Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs (Adventure PC Spiel) Testbericht

ab 11,19
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Erfahrungsbericht von Kain_Graveholder

Ein Spiel sie zu knechten...

Pro:

Athmosphäre, Original-Charaktere und -sprecher, Soundtrack

Kontra:

Viel zu kurz

Empfehlung:

Ja

Hallo ihr Yopis!

PC-Spiele sind was Tolles und da denkt man sich doch: Warum nicht darüber schreiben? Und so kommt es, dass ihr jetzt den Test von

+++ DER HERR DER RINGE: DIE RÜCKKEHR DES KÖNIGS +++

lesen dürft. Viel Vergnügen!

+++ Story +++

Jeder kennt sicherlich die epische Geschichte rund um den Ring. Ich werde hier eine kurze Einführung geben, was einen im PC-Spiel erwartet. Das Spiel dreht sich speziell um das Geschehen des 3. Bandes der Trilogie und ist in 3 Teile gesplittet, in denen jeweils die Wege der Hauptpersonen nachgezeichnet sind.
Dies wäre Frodos Weg durch Osgiliath und Kankras Spinnenhöhle in den Turm Minas Morgul bis zu den Schicksalklüften. Aragorns, Legolas\' und Gimlis Weg führt sie über die Pfade der Toten zu den Toren der weißen Stadt Minas Tirith über die Pellenor-Felder bis zur finalen Schlacht am Schwarzen Tor. Der Weg des Zauberers führt vom Fangornwald nach Isengart und Minas Tirith bis er schließlich ebenfalls vor dem Schwarzen Tor landet.

+++ Spiel +++

Das Spiel beginnt mit einer Intro-Sequenz, die sich als Filmschnipsel aus dem zweiten Teil \"Die Zwei Türme\" herausstellt. Zu sehen ist das verzweifelte Bemühen Aragorns die Feste Helm\'s Klamm gegen tausende Orks zu verteidigen. \"Erwartet mein Kommen beim ersten Licht des fünften Tages!\" schallt es aus den Lautsprechern und siehe da: als Aragorn einen Blick ins Morgengrauen wirft, kommt Gandalf bereits mit mehreren hundert Reitern einen Hügel hinabgeprescht und pflügt durch die Orkmassen wie nichts gutes. Er springt von seinem Pferd und ab diesem Punkt geht die Sequenz nahtlos ins Spielgeschehen über. Man darf nun mit Gandalf und seinem Stab selbst die Orkhorden dezimieren. Die meisten Missionen beginnen nach dem Schema Filmschnipsel-Spiel oder enden so (dann erst das Spiel und dann der Schnipsel). Diese erste Schlacht verfehlt ihren Zweck nicht, sie führt den Spieler recht sanft ins Geschehen und in die Steuerung ein.

Nach der kurzweiligen Helm\'s Klamm-Mission kommt man erstmals in ein Menü, das einen den weiteren Spielweg wählen lässt. Man darf sich für einen der drei Pfade entscheiden: den Weg des Königs, den Weg des Zauberers und den Weg der Hobbits. Dieser entspricht exakt dem, den ich in unter \"Story\" beschrieb. Gut fand ich hierbei, dass man zwischen den einzelnen Wegen wechseln kann, wenn man zum Beispiel mit Aragorn mal nicht weiterkommt probiert man es eben erstmal mit Gandalf. Dieses Wechseln ermöglicht es einem außerdem den besseren Umgang mit den Figuren zu lernen, sodass sich Aragorns Mission gar nicht mehr so schwer spielen lässt. In den jeweiligen Missionen hat man zumindest beim Königspfad immer freie Auswahl der Charaktere, wer also lieber mit Gimlis Axt Orkschädel spalten will, der kann dies tun. Hat man das Spiel einmal bestanden, darf man jede Mission mit jedem Charakter durchspielen. Nach einer Mission werden übrigens in einer Art Wertungsbildschirm alle getöteten Gegner aufgezählt, unterteilt nach der Kategorie in der sie geschnetzelt wurden: es gibt vier davon, das wären dann \"Gut\", \"Sehr gut\", \"Ausgezeichnet\" und \"Perfekt\". Aus diesen setzt sich die Gesamtwertung der Mission zusammen.

Ein weiterer Aspekt, der das Spiel erleichtert: für jeden verkloppten Gegner hagelt es Erfahrungspunkte, die einen zum einen im Level steigen lassen und zum anderen das Erlernen von Spezialangriffen oder Statusverbesserung ermöglichen, wobei man diese einfach mit Erfahrungspunkten \"kauft\". Es gibt Attacken wie zum Beispiel den vielversprechenden \"Orkfäller\" zu kaufen, der seinem Namen alle Ehre macht. Andere Verbesserungen wie \"Lothloriens Pfeile\" oder \"Stärke der Gemeinschaft\" verbessern Legolas\' Fernangriff oder bessern die Gesundheit sämtlicher Helden auf. Schnetzelt man schnell und fehlerlos, so füllt sich eine Kreisleiste. Hat sich diese komplett gefüllt, so kämpft man einige Sekunden im \"Perfekt\"-Modus wobei man schneller und kräftiger zuhaut und obendrein mehr Erfahrungspunkte absahnt.

Während des Spiels sind bestimmte Aufgaben zu erfüllen, beispielsweise 200 Einwohner in Minas Tirith retten oder Eowyn und Pippin auf den Pelennor-Feldern vor einem Nazgul beschützen. Diese Aufgaben lösen sich aber nach einer bestimmten Zeit alleine, so im Fall Minas Tirith: man versohlt solange Orks, bis sich 200 Menschen in die Innere Stadt gerettet haben.

Die Gegner sind vielfältig und sehr gut umgesetzt. Dabei reicht die Palette von Spinnen über Isengart-/Mordor-Orks bis hin zu bildschirmfüllenden Trollen. Bei deren Umsetzung hat man sich streng an die Kinovorlage gehalten. Stark sind diese Gegner alle, aber meist mit 2-3 Hieben zu beseitigen. Bei Trollen muss man mehrere Methoden in Erwägung ziehen, da der Nahkampf mit ihnen schmerzhaft bis tödlich enden kann.

Nun zu den Möglichkeiten der Orkbeseitigung. Jeder Charakter hat enen Primär-, einen Sekundär- und einen Fernangriff, jeder greift mit seiner Originalwaffe an wobei die Hobbits etwas schwächer zuhauen als ihre großen Gefährten. Die Waffen lassen sich, wie oben schon beschrieben, aufpowern, aber es gibt auch Alternativen. So zum Beispiel Speere, die bei fast jeder Schlacht mit von der Partie sind oder Fackeln, die Gegner in Brand stecken können. In einer Mission darf man sogar einen riesigen Kronleuchter auf einen Haufen Orks fallen lassen.

Sollte es einmal vorkommen, dass man stirbt, so wird man an einem der fair verteilten Savepoints wieder ins Rennen geschickt. Damit dies nicht passiert lassen sich recht oft Heiltränke in der Botanik oder bei besiegten Gegnern finden.

+++ Grafik +++

Die Grafik ist stimmig und detailreich, ständig passeirt etwas auf dem Bildschirm: da schwirren Pfeile und andere Geschosse durch die Luft, da fliegt Dreck von einem Einschlag umher, da brennen Belagerungstürme, da rennen gut 10-20 schön animierte Orks über den Bildschirm und die Hauptfigur mittendrin. Insgesamt wirken die Texturen recht gut, sie verwaschen auch bei nahem Heranzoomen nicht. Auch die Explosions- und Zaubereffekte sind gut gelungen.
Das Spiel wird dabei immer aus einer Einstellung heraus gespielt, wie man sie aus den Kinostreifen kennt und man fühlt sich auch, als spiele man den Film.

+++ Sound +++

Am Sound gibt es nichts zu meckern. Die Lokalisierung ist aufgrund der Originalsprecher wunderschön umgesetzt worden. Auch die restlichen Soundeffekte könnten direkt aus den Filmstudios stammen, hier kracht es satt, wenn Bomben gesprengt werden oder ein ganzer Staudamm eingerissen wird. Der epische Originalsoundtrack rundet das ganze noch ab und passt sich der jeweiligen Situation dynamisch an.

+++ Steuerung +++

Auch hier habe ich nichts auszusetzen. Bereits mit Tastatur und Maus gelingen die Angriffskombis sehr gut, mit dem Gamepad kann man da noch einen draufsetzen, da es hiermit noch leichter von der Hand geht. Eine leichte Umkonfigurierung ist allerdings nötig, da manche Kombis Tasten gebrauchen, die am jeweils anderen Ende der Tastatur liegen.

+++ Systemanforderungen +++

Windows 9x, 2000, XP
CPU mit 700 MHz
128 MB RAM
Festplatte: 2 GB
8-fach CD-Laufwerk
Grafikkarte mit 32 MB Speicher
Direct X 8.1
Tastatur, Maus

(Dies sind die Mindestanforderungen. Quelle: Verpackung)

+++ Fazit +++

(Zu) kurz und knackig. Mehr als insgesamt zirka 6 Stunden hätte schon drinsein müssen. Aber die freischaltbaren Level und Charaktere machen immer wieder Spaß. Außerdem ist das Spiel sehr gut zum Abreagieren geeignet. Das athmosphärische Geschehen schlägt mich ab und zu noch in den Bann, weil ich endlich alle Missionen mit \"Perfekt\" abschließen möchte. Die Entwickler haben bereits eine Fortsetzung angekündigt, bei der man abseits der Hauptstory mit Charakteren wie Arwen spielen kann. Ich freu mich drauf...

Ich hoffe mal wieder der Bericht hat euch gefallen und wünsche euch viel Spaß beim Bewerten und Kommentieren.

10 Bewertungen, 2 Kommentare

  • Naffy

    16.03.2006, 09:14 Uhr von Naffy
    Bewertung: sehr hilfreich

    Gruß Naffy

  • anonym

    30.01.2005, 18:30 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ich habe das Spiel auch, allerdings habe ich es nicht zum Abreagieren benutzt - vielmehr musste ich mich nach dem Spielen abreagieren, weil ich zum 100.Mal die Gandalf Mission auf Minas Tirith nicht geschafft habe. Das Spiel ist übelst schwierig! Hab