Englische Bulldogge Testbericht

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Summe aller Bewertungen
  • Familientauglichkeit:  gering
  • Pflegeaufwand:  gering
  • Futterkosten:  durchschnittlich
  • Platzbedarf:  gering

Erfahrungsbericht von Hummel2000

Ein echt armes Schwein

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

Heute möchte ich einmal über eine Hunderasse schreiben, die im Moment wieder ganz doll \"in\" ist, nämlich über die englische Bulldogge.
Kaum jemand kommt beim Anblick dieses gemütlichen und unbeweglichen Hundes auf die Idee, daß es sich um einen sogenannten Kampfhund handeln könnte.
Aber das ist tatsächlich der Fall. In einigen Bundesländern steht die englische Bulldogge wirklich auf dem Index.
Wie gesagt, durch verschiedene Fernsehauftritte erfreut sich diese Rasse mal wieder großer Beliebtheit.
Auch in Belgien oder Polen muß man mittlerweile für einen Welpen 1.500.- bis 2.000 Euro hinlegen.
Sie gelten als absolute Familientiere, absolut gelassen und ausgeglichen.
Dabei sind sie auch sehr wachsam und man glaubt gar nicht, wie schnell sich solch ein faules und behäbiges Tier bewegen kann.
Aber zu aller erst ist die englische Bulldogge das Paradebeispiel schlechthin für verbrecherische Qualzucht.
Fangen wir einmal mit dem Kopfbereich an.
Die meisten Leser werden wissen, wie eine englische Bulldogge aussieht. Ihr extrem plattes, faltenreiches Gesicht machte die Rasse eigentlich bekannt.
Ähnlich wie bei einer Perserkatze wurde die Nase fast völlig zurückgezüchtet. Das bedeutet, die Tiere leiden unter ständiger Atemnot. Zusätzlich sind aber auch die Tränenkanäle verkümmert, was zu ständigen Entzündungen führt.
Überhaupt sind Entzündungen jeglicher Art ein Hauptproblem bei diesen Hunden.
Denn auch die Augen sind betroffen. Durch die hängenden Augenlider besteht ständig die Gefahr einer Bindehautentzündung.
Die ach so markanten Falten im Gesicht sind zwar für den Menschen nett anzuschauen, aber für den Hund bedeutet es eine Qual mehr.
Sie müssen täglich gereinigt werden, denn es setzt sich dort Dreck und Tränenflüssigkeit ab. Und wenigstens einmal pro Woche sollte man eine antiseptische Salbe benutzen.
Am anderen Ende des Hundes befindet sich der Schwanzansatz.
Oft sind die Schwänze gar nicht kupiert, sondern die Welpen kommen schon mit einem total verkümmerten Schwanzansatz zur Welt.
Bei den englischen Bulldoggen liegt dieser Ansatz wieder inmitten von Falten. Also bitte, wieder reinigen und das Salben auch nicht vergessen.
Große Probleme hat diese Rasse auch mit dem Knochenbau.
Die Vorderbeine sind verdreht, es sieht aus, als hätten die Hunde ganz starke O-Beine.
Diese Mißbildung gilt als Rassestandart und züchterisches Ideal, um den Hund eben bulliger wirken zu lassen.
Die Folgen sind schon bei den Welpen zu spüren.
Man muß gerade beim Spielen und Toben extrem vorsichtig sein.
Ständig sind die Tiere am Lahmen, weil wieder irgendetwas gezerrt oder verdreht ist.
Mit zunehmendem Alter steigt die Gefahr von Gelenkentzündungen, was mit ein Grund sein dürfte, warum diese Rasse als so extrem faul gilt.
Man ist nicht faul, aber man schont instinktiv seine Gelenke.
Ebenfalls deformiert ist der Brustkorb, was zu einen sogenannten Anomalie des Herzens kommt.
Das Herz einer \"Englischen\" schlägt nun mal anders.
Dadurch sind die Tiere natürlich extrem kurzatmig.
Wichtig ist deshalb, daß man sich einen Tierarzt sucht, der sich mit dieser Rasse auskennt.
Aber noch wichtiger wäre die Frage, ob man durch einen Welpenkauf wirklich diese Qualhundezucht unterstützen möchte.

7 Bewertungen, 1 Kommentar

  • Leosmausi

    24.01.2012, 12:11 Uhr von Leosmausi
    Bewertung: weniger hilfreich

    Dies ist in meinen Augen keine Beschreibung der Rasse, sondern ein simples Aufzählen der angeblichen Qualen, die dieser Hund haben soll.