Euro- / Mastercard Testbericht

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Summe aller Bewertungen
  • Support & Service:  sehr gut
  • Akzeptanz:  weltweit meistens
  • Kreditlimit:  2500 bis 5000 Euro
  • Aufnahmekriterien:  ohne Bonitätsprüfung

Erfahrungsbericht von maertens

Ich zahl mit Plastik!

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Ohne Kreditkarten kommt man mittlerweile gar nicht mehr aus, wenn man viel unterwegs ist. Eine der meistakzeptierten ist die Mastercard, die hierzulande ja auch noch Eurocard genannt wird, aus welchen Gründen ist mir allerdings schleierhaft. Seit mehr als 8 Jahren besitze ich nun eine Mastercard, auch wenn sich Anbieter und Aussehen von Zeit zu Zeit geändert haben (dazu später) und ander Kreditkarten dazu gekommen sind.
So eine Mastercard hat eine Menge Vorteile, aber wie jedes Ding auch zwei Seiten. Fangen wir mal mit den Vorteilen an:

· Bezahlen immer und überall, mittlerweile sogar in Lebensmittelgeschäften
· Bezahlen im Ausland, ohne Tauschen zu müssen, umgerechnet wird im günstigen Briefkurs
· Bei Mietwagen wird Kreditkarte als Kaution akzeptiert (blanko-Kreditkartenbeleg wird gezogen)
· Geld wird erst verzögert von Girokonto abgebucht, im günstigsten Fall einen Monat später. Dazu bekommt man einen Brief (bei mir aus Dänemark) mit den monatlichen Um-sätzen und Stellen, wo man eingekauft hat. Oft besteht auch die Möglichkeit, die Summen durch Raten zu bezahlen.
· Man kann auf sein Kreditkarten-Konto auch einzahlen und erhält recht ansprechende Zinsen, meist zu tagesgeldähnlichen Prozenten.
· Oft ist man gleichzeitig versichert, allerdings sind diese Versicherungsleistungen meist unsinnig. Eine Verkehrsmittel-Unfallversicherung beispielsweise, aber nur, wenn man das Ticket mit Kreditkarte gekauft hat...
· Manchmal werden Kreditkarten mit Telefonchip ausgegeben, sinnlos, mit Handy telefonieren ist billiger.
· bequemes Bezahlen auch im Internet, wie sonst sollte man seine Jeans aus Amerika be-zahlen?
· Man bekommt seinen eigenen Kreditrahmen eingeräumt, bis zu welchem man monatli-che Umsätze machen kann.
· Hat man eine Karte mit seinem eigenen Foto drauf, ist die Wahrscheinlichkeit der Benut-zung durch Diebe etc. rel. gering. Außerdem kann man die Karte jederzeit sperren lassen und geht damit kein Risiko ein. Man haftet bei rechtzeitiger (was immer das ist, „nicht fahrlässig“) Sperrung der Karte mit maximal 100 DM, den Rest übernimmt das Kreditkarten-Unternehmen. Telefonnummer in Deutschland: 069/ 79 33 19 10
· eignen sich hervorragend als Eiskratzer frühmorgens, wenn nix anderes zur Hand ;-))

Nun aber die Haken an der Sache:

· Oft verlangen Banken eine Jahresgebühr für die Karte, meist 40 DM. Diese Jahresgebühr würde ich nicht akzeptieren, es gibt genügend Anbieter, welche die Kreditkarte kostenlos ausgeben. Bezahlt man trotzdem, einfach mal mit dem Kundenberater sprechen und Streichung der Gebühr verlangen. Die Chancen stehen gut!
· Die Nutzung der Kreditkarte verursacht dem Verkäufer Gebühren, welche recht happig sind. Das kann schon mal 3,5-5% des Kaufwertes sein. Horrende Summen, wenn man mal seinen Umsatz betrachtet. Und diese Gebühren werden ja durch die Preiskalkulation schließlich auch irgendwie auf den Kunden umgelegt. Manchmal verlangen Händler im Ausland von Kunden diese Gebühr zurück.
· Im Ausland fallen dem Kartenbesitzer Auslandsbenutzungsgebühren an. Diese sollen die Kosten für Währungsrisiken etc. abdecken. Ich würde nur eine Karte akzeptieren, welche maximal 1% des Umsatzes im Ausland verlangt. 1,5 oder gar 1,75 Prozent sind unakzeptabel für mich. Des weiteren finde ich es unerhört, dass im Euro-Raum von einigen Kartengesellschaften immer noch diese Auslandgebühr verlangt wird, obwohl man ja im Währungs-Inland bezahlt.
· Kreditkarten kann man kopieren! Dazu nutzen Betrüger die Zeit, in der die Karte beispielsweise zum Bezahlen außer eigener Sichtweite gelangt. Der Magnetstreifen ist schnell dubliziert...
· Betrüger können das Kreditkartenkonto auch belasten, ohne jemals die Karte in den Händen gehalten zu haben. Name, Kartennummer, und alle wichtigen Datenwie Gültigkeitszeitraum erscheinen auf den Durchschlägen Ihrer Rechnungsbelege. Oft wandert dieser Beleg als als lästiges Stück Papier im Mülleimer, und genau dort suchen die Gauner. Mit den Rechnungen haben sie alle Daten, um ungestört im Internet einzukaufen oder das Kreditkartenkonto mit gefälschten Rechnungen zu belasten.

Generell habe ich gute Erfahrungen mit der Mastercard gemacht. Die Akzeptanz weltweit ist groß, dort wo z.B. Visa akzeptiert wird, wird auch Mastercard genommen. Eigentlich braucht man nur eine von beiden.
Mir ist es vorgekommen, daß meine "Deutsche Bank Mastercard" in Deutschland nicht akzeptiert wurde, weil sie von der Deutschen Bank war und es da irgendwelche Schwierigkeiten gab. Dieses Problem habe ich nun nicht mehr, da ich diese Karte wegen Banken-Wechsels nicht mehr habe.
Die Konditionen für die Karten weichen voneinander ab, man sollte sich hier kundig machen und nicht jede Gebühr akzeptieren. Seine maßgeschneiderte Kreditkarte kann man sich unter http://finanzen.focus.de/D/DA/DAC/DAC01/DAC01A/dac01a.htm heraussuchen lassen.

17 Bewertungen, 1 Kommentar

  • hpmaier

    25.03.2002, 09:17 Uhr von hpmaier
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ich bezahle mit Visa, aber da stimmt das meiste aus Deinem Bericht auch...gruesse hpmaier