Emule.de Testbericht
ab 6,32 €
Billiger bei eBay?
Bei Amazon bestellen
Paid Ads from eBay.de & Amazon.de
Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
Summe aller Bewertungen
- Navigation:
Erfahrungsbericht von PublicEnemy
Vom Maultier abgehängt....
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
_/_/_/ Vorwort \\_\\_\\_
Wie vielleicht manche meiner treuen Leser wissen, ist es eine große Leidenschaft von mir, alle möglichen guten Filme zu konsumieren und zu sammeln. Es gibt nichts Erstrebenswerteres als eine halbwegs vollständige Sammlung exzellenter cineastischer Schmuckstücke. Zu diesem Zweck nutze ich das File-Sharing-Tool „eMule“, mit welchem ich mir diese Sammelstücke aus dem Internet ziehen kann und sie zwecks Archivierung auf CD banne. Warum ich aus der Unmenge gerade dieses ausgewählt habe, will ich in Folgendem erörtern.
_/_/_/ Was ist File-Sharing? \\_\\_\\_
File-Sharing ist, wie der versierte Anglizist sofort erkennt – das Teilen von Dateien. Hierbei wird man über das Programm direkt mit Usern auf der ganzen Welt verbunden, per Internet versteht sich. Dies geht über dynamische Server von statten, da man diese rechtlich nicht so leicht belangen kann. Zu diesem Zweck muss man sich stets Listen mit neuen Servern runterladen. Also kurz: Mit File-Sharing kann ich Filme, Programme, Musik und anderes aus dem Internet teilen.
_/_/_/ Und was ist nun eMule? \\_\\_\\_
Früher war eDonkey die Referenz, was Filme betrifft. Wohlgemerkt, Filme, denn für Musik ist KaZaA immer noch die Nummer 1, was auch an der leichteren Bedienbarkeit liegt. Nun wurde eDonkey durch eMule ersetzt. Anfangs war dieser als „Esel-Killer“ verschrien, durchaus zurecht, denn das andere System von eMule hat dem Esel das Wasser abgegraben. In den Anfangszeiten war eMule um einiges schneller, was die Geschwindigkeit betrifft. Dies ging allerdings auf Kosten des eDonkey, denn er wurde dadurch langsamer. Jetzt, wo mehr Leute das „elektronische Maultier“ zur Datenlasten-Übertragung nutzen, hat sich die Geschwindigkeit von eMule relativiert und ist so schnell wie einst eDonkey. Doch eMule hat nach wie vor eine Reihe von Vorteilen und Verbesserungen, die die Benutzung trotzdem attraktiv macht.
Doch bevor ich jetzt direkt vergleiche, will ich einfach mal das Programm beschreiben. Ich werde mich allerdings nicht auf eine spezielle Version festlegen, sondern allgemein beschreiben, denn: 1.) kommt alle paar Tage eine neue Version raus und 2.) sind diese nicht so massiv unterschiedlich. Ich habe schon über zehn Versionen benutzt und die Unterschiede waren nicht sonderlich groß.
_/_/_/ So läuft das Maultier \\_\\_\\_
Zunächst einmal sollte man sich das ca. 2,3 MB große Tool auf der offiziellen Site www.emule-project.net herunter und installiert es binnen weniger Sekunden. Nun ist es schon betriebsbereit. Zu Beginn wird das Programm automatisch eine Serverliste herunterladen, welche man selbst festlegen kann. Nun sollte es eigentlich laufen, vorausgesetzt man hat auch Dateien angegeben, die man herunterladen will. Hier bieten sich zwei Möglichkeiten an: Entweder man wählt diese an, indem man die interne Suchfunktion benutzt oder man fügt Links aus speziellen eDonkey bzw. eMule Seiten hinzu. Ob nun eMule oder eDonkey Seiten ist egal, denn eMule ist 100 % kompatibel zum Esel.
Gute Seiten sind hierbei z.B. Eselmoviez.de, eselpsychos.de Superesel.com oder viele andere. Diese Sites gibt es mittlerweile wie Sand am Meer. Der Vorteil, das File über eine solche Site zu beziehen ist, dass man zu 99,9 % keine Fakes oder Viren bekommt, da sie überprüft sind. Fakes sind Filme, die anders sind, als der Name vermuten lässt. Wenn man denkt, man lädt einen aktuellen Kinofilm herunter und dieser entpuppt sich als „Biene Maya“ Folge, hat man so einen Fake.
An sich sollte der Download nun automatisch starten, aber dies ist nicht ganz so einfach. Man muss das Maultier so gut wie möglich konfigurieren, damit es überhaupt halbwegs läuft. Wichtig ist hier, neben einer guten Serverliste, sollte man unter den Einstellungen einige Sachen anwählen. So wäre es gut, wenn man mindestens 12 KB pro Sekunde an Upload freigibt. Je mehr umso stärker wird die Verbindung beansprucht, aber dann können andere User mehr von mir ziehen. Wenn ich es also zu hoch ansetzt, komme ich selber kaum durch. Also für DSL (bei einer Verbindung langsamer als DSL ist das Programm ohnehin sinnlos) stelle ich ein 12 KB Upload und 96 KB Download. Außerdem maximal 400 Quellen je Datei und höchstens 250 Verbindungen. Mit 250 Usern verbunden zu werden ist ohnehin utopisch, aber was soll’s. Auch sollte man es erlauben, dass man nach Programmstart automatisch verbunden wird, und bei Abbruch der Verbindung eine neue hergestellt wird.
Nun kann man eMule getrost laufen lassen und schlafen gehen, wegfahren etc. denn es wird eine Weile dauern, bis die Filme heruntergeladen sind. Aus Erfahrung weiss ich, dass man immer gerne 15 bis 20 Files gleichzeitig saugen soll, denn pro File wird maximal zwischen 5 und 30 KB geladen. 30 KB pro Sekunde sind allerdings schon das Höchste der Gefühle. Wie man sich an 5 Fingern ausrechnen kann, wird es so sehr lange dauern, bis ein 600 bis 800 MB File fertig ist. Wenn man aber ganz viel gleichzeitig downloadet, so hat man dann irgendwann auch gleich mehrere Files auf einen Schlag. Das Programm ist so voll ausgelastet. Mit diesen Einstellungen sollte man ganz gut mit eMule klar kommen.
_/_/_/ Das gute Maultier! \\_\\_\\_
Hier möchte ich nun langsam dazu kommen, die schönen Funktionen des Programms zu beschreiben und eMule direkt mit eDonkey zu vergleichen.
Zu allererst fiel mir auf, dass eMule – im Gegensatz zum Esel – auch automatisch eine Serverliste laden kann. Das finde ich klasse, denn das manuelle herunterladen und kopieren wird nun überflüssig. Einfach im entsprechenden Feld eine URL angeben, von der man immer das server.met-File herunterlädt und dies geschieh nun bei jedem Programmstart automatisch.
Auch wurde ich als Statistik-Freak endlich mal so richtig beglückt, denn bei eMule kann man sich endlich die Download-Statistiken ansehen. Das finde ich echt klasse, vor allem weil man dort viele Dinge nach persönlichem Belieben einstellen kann. Ich kann mir dort über einen gewählten Zeitraum ansehen, wie viel mein eMule durchschnittlich downgeloadet und upgeloadet hat. Auch sehe ich dort die genauen Zahlen an Megabytes, die ausgetauscht wurden und die Anzahl der aktiven Verbindungen. Diese Information finde ich sehr aufschlussreich, insbesondere um zu sehen, was los war, während man nicht am PC war. Eine der sinnvollsten Unterschiede zu eDonkey, denn dort vermisst man so was leider komplett!
Weiter wurde sehr viel verbessert was das sogenannte „Hashing“ betrifft. Während dieses Vorganges wird das File überprüft oder besser gesagt: Die Fragmente der Datei, die sich bereits auf der Festplatte befinden. Je mehr, desto länger dauert es. Bei eDonkey musste jedes File zu Beginn überprüft werden, egal ob was dran gemacht wurde oder nicht. Bei eMule ist es anders. In den früheren Versionen wurden nur die Files überprüft, zu denen etwas hinzugefügt wurde. Diejenigen, an denen nichts gemacht wurde, mussten nicht „gehasht“ werden. Dies finde ich klasse, denn so wird unnötige Zeitverschwendung verhindert. In den neueren Versionen werden sogar nur noch sehr selten Files überprüft. Es werden sogar des öfteren Dateien ungeprüft belassen, an denen nichts gemacht wurde. Gehasht wird nur noch ganz selten, was ich für einen enormen Vorteil halte. Einfach klasse!
Auch die Suche ist nicht schlecht, wenn ich auch immer noch preferiere, die Files von einer der oben genannten Sites zu beziehen. Ich kann zusätzlich zur Suche bei eMule auch noch Web-weit suchen und sogar die Größe der Dateien einschränken. Dies kann durchaus komfortabel sein.
Aber ebenfalls kann ich es komfortabel nennen, wie das Maultier mit meinen Systemressourcen umgeht. Natürlich wird meine Surfgeschwindigkeit gebremst, und auch die Rechenleistung ist nicht mehr so grandios. Aber insgesamt lähmt eMule mein System bei weitem nicht mehr so wie eDonkey. Insbesondere wenn ich an alte Versionen von eDonkey denke ist dies ein Fortschritt, denn damals konnte man nebenbei fast gar nichts mehr machen. Der Seitenaufbau schlich dahin, die Geschwindigkeit des Internetanschlusses wurde komplett einbehalten und die Festplatte schien auch nur für den Esel zu arbeiten. Diese Zeiten sind zwar schon länger vorbei, aber während ich eMule laufen habe, bemerke ich dies meist kaum. Natürlich wird es schon deutlich, wenn er mal mit 90 KB/s zieht, aber das ist nun wirklich nicht mehr zu verhindern.
Verbesserungen gab es auch bei der Anzeige der aktuellen Transfers, also welche Dateien gerade geladen werden. Ich finde es nun viel übersichtlicher und auch schöner gestaltet, welche Teile der Dateien verfügbar sind, wie gut die Verfügbarkeit ist und welche Teile schon fertig geladen sind. Auch kann ich mir genau auflisten lassen, wie es sich mit den anderen Usern verhält, die Fragmente der Datei anbieten. Auch kann ich es automatisch sortieren lassen. Also ich meine hier die Sortierung nach Fortschritt des Downloads, Dateigröße, Quellen, Priorität usw.
Ach, hatte ich schon erwähnt, dass eMule 100 % kompatibel zu eDonkey ist? Ja, habe ich, aber das musste ich einfach noch einmal betonen! Wer immer noch eDonkey hat, der kann bedenkenlos das Maultier drüberbügeln. Es hat keinerlei Nachteile. Man kann sogar die beiden Ordner für eingehende und temporäre Dateien aus seinen Einstellungen von eDonkey übernehmen. Dies macht wirklich überhaupt nichts. Auch sind alle ED2K-Links kompatibel (Die Links für die Dateien) sowie alle Serverlisten. Man kann also wirklich nur gewinnen.
Wenn es noch jemanden interessiert: eMule ist ein Open-Source-Projekt! Das heisst, dass der Sourcecode des Programms für jeden frei zur Verfügung steht. Im Grunde kann also jedermann seine persönliche Version von eMule programmieren, wobei ich selbst nur der offiziellen Version vertraue. Die Schirmherrschaft über diese wurde übrigens vor kurzem abgegeben. Der Erfinder von eMule musste sie aus persönlichen Gründen abgeben. Wer nun daran programmier, weiss ich nicht, aber die aktuellste Version läuft bei mir sehr gut, also mache ich mir keine Sorgen.
_/_/_/ Das Angebot \\_\\_\\_
Dieses ist einfach riesig, wie auch schon bei eDonkey. Aber gelegentlich habe ich das Gefühl, dass es noch angewachsen ist. Dies liegt sicher an der weiter wachsenden Gemeinde, denn durch den komfortableren eMule hat diese sicher noch zugelegt.
In der Regel kann man damit rechnen, dass – insbesondere Filme – unter mehreren Tausend Usern verteilt sind. Dies ist gerade bei aktuellen Kinofilmen extrem, weshalb diese am schnellsten zu ziehen sind. Es ist echt der Wahnsinn! Oft sind schon einen Tag nach Kinostart die Filme zum Download verfügbar. Zumeist nur sogenannte „Cam-Rips“ also Filme, die im Kino mit der Digi-Cam abgefilmt wurden. Aber auch diese sind nicht selten von sehr guter Qualität. Die beste Qualität kann man aber bei DVD-Rips erwarten, die auch oft sehr bald verfügbar sind. Bei Spielen oder Programmen lädt man sich meist ein Image für Nero, WinonCD oder Clone CD herunter. Dies finde ich praktisch, denn man muss es einfach nur noch auf CD bügeln, alles ist bereit dazu.
An Filme gibt es zwei große Arten von Angeboten: Die DivX-Filme oder die (S)VCD-Filme. Erstere sind bis jetzt nur vom heimischen PC abspielbar, letztere kann man auch mit einem DVD-Player ansehen. Was man mag ist Geschmackssache, aber DivX ist in der Regel nur halb so groß wie (S)VCD und oft in exzellenter Qualität und (S)VCD muss man immer erst auf CD brennen, bevor man es sich ansehen kann. Persönlich bevorzuge ich DivX, denn diese sind ja viel kleiner (meist passt ein 2 Stunden Film auf eine CD) und ich kann sie am TV schauen, wenn ich meine Grafikkarte an den Fernseher anschließe. So spare ich mir nebenbei noch einen DVD-Player.
An Programmen und Spielen kann man wirklich alles finden, ebenso an Filmen. Wie gesagt gibt es aktuelle Kinofilme aber auch Älteres und insbesondere massenhaft Pornos. Es gibt sogar schon eMule-Sites die sich auf Pornos beschränkt haben! Lediglich mit sehr alten oder sehr unbekannten Filmen kann es Probleme geben. Aber wenigstens ist das Angebot an deutschsprachigen Filmen wieder exzellent, weshalb ich eMule auch überhaupt nutze!
KaZaA benutze ich ja an sich auch, aber nur für MP3s! Das Angebot an Filmen ist hier nicht so groß und bei deutschsprachigen Filmen erst recht nicht. Eine Kombination aus KaZaA und eMule hat sich bei mir wirklich sehr gut bewährt.
_/_/_/ The Fazit \\_\\_\\_
Ja, das einst nur für Profis bedienbare eDonkey ist vom komfortablen und besser durchdachten eMule abgelöst worden. Dabei war der Esel am Ende gar nicht mal so schlecht, aber schon vom Maultier plattgetreten worden. Na, ich trauere dem nicht nach, denn die exzellente Alternative tröstet mich sehr gut darüber hinweg. Und wer es noch nicht hat, wird es spätestens nach diesem meinem Bericht haben wollen ;o)
© PublicEnemy 2/2003
Wie vielleicht manche meiner treuen Leser wissen, ist es eine große Leidenschaft von mir, alle möglichen guten Filme zu konsumieren und zu sammeln. Es gibt nichts Erstrebenswerteres als eine halbwegs vollständige Sammlung exzellenter cineastischer Schmuckstücke. Zu diesem Zweck nutze ich das File-Sharing-Tool „eMule“, mit welchem ich mir diese Sammelstücke aus dem Internet ziehen kann und sie zwecks Archivierung auf CD banne. Warum ich aus der Unmenge gerade dieses ausgewählt habe, will ich in Folgendem erörtern.
_/_/_/ Was ist File-Sharing? \\_\\_\\_
File-Sharing ist, wie der versierte Anglizist sofort erkennt – das Teilen von Dateien. Hierbei wird man über das Programm direkt mit Usern auf der ganzen Welt verbunden, per Internet versteht sich. Dies geht über dynamische Server von statten, da man diese rechtlich nicht so leicht belangen kann. Zu diesem Zweck muss man sich stets Listen mit neuen Servern runterladen. Also kurz: Mit File-Sharing kann ich Filme, Programme, Musik und anderes aus dem Internet teilen.
_/_/_/ Und was ist nun eMule? \\_\\_\\_
Früher war eDonkey die Referenz, was Filme betrifft. Wohlgemerkt, Filme, denn für Musik ist KaZaA immer noch die Nummer 1, was auch an der leichteren Bedienbarkeit liegt. Nun wurde eDonkey durch eMule ersetzt. Anfangs war dieser als „Esel-Killer“ verschrien, durchaus zurecht, denn das andere System von eMule hat dem Esel das Wasser abgegraben. In den Anfangszeiten war eMule um einiges schneller, was die Geschwindigkeit betrifft. Dies ging allerdings auf Kosten des eDonkey, denn er wurde dadurch langsamer. Jetzt, wo mehr Leute das „elektronische Maultier“ zur Datenlasten-Übertragung nutzen, hat sich die Geschwindigkeit von eMule relativiert und ist so schnell wie einst eDonkey. Doch eMule hat nach wie vor eine Reihe von Vorteilen und Verbesserungen, die die Benutzung trotzdem attraktiv macht.
Doch bevor ich jetzt direkt vergleiche, will ich einfach mal das Programm beschreiben. Ich werde mich allerdings nicht auf eine spezielle Version festlegen, sondern allgemein beschreiben, denn: 1.) kommt alle paar Tage eine neue Version raus und 2.) sind diese nicht so massiv unterschiedlich. Ich habe schon über zehn Versionen benutzt und die Unterschiede waren nicht sonderlich groß.
_/_/_/ So läuft das Maultier \\_\\_\\_
Zunächst einmal sollte man sich das ca. 2,3 MB große Tool auf der offiziellen Site www.emule-project.net herunter und installiert es binnen weniger Sekunden. Nun ist es schon betriebsbereit. Zu Beginn wird das Programm automatisch eine Serverliste herunterladen, welche man selbst festlegen kann. Nun sollte es eigentlich laufen, vorausgesetzt man hat auch Dateien angegeben, die man herunterladen will. Hier bieten sich zwei Möglichkeiten an: Entweder man wählt diese an, indem man die interne Suchfunktion benutzt oder man fügt Links aus speziellen eDonkey bzw. eMule Seiten hinzu. Ob nun eMule oder eDonkey Seiten ist egal, denn eMule ist 100 % kompatibel zum Esel.
Gute Seiten sind hierbei z.B. Eselmoviez.de, eselpsychos.de Superesel.com oder viele andere. Diese Sites gibt es mittlerweile wie Sand am Meer. Der Vorteil, das File über eine solche Site zu beziehen ist, dass man zu 99,9 % keine Fakes oder Viren bekommt, da sie überprüft sind. Fakes sind Filme, die anders sind, als der Name vermuten lässt. Wenn man denkt, man lädt einen aktuellen Kinofilm herunter und dieser entpuppt sich als „Biene Maya“ Folge, hat man so einen Fake.
An sich sollte der Download nun automatisch starten, aber dies ist nicht ganz so einfach. Man muss das Maultier so gut wie möglich konfigurieren, damit es überhaupt halbwegs läuft. Wichtig ist hier, neben einer guten Serverliste, sollte man unter den Einstellungen einige Sachen anwählen. So wäre es gut, wenn man mindestens 12 KB pro Sekunde an Upload freigibt. Je mehr umso stärker wird die Verbindung beansprucht, aber dann können andere User mehr von mir ziehen. Wenn ich es also zu hoch ansetzt, komme ich selber kaum durch. Also für DSL (bei einer Verbindung langsamer als DSL ist das Programm ohnehin sinnlos) stelle ich ein 12 KB Upload und 96 KB Download. Außerdem maximal 400 Quellen je Datei und höchstens 250 Verbindungen. Mit 250 Usern verbunden zu werden ist ohnehin utopisch, aber was soll’s. Auch sollte man es erlauben, dass man nach Programmstart automatisch verbunden wird, und bei Abbruch der Verbindung eine neue hergestellt wird.
Nun kann man eMule getrost laufen lassen und schlafen gehen, wegfahren etc. denn es wird eine Weile dauern, bis die Filme heruntergeladen sind. Aus Erfahrung weiss ich, dass man immer gerne 15 bis 20 Files gleichzeitig saugen soll, denn pro File wird maximal zwischen 5 und 30 KB geladen. 30 KB pro Sekunde sind allerdings schon das Höchste der Gefühle. Wie man sich an 5 Fingern ausrechnen kann, wird es so sehr lange dauern, bis ein 600 bis 800 MB File fertig ist. Wenn man aber ganz viel gleichzeitig downloadet, so hat man dann irgendwann auch gleich mehrere Files auf einen Schlag. Das Programm ist so voll ausgelastet. Mit diesen Einstellungen sollte man ganz gut mit eMule klar kommen.
_/_/_/ Das gute Maultier! \\_\\_\\_
Hier möchte ich nun langsam dazu kommen, die schönen Funktionen des Programms zu beschreiben und eMule direkt mit eDonkey zu vergleichen.
Zu allererst fiel mir auf, dass eMule – im Gegensatz zum Esel – auch automatisch eine Serverliste laden kann. Das finde ich klasse, denn das manuelle herunterladen und kopieren wird nun überflüssig. Einfach im entsprechenden Feld eine URL angeben, von der man immer das server.met-File herunterlädt und dies geschieh nun bei jedem Programmstart automatisch.
Auch wurde ich als Statistik-Freak endlich mal so richtig beglückt, denn bei eMule kann man sich endlich die Download-Statistiken ansehen. Das finde ich echt klasse, vor allem weil man dort viele Dinge nach persönlichem Belieben einstellen kann. Ich kann mir dort über einen gewählten Zeitraum ansehen, wie viel mein eMule durchschnittlich downgeloadet und upgeloadet hat. Auch sehe ich dort die genauen Zahlen an Megabytes, die ausgetauscht wurden und die Anzahl der aktiven Verbindungen. Diese Information finde ich sehr aufschlussreich, insbesondere um zu sehen, was los war, während man nicht am PC war. Eine der sinnvollsten Unterschiede zu eDonkey, denn dort vermisst man so was leider komplett!
Weiter wurde sehr viel verbessert was das sogenannte „Hashing“ betrifft. Während dieses Vorganges wird das File überprüft oder besser gesagt: Die Fragmente der Datei, die sich bereits auf der Festplatte befinden. Je mehr, desto länger dauert es. Bei eDonkey musste jedes File zu Beginn überprüft werden, egal ob was dran gemacht wurde oder nicht. Bei eMule ist es anders. In den früheren Versionen wurden nur die Files überprüft, zu denen etwas hinzugefügt wurde. Diejenigen, an denen nichts gemacht wurde, mussten nicht „gehasht“ werden. Dies finde ich klasse, denn so wird unnötige Zeitverschwendung verhindert. In den neueren Versionen werden sogar nur noch sehr selten Files überprüft. Es werden sogar des öfteren Dateien ungeprüft belassen, an denen nichts gemacht wurde. Gehasht wird nur noch ganz selten, was ich für einen enormen Vorteil halte. Einfach klasse!
Auch die Suche ist nicht schlecht, wenn ich auch immer noch preferiere, die Files von einer der oben genannten Sites zu beziehen. Ich kann zusätzlich zur Suche bei eMule auch noch Web-weit suchen und sogar die Größe der Dateien einschränken. Dies kann durchaus komfortabel sein.
Aber ebenfalls kann ich es komfortabel nennen, wie das Maultier mit meinen Systemressourcen umgeht. Natürlich wird meine Surfgeschwindigkeit gebremst, und auch die Rechenleistung ist nicht mehr so grandios. Aber insgesamt lähmt eMule mein System bei weitem nicht mehr so wie eDonkey. Insbesondere wenn ich an alte Versionen von eDonkey denke ist dies ein Fortschritt, denn damals konnte man nebenbei fast gar nichts mehr machen. Der Seitenaufbau schlich dahin, die Geschwindigkeit des Internetanschlusses wurde komplett einbehalten und die Festplatte schien auch nur für den Esel zu arbeiten. Diese Zeiten sind zwar schon länger vorbei, aber während ich eMule laufen habe, bemerke ich dies meist kaum. Natürlich wird es schon deutlich, wenn er mal mit 90 KB/s zieht, aber das ist nun wirklich nicht mehr zu verhindern.
Verbesserungen gab es auch bei der Anzeige der aktuellen Transfers, also welche Dateien gerade geladen werden. Ich finde es nun viel übersichtlicher und auch schöner gestaltet, welche Teile der Dateien verfügbar sind, wie gut die Verfügbarkeit ist und welche Teile schon fertig geladen sind. Auch kann ich mir genau auflisten lassen, wie es sich mit den anderen Usern verhält, die Fragmente der Datei anbieten. Auch kann ich es automatisch sortieren lassen. Also ich meine hier die Sortierung nach Fortschritt des Downloads, Dateigröße, Quellen, Priorität usw.
Ach, hatte ich schon erwähnt, dass eMule 100 % kompatibel zu eDonkey ist? Ja, habe ich, aber das musste ich einfach noch einmal betonen! Wer immer noch eDonkey hat, der kann bedenkenlos das Maultier drüberbügeln. Es hat keinerlei Nachteile. Man kann sogar die beiden Ordner für eingehende und temporäre Dateien aus seinen Einstellungen von eDonkey übernehmen. Dies macht wirklich überhaupt nichts. Auch sind alle ED2K-Links kompatibel (Die Links für die Dateien) sowie alle Serverlisten. Man kann also wirklich nur gewinnen.
Wenn es noch jemanden interessiert: eMule ist ein Open-Source-Projekt! Das heisst, dass der Sourcecode des Programms für jeden frei zur Verfügung steht. Im Grunde kann also jedermann seine persönliche Version von eMule programmieren, wobei ich selbst nur der offiziellen Version vertraue. Die Schirmherrschaft über diese wurde übrigens vor kurzem abgegeben. Der Erfinder von eMule musste sie aus persönlichen Gründen abgeben. Wer nun daran programmier, weiss ich nicht, aber die aktuellste Version läuft bei mir sehr gut, also mache ich mir keine Sorgen.
_/_/_/ Das Angebot \\_\\_\\_
Dieses ist einfach riesig, wie auch schon bei eDonkey. Aber gelegentlich habe ich das Gefühl, dass es noch angewachsen ist. Dies liegt sicher an der weiter wachsenden Gemeinde, denn durch den komfortableren eMule hat diese sicher noch zugelegt.
In der Regel kann man damit rechnen, dass – insbesondere Filme – unter mehreren Tausend Usern verteilt sind. Dies ist gerade bei aktuellen Kinofilmen extrem, weshalb diese am schnellsten zu ziehen sind. Es ist echt der Wahnsinn! Oft sind schon einen Tag nach Kinostart die Filme zum Download verfügbar. Zumeist nur sogenannte „Cam-Rips“ also Filme, die im Kino mit der Digi-Cam abgefilmt wurden. Aber auch diese sind nicht selten von sehr guter Qualität. Die beste Qualität kann man aber bei DVD-Rips erwarten, die auch oft sehr bald verfügbar sind. Bei Spielen oder Programmen lädt man sich meist ein Image für Nero, WinonCD oder Clone CD herunter. Dies finde ich praktisch, denn man muss es einfach nur noch auf CD bügeln, alles ist bereit dazu.
An Filme gibt es zwei große Arten von Angeboten: Die DivX-Filme oder die (S)VCD-Filme. Erstere sind bis jetzt nur vom heimischen PC abspielbar, letztere kann man auch mit einem DVD-Player ansehen. Was man mag ist Geschmackssache, aber DivX ist in der Regel nur halb so groß wie (S)VCD und oft in exzellenter Qualität und (S)VCD muss man immer erst auf CD brennen, bevor man es sich ansehen kann. Persönlich bevorzuge ich DivX, denn diese sind ja viel kleiner (meist passt ein 2 Stunden Film auf eine CD) und ich kann sie am TV schauen, wenn ich meine Grafikkarte an den Fernseher anschließe. So spare ich mir nebenbei noch einen DVD-Player.
An Programmen und Spielen kann man wirklich alles finden, ebenso an Filmen. Wie gesagt gibt es aktuelle Kinofilme aber auch Älteres und insbesondere massenhaft Pornos. Es gibt sogar schon eMule-Sites die sich auf Pornos beschränkt haben! Lediglich mit sehr alten oder sehr unbekannten Filmen kann es Probleme geben. Aber wenigstens ist das Angebot an deutschsprachigen Filmen wieder exzellent, weshalb ich eMule auch überhaupt nutze!
KaZaA benutze ich ja an sich auch, aber nur für MP3s! Das Angebot an Filmen ist hier nicht so groß und bei deutschsprachigen Filmen erst recht nicht. Eine Kombination aus KaZaA und eMule hat sich bei mir wirklich sehr gut bewährt.
_/_/_/ The Fazit \\_\\_\\_
Ja, das einst nur für Profis bedienbare eDonkey ist vom komfortablen und besser durchdachten eMule abgelöst worden. Dabei war der Esel am Ende gar nicht mal so schlecht, aber schon vom Maultier plattgetreten worden. Na, ich trauere dem nicht nach, denn die exzellente Alternative tröstet mich sehr gut darüber hinweg. Und wer es noch nicht hat, wird es spätestens nach diesem meinem Bericht haben wollen ;o)
© PublicEnemy 2/2003
62 Bewertungen, 3 Kommentare
-
14.02.2009, 18:11 Uhr von MasterSirTobi
Bewertung: sehr hilfreichSchöner Bericht. LG von MasterSirTobi
-
09.04.2006, 20:45 Uhr von schnekuesschen
Bewertung: sehr hilfreichKlasse Bericht...lG Sandy :-)))
-
10.03.2006, 14:39 Uhr von Naffy
Bewertung: sehr hilfreichGruß Naffy
Bewerten / Kommentar schreiben