Ebly Zartweizen Original mit Olivenöl Testbericht

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ab 8,09
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Summe aller Bewertungen
  • Geschmack:  gut
  • Geruch:  gut

Erfahrungsbericht von emmtie

Wirklich nur eine Sättigungsbeilage

Pro:

als Beilage ok

Kontra:

fehlender Eigengeschmack, unklares Herstellungsverfahren

Empfehlung:

Ja

Nein, ich bin nicht beeinflussbar! Weder von Werbung, noch von geschickter Produktplatzierung im Supermarkt noch von unzähligen Berichten in diversen Meinungsforen. Fragt sich jetzt nur, warum ich dann doch Ebly gekauft haben ? :-)))



Was ist das überhaupt?
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Bei Ebly ganz allgemein handelt es sich laut Herstellerangaben (www.ebly.com) um Hartweizen, der durch ein „schonendes Verfahren“ (Zitat) in sogenannten Zartweizen, eine Wortschöpfung des Herstellers, verwandelt wird.

Das Produkt gibt es in verschiedenen Formen: Als lose Körner in Schachteln verpackt, in Kochbeuteln oder schon vorgekocht und gewürzt in drei verschiedenen Geschmacksrichtungen für die Microwelle. Ich will mich hier der folgenden Microwellen-Variante widmen:


Ebly Zartweizen Original mit Olivenöl



Zubereitung:
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Verkauft wird das Produkt in einem relativ festen Beutel, den man an der oberen Seite einfach nur etwa 2 cm einreißt und dann das Produkt für ca. 2 Minuten bei 700 Watt erhitzt. Etwas stehen lassen, aufreißen, auf einen Teller geben. Fertig! Alternativ kann man es auch mit etwas Wasser auf dem Herd köcheln lassen.


Eindruck / Geruch / Geschmack:
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Wenn man den Beutel auf den Teller schüttet, sieht man vollständige Weizenkörner, die leicht glänzen, wahrscheinlich aufgrund des zusätzlichen Olivenöls. Kein schlechter Anblick.

Der Geruch erinnert leicht an geröstetes Getreide, wie man es z.B. im Umfeld von Brauereien findet. Es ist aber längst nicht intensiv wie dieser Geruch. Ich persönlich empfinde ihn als sehr angenehm und appetitanregend.

Wenn man die Körner in den Mund nimmt, stellt man fest, das sie zwar insgesamt noch eine feste Konsistenz haben, aber gleichzeitig sind sie auch schon weich. Gummiartig geht in die richtige Richtung ist aber aus meiner Sicht zu negativ. Denn sie sind nicht zäh und lassen sich auch ohne den Einsatz der Zähne leicht im Mund zerdrücken.

Was weiterhin auffällt, ist die Tatsache, das die einzelnen Körner zwar durchaus zusammenhängen, aber ganz leicht auseinander zulösen sind. Ein Verkleben wie bei Reis kommt nicht vor. Da ich gleich mehrere Beutel gekauft habe, habe ich auch die Probe aufs Exempel gemacht und Ebly fast direkt nach der Zubereitung eingefroren. Und trotz der vorhandenen Flüssigkeit löste sich das Produkt beim Auftauen und Erhitzen in der Microwelle wieder problemlos voneinander. Keine Klumpen, kein Verkleben, sondern wieder einzelne Körnern mit der gleichen Konsistenz wie das „frisch“ zubereitete Produkt.

Doch kommen wir zum Wesentlichen bei einem Lebensmittel: Dem Geschmack. Und da muss man dann am bisher absolut positiven Eindruck dann doch etwas korrigieren: Denn Ebly hat zumindest nach meinem Eindruck so gut wie überhaupt keinen Eigengeschmack. Es schmeckt einfach nach Nichts und auch das in dieser speziellen Variante beigefügte Olivenöl ist eher durch den leichten Glanz auf den Körnern zu sehen als zu schmecken.

Als Beilage zu einem Gericht, das einen starken Eigengeschmack hat oder zu dem es eine Soße gibt, mag Ebly geeignet sein. Aber wenn man es im Vergleich zu potentiellen Konkurrenten wie der Kartoffel oder dem Reis sieht, ist zumindest mir eine frische Kartoffel oder Qualitätsreis lieber, da sie eine eigenen Note ins Gericht mit einbringen. Da ich ein fauler Mensch bin, greife ich durchaus auch mal zu Microwellenreis oder Kartoffeln aus der Dose. Auf etwa diesem Niveau würde ich auch Ebly mit Olivenöl ansiedeln: Für die schnelle Mahlzeit ohne Aufwand und mit einer entsprechenden Soße durchaus ok.
Als ich die ersten Bissen Ebly im Mund hatte, fiel mir spontan ein Begriff ein, den es früher auf Speisekarten, insbesondere im ehemaligen Osten gab, und der ziemlich genau das trifft, was Ebly ist: Eine Sättigungsbeilage.

Von der Menge reicht der Beutel, der 220g beinhaltet, als ganze Mahlzeit mit Soße etc. für eine Person; als Beilage zu Fleisch, Fisch etc. auch für Zwei.

In der Werbung und auf der Webseite wird immer davon geschwärmt, wie gesund Ebly ist und alle möglichen Zahlen aufgeführt (siehe tw. unten unter Fakten). Aber was mich ein wenig stört, ist die Tatsache, dass das Verfahren, wie der eigentlich recht harte Weizen in „Zartweizen“ verwandelt wird, nirgendwo explizit beschrieben wird. Es ist immer nur die Rede von „natürlich“ und „schonend“. Aber man erfährt nicht, ob es ein Kochvorgang ist oder ob eventuell Chemie eingesetzt wird. Warum so zurückhaltend? Mag sein, dass dies ein Betriebsgeheimnis und somit ein Wettbewerbsvorteil sein mag. Aber bei mir bleiben einige Zweifel.




Fakten:
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Zutaten: Vorgegarter Hartweizen, Olivenöl, Salz, Emulgatoren (Mono- und Diglyceride von Speisefettsäuren)

Nährwerte (pro 100 g): 5,3 g Eiweiß, 31,4 g Kohlenhydrate (davon 0,7 g Zucker), 2,8 g Fett (davon 0,9 g gesättigte Fettsäuren), 2,4 g Ballaststoffe, 280 mg Natrium

Der 220g-Beutel hat in einer großen Supermarktkette 1,29 € gekostet.




Fazit:
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Als Beilage mit entsprechenden Zutaten durchaus gut, als eigenständiges Gericht aufgrund des fehlenden Geschmacks weniger geeignet.

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