Tages, ähem, nein eines Tages beherzt zu eben dieser Pappschachtel, schnappte mir einen der beiden Beutel, bereitete den Teig vorschriftsmäßig zu und versuchte, ihn auf dem Pizzablech zu verteilen. Nach vielen Mühen gelang es mir auch annäherungsweise, da er einerseits bebbt wo er nicht bebben soll und andererseits die fatale Eigenschaft hat, sich wieder zusammenzuziehen. Aber das kenne ich ja schon von Hefeteig her und so hatte er doch irgendwann verloren und mußte sich das Belegt-Werden-Lassen gefallen lassen.
Allerdings war das, was dann 25 Minuten später aus dem 220 ° C heißen Ofen kam, gar gänzlich ungenießbar. Das, was ein kross gebackener Pizzaboden hätte sein sollen, entpuppte sich von ihh-bähh-gelartiger Kosistenz, so daß ich, hungrig wie wer weiß was, aus lauter Not den Belag runterkratzte und den Rest dem Mülleimer überantwortete. Und so verschwand die Packung mit dem übrigen Beutelchen schon vor Monaten in der Speisekammer.
Gestern nun überfiel mich ein erneuter Heißhunger auf Pizza, und da ich den ersten Reinfall erfolgreich verdrängt hatte, machte ich mich erneut an die Arbeit. Sprich, wieder das Pulver mit 85 ml kaltem Wasser angerührt und unter Mühen auf dem Pizzablech verteilt, fiel mir ein besonderer Tip auf der Verpackung auf, der da lautet: „Wer den Pizzaboden knuspriger oder reichhaltig belegt am liebsten mag, backt ihn einfach ohne Belag kurz vor.\" Angesichts der Unmengen von Belag (Tomatenstückchen, Salami, Thunfisch, Zwiebeln und Oliven, sowie Unmengen von Käse) schien mir das doch ein netter Tip, den ich auch brav befolgte, zumal ich etwas besonderes, nämlich eine Pizza Calzone (d.h. eine zusammengeklappte) machen wollte.
Das unbelegte Blech wanderte in den heißen Ofen - doch staunte ich nicht schlecht, als ich es nach den vorschriftsmäßigen 10 Minuten herausholte. Ungläubig schaute ich auf das Blech, das mit einer Masse einem halbgaren, gerissenen Pfannkuchen nicht unähnlich, verziert war. Keine Chance, diese hälftig zu belegen und evtl. die andere Hälfte darüber klappen zu wollen... Frei nach dem Motto, wer A sagt, muß auch B sagen, wagte ich es dennoch, meinen vorbereiteten Belag flächig auf diesen „Boden\" zu verteilen und schob das Kunstwerk für weitere 15 Minuten in den Ofen.
Nun gut, nach dieser Zeit war es eßbar, hatte allerdings mit einer Pizza nur entfernte Ähnlichkeit. Der Rand war recht kross, die Mitte fest, aber viel zu dünn und widersetze sich standhaft dem versuch, das Gebilde im Ganzen aus der Pizzaform zu lösen. Was sich im Endeffekt auf meinem Teller befand, gemahnte doch eher an einen Tomaten-Käse-Salami-Schinken-Oliven-Zwiebeln-Kaierschmarrn...
So‘n Schmarrn! Früher war alles viel, nicht unbedingt besser, aber einfacher, klarer... Pizzateig war Pizzateig, Punktum. Will man aber heute eine italienische Pizza machen, muß man wohl wohl oder übel zu einem Pizzateig „amerikanische Art\" greifen, denn wie mir ein Blick auf die Bestandteile dieses Pulvers verriet, ist nicht ein Fitzelchen Hefe darinne gewesen (statt dessen Weizenmehl, pflanzl. Fett gehärtet, Backpulver, Zucker und Kochsalz).
Nee, diese Sprachverwirrung ist mir zu hoch! ALSO hab ich heute ein Päckchen Hefe gekauft, Weizenmehl und Olivenöl hab ich eh immer im Haus und werde den nächsten Pizzaboden ganz alleine machen, ohne Dr. Oe.!
© LeaofRafiki 05.02.2003
***************************************************
ACHTUNG FAKERSCHUTZ: Ich poste meine Berichte lieber selber und unter gleichem Nick regelmäßig bei Ciao, häufig bei Yopi, ab und an bei talkon, nach dem Relaunch selten Dooyoo, und noch seltener auf irgendwelchen anderen Plattformen *grins*
Bewerten / Kommentar schreiben