Eyes Wide Shut (VHS) Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 10/2004
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Erfahrungsbericht von DieEine
Die geheimen Träume einer Arztgattin
Pro:
Tom Cruises Darstellung, brillante Bilder, interessante Geschichte
Kontra:
man sollte Kubrick mögen und sich intensiv mit dem Film auseinandersetzen, dumme Dialoge, Nicole Kidman, magere DVD-Ausstattung
Empfehlung:
Ja
Für die Uni sollten wir mal eine Filmkritik über Stanley Kubricks letzten Film \"Eyes Wide Shut\" schreiben und wie das so ist mit Hausaufgaben, hab ich das natürlich nicht gemacht. Ich hatte keine Lust mir den Film in der Uni anzusehen und auch keine Lust ihn mir in der Videothek auszuleihen. Die Kritiken meiner Mitstudenten haben mich aber dann doch irgendwie neugierig gemacht und ich hab ein Angebot abgewartet und mir den Film auf DVD bestellt. Schließlich spielt Tom Cruise ja mit, da kann man beim Kauf eigentlich nicht viel falsch machen - ich zumindest nicht.
_Die Story
William (Tom Cruise) und Alice Harford (Nicole Kidman) führen dem Anschein nach eine glückliche Ehe. Er ist Arzt, sie kümmert sich zu Hause um die gemeinsame Tochter.
Kurz vor Weihnachten sind die beiden bei einem Bekannten auf eine Party eingeladen.
Dort trifft William seinen ehemaligen Studienkollegen Nick Nightingale wieder, der jetzt als Pianist arbeitet.
Während eine angeregten Unterhaltung mit zwei Models wird William vom Gastgeber zur Seite gebeten. Eine schöne, nackte, junge Frau liegt in dessen Zimmer und hat wohl zu viele Drogen geschluckt.
Als William auf die Party zurückkehrt, sieht er seine Frau innig mit einem attraktiven Mann (Sky du Mont) tanzen.
Einige Tage später raucht das Ehepaar im Bett einen Joint und Alice beginnt Fragen zu den Geschehnissen auf der Party zu stellen. Berauscht durch die Droge beginnt Alice mit William zu streiten und erzählt ihm von einem sexuellen Wunschtraum. Im Urlaub hat sie einen Marine-Offizier gesehen und sich vorgestellt, dass sie mit ihm durchbrennen würde, wenn er es denn wollte.
William kommt mit Alices´ Träumen und Phantasien nicht klar und verlässt die Wohnung.
Er flüchtet zuerst zu einer Prostituierten, dann in die Bar, in der Nick spielt. Dieser erzählt ihm von einem mysteriösen Auftrag in einem Haus, in dem wilde Orgien gefeiert werden. William leiert ihm das Passwort aus dem Ärmel und begibt sich mit Mantel und Maske verkleidet zu dem Anwesen.
Dort sind alle verkleidet und viele wunderschöne Frauen laufen nackt rum und sind bereit Sex mit jedem Anwesenden zu haben.
Nachdem William die Party unfreiwillig verlassen hat, ist er sehr verwirrt und beginnt Nachforschungen über das Haus und die Geschehnisse anzustellen.
_Meine Meinung
Vorab muss ich vielleicht sagen, dass ich kein großer Fan von Stanley Kubrick bin. Seien Art Filme zu machen ist zwar bemerkenswert, aber mir haben die wenigsten Filme von ihm wirklich gut gefallen, was aber vor allem an der Umsetzung der Story lag.
Ich finde, er hat in seinen Szenen immer unnötige Szenen eingebaut, die der Story nicht dienlich waren, sondern nur einen Schockeffekt liefern sollten, aber darüber kann man sicher streiten.
Bilder einfangen und den Schauspielern das Beste abverlangen, konnte der Mann aber auf jeden Fall, denn auch bei \"Eyes Wide Shut\" sind es vor allem die Bilder, die Farben und die Dialoge und Zeichnungen der Charaktere die gekonnt in den Vordergrund gestellt wurden.
Bei \"Eyes Wide Shut\" hat mich aber massiv das ordinäre Gerede über Sex genervt. Für jedes F*-Wort, was in diesem Film fällt, hätte ich gerne einen Euro und ich bräuchte nächsten Monat nicht arbeiten.
Die Geschichte, von dem Ehepaar, dass sich endlich richtig ausspricht und die geheimsten Wünsche zur Sprache bringt, ist zwar sehr interessant, aber einige Szenen ziehen sich einfach unnötig in die Länge.
Ebenfalls muss ich die schauspielerische Leistung von Nicole Kidman bemängeln. Ihre Darstellung der Alice war teilweise sehr übertrieben und überzogen. Auch die deutsche Synchronstimme trägt zum Nervfaktor der Figur bei. Ich bin mir nicht sicher, ob die deutsche Stimme mit Nicole Kidmans plötzlichem Erfolg auch ausgewechselt wurde - es kommt mir so vor, da die Stimme in \"Eyes Wide Shut\" extrem ausdruckslos und nervig hoch ist.
Tom Cruise hingegen spielt die Rolle des William Harford, der plötzlich in einen großen Gefühlswust gezogen wird, sehr überzeugend. Wie er völlig konfus durch die Straßen rennt und schließlich in dem unheimlichen Anwesen landet, ist sehr gut dargestellt. Man fühlt sich als Zuschauer wirklich als Teil des Films.
_Die DVD
Sprachen: Englisch, Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel: Deutsch, Englisch, Schwedisch, Norwegisch, Dänisch, Finnisch, Isländisch
Specials: Interaktive Menüs, Szenenanwahl, Interviews mit Tom Cruise, Nicole Kidman und Steven Spielberg, USA-Trailer
Im Sonderangebot hat die DVD 11 Euro gekostet, ein Preis, den ich gerade vertreten kann. Die DVD kommt als Teil der Stanley Kubrick Collection in den billigen Pappverpackungen.
Die Ton- und Bildqualität sind sehr gut, wobei vor allem die Bildqualität erwähnenswert sind, da der Film doch sehr bunt ist, obwohl große Teile in der Nacht spielen. Die Farben sind brillant und klar. Außerdem füllt der Film den kompletten Fernsehschirm aus, weil Stanley Kubrick es so wollte. Man bekommt also vollsten Filmgenuss ohne von Breitbandstreifen abgelenkt zu werden.
Die Specials sind ein wenig rar. Beim letzten Kubrick-Film hätte ich mir mehr erwartet als jeweils 15-minütige Interviews mit den beiden Hauptdarstellern und Steven Spielberg. Die drei erzählen jeweils ihr Verhältnis zu Kubrick und man sieht ihnen an, dass sein Tod sie sehr berührt hat. Warum man allerdings einen vor Trauer schweigenden Tom Cruise und eine fast heulende Nicole Kidman als Special zeigen muss, ist mir schleierhaft.
Neben den kurzen Interviews gibt es noch zwei kurze US-Trailer und dann ist die Special-Palette schon ausgeschöpft.
_Mein Fazit
Der Film ist stellenweise etwas langweilig, stellenweise aber auch sehr interessant und spannend. Man muss den Film auch mehrmals sehen, um ihn zu begreifen und sich an Stanley Kubricks Art zu filmen gewöhnt hat.
Die Specials der DVD sind etwas sehr dürftig, da hätte man mehr draus machen können, denn Material war bestimmt genug vorhanden.
_Die Story
William (Tom Cruise) und Alice Harford (Nicole Kidman) führen dem Anschein nach eine glückliche Ehe. Er ist Arzt, sie kümmert sich zu Hause um die gemeinsame Tochter.
Kurz vor Weihnachten sind die beiden bei einem Bekannten auf eine Party eingeladen.
Dort trifft William seinen ehemaligen Studienkollegen Nick Nightingale wieder, der jetzt als Pianist arbeitet.
Während eine angeregten Unterhaltung mit zwei Models wird William vom Gastgeber zur Seite gebeten. Eine schöne, nackte, junge Frau liegt in dessen Zimmer und hat wohl zu viele Drogen geschluckt.
Als William auf die Party zurückkehrt, sieht er seine Frau innig mit einem attraktiven Mann (Sky du Mont) tanzen.
Einige Tage später raucht das Ehepaar im Bett einen Joint und Alice beginnt Fragen zu den Geschehnissen auf der Party zu stellen. Berauscht durch die Droge beginnt Alice mit William zu streiten und erzählt ihm von einem sexuellen Wunschtraum. Im Urlaub hat sie einen Marine-Offizier gesehen und sich vorgestellt, dass sie mit ihm durchbrennen würde, wenn er es denn wollte.
William kommt mit Alices´ Träumen und Phantasien nicht klar und verlässt die Wohnung.
Er flüchtet zuerst zu einer Prostituierten, dann in die Bar, in der Nick spielt. Dieser erzählt ihm von einem mysteriösen Auftrag in einem Haus, in dem wilde Orgien gefeiert werden. William leiert ihm das Passwort aus dem Ärmel und begibt sich mit Mantel und Maske verkleidet zu dem Anwesen.
Dort sind alle verkleidet und viele wunderschöne Frauen laufen nackt rum und sind bereit Sex mit jedem Anwesenden zu haben.
Nachdem William die Party unfreiwillig verlassen hat, ist er sehr verwirrt und beginnt Nachforschungen über das Haus und die Geschehnisse anzustellen.
_Meine Meinung
Vorab muss ich vielleicht sagen, dass ich kein großer Fan von Stanley Kubrick bin. Seien Art Filme zu machen ist zwar bemerkenswert, aber mir haben die wenigsten Filme von ihm wirklich gut gefallen, was aber vor allem an der Umsetzung der Story lag.
Ich finde, er hat in seinen Szenen immer unnötige Szenen eingebaut, die der Story nicht dienlich waren, sondern nur einen Schockeffekt liefern sollten, aber darüber kann man sicher streiten.
Bilder einfangen und den Schauspielern das Beste abverlangen, konnte der Mann aber auf jeden Fall, denn auch bei \"Eyes Wide Shut\" sind es vor allem die Bilder, die Farben und die Dialoge und Zeichnungen der Charaktere die gekonnt in den Vordergrund gestellt wurden.
Bei \"Eyes Wide Shut\" hat mich aber massiv das ordinäre Gerede über Sex genervt. Für jedes F*-Wort, was in diesem Film fällt, hätte ich gerne einen Euro und ich bräuchte nächsten Monat nicht arbeiten.
Die Geschichte, von dem Ehepaar, dass sich endlich richtig ausspricht und die geheimsten Wünsche zur Sprache bringt, ist zwar sehr interessant, aber einige Szenen ziehen sich einfach unnötig in die Länge.
Ebenfalls muss ich die schauspielerische Leistung von Nicole Kidman bemängeln. Ihre Darstellung der Alice war teilweise sehr übertrieben und überzogen. Auch die deutsche Synchronstimme trägt zum Nervfaktor der Figur bei. Ich bin mir nicht sicher, ob die deutsche Stimme mit Nicole Kidmans plötzlichem Erfolg auch ausgewechselt wurde - es kommt mir so vor, da die Stimme in \"Eyes Wide Shut\" extrem ausdruckslos und nervig hoch ist.
Tom Cruise hingegen spielt die Rolle des William Harford, der plötzlich in einen großen Gefühlswust gezogen wird, sehr überzeugend. Wie er völlig konfus durch die Straßen rennt und schließlich in dem unheimlichen Anwesen landet, ist sehr gut dargestellt. Man fühlt sich als Zuschauer wirklich als Teil des Films.
_Die DVD
Sprachen: Englisch, Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel: Deutsch, Englisch, Schwedisch, Norwegisch, Dänisch, Finnisch, Isländisch
Specials: Interaktive Menüs, Szenenanwahl, Interviews mit Tom Cruise, Nicole Kidman und Steven Spielberg, USA-Trailer
Im Sonderangebot hat die DVD 11 Euro gekostet, ein Preis, den ich gerade vertreten kann. Die DVD kommt als Teil der Stanley Kubrick Collection in den billigen Pappverpackungen.
Die Ton- und Bildqualität sind sehr gut, wobei vor allem die Bildqualität erwähnenswert sind, da der Film doch sehr bunt ist, obwohl große Teile in der Nacht spielen. Die Farben sind brillant und klar. Außerdem füllt der Film den kompletten Fernsehschirm aus, weil Stanley Kubrick es so wollte. Man bekommt also vollsten Filmgenuss ohne von Breitbandstreifen abgelenkt zu werden.
Die Specials sind ein wenig rar. Beim letzten Kubrick-Film hätte ich mir mehr erwartet als jeweils 15-minütige Interviews mit den beiden Hauptdarstellern und Steven Spielberg. Die drei erzählen jeweils ihr Verhältnis zu Kubrick und man sieht ihnen an, dass sein Tod sie sehr berührt hat. Warum man allerdings einen vor Trauer schweigenden Tom Cruise und eine fast heulende Nicole Kidman als Special zeigen muss, ist mir schleierhaft.
Neben den kurzen Interviews gibt es noch zwei kurze US-Trailer und dann ist die Special-Palette schon ausgeschöpft.
_Mein Fazit
Der Film ist stellenweise etwas langweilig, stellenweise aber auch sehr interessant und spannend. Man muss den Film auch mehrmals sehen, um ihn zu begreifen und sich an Stanley Kubricks Art zu filmen gewöhnt hat.
Die Specials der DVD sind etwas sehr dürftig, da hätte man mehr draus machen können, denn Material war bestimmt genug vorhanden.
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