Eine Leiche zum Dessert (DVD) Testbericht
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Erfahrungsbericht von Bluebirdunfa
Humor vom Feinsten
Pro:
witzig, SuperSchauspieler, gewaltfrei
Kontra:
nichts
Empfehlung:
Ja
Kurze Inhaltsangabe
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Was tun, wenn man von überzähligen Krimis die Nase voll hat. Wenn man beweisen möchte, das man selber der Beste Kriminologe aller Zeit ist. Klar, man lädt sich einfach die 5 berühmtesten Detektive auf sein Schloss und präsentiert eine Leiche zum Dessert. Man sagt auch schon voraus, dass der Tote 12 Messerstiche im Rücken haben wird.
Mögen die Detektive sich nun beweisen und herausfinden, wer der Mörder ist und wer der Ermordete. War es nun doch der Butler?
So macht es jedenfalls der exzentrische Millionär Lionel Twain. Er möchte die Detektive auf die Probe stellen. Dumm nur, das er selber am Ende die Leiche ist. Oder doch nicht?
Schauspieler
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• Peter Sellers: ……….Inspektor Sidney Wang
• Richard Narita: ……..Willie Wang
• David Niven: ……….Dick Charleston
• Maggie Smith: ………Dora Charleston
• Peter Falk: …………...Sam Diamond (Colombo)
• Eileen Brennan: ……...Tess Skeffington
• James Coco: …………Inspector Milo Perrier
• James Cromwell: ……..Marcel (Schweinchen Babe, Star Trek 8)
• Elsa Lanchester: ………Miss Jessica Marbles
• Estelle Winwood:.......... Miss Withers
• Sir Alec Guinness: .........Butler Bensonmum
• Nancy Walker: ...............Yetta
• Truman Capote: …………Lionel Twain
Wie man schon beim lesen sieht: Eine wirklich hochkarätige Besetzung. Einige Schauspieler sind heute noch auf der Leinwand präsent. Hier spielt keiner einen Kollegen an die Wand. Alle Rollen sind gleich gut verteilt. Etwas was man heute wirklich selten findet. Aber gerade dadurch ist der Film heute noch sehenswert. Es gibt keinen wirklichen Hauptakteur der durch die Handlung führt. Der Regisseur hat das Kunststück geschafft, jeder Figur ihren Platz zu geben und dazu auch jedem einen wirklich guten Text in ihren Mund gelegt.
Peter Sellers als Inspektor Wang (Parodie auf: Charlie Chan )
Sellers spielt den chinesischen Inspektor Wang. Er ist mit seinem japanischen Adoptivsohn unterwegs (gespielt von Richard Narita: als Willie Wang ).
Lustig anzuhören seine verdrehte und mit Akzent unterlegte Sprache. Ein ständiges Ärgernis für den Gastgeber, der nicht verstehen kann, warum ein gebildeter Mensch immer die Wörter verdrehen muss). Witzig ist dann noch zu hören, dass er sein Kleid bei Woolworth gekauft hat.
Ich wusste gar nicht, das es diesen Laden schon solange gibt.
David Niven: als Dick Charleston (Parodie auf: Nick und Nora aus der Thin-Man-Reihe)
Er ist zusammen mit seiner Frau angereist. Eigentlich ist er mittlerweile pleite. Er hat das ganze Geld seiner Frau durchgebracht und vergnügt sich scheinbar ab und an, mit anderen Schönheiten. Ein typischer englischer Gentleman, den man ihm auch abkauft. Maggie Smith an seiner Seite als Dora Charleston passt wunderbar zu ihm.
Peter Falk: als Sam Diamond (Parodie auf: Sam Spade)
Wunderschön zu hören wie der leider verstorbene Harald Juhnke ihm einen wunderbar amerikanischen Akzent verpasst hat. Er spielt den typischen US Detektiv, der jeden erzählt, das er pro Tag 50 Dollar + Spesen verdient. Einem gewissen Detektiv Rockford verdankten wir auch diese Hintergrundinformationen, über den Verdienst amerikanischer Privatdetektive. Eileen Brennan als seine Sekretärin Tess Skeffington ist das typische Blondchen, die alles für ihren Chef tut. So schuldet er ihr mittlerweile 3 Jahre den Lohn, was sie problemlos hinnimmt.
James Coco als Milo Perrier (Parodie auf: Hercule Poirot )
Ich gebe zu das mir dieser Schauspieler nicht wirklich etwas sagt. Aber er macht seine Sache auch sehr gut. Eigentlich ist er nur auf der Suche nach einem guten Essen, wie es scheint. Das sieht man ihm auch körperlich an. Mein Favorit aber, ist sein Begleiter: James Cromwell: als Marcel. Filmfreunden ist er eher bekannt aus „Schweinchen Babe“. Mir hat er sehr gut als Erfinder des Warptriebwerkes in „Star Trek – The First Contact“ gefallen. Hier ist er um etliche Jahre jünger. Aber in den 30 vergangenen Jahren scheint er kein Gramm mehr auf die Rippen bekommen zu haben. Ob er aber auch heute noch Stunts macht und sich die Treppen runterfallen lässt, wage ich zu bezweifeln. Er hat zwar hier eher eine Nebenrolle, aber man erkennt hier schon sein komisches Talent.
Elsa Lanchester: als Miss Jessica Marbles (Parodie auf: Miss Marple)
Ich lache heute noch darüber. In der Szene wird eine alte Dame im Rollstuhl in den Esssaal geschoben. Man glaubt Miss Marple vor sich zu haben. Aber dann entpuppt sich die alte Dame als Betreuerin von Miss Marple. Miss Marble höchstpersönlich schiebt deren Rollstuhl. Schon die Idee ist 5 Sterne wert. Nicht Estelle Getty sondern Estelle Winwood: spielt Miss Withers im Rollstuhl. Wunderbar, diese alte Dame. Die sich für ihre Gase entschuldigt, während sie im Bett liegt. Aber ihre Gase sind auch noch gut für etwas. So atmet Miss Marple die Gase von Miss Withers ein, anstelle des Giftgases und entgeht so dem Anschlag.
Truman Capote: spielt den Gastgeber Lionel Twain.
Eigentlich traute man dem Schriftsteller diese Rolle nicht zu. Aber ich finde, er spielt exzellent.
Nancy Walker spielt die Taubstumme Köchin Yetta . Eine kleine, aber wirklich feine Rolle. So ein Mienenspiel ging nur, als die Gesichter der Damen noch nicht mit Kollagen aufgespritzt waren. Heutzutage bekommen wir selten so etwas zu sehen, finde ich.
Sir Alec Guinness: als Blinder Butler Bensonmum ist unschlagbar. Wie er mit der Herd redet, anstatt mit der sowieso taubstummen Köchin. Herrlich, feiner Humor.
Daten zum Film
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USA 1976
Originaltitel: Murder by Death
Länge: 95 Minuten
Regie: Robert Moore
Drehbuch: Neil Simons
Produktion: Ray Stark
Musik: Dave Grusin
Farbe: Color (Metrocolor)
Tonverfahren: Mono
Altersfreigabe: Diese hört sich heutzutage recht lustig an. Ist doch dieser Film damals erst ab 12 Jahren freigegeben worden. In Norwegen gar erst ab 15 Jahre. Heutige Teenies sehen da weitaus mehr Brutaleres, als Spinnweben aus Zuckerwatte und zerlegte Plastikpuppen.
Ich empfehle den Film, ab 10 Jahre. Jüngere Zuschauer werden vielleicht nicht jede Anspielung und jeden Witz verstehen. Es gibt keinen eigentlichen Mord, keine Sexszene und die Gespräche sind weitaus harmloser als die Musik von Rapper „Sido“. Welche sich die Kinder heute reinziehen.
Effekte und Sound
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Es gibt eigentlich fast gar keine Effekte. Lustige Sounds sind zu hören. So zum Beispiel, wenn der Türgong, wie eine alte Frau hysterisch schreit. Der Film ist noch in Mono. Aber das stört hier nicht. Denn hier steht die Handlung des Filmes im Vordergrund und nicht die Sounds oder Effekte.
Meine Meinung
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Schon alleine der Filmanfang reizt die Lachmuskeln. Die Detektive reisen an. Auf dem Weg zum Schloss gibt es heulende Wölfe und natürlich Nebel. Aber der schreiende Türgong ist wirklich zum schreien. Jeder wird beinahe von einer Herhabfallenden Statur erschlagen. Ja, haben wir das nicht alle schon mal in den alten Krimis gesehen. Klar, haben wir, aber nicht mit so einem feinen Humor.
Und nun kommt der Blinde Butler auf jeden zu. Die Detektive kommen nacheinander immer als Paar an und werden erst einmal begrüßt. Da entpuppen sich die Zimmer, als staubig und voller Spinnweben. Aber der Zuschauer wird aufgeklärt. Hier wurde nur mit Zuckerwatte und Mehl gearbeitet. Beim gemeinsamen Essen erscheint dann endlich der Langerwartete Gastgeber. Zwischenzeitlich haben sich nun alle Personen miteinander bekannt gemacht.
Der Blinde Butler hat der Taubstummen Köchin erklärt, was sie kochen soll. Natürlich kocht sie gar nichts, weil sie auch nicht die vorbereitete Speisekarte lesen kann. Und so kommt eine Nacht auf die hungrigen Gäste zu, die einen Mord bereithält. Der Höhepunkt gipfelt darin, dass auf jedes Detektivpärchen ein Anschlag verübt wird. Aber alle überleben und so ist ein ruhiger Filmabend gerettet.
Jeder hat das sicher schon einmal erlebt, die Gefahr kommt auf den Helden zu und dieser sieht sie nicht. Wie oft haben wir dann verzweifelnd den Kopf geschüttelt. Der Regisseur dieses Filmes wohl auch, und darum hat er diese Parodie auf Kriminalfilme gemacht. Die Handlung ist lustig und driftet nicht in billigen Klamauk ab. Angenehm finde ich, dass es hier keine künstlichen Lacher gibt. Der Film malt die verschiedenen Detektivcharaktere, wie ein gutes Filmportrait. Auch wenn sich einige Gags immer wiederholen, kommt keine Langeweile auf.
Einen Sinn sucht man in diesem Film vergebens. Auch am Ende ist nichts so wie es scheint.
Hier wird wirklich nur auf den Spaß gesetzt und den habe ich als Zuschauer immer wieder bei diesem alten Werk. Vergleichen konnte man dieses Werk mit der neueren „Hot shots – die Mutter aller Filme“ Reihe.
Enddialog: (Quelle: Film)
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„Ihr Kriminalhelden seid so lange so clever gewesen, dass ihr euch inzwischen wie Götter vorkommt. Mit der billigsten Effekthascherei führt ihr eure Leser an der Nase herum. Ihr quält sie mit aus den Fingern gesogen Schlüssen, die keinen Sinn haben. Noch auf den fünf letzten Seiten führt ihr Charaktere ein, die im ganzen Buch mit keinem Federstrich erwähnt wurden. Informationen werden absichtlich zurückgehalten, damit ja keiner errät, wer der Täter ist. „
Kurzes Fazit
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Ein kurzweiliger, harmloser und witziger Filmspaß. Brilliante Darsteller die wir in dieser Zusammensetzung nie wieder sehen werden, geben dem Film den letzten Schliff. Und so ist dieses Filmwerk noch heute lustig anzuschauen. Nichts ist billig und jede Szene wirkt wie durchgefeilt. Das ist mir die Höchstnote wert, auch wenn die Tonqualität sicher nicht an die Stereofilme herankommt.
Vielen Dank für Euer Lesen, Kommentieren und Bewerten.
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Berlin, 20.11.2005
Es grüßt alle Leser: Bluebirdunfa
Copyright by Bluebirdunfa
42 Bewertungen, 10 Kommentare
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19.06.2007, 19:18 Uhr von Baby1
Bewertung: sehr hilfreichLG Anita
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21.11.2005, 22:26 Uhr von feldhase
Bewertung: sehr hilfreichHerrlich!!! ;-) sh - LG vom Feldhasen
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21.11.2005, 20:58 Uhr von Fluetie
Bewertung: sehr hilfreichsehr nützlich ( Sprache: Altyopi ) :-) lg Dirk
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21.11.2005, 17:18 Uhr von Chrillemaus
Bewertung: sehr hilfreichsehr hilfreich
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21.11.2005, 13:31 Uhr von topfmops
Bewertung: sehr hilfreichganz einfach köstlich; hab' ich samstag auf bayern III noch mal genossen.
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21.11.2005, 13:10 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichSehr Hilfreich :o)
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21.11.2005, 10:53 Uhr von animaldream
Bewertung: sehr hilfreichklasse Bericht! LG animaldream
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21.11.2005, 09:34 Uhr von follio
Bewertung: sehr hilfreichsehr hilfreich
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21.11.2005, 09:14 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreich***Sh und LG***
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21.11.2005, 08:41 Uhr von campimo
Bewertung: sehr hilfreichSehr guter Bericht ! Liebe Grüße
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