Eckernförde Testbericht

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Erfahrungsbericht von gay2gay24340

Eckernförde - nicht ganz Allgemein

Pro:

- Gute (verkehrstechnische) Lage - Kiel und Flensburg mit Auto, Bus und Bahn schnell erreichbar

Kontra:

- Die B76 quält sich teilweise durch die Stadt

Empfehlung:

Ja

Die Stadt Eckernförde, gelegen an der Ostsee, zwischen Kiel im Süden und Flensburg im Norden, feierte im vergangenen Jahr (2002) ihr 700 jähriges Bestehen. Die Stadt, die vermutlich von den Wikingern weit vor dieser Zeit gegründet wurde, hat sich in den vergangenen Jahrhunderten zu einer schmucken Kleinstadt im Kreis Rendsburg-Eckernförde gemausert. Als größter Arbeitgeber hat die Bundeswehr der Fischindustrie längst den Rang abgelaufen. Von den einstmals 16 Fischverarbeitungsbetrieben ist nur noch eine Räucherei übrig geblieben. Dennoch prägen immer noch einige Schornsteine der Räuchereien das Stadtbild.

Eckernförde besteht aus den Stadtteilen Süd, mit reinen Wohnstraßen und dem Industriegebiet Süd mit den weit über die Grenzen der Stadt hinaus bekannten Unternehmen Behn (\"Feigling\" und \"Dooleys\") und der Waffenfabrik SIG-Sauer, die neben Jagdwaffen auch Pistolen für die Polizei herstellt. Eckernförde Mitte beherbergt die Altstadt mit kleinen engen Gassen, alter Bausubstanz und der Haupteinkaufsstraße der Stadt, die Kieler Straße. Im Norden liegt der Stadtteil Borby. Borby war zu Kaiserszeiten das eigentliche Ostseebad, was man noch heute an den schönen und alten Villen erahnen kann. Der Bau der Wehrtechnischen Dienststelle im Norden der Eckernförder Bucht jedoch beendete das Strandleben in Borby jäh, denn mit dem Bau der Hafenanlegen änderte sich die Strömung des Ostseewassers und der Borbyer Strand wurde fast komplett abgetragen und an den Strand der Stadt Eckernförde gespült. Von dem Borbyer Strand ist nur noch ein kleiner Rest verblieben, an der breitesten stelle kaum mehr als 3 Meter.
In den 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts verlor Borby dann auch seine Eigenständigkeit und wurde nach Eckernförde eingemeindet.

Heute lebt Eckernförde fast ausschließlich vom Tourismus. Nennenswerte Industrie, einmal abgesehen von den oben erwähnten Unternehmen, gibt es nicht. Die Arbeitslosenquote liegt bei 11 %. Würde noch die Bundeswehr ihre Eckernförder Dienststellen aufgeben, die Arbeitslosenquote würde weit höher liegen. Ca. 2000 Zivilangstellte arbeiten derzeit für die Bundeswehr in Eckernförde und diverse mittelständische Betriebe sind direkt oder indirekt von der Bundeswehr abhängig.

11 Bewertungen, 1 Kommentar

  • himmelsstuermerin

    28.04.2006, 01:03 Uhr von himmelsstuermerin
    Bewertung: sehr hilfreich

    Naja, finde Deinen Bericht etwas knapp, außerdem kann die Bundeswehr den Ort gar nicht aufgeben, weil die U-Boote alle da liegen und die nirgendwo anders hinpassen...