Eltern Testbericht
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Erfahrungsbericht von tina65
Mutter und Tochterbeziehung
Pro:
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Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
Ich glaube es gibt wohl keine schwierigere Beziehung als die zwischen zwei Frauen, zwischen Mutter und Tochter. Wenn Tochter noch klein ist, dann ist ja alles noch in Ordnung, aber wenn die Tochter mal erwachsen ist, oder ins jugendliche Alter kommt, dann geht oft die Post ab! Natürlich nicht überall, das ganz bestimmt nicht. Bei mir war allerdings alles anders, ich hatte früher ein wurderbares Verhältnis zu meiner Mutter, bis ich später ihr wahres Gesicht kennen lernte, wie sie sich immer mehr in ein zeterndes, sich selbst bedauerndes Wesen verwandelte.
Meine Kindheit war einfach toll, ich hatte einen duften Vater und kam mit meiner Mutter sehr gut klar. Ich hatte einfach alles, was sich ein Kind nur wünschen konnte. Meine Mutter war schon damals ein unselbständiges Weibchen, was sogar zu blöd war bei der Bank Kontoauszüge zu ziehen, wie sich später herausstellte. Mein Vater war ein dominanter Mann, der alles managte. Meine Mutter mußte nie arbeiten, sondern war ihr Leben lang Hausfrau und natürlich Mutter. Und es kam so schnell sooo anders! Mit 19 Jahren heiratete ich, zog mit meinem damaligen Mann ins Haus meiner Eltern. Wir hatten dort eine eigene Wohnung. 1988 kam unser Sohn dann zur Welt. Wir wohnten bereits 5 Jahre im Haus meiner Eltern. Für mich war es ein völlig normales Leben, ich stand immer unter dem Druck meiner Mutter, tat was sie wollte. Später erst wurde mir klar, was alles so ab ging, dass vieles verkehrt lief. Ich legte immer Rechenschaft ab, meine Mutter wußte über jeden unserer Schritte Bescheid. Wenn wir weg gingen meldeten wir uns immer schön brav ab. Und meine Mutter stand immer hinter der Gardine und wußte auch genau wann wir wieder zurück kamen. Sie und ihre Schwester, die auch im Haus wohnte, ließen nie ein gutes Haar an meinem damaligen Mann. Und ich möchte behaupten, dass beide mit daran Schuld trugen, dass meine Ehe schließlich nach 18 Jahren scheiterte.
Jeden Sonntag frühstückte ich bei meinen Eltern und spielte anschließend Karten mit meiner Mutter, während diese hetzte und hetzte, über Gott und die Welt, am liebsten aber über meinen Mann, und für mich war das alles völlig normal. "Sag deinem Mann mal...", "Wieso hat dein Mann nicht...", "Dein Mann müßte mal dringend..." und so weiter und so weiter! Ich kam mir. vor wie ein Sprachrohr. Hätte ich ihr aber damals gesagt, Wieso sagst du es meinem Mann nicht selbst? Wäre wohl der Hausfrieden völlig gestört gewesen. Denn wer Kritik austeilt, der sollte auch Kritik vertragen können, das war bei meiner Mutter aber nicht so. Anscheinend war sie immer zu feige gewesen, meinem Mann selbst zu sagen, wenn ihr etwas nicht passte. Also hielt ich immer schön brav den Mund. Und so lebte ich jahrelang immer unter dem Druck, meiner Mutter alles Recht zu machen. Ich glaube ihr alles, fing an meinen Mann genauso zu sehen wie sie. Ich war eigentlich immer noch das kleine Mädchen von früher. So wie sie mich haben wollte, und immer schön machen was sie wollte. Über jeden Schritt informieren, mich runtermachen lassen, ständig unter ihrem Einfluß.
Und dann kam alles anders! Dann wurde ich endich erwachsen, selbständig und löste mich aus ihrem Bann. 1999 erkrankte mein Vater an Krebs. Für meine unselbständige Mutter ein Schock. 2001 trennte ich mich mündlich von meinem Mann. Mein Vater ging es sehr schlecht. Im September 2001 starb er schließlich an den Folgen der Krankheit. Als ich mich von meinem Mann trennte, wir wohnten aber noch 5 Monate nach der Trennung im Haus meiner Eltern, ging in meiner Mutter eine Wandlung vor. Ich sagte ihr, dass ich mich trennen würde, und was tat sie? Sie mußte wohl meinem Mann gesagt haben, dass er das alles nicht so ernst nehmen sollte, dass ich ihn sowieso nicht verlassen würde. Und niemals ausziehen würde. Auf einmal war mein damaliger Mann, über den sie sich so oft schlecht ausgelassen hatte, ein wahrer Engel in ihren Augen. Und die Böse war ich! Wer mußte aus dem Elternhaus ausziehen, nicht der schlimme Schwiegersohn, nein! Ich! Die eigene Tochter warf sie aus dem Haus! Im Oktober 2001 zog ich dann in eine kleine Wohnung, in die Nähe meiner Mutter, die mich immer nur vorwurfsvoll ansah. Denn mir war es verdammt ernst, und ich wußte, ich würde nie wieder mit meinem Mann zusammen kommen.
Was aber im August vorher geschah war einfach filmreif. Da wohnte ich noch im selben Haus mit meiner Mutter, hatte da aber schon einen netten Mann kennengelernt und bin mehrmals die Woche zu ihm gefahren. Meiner Mutter passte das alles nicht. Sie hatte die Kontrolle über mich verloren und meinte ich würde mich wie eine 16jährige benehmen und nicht wie 36. Und das alles nur, weil ich mich scheiden lassen wollte und einen Neuen hatte. Irgendwann im August mischte sie sich dann massiv in meine neue Beziehung ein. Ihre Freundin war dabei gewesen, als sie anfing mich fertig zu machen. Sie wollte meine neue Beziehung zerstören und ich rastete total aus. Ich warf ihren Tisch um und schlug auf sie ein. ich hatte noch nie soviel Hass empfunden wie damals. Ich wollte endlich dass sie aufhört sich in mein Leben einzumischen. Meine Mutter und ihre Freundin versuchten schließlich mich festzuhalten und zu beruhigen. Ich war außer mir. Meine Mutter hatte am nächsten Tag beide Arme und Beine voller blauer Flecken. Sie schwor mir hoch und heilig, dass sie sich nie wieder in eine meiner Beziehungen einmischen würde. Es war eine schwere Zeit für uns alle. Als ich dann endlich auszog, fiehl mir und ihr wohl auch, ein Stein vom Herzen.
Als mein Vater dann nicht mehr da war, merkte ich erst mal, wie hilflos meine Mutter doch ohne ihn war. Sie tat mir nicht leid, auch heute noch nicht. Sie verfiehl in Lethargie. Mehr als reden konnte ich mit ihr nicht. Ich versuchte ihr Tipps zu geben, was sie alles machen könnte, finanziell und so. Aber sie hörte ja nicht, sondern bemitleidete sich nur selbst. Ich bin dann schließlich, mit meinem jetzigen Mann weggezogen, aufs Land, 140km weit weg von ihr. Sie war auf einmal alleine, hatte mich aus dem Haus getrieben, und ihr auf einmal ach so lieber Schwiegersohn, der ja wohnen bleiben durfte, entpuppte sich als Made im Speck, so ein Pech aber auch! Es gibt Dinge, die werde ich ihr niemals verzeihen. Sie meldete sich wochenlang nicht bei mir. Spielte die beleidigte Leberwurst. Und ich kann stur sein. Heute weiß ich, dass ich meine Mutter nicht brauche. Dass ich sehr gut alleine klar komme. Und dass sie mir mein Leben auf eine äußerst hinterhältige Art versüßt hatte. Und eines weiß ich ganz genau, dass mir so etwas nie wieder geschehen wird. Ich werde mich nie mehr von einem anderen Menschen so manipulieren lassen.
ANMERKUNG:
Da Ihr das vielleicht nicht versteht, wieso ich mich mit meiner Mutter geprügelt habe!! Aber was ist denn RESPEKT? Gibt es sowas überhaupt?! Und wieso sollen wir respektieren?? Wen oder was? Jeder Mensch ist anders. Und ich glaube, wenn man zum Äussersten getrieben wird, dann sch... wir auf jede Art von Respekt! Wir sind alle NUR Menschen! Und nichts Besonderes! Und wenn ich jemanden respektieren soll, dann erwarte ich auch von dieser Person, dass sie mich respektiert und das ist im Fall meiner Mutter nicht geschehen. Ich bin kein kleines Kind mehr mit dem man machen kann was man will, und meine Mutter hat das jetzt begriffen. Wir haben wieder einen ganz guten Kontakt. Wir sollten uns eben nicht zuviel auf unser BIßCHEN Menschsein und Verstand einbilden! Und eines weiß ich für jetzt und auch für die Zukunft, wenn man mich verletzt, dann verletze ich auch! Respekt gibt es für mich nicht. Es zählt nur, wie du mir, so ich dir! Manchmal gibt es keinen anderen Weg, und dieser, MEIN Weg hat wenigstens gewirkt.
37 Bewertungen, 6 Kommentare
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23.05.2006, 16:23 Uhr von Estha
Bewertung: sehr hilfreichsh... @};----..lg susi
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10.04.2006, 14:21 Uhr von schnekuesschen
Bewertung: sehr hilfreichEin klasse Bericht....LG Sandy :-)))
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18.03.2006, 11:10 Uhr von campino
Bewertung: sehr hilfreichZum Glück musste ich solche Erfahrungen nie machen.
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03.03.2006, 15:53 Uhr von Cicila
Bewertung: sehr hilfreichIch bin sehr froh, dass ich meine Mama habe. Natürlich gibt es mal die eine oder andere Auseinandersetzung, aber sie ist für mich wie eine beste Freundin und das will ich nie missen müssen! <br/>LG Cicila
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27.11.2005, 00:28 Uhr von redwomen
Bewertung: sehr hilfreichIch habe GOTT SEI DANK immer eine tolle und schöne Kindheit und habe auch heute noch zu meinen Eltern mehr als ein inniges Verhältnis. Deshalb für mich vollkommen unverständlich wie sich Elternteile gegenüber ihren Kindern manchmal verhalten können. LG Ma
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21.11.2005, 23:19 Uhr von Flute
Bewertung: sehr hilfreichÜber die Sache könnte ich ein Buch schreiben, ich habe ähnliches mit beiden Elternteilen mitgemacht seit meinem 15. Lebensjahr bis vor einem Jahr. <br/>Lg. Dunja
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