Dr. Oetker Spaghetti Kuchen Testbericht

Dr-oetker-spaghetti-kuchen
ab 10,50
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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003

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Erfahrungsbericht von aepfelbaeumchen

süße Spaghetti

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

Servus zusammen!
Als mein Freund und ich letztens in der Metro waren, fiel meinem Freund im Backmischungsregal eine Backmischung von Dr. Oetker aus der Reihe „Trend-Back-Ideen“ auf: Der Spaghetti-Kuchen. Da ich ja offen für neues bin und mein Freund nur „nassen“ Kuchen mag (nur in Verbindung mit Obst), landete die Backmischung im Einkaufswagen und für 2,55 Euro wurde sie dann unser eigen. Außerdem passte der Anlass gerade, da wir am Sonntag bei meinen Eltern zum Essen eingeladen waren. Da konnte ich den Kuchen mitnehmen.

*** Wie sieht die Verpackung aus? ***
Die Verpackung ist in Blautönen gehalten. Vorne ist der fertige, angeschnittene Kuchen zu sehen. Er hat mich sofort an das Spaghetti-Eis erinnert, das ich früher als Kind immer gegessen habe.
An Informationen findet man auf der Vorderseite noch, dass die Backmischung von Dr. Oetker ist, und dass man noch Eier, Sahne und Erdbeeren hinzugeben muss.
Auf der Rückseite findet Ihr die Backanleitung (dazu komme ich später), auf der Seite die Zutaten des Packungsinhaltes.

*** Was is’n drin? ***
In der Packung sind enthalten:
175 g Backmischung für den Boden
105 g Mischung für den Belag
85 g Mischung für die Erdbeerfüllung und –sosse
15 g weiße Schokoplättchen und
1 durchsichtiger Spritzbeutel

*** Was brauch’ ich sonst noch? ***
Zusätzlich braucht man noch:

Für den Teig:
75 g Margarine oder Butter
2 Eier

Für die Erdbeerfülle und –sosse:
175 ml kaltes Wasser
600 g tiefgekühlte Erdbeeren
--> Bei Aldi und Lidl werdet Ihr nicht fündig, aber bei Tengelmann gibt es welche der Hausmarke A & P. 300 g kosten 1,59 Euro.
Ihr könnt auch frische Erdbeeren nehmen. Die müsst Ihr waschen, putzen und vierteln und dann geht’s genauso weiter wie mit den tiefgekühlten.

Für den Cremebelag:
600 g gekühlte Schlagsahne
100 ml warmes Wasser

Und sonst:
Eine Unmenge an Schüsseln (s. mein Schüsselverbrauch), ein Sieb für die Erdbeeren, eine Springform, ein Teigschaber und Platz im Kühlschrank!

*** Wie geht das denn jetzt? ***
Mit der Erdbeerfüllung und der Sosse muss man anfangen. (Ach ja, inzwischen Ofen vorheizen nicht vergessen!) Dazu rührt man die Mischung für die Sosse mit etwas Wasser glatt. Das Ergebnis sieht ziemlich giftig rosa aus, riecht aber nach Erdbeeren, Dank den Aromen.
Die Erdbeeren kocht man nun mit Wasser in einem Topf, gibt dann die Mischung hinzu und lässt das ganze kurz aufkochen. Die Erdbeeren muss man dann in einem Sieb abtropfen lassen und die Sosse auffangen!
Jetzt muss das ganze abkühlen.
Mein persönlicher Schüsselverbrauch: 1 kleine zum Sosse anrühren (da hätte ich auch gleich die große nehmen können, in der ich die Sosse nachher auffangen muss), ein Topf, ein Sieb und eine große Schüssel.

In der Zwischenzeit kann man sich dem Teig zuwenden. Das ist ganz einfach. Die Backmischung wird mit den Eiern und der Margarine verrührt. Dann laut Anleitung nur den Boden der Springform einfetten (?). Ich kann’s natürlich nicht lassen, und fette Boden und Rand ein und brösel auch noch ein paar Brösel hinterher. Gut, wie sich später zeigen wird, weil der Boden dann doch ein paar cm aufgeht.
Schüsselverbrauch: eine Rührschüssel.
Der Boden soll lt. Anleitung 30 Minuten bei etwa 170° C backen. Wie gut, dass ich ab und zu einen Blick in den Ofen riskiere, meiner hat nach 20 Minuten eine schon etwas schwarze Färbung angenommen. Oh jeminee. Aber Gott sei Dank ist das nur die oberste Schicht, die sich leicht abziehen lässt.
Kuchen abkühlen lassen und auf Tortenplatte stellen. Springformrand säubern und wieder um den abgekühlten Kuchen setzen. Wer einen Tortenring hat, ist klar im Vorteil.

Jetzt sind zwei Stunden vergangen (inkl. Abkühlzeit), und man kann sich endlich dem „Kuchen belegen und verzieren“, wie es auf der Packung heißt, widmen. Das wird für mich Grobmotoriker :-) jetzt richtig spannend.
Dazu gibt man die abgetropften Erdbeeren auf den Tortenboden, lässt aber zum Rand mind. 1 cm frei. Gut, das kriege ich ja noch hin.
Anschließend darf ich die Sahne steif schlagen.
Außerdem muss man jetzt die Mischung für den Belag mit dem warmen Wasser glatt rühren und sofort 4 EL von der geschlagenen Sahne dazugeben. Die Mischung riecht ziemlich stark nach Vanille und ist ziemlich giftig gelb. So in dem Zustand ohne Sahne schmeckt sie mir nicht. Die restliche Sahne hebt man dann in zwei Portionen gleichmäßig unter. Das ist auch geschafft. Die Farbe ist nun richtig schön geworden. Sieht ein bisschen nach Vanilleeis aus.
Schüsselverbrauch: eine zum Sahne schlagen und eine für die Mischung.
Ein Drittel dieser Creme muss nun in den Spritzbeutel. Jetzt macht es sich bezahlt, dass ich öfter im TV Kochsendungen gesehen habe. Daher weiß ich nämlich, dass man die Ränder des Spritzbeutels am besten nach außen umschlägt, dann bleibt die Sauerei im Beutel. Ich bin ganz stolz.... aber nur kurz. Dieser Tipp findet sich unten ganz klein auch auf der Packung. Naja.
Unten vom Spritzbeutel ein kleines Stück abschneiden, so dass ein Loch von ca. 3 mm Durchmesser entsteht.
Was von der Creme noch übrig ist, wird nun vom Rand aus gleichmäßig auf dem Boden verteilt. Mit dem Spritzbeutel soll man nun das Spaghettinest auf die Torte zaubern. Dafür soll man waagrechte und senkrechte Linien stufenartig übereinander auf die Torte spritzen, aber vom Rand 1 cm frei lassen. Klingt einfacher als es ist. Das sieht bei mir wirklich interessant aus.... Kleiner Tipp: schnelle Bewegungen und wenig Druck auf den Beutel. Langsam krieg ich einen Krampf in den Armen. Aber was tut man nicht alles für seine Lieben?
Und jetzt .... mal schnell weitergelesen.... soll das ganze für mind. 3 Std. in den Kühlschrank! Und die Sosse in ihrer Schüssel auch. Hätte ich mal früher lesen sollen. Meiner ist vom Wochenendeinkauf ganz voll. Hilft alles nichts, muss der Joghurt eben auf die Fensterbank.

Gesamtschüsselverbrauch: 5 Schüsseln!!!!

Den Rest mache ich dann am nächsten Tag.

Zum krönenden Abschluss kommt es kurz vor dem Servieren:
Springformrand vorsichtig lösen.
Die Erdbeersosse noch einmal gut durchgerührt. 3 El davon soll man auf die Mitte des Kuchens geben. Uuups, bei mir läuft alles runter anstatt auf dem Kuchen zu bleiben.
Was lernen wir daraus? Lasst bei Eurem Spaghetti-Nest in der Mitte eine kleine Mulde, damit die Sosse bleibt, wo sie soll.
Oben auf die Sosse werden nun die weißen Schokoplättchen gestreut.
Den Rest der Sosse soll man zu dem Kuchen extra servieren.

*** Wie kam er denn an? ***
Meine Mutter und mein Vater erkannten ihn nicht als das, was er sein sollte (es sei dahingestellt, ob das nun an meinen Künsten lag). Nur meine Schwester rettete meine Ehre: „Oh, Spaghettieis!“, womit sie ja nicht gar so verkehrt lag.

*** Und wie schmeckt er jetzt? ***
Meine Meinung: Der Boden ist ein typischer Rührteig. Mir ist er ein wenig zu süß. In dieser Kombination hätte mir Biskuitteig besser geschmeckt. Die Creme ist ganz annehmbar, schmeckt ein bisschen nach Vanille. Nach der Zeit im Kühlschrank hatte sie auch die richtige Konsistenz, nichts ist davon weggerutscht. Allerdings stimmt für meinen Geschmack das Verhältnis Boden-Creme nicht so ganz. Zuwenig Boden und zuviel Creme. Außerdem wäre der ganze Kuchen mit frischen Erdbeeren wahrscheinlich besser gewesen.
Fazit: Ich muss den Kuchen nicht unbedingt haben, aber er ist durchaus essbar.
Meine Lieben dagegen waren durchweg begeistert und hin und weg von dem Kuchen. Keinerlei Kritik, sondern durch die Reihe: „Hmm, ist der gut.“ So unterschiedlich sind Geschmäcker!

*** Gesamtfazit ***
Bei mir ist der Kuchen eher mittelmäßig angekommen. Ich bin dann doch eher die Marmorkuchen- und normaler Erdbeerkuchenfraktion. Außerdem ist der Preis für die Backmischung ziemlich hoch, und die zusätzlichen Zutaten, wenn ich allein die Erdbeeren rechne, schlagen auch noch einmal zu Buche.
Außerdem ist die Zubereitung äußerst langwierig und aufwändig. Was ich hervorheben möchte, ist der enorme Schüsselverbrauch. Man hat ziemlich viel zum Abspülen. Deshalb ziehe ich drei Sterne ab.
Da meine Lieben aber begeistert waren vom Geschmack, addiere ich einen Stern, womit ich insgesamt bei drei Sternen wäre.

aepfelbaeumchen
© 19. Jan. 2003

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