Eltern Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Erfahrungsbericht von ralf0816
KINDER! ERZIEHUNG! was tun?
Pro:
Kinder sind toll
Kontra:
viel arbeit, viel ärger(macht aber nichts)
Empfehlung:
Nein
Irgendwann kommt der Zeitpunkt, an dem sich Frau/Mann mit dem Gedanken anfreunden müssen Eltern zu werden.
„Müssen“ bezieht sich jetzt auf die zahlreichen Beziehungen, in denen die Schwangerschaft nicht geplant, sondern eher „zufällig“ zu Stande kommt, dabei sei erwähnt dass die angegebene Sicherheit von ca. 99%, die man der „Pille“ zuschreibt durchaus mit Vorsicht zu genießen ist.
Dieser Wert bezieht sich auf eine perfekte Handhabung, d.h. zeitmäßig exakte Einnahme, Vorsicht bei anderen Medikamenten, Risiko unerwünschter Schwangerschaft durch Durchfallerkrankungen, u.s.w.
Ist aber ein Thema für sich.
Frau und (letztendlich weniger relevant) der „Lebensabschnittspartner“ haben sich entschlossen, das Kind zu bekommen.
Nun wird die Schwangerschaft durchlebt.
Kann sehr schön sein, muss es aber nicht, verläuft sehr individuell.
Über die „verbesserten“ Möglichkeiten der pränatalen Diagnosemöglichkeiten wird oftmals nur zur weiteren Verunsicherung beigetragen, immer ist irgendwas nicht in Ordnung, das Kind ist zu klein, dann wieder zu groß, oder es wird einfach über unverständliche Fachbegriffe eine Unruhe geschaffen, die während einer Schwangerschaft keinesfalls von Vorteil ist.
Viele Beziehungen zerbrechen über den Stress und die Gewissheit, dass nichts mehr so sein wird, wie es einmal war.
Die herannahende Verantwortung hat etwas bedrohliches, die Angst vorm Unbekannten, sozusagen.
Wieder ein Thema für sich, was die Erziehung betrifft ist es deshalb wichtig, da gescheiterte Beziehungen, oder wie auch immer, dazu führen, dass viele Kinder mit einem „Elter“ aufwachsen, in der Regel ohne(vorhandenen) Vater.
Das ist nicht gut, wesentlich bedenklicher ist die Variante, in der ein Kleinkind(sogar ein Säugling) als frühst mögliche Erinnerung ein ständiges Herumgeschreie in seinem Gedächtnis mit sich herumtragen könnte.
Im Idealfall steht die Mutter nicht alleine da, wenn es schon keinen Partner gibt, ist es auf jeden Fall von einer gar nicht zu überschätzender Bedeutung, ein funktionierendes Umfeld zu haben, Freundinnen und Freunde, Verwandte und Idealerweise Menschen, die sich in einer ähnlichen Situation befinden.
Erziehung fängt damit an, für das Kind und sich selbst einen funktionierenden Alltag zu gestalten.
Dazu gehört auch nicht ausschließlich auf sein Kind fixiert zu sein, sich ohne schlechtes Gewissen ein wenig Freizeit zu gönnen, auch mal mit Menschen zu kommunizieren, die nicht ausschließlich über Windelmarken, „Zahnen“ und Breisorten diskutieren.
Für Unbeteiligte hört sich das wahrscheinlich recht absurd an, abwarten, sag ich einfach mal, die Mechanismen die sich diesbezüglich entwickeln, haben schon viele Mütter in tiefe Verzweiflung gestürzt.
Die „eigentliche“ Erziehung oder Alle wissen immer alles besser
An Beratung und „guten“ Ratschlägen herrscht wahrlich kein Mangel, Bücher, TV
Magazine, „Experten“.
Da wird es schon schwierig, den Überblick zu behalten.
Glücklicherweise wird heutzutage nicht in erster Linie Unsinn verbreitet, sehr spektakulär sind die guten Ratschläge und Informationen aber auch nicht.
Muss aber auch nicht sein.
Als Erziehungsmaximen halte ich für wichtig:
So viel Freiraum wie möglich, so viele Grenzen wie nötig(kleine Tyrannen braucht niemand), Geborgenheit, Sicherheit.
Da nun mal die Menschen sehr verschieden sind(auch Kinder sind Menschen) lassen sich viele Dinge nicht verallgemeinern, noch ein (zutreffender) Allgemeinplatz:
Jedes Kind muss nach seinen individuellen Eigenschaften „erzogen“ werden, was es nicht will darf keineswegs auf Teufel komm raus durch Zwang und Nerverei durchgesetzt werden.
Es sei denn, dass es sich um existenziell/sozial unverzichtbare Grundsätze handelt.
Keine Gewalt gegen Schwächere, kein Konsumirrsinn, kurz: Kein durchgehend asoziales Verhalten.
Kinder sind im Allgemeinen keine kleinen Psychopathen, deren einziges Ziel es ist, ihre Umwelt durch Terror zu belästigen. Gibt`s natürlich auch, aber was uns die Medien an Schreckensszenarien auftischen, ist einfach absurd.
Kinder kennen keinen Rassismus, sie finden es nicht merkwürdig, wenn ihre Spielkameraden einen Arm zu wenig haben oder nicht richtig sprechen können.
Das muss ihnen erst mal beigebracht werden, dazu gibt es Schulen, TV, die Leistungsgesellschaft.
Ohne von Außen dazu gezwungen zu werden, verhalten sie sich(untereinander) oftmals unglaublich sozial. Bis durch den unlösbaren Konflikt bezüglich eines Lieblingsspielzeugs der Krieg ausbricht.
Dann ist es Zeit für Erziehung, in 5 Minuten ist die Welt wieder in Ordnung.
Ein bisschen was praktisches
- Kinder brauchen eine verlässliche Orientierung, stellt Regeln auf, die für beide Seiten gültig sein müssen.
Die dürfen aber auch mal gebrochen oder besser: kreativ ausgelegt werden, da das Leben nicht statisch ist.
- Selbstbewusstsein, Selbstsicherheit, das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten fördern, wo immer es geht.
Wenn der Hund auf dem Bild 5 Beine hat, ist das vollkommen in Ordnung, es darf aber auch geschmunzelt werden.
- Vertrauen keine Lügen, kein Schöngerede von Sachen, die Scheiße sind.
Merken die sowieso, ist auch schlechter Stil. Wenn das Vertrauen weg ist, gibt es ein ernsthaftes Problem.
Wenn Frau/Mann dann irgendwann merken, dass sie mit ihren Kindern befreundet sind, ist das ein Gefühl, das ich kaum beschreiben kann.
Muss mal so gesagt werden, Sentimentalität hin und her.
„Müssen“ bezieht sich jetzt auf die zahlreichen Beziehungen, in denen die Schwangerschaft nicht geplant, sondern eher „zufällig“ zu Stande kommt, dabei sei erwähnt dass die angegebene Sicherheit von ca. 99%, die man der „Pille“ zuschreibt durchaus mit Vorsicht zu genießen ist.
Dieser Wert bezieht sich auf eine perfekte Handhabung, d.h. zeitmäßig exakte Einnahme, Vorsicht bei anderen Medikamenten, Risiko unerwünschter Schwangerschaft durch Durchfallerkrankungen, u.s.w.
Ist aber ein Thema für sich.
Frau und (letztendlich weniger relevant) der „Lebensabschnittspartner“ haben sich entschlossen, das Kind zu bekommen.
Nun wird die Schwangerschaft durchlebt.
Kann sehr schön sein, muss es aber nicht, verläuft sehr individuell.
Über die „verbesserten“ Möglichkeiten der pränatalen Diagnosemöglichkeiten wird oftmals nur zur weiteren Verunsicherung beigetragen, immer ist irgendwas nicht in Ordnung, das Kind ist zu klein, dann wieder zu groß, oder es wird einfach über unverständliche Fachbegriffe eine Unruhe geschaffen, die während einer Schwangerschaft keinesfalls von Vorteil ist.
Viele Beziehungen zerbrechen über den Stress und die Gewissheit, dass nichts mehr so sein wird, wie es einmal war.
Die herannahende Verantwortung hat etwas bedrohliches, die Angst vorm Unbekannten, sozusagen.
Wieder ein Thema für sich, was die Erziehung betrifft ist es deshalb wichtig, da gescheiterte Beziehungen, oder wie auch immer, dazu führen, dass viele Kinder mit einem „Elter“ aufwachsen, in der Regel ohne(vorhandenen) Vater.
Das ist nicht gut, wesentlich bedenklicher ist die Variante, in der ein Kleinkind(sogar ein Säugling) als frühst mögliche Erinnerung ein ständiges Herumgeschreie in seinem Gedächtnis mit sich herumtragen könnte.
Im Idealfall steht die Mutter nicht alleine da, wenn es schon keinen Partner gibt, ist es auf jeden Fall von einer gar nicht zu überschätzender Bedeutung, ein funktionierendes Umfeld zu haben, Freundinnen und Freunde, Verwandte und Idealerweise Menschen, die sich in einer ähnlichen Situation befinden.
Erziehung fängt damit an, für das Kind und sich selbst einen funktionierenden Alltag zu gestalten.
Dazu gehört auch nicht ausschließlich auf sein Kind fixiert zu sein, sich ohne schlechtes Gewissen ein wenig Freizeit zu gönnen, auch mal mit Menschen zu kommunizieren, die nicht ausschließlich über Windelmarken, „Zahnen“ und Breisorten diskutieren.
Für Unbeteiligte hört sich das wahrscheinlich recht absurd an, abwarten, sag ich einfach mal, die Mechanismen die sich diesbezüglich entwickeln, haben schon viele Mütter in tiefe Verzweiflung gestürzt.
Die „eigentliche“ Erziehung oder Alle wissen immer alles besser
An Beratung und „guten“ Ratschlägen herrscht wahrlich kein Mangel, Bücher, TV
Magazine, „Experten“.
Da wird es schon schwierig, den Überblick zu behalten.
Glücklicherweise wird heutzutage nicht in erster Linie Unsinn verbreitet, sehr spektakulär sind die guten Ratschläge und Informationen aber auch nicht.
Muss aber auch nicht sein.
Als Erziehungsmaximen halte ich für wichtig:
So viel Freiraum wie möglich, so viele Grenzen wie nötig(kleine Tyrannen braucht niemand), Geborgenheit, Sicherheit.
Da nun mal die Menschen sehr verschieden sind(auch Kinder sind Menschen) lassen sich viele Dinge nicht verallgemeinern, noch ein (zutreffender) Allgemeinplatz:
Jedes Kind muss nach seinen individuellen Eigenschaften „erzogen“ werden, was es nicht will darf keineswegs auf Teufel komm raus durch Zwang und Nerverei durchgesetzt werden.
Es sei denn, dass es sich um existenziell/sozial unverzichtbare Grundsätze handelt.
Keine Gewalt gegen Schwächere, kein Konsumirrsinn, kurz: Kein durchgehend asoziales Verhalten.
Kinder sind im Allgemeinen keine kleinen Psychopathen, deren einziges Ziel es ist, ihre Umwelt durch Terror zu belästigen. Gibt`s natürlich auch, aber was uns die Medien an Schreckensszenarien auftischen, ist einfach absurd.
Kinder kennen keinen Rassismus, sie finden es nicht merkwürdig, wenn ihre Spielkameraden einen Arm zu wenig haben oder nicht richtig sprechen können.
Das muss ihnen erst mal beigebracht werden, dazu gibt es Schulen, TV, die Leistungsgesellschaft.
Ohne von Außen dazu gezwungen zu werden, verhalten sie sich(untereinander) oftmals unglaublich sozial. Bis durch den unlösbaren Konflikt bezüglich eines Lieblingsspielzeugs der Krieg ausbricht.
Dann ist es Zeit für Erziehung, in 5 Minuten ist die Welt wieder in Ordnung.
Ein bisschen was praktisches
- Kinder brauchen eine verlässliche Orientierung, stellt Regeln auf, die für beide Seiten gültig sein müssen.
Die dürfen aber auch mal gebrochen oder besser: kreativ ausgelegt werden, da das Leben nicht statisch ist.
- Selbstbewusstsein, Selbstsicherheit, das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten fördern, wo immer es geht.
Wenn der Hund auf dem Bild 5 Beine hat, ist das vollkommen in Ordnung, es darf aber auch geschmunzelt werden.
- Vertrauen keine Lügen, kein Schöngerede von Sachen, die Scheiße sind.
Merken die sowieso, ist auch schlechter Stil. Wenn das Vertrauen weg ist, gibt es ein ernsthaftes Problem.
Wenn Frau/Mann dann irgendwann merken, dass sie mit ihren Kindern befreundet sind, ist das ein Gefühl, das ich kaum beschreiben kann.
Muss mal so gesagt werden, Sentimentalität hin und her.
17 Bewertungen, 4 Kommentare
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28.08.2002, 15:48 Uhr von diewicca
Bewertung: sehr hilfreichgut geschrieben
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28.04.2002, 18:05 Uhr von Mischka27
Bewertung: sehr hilfreichsehr guter Beitrag, ich finde es auch sehr wichtig das man Kinder ohne Gewalt erzieht.
-
17.04.2002, 04:15 Uhr von Babajaga7
Bewertung: sehr hilfreichEin sehr guter Bericht! LG. Christine
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16.04.2002, 23:21 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichEin Beitrag ohne Schnörkel. ich mag solche nichtssagenden Kommentare eigentlich nicht, aber ich muss es los werden: liest sich prima und man kann durchweg nur nicken! Gruß, nosianai
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