Eine Leiche zum Dessert (DVD) Testbericht
D
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Auf yopi.de gelistet seit 11/2010
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Erfahrungsbericht von Duvie
Ein Mord macht noch keinen Täter
Pro:
unglaublich witzig
Kontra:
kommt nur noch auf Randsendern, weshalb man es im Fernsehheft schnell mal überliest
Empfehlung:
Ja
Ein makaberes Spiel beginnt als Lionel Twain fünf Stardetektive zum Dinner bittet. Das Menü, das er für seine Gäste bereitet hat, soll seinen Höhepunkt im Dessert finden, das aus nichts anderem bestehen wird als einer rätselhaften Leiche.
Dieses Spielchen ist von Twain geplant, um der Welt zu beweisen, dass keiner der fünf geladenen Gäste, der größte Detektiv der Welt ist, sondern er selbst.
Für Sam Diamond, Dick Charleston, Miss Marbles, Wang, Milo Perrier und deren Begleiter beginnt ein verwirrendes Wochenende, an dem Zimmer verschwinden, es Leichen gibt, aber keine Mörder, ein Abendessen ohne Essen und zudem alles mehr Schein ist als Sein.
Dem bekannten amerikanischen Auto Neil Simon ist mal wieder eine seiner brillanten Komödien gelungen, die einen Hauch von Kritik übt und vor allem stellenweise richtig schön schwarz ist.
Natürlich verdankt man die 88 Minuten (ohne Werbung) urkomische Unterhaltung nicht allein dem Autor, sondern auch der gut getroffenen Besetzung.
Sam Diamond – Peter Falk
Den meisten ist er wohl als Columbo bekannt. Und ein wenig erinnert er mich auch an den zerknautschten Kommissar, doch Sam hat einen verurteilungswürdigen amerikanischen Akzent – der perfekt zu Figur passt, lutscht ständig an seiner Zigarre und ist der größte Maulheld der dem Zuschauer jemals untergekommen ist.
Wer sonst sollte diesen knurrenden aber weichherzigen Detektiven spielen. Falk ist 100 % glaubwürdig!!!
Dick Charleston – David Niven
Auch wenn der Name den Wenigsten etwas sagt, das Gesicht ist bekannt. Rein optisch verkörpert David Niven genau das, was man sich unter einem typischen Briten vorstellt.
Auch spielerisch ist er überzeugend und mimt glaubwürdig den etwas versnobten, gut erzogenen stets korrekten Detektiven, der sich ein klein wenig zu wichtig nimmt.
Miss Marbles – Elsa Lanchester
Zweifelsohne ist der Rollenname eine Anspielung auf Miss Marple, deren Romane im Film auch ihr Fett wegbekommen.
Elsa Lanchester überzeugt als rüstige Detektivin, glänzt aber nicht sonderlich, was vielleicht auch daran liegt, dass die Figur der Miss Marbles im Verhältnis zu den anderen Charakteren etwas farblos und gewöhnlich ist.
Wang – Peter Sellers
Eine urkomische Figur, die stellenweise aber zu nerven droht. Wang quält uns mit einem schrecklichen asiatischen Akzent, ist geschminkt als wolle er in einem schlechten Kung-Fu-Film mitspielen und man mag ihn trotzdem.
Peter Sellers verdankt man es, dass man diesen schrägen Vogel doch noch ernst nehmen kann. Zudem schafft er grandios den herzlosen Vater und den wirren Detektiven unter einen Hut zu bringen, so dass ich mich als Zuschauer gefragt habe: Mag ich Wang eigentlich?
Milo Perrier – James Coco
Wer kam zuerst James Coco oder Rudolph Mooshammer? Ich weiß es nicht, aber Coco ist besser. Mit Zwiebelbart und knallhartem französischen Akzent bringt einen der tuffige Belgier zum Schmunzeln.
Dennoch, die Figur wirkt einem Comic entsprungen, ist trotz aller Bemühungen von James Coco unglaubwürdig.
Trotzdem nicht schlimm, das verträgt der nicht ganz ernst gemeinte Film allemal.
Jede dieser Personen bringt einen Begleiter mit, auf die ich nicht auch noch näher eingehen möchte, da dieser Bericht nicht überdimensional in die Länge gezogen werden soll, erwähnenswert sind aber auch noch Lionel Twain und sein blinder Butler Bensonmum.
Bensonmum – Alec Guinness
Zum Schießen komisch, absolut glaubwürdig und unentbehrlich. 50% der Witze gehen auf die Figur des skurrilen Butlers und natürlich auch auf das schauspielerische Können von Alec Guinness, der immer todernst bleibt – selbst nach seinem tot.
Besonders überzeugend auch sein Kurzauftritt als Frau, aber lasst euch überraschen.
Lionel Twain – Truman Capote
Obwohl er der Gastgeber ist, spielt er doch eher eine Nebenrolle. Aber in jedem seiner Auftritte ist er schön schleimig und hat die Antipathie des Zuschauers garantiert.
Man glaubt Truman Capote den weniger fiesen und mehr spielfreudigen Ganoven, dem es Vergnügen bereitet, die intelligentesten Köpfe der Welt als Spielfiguren zu verwenden.
Als Szenerie dient dem Film ein gruseliges altes Haus in einer nebligen Waldlandschaft. Dieses komplette Szenario wurde von Lionel Twain eigens erschaffen, um seinem schaurigen Spektakel nachzuhelfen.
Das Ambiente wurde gut umgesetzt, die räume sind mühsam gestaltet und der Bühnenbildner hat auch aufs Detail geachtet. Die Stimmung wird durch diese Umgebung perfekt ummalt.
Aufgabe der fünf Detektive wird es sein den Mörder der prophezeiten Leiche zu finden und dabei selbst am Leben zu bleiben.
Ihr könnt gerne mitraten, aber das ist aussichtslos, denn genau darum ging es Neil Simon in seinem Drehbuch. Der Film ist eine Satire auf zahlreiche Krimiromane und –filme, bei denen um die Spannung zu erhalten, bis zuletzt nicht ein Hinweis geliefert wird.
Herzlichen Glückwunsch Herr Simon, Satire geglückt.
Und zu guter Letzt….mein Fazit:
Der Film lässt von Anfang bis Ende die Lachmuskeln nicht mehr entspannen. Er ist sehr kurzweilig und lebt von zahlreichen frischen, schrillen und unverbrauchten Gags.
Obwohl er bereits 1975 entstanden ist – da war ich noch nicht mal auf der Welt – ist er aktuell und bedarf keiner „modernen“ Überarbeitung mit aufwendigen Effekten.
Auch die Bild- und Tonqualität ist absolut zufriedenstellend, tja 28 ist eben kein Alter, wo man zum alten Eisen gehört, auch als Film nicht!
Dieses Spielchen ist von Twain geplant, um der Welt zu beweisen, dass keiner der fünf geladenen Gäste, der größte Detektiv der Welt ist, sondern er selbst.
Für Sam Diamond, Dick Charleston, Miss Marbles, Wang, Milo Perrier und deren Begleiter beginnt ein verwirrendes Wochenende, an dem Zimmer verschwinden, es Leichen gibt, aber keine Mörder, ein Abendessen ohne Essen und zudem alles mehr Schein ist als Sein.
Dem bekannten amerikanischen Auto Neil Simon ist mal wieder eine seiner brillanten Komödien gelungen, die einen Hauch von Kritik übt und vor allem stellenweise richtig schön schwarz ist.
Natürlich verdankt man die 88 Minuten (ohne Werbung) urkomische Unterhaltung nicht allein dem Autor, sondern auch der gut getroffenen Besetzung.
Sam Diamond – Peter Falk
Den meisten ist er wohl als Columbo bekannt. Und ein wenig erinnert er mich auch an den zerknautschten Kommissar, doch Sam hat einen verurteilungswürdigen amerikanischen Akzent – der perfekt zu Figur passt, lutscht ständig an seiner Zigarre und ist der größte Maulheld der dem Zuschauer jemals untergekommen ist.
Wer sonst sollte diesen knurrenden aber weichherzigen Detektiven spielen. Falk ist 100 % glaubwürdig!!!
Dick Charleston – David Niven
Auch wenn der Name den Wenigsten etwas sagt, das Gesicht ist bekannt. Rein optisch verkörpert David Niven genau das, was man sich unter einem typischen Briten vorstellt.
Auch spielerisch ist er überzeugend und mimt glaubwürdig den etwas versnobten, gut erzogenen stets korrekten Detektiven, der sich ein klein wenig zu wichtig nimmt.
Miss Marbles – Elsa Lanchester
Zweifelsohne ist der Rollenname eine Anspielung auf Miss Marple, deren Romane im Film auch ihr Fett wegbekommen.
Elsa Lanchester überzeugt als rüstige Detektivin, glänzt aber nicht sonderlich, was vielleicht auch daran liegt, dass die Figur der Miss Marbles im Verhältnis zu den anderen Charakteren etwas farblos und gewöhnlich ist.
Wang – Peter Sellers
Eine urkomische Figur, die stellenweise aber zu nerven droht. Wang quält uns mit einem schrecklichen asiatischen Akzent, ist geschminkt als wolle er in einem schlechten Kung-Fu-Film mitspielen und man mag ihn trotzdem.
Peter Sellers verdankt man es, dass man diesen schrägen Vogel doch noch ernst nehmen kann. Zudem schafft er grandios den herzlosen Vater und den wirren Detektiven unter einen Hut zu bringen, so dass ich mich als Zuschauer gefragt habe: Mag ich Wang eigentlich?
Milo Perrier – James Coco
Wer kam zuerst James Coco oder Rudolph Mooshammer? Ich weiß es nicht, aber Coco ist besser. Mit Zwiebelbart und knallhartem französischen Akzent bringt einen der tuffige Belgier zum Schmunzeln.
Dennoch, die Figur wirkt einem Comic entsprungen, ist trotz aller Bemühungen von James Coco unglaubwürdig.
Trotzdem nicht schlimm, das verträgt der nicht ganz ernst gemeinte Film allemal.
Jede dieser Personen bringt einen Begleiter mit, auf die ich nicht auch noch näher eingehen möchte, da dieser Bericht nicht überdimensional in die Länge gezogen werden soll, erwähnenswert sind aber auch noch Lionel Twain und sein blinder Butler Bensonmum.
Bensonmum – Alec Guinness
Zum Schießen komisch, absolut glaubwürdig und unentbehrlich. 50% der Witze gehen auf die Figur des skurrilen Butlers und natürlich auch auf das schauspielerische Können von Alec Guinness, der immer todernst bleibt – selbst nach seinem tot.
Besonders überzeugend auch sein Kurzauftritt als Frau, aber lasst euch überraschen.
Lionel Twain – Truman Capote
Obwohl er der Gastgeber ist, spielt er doch eher eine Nebenrolle. Aber in jedem seiner Auftritte ist er schön schleimig und hat die Antipathie des Zuschauers garantiert.
Man glaubt Truman Capote den weniger fiesen und mehr spielfreudigen Ganoven, dem es Vergnügen bereitet, die intelligentesten Köpfe der Welt als Spielfiguren zu verwenden.
Als Szenerie dient dem Film ein gruseliges altes Haus in einer nebligen Waldlandschaft. Dieses komplette Szenario wurde von Lionel Twain eigens erschaffen, um seinem schaurigen Spektakel nachzuhelfen.
Das Ambiente wurde gut umgesetzt, die räume sind mühsam gestaltet und der Bühnenbildner hat auch aufs Detail geachtet. Die Stimmung wird durch diese Umgebung perfekt ummalt.
Aufgabe der fünf Detektive wird es sein den Mörder der prophezeiten Leiche zu finden und dabei selbst am Leben zu bleiben.
Ihr könnt gerne mitraten, aber das ist aussichtslos, denn genau darum ging es Neil Simon in seinem Drehbuch. Der Film ist eine Satire auf zahlreiche Krimiromane und –filme, bei denen um die Spannung zu erhalten, bis zuletzt nicht ein Hinweis geliefert wird.
Herzlichen Glückwunsch Herr Simon, Satire geglückt.
Und zu guter Letzt….mein Fazit:
Der Film lässt von Anfang bis Ende die Lachmuskeln nicht mehr entspannen. Er ist sehr kurzweilig und lebt von zahlreichen frischen, schrillen und unverbrauchten Gags.
Obwohl er bereits 1975 entstanden ist – da war ich noch nicht mal auf der Welt – ist er aktuell und bedarf keiner „modernen“ Überarbeitung mit aufwendigen Effekten.
Auch die Bild- und Tonqualität ist absolut zufriedenstellend, tja 28 ist eben kein Alter, wo man zum alten Eisen gehört, auch als Film nicht!
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