Der Herr der Ringe: Die zwei Türme (PS2 Spiel) Testbericht

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Summe aller Bewertungen
  • Grafik:  sehr gut
  • Sound:  sehr gut
  • Bedienung:  sehr einfach
  • Wird langweilig:  nach wenigen Monaten
  • Suchtfaktor:  sehr hoch
  • Spielanleitung:  sehr gut

Erfahrungsbericht von Ghostface

Todesgefahr, keine Aussicht auf Erfolg??? WORAUF WARTEN WIR NOCH!!!

4
  • Grafik:  sehr gut
  • Sound:  sehr gut
  • Bedienung:  einfach
  • Wird langweilig:  nach wenigen Monaten
  • Suchtfaktor:  sehr hoch
  • Spielanleitung:  sehr gut
  • Altersbeschränkung:  ab 12 Jahren
  • Schwierigkeitsgrad:  Einsteiger

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

--- Story ---

Die Story sollte ja eigentlich bekannt sein, da die meisten von euch in den beiden Kino-Filmen gewesen sein werden - wenn nicht, lest euch einfach die hier bei Ciao haufenweise vorhandenen Berichte zu den Filmen durch; ich erzähle erstmal nichts, da ich mit der Grundstory, also allem, was vor dem ersten Teil passiert ist bzw. im Vorspann von \"Die Gefährten\" erzählt wird, nicht sonderlich vertraut bin (und mich ehrlich gesagt auch nicht besonders interessiert, da es für die Filme meiner Meinung nach eigentlich keine größere Rolle spielt).
Im Spiel wird die Story übrigens eher wenig behandelt und bestenfalls mit kurzen Ausschnitten aus den Filmen erzählt, so dass man eigentlich die beiden Filme oder das Buch gesehen bzw. gelesen haben muss, um die Story zu verstehen - auch wenn das Intro 1:1 aus der Kino-Vorlage übernommen wurde.


--- Technik ---

Da das Spiel quasi ein Film zum Nachspielen sein soll, hat EA natürlich viel Wert auf eine makellose Optik gelegt und die Charaktere und Orte nicht allzu unterschiedlich zum Film modelliert.
Schon im ersten Level, in dem man mit Isildur gegen gigantische Horden von Orks und Sauron kämpfen muss, wird deutlich, dass die Grafik aus der Ferne nur sehr schwer vom Film zu unterscheiden ist - dementsprechend wird auch immer wieder von Film-Ausschnitten in Spielegrafik und umgekehrt umgeblendet.
Die Grafik macht also alles in Allem einen guten Eindruck - (fast) keine Ecken und Kanten, sauber animierte Figuren, wunderschöne, dreidimensionale Landschaften, haufenweise Spezialeffekte in den Kämpfen und natürlich der völlig ruckelfreie Spielablauf wissen zu begeistern.
Einzig die etwas leblos wirkenden Gesichter der Spielfiguren stören vielleicht, aber man kann ja von einem Spiel nicht alles erwarten.


--- Sound ---

Wer den Soundtrack und die Synchronisation der Filme kennt, weiß, dass diese absolut hervorragend gelungen sind. Genau so ist es mit dem Sound beim Spiel - viele Stücke aus dem Original sind in Menü und Leveln vertreten, ganz zu schweigen von der zum Teil extra für das Spiel aufgenommenen Sprachausgabe der Original-Sprecher - in der englischen Version haben sogar die Darsteller selbst für das Spiel gesprochen; bei der deutschen Version vermisse ich einzig die korrekte Synchronisation von Saruman.
Die fulminanten Klänge von Waffen und Orks tun ihr Übriges - Sound und Musik sind bei diesem Spiel einfach nur perfekt.


--- Gameplay ---

Da es sich bei \"Der Herr der Ringe - Die zwei Türme\" um ein Hack\'n Slay und nicht wie oftmals fälschlicherweise angenommen um ein Rollenspiel handelt, ist der Spielablauf natürlich besonders action-orientiert.
In insgesamt 13 Missionen (12 reguläre, eine versteckte, die allerdings gleich vier mal gespielt werden kann/muss) schlagt ihr euch durch die Szenarien aus den beiden Kino-Filmen, angefangen bei der Schlacht um Mittelerde mit Isildur gegen Sauron und seine Horden, über den Angriff der Ringeister auf Frodo, die Minen von Moria und Rohan bis zum großen Finale in Helm\'s Deep mit der Schlacht gegen die 10.000 Orks Sarumans.
In den Leveln gilt es eigentlich nur, mit einem der drei (bzw. später vier) Charaktere - Aragorn, Legolas oder Gimli - so viele Orks und andere Gegner aus den Filmen wie möglich zu metzeln, um Erfahrungspunkte zu sammeln, einen Level aufzusteigen und die Erfahrungspunkte in Upgrades wie bessere Waffen, stärkere Rüstungen oder neue Moves zu investieren.
Für jeden getöteten Ork gibt es eine Bewertung - zwischen \"Okay\", \"Gut\", \"Exzellent\" und \"Perfekt\" wird hier unterschieden, wobei man eine perfekte Wertung eigentlich nur dann bekommt, wenn man den Gegner mit einem Schlag erledigt, was widerrum nur möglich ist, wenn man zuvor einige besonders spektakuläre Combos hingelegt hat und die Waffen der jeweiligen Spielfigur anfängt, zu glühen.
Die Upgrades sind übrigens zwingend notwendig, da das Spiel insgesamt recht schwer ausgefallen ist.
Zwar sind die ersten drei oder vier Missionen noch recht einfach, dann geht es allerdings richtig los und das Spiel ist eigentlich nur noch auf \"Leicht\" gerade so zu schaffen - auch wenn die letzten Missionen speziell mit Aragorn dank guter Rüstung und vielen Heiltränken (die von manchen Gegnern hinterlassen werden) einfach sind - so ist es kein Problem, in der Schlacht von Helm\'s Deep alleine gegen 200 Orks zu kämpfen, man haut einfach wie wild in die Tasten, die Heiltränke sammelt man im Prinzip automatisch ein.
In fast jedem Abschnitt gibt es im Übrigen einen \"Boss\"-Fight gegen Figuren aus den Filmen.
Die Unterschiede zwischen den einzelnen Spielfiguren sind übrigens relativ groß - während Aragorn wendig und stark ist, ist Legolas nur wendig (auch wenn seine Pfeile am Ende stärker als jedes Schwert sind) und Gimli nur stark.
Klar, dass man mit Aragorn die besten Chancen hat, während man speziell mit Gimli das Spiel eigentlich nicht durchspielen kann, da seine Defensive auch deutlich schwächer als die von Aragorn ist.

Hat man die Schlacht um Helm\'s Deep gewonnen, bekommt man Zugang zu einem Extra-Level, sofern man mit einem der drei Kämpfer bereits den zehnten Erfahrungs-Level erreicht hat; dort spielt man dann allerdings keine Szenen aus dem (dritten) Film nach, sondern muss einfach stupide Monster metzeln. Langweilig. Auch der versteckte Charakter war meiner Meinung nach eher enttäuschend, dafür trösten immerhin die interessanten Cheats - die man am Ende ebenfalls erhält - und die vielen Interviews und Filmschnipsel ein wenig.

Gesteuert werden die Figuren übrigens wie üblich mit dem linken Analog-Stick; mit der X-Taste wird eine Standardattacke ausgeführt, mit der O-Taste ein Fußtritt, mit der Dreiecks-Taste ein sogenannter Sturmangriff (meiner Meinung nach die beste Attacke) und mit der Quadrat-Taste wird geblockt. Mit L1 kann man dann noch Pfeile bzw. Beile abfeuern, mit R1 einen \"Finish-Move\" machen und mit den anderen beiden Schultertasten einen großen Schritt vor oder zurück.
Kombiniert man die Moves zu Move-Kombinationen, kann man deutlich stärkere Attacken ausführen, die bessere Bewertungen einbringen und die Gegner effektiver beseitigen.


--- Fazit ---

\"Der Herr der Ringe - Die zwei Türme\" ist ein perfekt präsentiertes Spiel mit feiner Grafik und herausragender Soundkulisse. Neben der technischen Seite begeistert auch das actionreiche Gameplay, das zwar leider nur wenig abwechslungsreich, dafür aber absolut süchtigmachend ist.
Wer die Filme liebt, wird auch das Spiel lieben, aber unter Umständen an dem hohen Schwierigkeitsgrad verzweifeln - daher und aufgrund der eher geringen Abwechslung gibt\'s einen kleinen Abzug in der Gesamtwertung von mir.

14 Bewertungen