Eine Billion Dollar (Taschenbuch) / Andreas Eschbach Testbericht

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Erfahrungsbericht von Morthond

Andreas Eschbach in Bestform!

Pro:

Spannung, interessante Charaktere, hochinteressante Story, hoher Unterhaltungswert u . a .

Kontra:

Zu kurz :(

Empfehlung:

Ja

Halli Hallo,

heute gibt es mal wieder einen Bericht von mir, nämlich über den Roman „Eine Billion Dollar“ von Andreas Eschbach, dem Autor des berühmten „Jesus-Video“, das auch verfilmt wurde (Deutsch-Produktion).

1. [Über den Autor]

Andreas Eschbach wurde 1959 in Ulm geboren, studierte Luft- und Raumfahrttechnik und arbeitete zunächst als Software-Entwickler. Als Stipendiat der Arno-Schmidt-Stiftung „für schriftstellerisch hoch begabten Nachwuchs“ schrieb er seinen ersten Roman, der 1995 erschien. Bekannt wurde er vor allem durch den Bestseller „Das Jesus Video“. Andreas Eschbach lebt als freier Schriftsteller mit seiner Familie in der Nähe von Stuttgart.

Homepage: www.andreaseschbach.de
(Eine klasse Homepage mit aktuellen News, Tipps für das Schreiben uvm.!)

2. [Kurzinhalt des Buches]

Das hier sollten alle diejenigen lesen, die das Buch eventuell noch kaufen und selbst genießen möchten – hier wird nicht viel verraten.

John Salvatore Fontanelli ist ein armer Schlucker, bis er eine unglaubliche Erbschaft macht: ein Vermögen, das ein entfernter Vorfahr im 16. Jahrhundert hinterlassen hat und das durch Zins und Zinseszins in fast 500 Jahren auf über eine Billion Dollar angewachsen ist. Der Erbe dieses Vermögens, so heißt es im Testament, werde einst der Menschheit die verlorene Zukunft wiedergeben.
John tritt das Erbe an. Er legt sich Leibwächter zu, verhandelt mit Ministern und Kardinälen. Die schönsten Frauen liegen ihm zu Füßen. Aber kann er noch jemandem trauen? Und dann erhält er einen Anruf von einem geheimnisvollen Fremden, der zu wissen behauptet, was es mit dem Erbe auf sich hat ...

3. [Story kurz nacherzählt]

ACHTUNG, hier sollte nur diejenigen lesen, die das Buch schon kennen und die es nicht stört, vorher schon so viel über das Buch zu wissen (und natürlich diejenigen, die sich das Buch sowieso nicht kaufen wollen).

Nachdem John Fontanelli jedenfalls mehrere Anrufe von einem gewissen Malcolm McCain bekommen hat, den er nach langer Geheimnistuerei auch kennen lernt, stellt er ihn als Geschäftsführer einer durch McCain begründeten bombastische Firma ein – „Fontanelli Enterprises“. Diese Firma hat zum Ziel, mit dem Erbe sämtliche große und kleine Firmen überall auf der Welt aufzukaufen, um quasi irgendwann die „Weltherrschaft“ und somit Alles in der Hand zu haben. Vorerst funktioniert das nicht schlecht und die Firma macht Fortschritte – abgesehen von Problemen mit der Presse.
Doch eines Tages passiert es: Geschäftsführer McCain prüft in einem von „Fontanelli Enterprises“ finanzierten „Zukunfts-Forschungs-Institut“ die Ergebnisse, die dort über mehrere Monate in tausenden von Computern berechnet wurden. Hierbei wurden sämtliche Faktoren wie Umweltverschmutzung und Bevölkerungswachstum miteinander verknüpft, sodass Zusammenhänge zwischen ihnen ersichtlich wurden. So sollte quasi das „Rezept für die Rettung der Welt“ entstehen: Wo muss man Geld investieren, um „der Menschheit die verlorene Zukunft zurückzugeben“?
Wie gesagt: McCain erfährt, was die Computer berechnet haben: Es gibt keine Lösung. Alles würde letztendlich darauf hinauslaufen, dass neue Probleme auftreten würde – somit sind alle Pläne McCains zunichte gemacht und auch „Fontanelli Enterprises“ ist so gut wie sinnlos geworden.
Von alledem weiß John Fontanelli nichts. McCain denkt sich einen neuen, unfassbaren Plan aus – von dem er John nichts erzählt.
Einige Tage später wird John auf mysteriöse Weise entführt – ob McCain der Auftraggeber der Entführung war, wird im Buch offen gelassen (wenn ich es richtig mitgekriegt habe).
Jedenfalls erfährt John – der die Entführung gerade so überlebt – hinterher sehr viele pikante Details aus dem „geheimen Büro McCains“, in das nicht einmal John selbst Zutritt hatte. Am Ende des Buches wird John Fontanelli erschossen – jedoch nicht ohne etwas unvorstellbar Schlaues und Einzigartiges veranlasst zu haben.....

Ihr seht – auch hier verrate ich nicht zu viel. Wenn ihr sooo neugierig seid – kauft euch das Buch, kostet als Taschenbuch nur 9.90 Euro.

4. [Rezension]

Ich muss ehrlich sagen, dass ich eigentlich eher ein Fan von historischen Romanen bin, und seltenst einen Krimi, Thriller oder einen „normalen Roman“, wie diesen, lese. Obwohl ich gleich wieder einschränken muss, dass dieses Buch alles anderes als „normal“ ist.

Der Autor versteht es wahnsinnig geschickt, sämtliche wirtschaftliche und ökonomische Zusammenhänge der heutigen Welt in einem Roman von 881 Seiten unterhaltsam zu verpacken. Einige „Otto-Normal-Verbraucher“, wie ich, werden in ihrem ganzen Leben noch nicht so viel über Wirtschaft und Ökonomie gehört haben, wie in diesem Buch. DOCH: Es lohnt sich!

Das Buch ist für mich persönlich nur an einer einzigen Stelle ein kleines bisschen langweilig gewesen – doch im Grunde genommen spielt diese kleine Stelle wirklich keine Rolle, denn die Genialität dieses Romans kann man kaum in Worte fassen.
Ansonsten – abgesehen von der gerade genannten Stelle – war dieses Buch extrem spannend. Es treten immer wieder überraschende Wendungen ein – und das bis zur letzten Seite.

Es gibt in diesem Buch nicht zig verschiedene Charaktere – aber die wenigen vorhandenen werden dafür sehr authentisch beschrieben. Man kann sich ein sehr gutes Bild von ihnen machen, vom Äußeren und vom Charakter her.

Dieses Buch bietet eigentlich alles, was ein guter Roman haben muss:

- Spannung
- interessante Charaktere
- hochinteressante Story (mal was Neues)
- Hintergrundinformationen zum Verstehen der Story in geeignetem Maße
- hohen Unterhaltungswert

Ich kann dieses Buch eigentlich jedem Jugendlichen und Erwachsenen empfehlen. Man braucht keine besonderen Vorkenntnisse im Bereich der Wirtschaft, aber Kinder würden wahrscheinlich gar nichts davon verstehen. Für Erwachsene und Jugendliche ist der Inhalt jedoch sehr gut dargestellt.

Übrigens: Die von mir beschriebene Taschenbuchausgabe hat noch eine Besonderheit: Die Seitenzahlen sind in Dollar angegeben (zum Beispiel 806.000.000.000$ statt Seite 806) und manchmal stehen dort interessante Fakten zur „Seiten-Zahl“ in Dollar. Zum Beispiel:

Auslandsschulden Brasiliens im Jahr 1998.
158.000.000.000$

Dies hört allerdings ab einer bestimmten Seitenzahl auf, da mit so hohen Summen auf der Welt wohl nicht mehr gehandelt wird, sprich, es sind keine Daten bekannt, die so hohe Summen haben. Unfassbar, oder?

5. [Fazit und Allgemeines]

Titel: Eine Billion Dollar
Autor: Andreas Eschbach
Verlag: Bastei Lübbe
Jahr: 2003
Ausgabe: Taschenbuch
Preis: 9,90 Euro
ISBN: 3-404-15040-6
Seiten: 881

\"Eine Billion Dollar\" ist wirklich ein tolles, einmaliges Buch. Ich denke, es ist nicht mit anderen Unterhaltungsromanen zu vergleichen, denn nicht nur die Story, sondern auch die Tatsache, wie viel man beim Lesen über Wirtschaft und Ökonomie lernt, sind wohl einzigartig!

Andreas Eschbach ist einer der besten deutschen Autoren und wird meiner Meinung nach bald noch einen höheren Bekanntheitsstatus erlangen.

Wer ihn noch nicht kennt - der hat die Welt (der Bücher) verpennt ;)

Also:

KAUFEN, LESEN, GENIESSEN!!!

@ Morthond für Ciao & Yopi

19 Bewertungen, 3 Kommentare

  • Madrianda

    07.08.2005, 22:46 Uhr von Madrianda
    Bewertung: sehr hilfreich

    ...zu einem genialen Roman, den ich übrigens auch gelesen habe. VG Beate

  • Skuller

    06.08.2005, 17:03 Uhr von Skuller
    Bewertung: sehr hilfreich

    Bin ja eigentlich nicht so die Leseratte, aber diese tolle Rezension hat mir Lust darauf gemacht, sodass ich mir das Buch baldigst kaufen werde.

  • mami_online

    06.08.2005, 02:45 Uhr von mami_online
    Bewertung: sehr hilfreich

    toller Bericht!!!!