Need 4 Speed: Underground (PC Rennspiel) Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 01/2004
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Erfahrungsbericht von Dark_Nemesis
Also hier jetzt abbiegen...
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
...Blinker setzen und am Stopschild erst mal halten. Dann vorsichtig wieder anfahren und möglichst versuchen sich nicht von den beiden Rennmaschinen rammen lassen, die gerade mit ungefähr 290 km/h durch die Innenstadt düsen.
Verdammt, da fahr ich schon so vorsichtig und dann so was, mein schöner neuer Wagen besteht jetzt nur noch aus Schrott. Aber das werde ich ihnen heimzahlen, so wahr ich Nitro heiße. Also rein ins Renngetümmel, ich werde den Underground aufmischen...
Seitdem fahre ich regelmäßig illegale Straßenrennen mit und hab mir bereits einen ansehnlichen Ruf erworben.
Aber ich sollte wohl lieber ganz von vorn beginnen, damit auch jeder weiß, worum es hier geht. Es geht hier nicht um meinen normalen Tagesablauf, ich bin auch weiterhin Schüler und einen Führerschein habe ich auch noch nicht. Aber vor einiger Zeit hörte ich etwas von dem neusten Ableger der Need for Speed-Reihe, die ich schon seit der ersten Stunde verfolge. Bis auf den ersten Teil habe ich alle gespielt.
In Need for Speed: Underground geht es diesmal nicht um ganz normale Straßenrennen in mehr oder weniger abgesperrten Bereichen, nein, diesmal soll man König des illegalen Straßenrennens werden, und dabei nebenbei auch noch die Drift und Drag Krone einsammeln.
Man muss natürlich nicht nur den Underground Modus spielen, man kann auch einfach ein Quickrace fahren oder einfach die Strecken im Free Run Modus testen, um sie später besser abfahren zu können.
Ich werde mich nun erst mal hauptsächlich auf den Underground Modus konzentrieren, er ist das wichtigste am Spiel und macht auch am meisten Spaß, vorher aber eine kurze Erkärung zum Quickrace Modus und dem Mehrspieler Modus.
Im Quickrace sucht man sich einfach einen Wagen aus und fährt entweder Drift, Drag oder Straßenrennen, mit frei wählbaren Gegnern und Verkehr. Mehrspieler kann man online gegeneinander spielen, das habe ich aber noch nicht ausprobiert.
Der Underground Modus beginnt mit dem ersten Rennen, indem man einen Wagen zugeteilt bekommt, damit man in die Szene einsteigen kann. Nach dem Gewinn des Rennens erhält man etwas Startkapital und darf sich seinen ersten eigenen Wagen, allerdings noch in der ?Stock? Variante aussuchen. Stock ist Englisch und bedeutet in etwa ?Werkseinstellung?. Danach kommen insgesamt 112 weitere Rennen mit stetig ansteigenden Schwierigkeitsgrad und immer besseren Leistungen. Bei jedem einzelnen Rennen zählt nur der Sieg, der zweite ist der erste Verlierer. Auch die Drag und Drift Rennen fehlen natürlich nicht, denn man soll ja Meister in allen Kategorien werden. Im ganzen Spiel gibt es 9 Turniere, nach deren Gewinn die Leistungsverbesserer aktiviert werden. Die Zeit zwischen den Turnieren ist sehr unterschiedlich, ebenso die Art, es gibt sowohl Renn-, als auch Drift-, und Dragturniere.
Wichtig ist dabei nicht nur die Leistung des Wagens, sondern auch das Aussehen und die Veränderungen am Wagen, sowie tolle Fahrmanöver, um Stylepoints zu kriegen.
Für alle Leute, denen jetzt Drag und Drift nicht so ein Begriff ist, werde ich diese beiden Formen noch einmal erklären. In einem Driftrennen geht es darum, den Wagen möglichst kunstvoll um Kurven schleudern zu lassen. Die Drifts finden immer auf einer abgeschlossenen nassen, rutschigen Fahrbahn statt und je länger und schöner man driftet,, desto mehr Punkte bekommt man.
Drags hingegen sind Beschleunigungsrennen, die immer auf grader Strecke durchgeführt werden. Hier geht es einzig allein um Beschleunigung und Geschwindigkeit, da die Rennen meist immer nur eine Viertelmeile, also ca. 400 m lang sind. Meistens gewinnt der mit der besten Endgeschwindigkeit und dem meisten Nitro.
Die Stylepoints sind neben den Rennen das wichtigste, denn was nützt ein tolles Auto, wenn es nach nichts aussieht. Und grade deshalb bekommt man mit steigenden Stylepoints immer neue Teile zum Tieferlegen, verbreitern, bemalen, komplett austauschen, anbauen usw... Je mehr verbesserte Teile man hat, desto mehr steigen die Stylepoints, weil sich durch besseres Tuning der Ruf verbessert und pro 1 Stern Ruf bekommt man einen Multiplikator auf die Stylepoints angerechnet, die man im Rennen ?verdient?. Also ergibt ein Ruf von 3 Sternen die 3fache Stylepoints Anzahl.
Ich muss ehrlich zugeben, die Variationsmöglichkeiten sind enorm, man kann von der Auspuffblende bis zur Motorfarbe alles verändern und austauschen, bis zu 4 Schichten Vinyls aufkleben und die Leistung eines Wagens so stark verbessern, dass er weit über 300 km/h fährt. Dieses Tuningsystem ist faszinierend und motivierend zugleich, man will immer noch bessere Teile, noch tiefere Wagen und noch höhere Geschwindigkeit. Need for Speed halt. Allerdings gibt es hier noch eine Verbesserungsmöglichkeit, für Drift Rennen erhält man immer sehr sehr viele Stylepoints, hier sollte man ansetzen und Stylepoints etwas geringer verteilen, nach einigen Drift Rennen auf der Schwierigkeitsstufe Hard hat man fast die komplette Stylepointszahl erreicht und bekommt keine neuen Belohnungen mehr, damit fällt eine kleine Motivation weg.
Der Schwierigkeitsgrad ist perfekt ausbalanciert, man kann vor jedem Rennen wählen, ob man es in Leicht, Mittel oder Schwer spielen will. Dafür gibt es dann unterschiedlich viel Geld, dass man wieder in neue Teile investieren kann. Zum Ende hin wird es im härtesten Grad schon manchmal etwas unfair, weil die Gegner Kurven meist perfekt nehmen und auch mindestens doppelt so schnell durch diese fahren, wie man selber. Aber mit etwas mehr Übung ist auch das kein Problem mehr, irgendwann kann man alle Strecken im Schlaf fahren. Lediglich das Handicap, das man hat sollte besser nicht vorhanden sein, egal wie schnell man ist die Gegner holen dadurch immer jeden Vorsprung auf. Liegt man aber an letzter Position kann das recht hilfreich sein.
Alle Strecken, sowohl Drift, Drag und Straßenrennen sind wunderschön anzusehen, die Lampen verwischen bei hohen Geschwindigkeiten, die Blätter der Bäume bewegen sich wunderbar flüssig und auch die Wagen sind alles andere als hässlich. Das einzige Manko ist, dass alle Strecken in derselben Stadt zu finden sind und deshalb Großteile neuer Strecken schon bekannt sind. Hier kann es auch mal passieren, dass man falsch abbiegt, was zur Folge hat, das man respawnt wird und wieder auf der Strecke erst mal wieder auf Geschwindigkeit kommen muss. Bis auf den Bekanntheitsgrad der Strecken wird aber viel Abwechslung geboten, die Kurven variieren von lang und weitgezogen bis zur Haarnadelkurve mit dem Radius eines Fahrrads. Gerade das macht die Strecken so anspruchsvoll.
Die Drag Strecken sind genauso detailliert, nur bekommt man davon nicht viel mit, sie sind einfach nur gerade, aber mit einigen Hindernissen wie Straßenbegrenzungen oder Baustellen. Bei der hohen Geschwindigkeit kommt man sowieso meistens nicht dazu aufs Streckendesign zu achten, man muss sich auf die Straße konzentrieren.
Die Driftstrecken sind etwas breiter und natürlich mit Kurven, um die man gut driften kann. Spätere Strecken enthalten allerdings auch Haarnadelkurven.
Das einzige was an den Strecken sonst noch fehlt es etwas Bewegung abseits der Straße, es gibt leider keinen einzigen Fußgänger, nur zum Anfang bekommt man eine kleine Gruppe Menschen zu sehen, die den Start vollzieht. Danach ist es abseits der Strecke ziemlich leer, es sei denn man fährt über den Bürgersteig. Ich vermute, die Fußgänger sind aus Realismusgründen nicht integriert worden, sollte es welche geben, muss man sie auch überfahren können, und das wäre nicht gut für die Altersbeschränkung. Sollte sie dann so niedrig bleiben, müssten die Fußgänger immer ausweichen und das wäre unrealistisch.
Wenn wir gerade bei Realismus sind, kommen wir nun erst zu den Wagen und danach zum Gameplay.
Der Fuhrpark geht von einem einfachen Ford Fokus oder einem Peugeot 206 bis hin zu einem Nissan Skyline, der doch schon relativ teuer ist. Durch Tuning werden die Wagen zu den letzten Rennen aber alle fast gleich schnell, meistens ist nur das Handling stark unterschiedlich. Alle Wagen gibt es auch in Wirklichkeit und mit Originalnamen. Noch ein großer Pluspunkt in Sachen Realismus, genau wie die gute Animation der Wagen.
Das Spiel ist wirklich über lange Zeit motivierend und spielt sich auch sehr gut. Die Wagen reagieren feinfühlig auf die Steuerungsversuche des Spielers und kommen nur relativ selten ins Schleudern. Die Gegner verhalten sich meistens fair, nur selten rammen sie bis zum Dreher. Auch die unbeteiligten Fahrzeuge fahren wie unbedarfte Autofahrer die nichts böses ahnen lassen. Ganz selten erlaubt sich die KI auch mal Fehler, in einer Haarnadelkurve fährt jeder, aber auch jeder Gegner gegen die Wand. Das ist meistens die letzte Chance, um doch noch aufzuholen.
Die Grafik ist allererste Sahne, allerdings sollte man schon einen High-End PC haben, um sie auch genießen zu können. Ab einer GraKa mit min. 64 MB und einem 1100 Athlon lässt sich das Spiel schon in hohen Details spielen ohne das das Spiel ruckelt.
Die Wagen, Strecken, und alle sonstigen Objekte sehen wahnsinnig realistisch aus, die Grafik interagiert mit den Wagen, die Kollisionsabfrage ist hervorragend. Bei sehr hohen Geschwindigkeiten entsteht ein sogenannter Blur Effekt und man bekommt den berühmten Tunnelblick auch original am PC. Überhaupt ist die Geschwindigkeit der Wagen sehr gut umgesetzt, die wunderschönen Texturen rasen nur so an einem vorbei.
Soundmäßig erleben wir auch bei diesem Need for Speed Teil wieder die Oberliga der Spielesounds. Musikmäßig gibt?s hier was von den lostprophets, overseer oder Rob Zombie auf die Ohren. Dieser Sound knallt einfach nur und passt genau zum Spiel. Auch einige HipHop Titel sind vorhanden, die werden allerdings mehr im Menü eingesetzt, weniger im Spiel selbst. Motorengeräusche werden außerordentlich realistisch wiedergegeben, die Nitro Einspritzung macht sich mit einem lauten Nachbrenner bemerkbar und die Hupen der entgegenkommenden Fahrzeuge erklingen wie himmlische Melodien, wenn einen der Geschwindigkeitsrausch gepackt hat. Aber ich schweife ab. Die Soundeffekte außerhalb der Strecke sind ebenfalls sehr realistisch und fehlerfrei. Ganz nebenbei unterstützt das Spiel auch 5.1 Sound, das konnte ich noch nicht bestätigen, da ich so eine Anlage bis jetzt noch nicht habe.
Das Schadensmodell ist weniger gut gelungen, es gibt nämlich keins. Das fiel wahrscheinlich der sehr guten Grafik zum Opfer, eine Schadensmodell kostet nämlich extrem viel zusätzliche Berechnungszeit und das hätte die Anforderungen extrem in die Höhe geschraubt.
Kurz vor dem Abschluss meines Berichtes möchte ich noch einmal auf die Spezialbelohnungen hinweisen, die man nach und nach erhält. Das sind einmal Spezialtuninggegenstände, die das Ansehen stark erhöhen oder spezielle Leistungsupdates, die die Leistung stark verbessern. Desweiteren Bonuswagen mit speziellen Design, die zwar nicht getunt werden können, aber fantastisch aussehen. Mein Tipp ist der lostprophets- Wagen, der mega geil aussieht.
Mein Resümee:
Mit Need for Speed : Underground erhält man ein sehr gutes Spiel mit kleinen Schönheitsfehlern, die aber nachsehbar sind. Durch die sehr gute Grafik und den motivierenden Spielablauf gebe ich klare 5 Sterne und unbedingt empfehlenswert.
© Dark_Nemesis
Wer hier klaut, der möge immer zweiter werden...
Verdammt, da fahr ich schon so vorsichtig und dann so was, mein schöner neuer Wagen besteht jetzt nur noch aus Schrott. Aber das werde ich ihnen heimzahlen, so wahr ich Nitro heiße. Also rein ins Renngetümmel, ich werde den Underground aufmischen...
Seitdem fahre ich regelmäßig illegale Straßenrennen mit und hab mir bereits einen ansehnlichen Ruf erworben.
Aber ich sollte wohl lieber ganz von vorn beginnen, damit auch jeder weiß, worum es hier geht. Es geht hier nicht um meinen normalen Tagesablauf, ich bin auch weiterhin Schüler und einen Führerschein habe ich auch noch nicht. Aber vor einiger Zeit hörte ich etwas von dem neusten Ableger der Need for Speed-Reihe, die ich schon seit der ersten Stunde verfolge. Bis auf den ersten Teil habe ich alle gespielt.
In Need for Speed: Underground geht es diesmal nicht um ganz normale Straßenrennen in mehr oder weniger abgesperrten Bereichen, nein, diesmal soll man König des illegalen Straßenrennens werden, und dabei nebenbei auch noch die Drift und Drag Krone einsammeln.
Man muss natürlich nicht nur den Underground Modus spielen, man kann auch einfach ein Quickrace fahren oder einfach die Strecken im Free Run Modus testen, um sie später besser abfahren zu können.
Ich werde mich nun erst mal hauptsächlich auf den Underground Modus konzentrieren, er ist das wichtigste am Spiel und macht auch am meisten Spaß, vorher aber eine kurze Erkärung zum Quickrace Modus und dem Mehrspieler Modus.
Im Quickrace sucht man sich einfach einen Wagen aus und fährt entweder Drift, Drag oder Straßenrennen, mit frei wählbaren Gegnern und Verkehr. Mehrspieler kann man online gegeneinander spielen, das habe ich aber noch nicht ausprobiert.
Der Underground Modus beginnt mit dem ersten Rennen, indem man einen Wagen zugeteilt bekommt, damit man in die Szene einsteigen kann. Nach dem Gewinn des Rennens erhält man etwas Startkapital und darf sich seinen ersten eigenen Wagen, allerdings noch in der ?Stock? Variante aussuchen. Stock ist Englisch und bedeutet in etwa ?Werkseinstellung?. Danach kommen insgesamt 112 weitere Rennen mit stetig ansteigenden Schwierigkeitsgrad und immer besseren Leistungen. Bei jedem einzelnen Rennen zählt nur der Sieg, der zweite ist der erste Verlierer. Auch die Drag und Drift Rennen fehlen natürlich nicht, denn man soll ja Meister in allen Kategorien werden. Im ganzen Spiel gibt es 9 Turniere, nach deren Gewinn die Leistungsverbesserer aktiviert werden. Die Zeit zwischen den Turnieren ist sehr unterschiedlich, ebenso die Art, es gibt sowohl Renn-, als auch Drift-, und Dragturniere.
Wichtig ist dabei nicht nur die Leistung des Wagens, sondern auch das Aussehen und die Veränderungen am Wagen, sowie tolle Fahrmanöver, um Stylepoints zu kriegen.
Für alle Leute, denen jetzt Drag und Drift nicht so ein Begriff ist, werde ich diese beiden Formen noch einmal erklären. In einem Driftrennen geht es darum, den Wagen möglichst kunstvoll um Kurven schleudern zu lassen. Die Drifts finden immer auf einer abgeschlossenen nassen, rutschigen Fahrbahn statt und je länger und schöner man driftet,, desto mehr Punkte bekommt man.
Drags hingegen sind Beschleunigungsrennen, die immer auf grader Strecke durchgeführt werden. Hier geht es einzig allein um Beschleunigung und Geschwindigkeit, da die Rennen meist immer nur eine Viertelmeile, also ca. 400 m lang sind. Meistens gewinnt der mit der besten Endgeschwindigkeit und dem meisten Nitro.
Die Stylepoints sind neben den Rennen das wichtigste, denn was nützt ein tolles Auto, wenn es nach nichts aussieht. Und grade deshalb bekommt man mit steigenden Stylepoints immer neue Teile zum Tieferlegen, verbreitern, bemalen, komplett austauschen, anbauen usw... Je mehr verbesserte Teile man hat, desto mehr steigen die Stylepoints, weil sich durch besseres Tuning der Ruf verbessert und pro 1 Stern Ruf bekommt man einen Multiplikator auf die Stylepoints angerechnet, die man im Rennen ?verdient?. Also ergibt ein Ruf von 3 Sternen die 3fache Stylepoints Anzahl.
Ich muss ehrlich zugeben, die Variationsmöglichkeiten sind enorm, man kann von der Auspuffblende bis zur Motorfarbe alles verändern und austauschen, bis zu 4 Schichten Vinyls aufkleben und die Leistung eines Wagens so stark verbessern, dass er weit über 300 km/h fährt. Dieses Tuningsystem ist faszinierend und motivierend zugleich, man will immer noch bessere Teile, noch tiefere Wagen und noch höhere Geschwindigkeit. Need for Speed halt. Allerdings gibt es hier noch eine Verbesserungsmöglichkeit, für Drift Rennen erhält man immer sehr sehr viele Stylepoints, hier sollte man ansetzen und Stylepoints etwas geringer verteilen, nach einigen Drift Rennen auf der Schwierigkeitsstufe Hard hat man fast die komplette Stylepointszahl erreicht und bekommt keine neuen Belohnungen mehr, damit fällt eine kleine Motivation weg.
Der Schwierigkeitsgrad ist perfekt ausbalanciert, man kann vor jedem Rennen wählen, ob man es in Leicht, Mittel oder Schwer spielen will. Dafür gibt es dann unterschiedlich viel Geld, dass man wieder in neue Teile investieren kann. Zum Ende hin wird es im härtesten Grad schon manchmal etwas unfair, weil die Gegner Kurven meist perfekt nehmen und auch mindestens doppelt so schnell durch diese fahren, wie man selber. Aber mit etwas mehr Übung ist auch das kein Problem mehr, irgendwann kann man alle Strecken im Schlaf fahren. Lediglich das Handicap, das man hat sollte besser nicht vorhanden sein, egal wie schnell man ist die Gegner holen dadurch immer jeden Vorsprung auf. Liegt man aber an letzter Position kann das recht hilfreich sein.
Alle Strecken, sowohl Drift, Drag und Straßenrennen sind wunderschön anzusehen, die Lampen verwischen bei hohen Geschwindigkeiten, die Blätter der Bäume bewegen sich wunderbar flüssig und auch die Wagen sind alles andere als hässlich. Das einzige Manko ist, dass alle Strecken in derselben Stadt zu finden sind und deshalb Großteile neuer Strecken schon bekannt sind. Hier kann es auch mal passieren, dass man falsch abbiegt, was zur Folge hat, das man respawnt wird und wieder auf der Strecke erst mal wieder auf Geschwindigkeit kommen muss. Bis auf den Bekanntheitsgrad der Strecken wird aber viel Abwechslung geboten, die Kurven variieren von lang und weitgezogen bis zur Haarnadelkurve mit dem Radius eines Fahrrads. Gerade das macht die Strecken so anspruchsvoll.
Die Drag Strecken sind genauso detailliert, nur bekommt man davon nicht viel mit, sie sind einfach nur gerade, aber mit einigen Hindernissen wie Straßenbegrenzungen oder Baustellen. Bei der hohen Geschwindigkeit kommt man sowieso meistens nicht dazu aufs Streckendesign zu achten, man muss sich auf die Straße konzentrieren.
Die Driftstrecken sind etwas breiter und natürlich mit Kurven, um die man gut driften kann. Spätere Strecken enthalten allerdings auch Haarnadelkurven.
Das einzige was an den Strecken sonst noch fehlt es etwas Bewegung abseits der Straße, es gibt leider keinen einzigen Fußgänger, nur zum Anfang bekommt man eine kleine Gruppe Menschen zu sehen, die den Start vollzieht. Danach ist es abseits der Strecke ziemlich leer, es sei denn man fährt über den Bürgersteig. Ich vermute, die Fußgänger sind aus Realismusgründen nicht integriert worden, sollte es welche geben, muss man sie auch überfahren können, und das wäre nicht gut für die Altersbeschränkung. Sollte sie dann so niedrig bleiben, müssten die Fußgänger immer ausweichen und das wäre unrealistisch.
Wenn wir gerade bei Realismus sind, kommen wir nun erst zu den Wagen und danach zum Gameplay.
Der Fuhrpark geht von einem einfachen Ford Fokus oder einem Peugeot 206 bis hin zu einem Nissan Skyline, der doch schon relativ teuer ist. Durch Tuning werden die Wagen zu den letzten Rennen aber alle fast gleich schnell, meistens ist nur das Handling stark unterschiedlich. Alle Wagen gibt es auch in Wirklichkeit und mit Originalnamen. Noch ein großer Pluspunkt in Sachen Realismus, genau wie die gute Animation der Wagen.
Das Spiel ist wirklich über lange Zeit motivierend und spielt sich auch sehr gut. Die Wagen reagieren feinfühlig auf die Steuerungsversuche des Spielers und kommen nur relativ selten ins Schleudern. Die Gegner verhalten sich meistens fair, nur selten rammen sie bis zum Dreher. Auch die unbeteiligten Fahrzeuge fahren wie unbedarfte Autofahrer die nichts böses ahnen lassen. Ganz selten erlaubt sich die KI auch mal Fehler, in einer Haarnadelkurve fährt jeder, aber auch jeder Gegner gegen die Wand. Das ist meistens die letzte Chance, um doch noch aufzuholen.
Die Grafik ist allererste Sahne, allerdings sollte man schon einen High-End PC haben, um sie auch genießen zu können. Ab einer GraKa mit min. 64 MB und einem 1100 Athlon lässt sich das Spiel schon in hohen Details spielen ohne das das Spiel ruckelt.
Die Wagen, Strecken, und alle sonstigen Objekte sehen wahnsinnig realistisch aus, die Grafik interagiert mit den Wagen, die Kollisionsabfrage ist hervorragend. Bei sehr hohen Geschwindigkeiten entsteht ein sogenannter Blur Effekt und man bekommt den berühmten Tunnelblick auch original am PC. Überhaupt ist die Geschwindigkeit der Wagen sehr gut umgesetzt, die wunderschönen Texturen rasen nur so an einem vorbei.
Soundmäßig erleben wir auch bei diesem Need for Speed Teil wieder die Oberliga der Spielesounds. Musikmäßig gibt?s hier was von den lostprophets, overseer oder Rob Zombie auf die Ohren. Dieser Sound knallt einfach nur und passt genau zum Spiel. Auch einige HipHop Titel sind vorhanden, die werden allerdings mehr im Menü eingesetzt, weniger im Spiel selbst. Motorengeräusche werden außerordentlich realistisch wiedergegeben, die Nitro Einspritzung macht sich mit einem lauten Nachbrenner bemerkbar und die Hupen der entgegenkommenden Fahrzeuge erklingen wie himmlische Melodien, wenn einen der Geschwindigkeitsrausch gepackt hat. Aber ich schweife ab. Die Soundeffekte außerhalb der Strecke sind ebenfalls sehr realistisch und fehlerfrei. Ganz nebenbei unterstützt das Spiel auch 5.1 Sound, das konnte ich noch nicht bestätigen, da ich so eine Anlage bis jetzt noch nicht habe.
Das Schadensmodell ist weniger gut gelungen, es gibt nämlich keins. Das fiel wahrscheinlich der sehr guten Grafik zum Opfer, eine Schadensmodell kostet nämlich extrem viel zusätzliche Berechnungszeit und das hätte die Anforderungen extrem in die Höhe geschraubt.
Kurz vor dem Abschluss meines Berichtes möchte ich noch einmal auf die Spezialbelohnungen hinweisen, die man nach und nach erhält. Das sind einmal Spezialtuninggegenstände, die das Ansehen stark erhöhen oder spezielle Leistungsupdates, die die Leistung stark verbessern. Desweiteren Bonuswagen mit speziellen Design, die zwar nicht getunt werden können, aber fantastisch aussehen. Mein Tipp ist der lostprophets- Wagen, der mega geil aussieht.
Mein Resümee:
Mit Need for Speed : Underground erhält man ein sehr gutes Spiel mit kleinen Schönheitsfehlern, die aber nachsehbar sind. Durch die sehr gute Grafik und den motivierenden Spielablauf gebe ich klare 5 Sterne und unbedingt empfehlenswert.
© Dark_Nemesis
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