FIFA Football 2003 (PC Spiel Sport) Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 02/2005
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Erfahrungsbericht von hirni
Du bist der 12. Mann
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Das Spiel:
Einmal im Jahr erscheint ein neues Spiel der FIFA-Reihe. Rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft steht die neuste Version der einzig wahren Fußball-Simulation für den PC in den Regalen. Ziemlich schnell hat dann EA, die Publisher und Entwickler des Spiels, gemerkt, dass man damit eine Menge Geld machen kann. Einfach einmal pro Jahr die ganzen Spielerdaten aufbessern, die Grafik ein bisschen aufpolieren und dann vielleicht noch einen Modi aus dem vorherigen Teil rausnehmen und dafür einen anderen, ?neuen? zu nehmen. Und jedes Jahr rennen die ganzen Fußball-Fans wieder ins Kaufhaus.
Seit der '98er-Version hat EA diese Goldgrube entdeckt und bis FIFA 2001 fortgeführt. Dann, in der Version für das Jahr 2002, hat man wohl ein neues Wort gelernt: Neuerung. Ein vollkommen neues Passsystem versprach noch verbesserte Spielszenen. EA hat mit FIFA Weltmeisterschaft 2002 mit diesem Prinzip weitergemacht und führt es auch in FIFA 2003 weiter.
Zu aller erste wäre da das Menü. Das hat wohl eine Volldiät gemacht und ist jetzt um einiges Übersichtliger. Kaum lästige Untermenüs, keine doppelt belegten Buttons, vier Spielmodi sind direkt anwählbar: Turnier, Saison, Freundschaftsspiel und Club Championchip. Letzteres ist eine Art Liga der besten 18 Mannschaften Europas.
Für mehr Abwechslung in den Turnieren wird jetzt auch geboten. Da gibt es zum Beispiel den UEFA-Cup mit guten bis sehr guten Mannschaften, wie es in auch in echt gibt, inklusive aller auch in echt qualifizierter Mannschaften. Dann gibt es noch die Champions League, die Königklasse Europas mit den Topmannschaften unseres Kontinentes, wie Real Madrid, AC Mailand, Manchester United, Arsenal London, Juventus Turin oder natürlich Borussia Dortmund. Noch weitere Turnier, wie eine ?Regionale Herausforderung? mit Derbys (Borussia Dortmund ? Schalke 04) oder dem so genannten Ladderspiel, bei dem man mit beliebigen Mannschaften um eine möglichst hohe Platzierung kämpft.
Für Länderspielfans gibt es die ganzen großen nationalen Mannschaften wie Deutschland, England oder Argentinien. Natürlich mit allen Spielern und original Trikots, was selbst jetzt noch WM-Flair vor den PC bringen kann, fehlt nur noch die Schüssel Chips.
Im Gegensatz zu FIFA 2002 sorgen keine Spielkarten für Langzeitmotivation, sondern eine ?Ultimative Herausforderung?, wenn man alle Turniere, Schalen und Pokale gewonnen hat.
Hat man auch das geschafft, bietet der umfangreiche Mehrspielermodus Motivation für die restliche Zeit bis der nächste Teil erscheint. Hier tummeln sich eine Menge Leute, von Anfängern über Fortgeschrittene bis hin zu den absoluten Weltmeistern, die vor dem PC wahrscheinlich sogar gegen Ronaldo gewinnen könnten.
Riesig ist nicht nur Menge an echten Spielern, sondern auch an den virtuellen Kickern. Circa 10.000 Spieler stehen in etwa 350 Mannschaften aus 16 Ligen aus aller Welt zur Verfügung mit den Kadern der Sommerpause, so kickt Lars Ricken immer noch bei Borussia Dortmund während Ronaldo bei Real Madrid und Rivaldo bei AC Mailand ihr Geld verdienen. Aufgrund der mit der weltweit größten Datenbank für Fußballspieler schleichen sich hie und da ein paar Fehler in die Stärke der Kicker ein. So haben selbst echte Stammspieler in FIFA 2003 keine Chance gegen unbekannte Bankdrücker. So hat als bestes Beispiel Billy Reina von BVB eine Stärke von 91, da wirken die 85 Punkte vom Kollegen Amoroso richtig lächerlich, sogar Zidane hat nur 88 Punkte. Auffällig ist auch, dass die drei Werbeträger ? Roberto Carlos, Giggs und Edgar Davids ? allesamt stärker sind, als man es so annehmen würde.
Wie jeder Teil wurde auch der aktuellste Teil im Gegensatz zum Vorgänger in der Grafik verbessert. Solch eine Stadionatmosphäre ist ein wahrer Meilenstein in der Geschichte der Fußball-Spiele. Auch wenn das Publikum von nahen nicht mehr so schön aussieht wie in FIFA 2002, der aktuellste Teil ist in Sachen Grafik unübertroffen. So haben die Fans ihr Klamotten in den Farben ?ihrer? Mannschaften gehalten. Es gibt in den Stadion Tribünen für die Anhänger der Gastgeber und einen gegnerischen Fanblock. Schießen die Gäste ein Tor herrscht Totenstille im Stadion, macht jedoch die Heimmannschaft den Balls ins Tor, explodiert förmlich das Stadion. Manchmal kann hier sogar mehr los sein, als in echt.
Und wie die Spieler die Tore schießen wurde auch noch mal verbessert. Nicht nur da sind die Animationen jetzt wesentlich schöner: So nehmen die virtuellen Kicker hohe Bälle mit der Brust an, passen den Ball auch mal mit der Seite und können sich auch den Ball vorlegen.
Dies ermöglicht viel bessere Dribblings, vor allem mit den Mittelfeldstrategen wie Edgar Davids oder Tomas Rosicky. Mit ein bisschen Timing kann man Verteidiger stehen lassen, Grätschen aus dem Weg gehen oder sogar so Fouls provozieren. Das ist für mich eine der besten Neuerungen.
Nicht nur hier wurde das Gameplay verbessert, auch die Kopfbälle besitzen jetzt keine Doppelbelegung mehr. Während man noch in FIFA 2002 die Taste A für hohe Kopfbälle, die Taste S für eher flache Kopfbälle und die Taste D für Kopfbälle aufs Tor drücken mussten, reicht jetzt einfach die W Taste um einen Kopfball zu vollführen.
Auch Doppelpässe muss man jetzt nicht mehr mit einer Spezialtaste machen, sondern kann durch mehrmalige antippen der Passentaste (Standardmäßig S) das selbe Kunststück viel schneller vollführen.
Die Q-Taste ist weiterhin mit der ?Schicken-Funktion? belegt, mit der man einen seiner Kollegen in den freien Raum schicken kann. In Verbindung mit einen Heber oder Steilpass kann man so noch realistischer in den gegnerischen Strafraum gelangen.
Ist man hier angekommen, stellt sich einen kein dummer Torhüter mehr in den Weg. Sie beherrschen jetzt den Strafraum beinahe perfekt. Ist die Situation gut, preschen sie auch mal aus dem Tor raus und reagiert man hier nicht schnell genug ist die gute Chance ganz peinlich vergeben. Oft kommen sie auch aus ihrem Revier, dem Strafraum raus, dann grätschen sie den Ball noch in letzter Sekunde weg oder lassen ein Tor rein. Mit viel Übung soll man sogar den Ball am Torhüter vorbei vorlegen und diesen Auflaufen zulassen um entweder den Ball zu versenken oder einen Elfmeter bekommen.
Aber das Beste ist und bleibt die verbesserte Grafik und Atmosphäre. Die größten Stadien und die der besten 16 Mannschaften wurden alle sehr schön gestaltet. Das war ein Punkt der mich in FIFA 2002 doch sehr nervte. Neben den größten Fußballtempeln wie dem sagenumwobenen Nou Camp, dem stimmungsvollen Bernabeau, dem guten alten Old Trafford oder meinen zweiten Zuhause das Westfalenstadion gibt es auch das Münchener Olympiastadion oder die Bay Arena. Alle sind toll gemacht und auf den ersten Blick wieder erkennbar, auch wenn ich fast alle nur aus dem Fernsehen kenne.
Wieder erkennen kann man nicht nur die Stadien, sondern auch die ?großen? Spieler. So sehen Amoroso, Davids oder Ronalde aus wie in echt. Weniger bekannte und gute Spieler dagegen sehen ein bisschen komisch aus, so ist Evanilson nicht schwarz, sondern ziemlich weiß.
Der einzige Kritikpunkt in der Spielatmosphäre sind die bereits angesprochenen Spielerstärken.
Das bügeln dann die vielen Logos, die an WM-Finale erinnern, wieder aus. So hängen an den Tribünen Wappen und Banner von Fanclubs von der jeweiligen Heimmannschaft. Noch dazu kommen die Fangesänge der Fans. In Dortmund kommt ?HEYA BVB, HEYA BVB? aus den Mündern der Fans und, was ich sehr schön finde, auch aus den Lautsprechern, wohingegen die Anhänger von AC Mailand ?Milan, Milan? schmettern.
Diese Pluspunkte werden leider durch die, immer noch miserablen, Kommentar zu Nichte gemacht. Zwar gibt es jetzt keine ?authentische Kommentare von Wolf-Dieter Poschmann und Jörg Dahlmann? (Zitat von der Packung von FIFA 2002) mehr, dafür geben dann Tom Bartels und Florian König, im wahrsten Sinne des Wortes, ihren Senf dazu. Vom Niveau hat sich da leider nicht viel geändert. Sie geben zwar ihre Analysen fachkundig bei, so geben sie eine Halbzeitanalyse, aber oft gibt es blöde Versprecher. Blöd ist auch, dass sie entweder zu schnell oder zu langsam sind. So fängt Tom Bartels schon von einem wunderschönen Pass an zu reden, nachdem man die Pass-Taste gedrückt hat aber noch bevor dieser ausgeführt wurde. Oder aber er redet von einen wunderschönen Lauf den wohl niemand stoppen kann, dabei hat schon längst der Gegner den Ball. In solchen Szenen entschuldigt er sich jetzt wenigstens. König meldet sich nicht oft zu Wort, aber wenn, dann regt er sich drüber auf, warum der Freistoß nicht gegeben wurde, dabei wurde er doch gegeben. Schön hingegen ist dann, dass Tom Bartels bei guten Aktionen von Davids etwa sagt: ?Solche Aktionen haben wir bei der WM vermisst.?
Die Menümusik ist ganz gut und passt auch gut zum Spiel, nur schade, dass man nicht auswählen kann welche Lieder abgespielt werden soll oder eigene MP3s importieren kann.
Fazit:
In den letzten Jahren liefert EA immer ein viel verbessertes FIFA für uns Spieler aus. FIFA 2003 ist ohne Frage das beste FIFA aller Zeiten. Endlich nutzen Hohe Bälle mehr und der Angriff von den Seiten, da das Gameplay um einiges verbessert wurde. Es bereitet eine wahre Freude, wenn, zumindest ich als Dortmunder, in ?mein? Stadion auflaufen kann, das erinnert mich an jeden zweiten Samstag. Genauso viel Spaß macht dann das Spiel selber. Besser zu erkennen Spieler und gute neue Aktionen und detaillierte Spieleranimationen machen das Spiel zu einer wahren Freude. Besonders das mit den Ball vorlegen ist eine geniale Neuerung. So kann man jetzt selbst die beste Abwehr auflaufen lassen und schnelle Flankenwechsel sind jetzt auch drin.
Bewertung: 91%
Systemvorraussetzung:
(Laut Packung)
Betriebssytem: Windows 98/200/ME/XP
Prozessor 350 MHz )Intel Pentium II)
Arbeitsspeicher64 MB RAM
Festplatte: 450 MB
CD-ROM-Laufwerk: 4 Fach
Grafikkarte: 16 MB RAM
Benötigt:
3D-Beschleuniger: Direct 3D
DirectX: Version 8.1
Netzwerk: TCP/IP-kompatibel (für 2-8 Spieler)
Internet: 56.6 Kbps (für 2-8 Spieler)
Eingabegeräte: Tastatur, Maus
Meine Erfahrung:
Ich habe einen AMD 800 MHz Prozessor mit 32 MB RAM Geforce 2 MX und 128 MB RAM Arbeitsspeicher und natürlich genügend Festplattenspeicher und das Spiel läuft mit vollen Details und einer Auflösung von 800x640 mit 16 Bit Farbtiefe fast vollkommen flüssig. Ab und zu gibt es aber ein paar Ruckler.
EDIT (vom 17.02.03:Ich hab jetzt die Deutsche Meisterschaft gewonnen und muss sagen, dass die Schale potthässlich aussieht!!! Überhaupt nicht detailiert sieht sie aus, wie vielleicht aus Fifa 1950 ;-)
© by Hirni 2003
Einmal im Jahr erscheint ein neues Spiel der FIFA-Reihe. Rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft steht die neuste Version der einzig wahren Fußball-Simulation für den PC in den Regalen. Ziemlich schnell hat dann EA, die Publisher und Entwickler des Spiels, gemerkt, dass man damit eine Menge Geld machen kann. Einfach einmal pro Jahr die ganzen Spielerdaten aufbessern, die Grafik ein bisschen aufpolieren und dann vielleicht noch einen Modi aus dem vorherigen Teil rausnehmen und dafür einen anderen, ?neuen? zu nehmen. Und jedes Jahr rennen die ganzen Fußball-Fans wieder ins Kaufhaus.
Seit der '98er-Version hat EA diese Goldgrube entdeckt und bis FIFA 2001 fortgeführt. Dann, in der Version für das Jahr 2002, hat man wohl ein neues Wort gelernt: Neuerung. Ein vollkommen neues Passsystem versprach noch verbesserte Spielszenen. EA hat mit FIFA Weltmeisterschaft 2002 mit diesem Prinzip weitergemacht und führt es auch in FIFA 2003 weiter.
Zu aller erste wäre da das Menü. Das hat wohl eine Volldiät gemacht und ist jetzt um einiges Übersichtliger. Kaum lästige Untermenüs, keine doppelt belegten Buttons, vier Spielmodi sind direkt anwählbar: Turnier, Saison, Freundschaftsspiel und Club Championchip. Letzteres ist eine Art Liga der besten 18 Mannschaften Europas.
Für mehr Abwechslung in den Turnieren wird jetzt auch geboten. Da gibt es zum Beispiel den UEFA-Cup mit guten bis sehr guten Mannschaften, wie es in auch in echt gibt, inklusive aller auch in echt qualifizierter Mannschaften. Dann gibt es noch die Champions League, die Königklasse Europas mit den Topmannschaften unseres Kontinentes, wie Real Madrid, AC Mailand, Manchester United, Arsenal London, Juventus Turin oder natürlich Borussia Dortmund. Noch weitere Turnier, wie eine ?Regionale Herausforderung? mit Derbys (Borussia Dortmund ? Schalke 04) oder dem so genannten Ladderspiel, bei dem man mit beliebigen Mannschaften um eine möglichst hohe Platzierung kämpft.
Für Länderspielfans gibt es die ganzen großen nationalen Mannschaften wie Deutschland, England oder Argentinien. Natürlich mit allen Spielern und original Trikots, was selbst jetzt noch WM-Flair vor den PC bringen kann, fehlt nur noch die Schüssel Chips.
Im Gegensatz zu FIFA 2002 sorgen keine Spielkarten für Langzeitmotivation, sondern eine ?Ultimative Herausforderung?, wenn man alle Turniere, Schalen und Pokale gewonnen hat.
Hat man auch das geschafft, bietet der umfangreiche Mehrspielermodus Motivation für die restliche Zeit bis der nächste Teil erscheint. Hier tummeln sich eine Menge Leute, von Anfängern über Fortgeschrittene bis hin zu den absoluten Weltmeistern, die vor dem PC wahrscheinlich sogar gegen Ronaldo gewinnen könnten.
Riesig ist nicht nur Menge an echten Spielern, sondern auch an den virtuellen Kickern. Circa 10.000 Spieler stehen in etwa 350 Mannschaften aus 16 Ligen aus aller Welt zur Verfügung mit den Kadern der Sommerpause, so kickt Lars Ricken immer noch bei Borussia Dortmund während Ronaldo bei Real Madrid und Rivaldo bei AC Mailand ihr Geld verdienen. Aufgrund der mit der weltweit größten Datenbank für Fußballspieler schleichen sich hie und da ein paar Fehler in die Stärke der Kicker ein. So haben selbst echte Stammspieler in FIFA 2003 keine Chance gegen unbekannte Bankdrücker. So hat als bestes Beispiel Billy Reina von BVB eine Stärke von 91, da wirken die 85 Punkte vom Kollegen Amoroso richtig lächerlich, sogar Zidane hat nur 88 Punkte. Auffällig ist auch, dass die drei Werbeträger ? Roberto Carlos, Giggs und Edgar Davids ? allesamt stärker sind, als man es so annehmen würde.
Wie jeder Teil wurde auch der aktuellste Teil im Gegensatz zum Vorgänger in der Grafik verbessert. Solch eine Stadionatmosphäre ist ein wahrer Meilenstein in der Geschichte der Fußball-Spiele. Auch wenn das Publikum von nahen nicht mehr so schön aussieht wie in FIFA 2002, der aktuellste Teil ist in Sachen Grafik unübertroffen. So haben die Fans ihr Klamotten in den Farben ?ihrer? Mannschaften gehalten. Es gibt in den Stadion Tribünen für die Anhänger der Gastgeber und einen gegnerischen Fanblock. Schießen die Gäste ein Tor herrscht Totenstille im Stadion, macht jedoch die Heimmannschaft den Balls ins Tor, explodiert förmlich das Stadion. Manchmal kann hier sogar mehr los sein, als in echt.
Und wie die Spieler die Tore schießen wurde auch noch mal verbessert. Nicht nur da sind die Animationen jetzt wesentlich schöner: So nehmen die virtuellen Kicker hohe Bälle mit der Brust an, passen den Ball auch mal mit der Seite und können sich auch den Ball vorlegen.
Dies ermöglicht viel bessere Dribblings, vor allem mit den Mittelfeldstrategen wie Edgar Davids oder Tomas Rosicky. Mit ein bisschen Timing kann man Verteidiger stehen lassen, Grätschen aus dem Weg gehen oder sogar so Fouls provozieren. Das ist für mich eine der besten Neuerungen.
Nicht nur hier wurde das Gameplay verbessert, auch die Kopfbälle besitzen jetzt keine Doppelbelegung mehr. Während man noch in FIFA 2002 die Taste A für hohe Kopfbälle, die Taste S für eher flache Kopfbälle und die Taste D für Kopfbälle aufs Tor drücken mussten, reicht jetzt einfach die W Taste um einen Kopfball zu vollführen.
Auch Doppelpässe muss man jetzt nicht mehr mit einer Spezialtaste machen, sondern kann durch mehrmalige antippen der Passentaste (Standardmäßig S) das selbe Kunststück viel schneller vollführen.
Die Q-Taste ist weiterhin mit der ?Schicken-Funktion? belegt, mit der man einen seiner Kollegen in den freien Raum schicken kann. In Verbindung mit einen Heber oder Steilpass kann man so noch realistischer in den gegnerischen Strafraum gelangen.
Ist man hier angekommen, stellt sich einen kein dummer Torhüter mehr in den Weg. Sie beherrschen jetzt den Strafraum beinahe perfekt. Ist die Situation gut, preschen sie auch mal aus dem Tor raus und reagiert man hier nicht schnell genug ist die gute Chance ganz peinlich vergeben. Oft kommen sie auch aus ihrem Revier, dem Strafraum raus, dann grätschen sie den Ball noch in letzter Sekunde weg oder lassen ein Tor rein. Mit viel Übung soll man sogar den Ball am Torhüter vorbei vorlegen und diesen Auflaufen zulassen um entweder den Ball zu versenken oder einen Elfmeter bekommen.
Aber das Beste ist und bleibt die verbesserte Grafik und Atmosphäre. Die größten Stadien und die der besten 16 Mannschaften wurden alle sehr schön gestaltet. Das war ein Punkt der mich in FIFA 2002 doch sehr nervte. Neben den größten Fußballtempeln wie dem sagenumwobenen Nou Camp, dem stimmungsvollen Bernabeau, dem guten alten Old Trafford oder meinen zweiten Zuhause das Westfalenstadion gibt es auch das Münchener Olympiastadion oder die Bay Arena. Alle sind toll gemacht und auf den ersten Blick wieder erkennbar, auch wenn ich fast alle nur aus dem Fernsehen kenne.
Wieder erkennen kann man nicht nur die Stadien, sondern auch die ?großen? Spieler. So sehen Amoroso, Davids oder Ronalde aus wie in echt. Weniger bekannte und gute Spieler dagegen sehen ein bisschen komisch aus, so ist Evanilson nicht schwarz, sondern ziemlich weiß.
Der einzige Kritikpunkt in der Spielatmosphäre sind die bereits angesprochenen Spielerstärken.
Das bügeln dann die vielen Logos, die an WM-Finale erinnern, wieder aus. So hängen an den Tribünen Wappen und Banner von Fanclubs von der jeweiligen Heimmannschaft. Noch dazu kommen die Fangesänge der Fans. In Dortmund kommt ?HEYA BVB, HEYA BVB? aus den Mündern der Fans und, was ich sehr schön finde, auch aus den Lautsprechern, wohingegen die Anhänger von AC Mailand ?Milan, Milan? schmettern.
Diese Pluspunkte werden leider durch die, immer noch miserablen, Kommentar zu Nichte gemacht. Zwar gibt es jetzt keine ?authentische Kommentare von Wolf-Dieter Poschmann und Jörg Dahlmann? (Zitat von der Packung von FIFA 2002) mehr, dafür geben dann Tom Bartels und Florian König, im wahrsten Sinne des Wortes, ihren Senf dazu. Vom Niveau hat sich da leider nicht viel geändert. Sie geben zwar ihre Analysen fachkundig bei, so geben sie eine Halbzeitanalyse, aber oft gibt es blöde Versprecher. Blöd ist auch, dass sie entweder zu schnell oder zu langsam sind. So fängt Tom Bartels schon von einem wunderschönen Pass an zu reden, nachdem man die Pass-Taste gedrückt hat aber noch bevor dieser ausgeführt wurde. Oder aber er redet von einen wunderschönen Lauf den wohl niemand stoppen kann, dabei hat schon längst der Gegner den Ball. In solchen Szenen entschuldigt er sich jetzt wenigstens. König meldet sich nicht oft zu Wort, aber wenn, dann regt er sich drüber auf, warum der Freistoß nicht gegeben wurde, dabei wurde er doch gegeben. Schön hingegen ist dann, dass Tom Bartels bei guten Aktionen von Davids etwa sagt: ?Solche Aktionen haben wir bei der WM vermisst.?
Die Menümusik ist ganz gut und passt auch gut zum Spiel, nur schade, dass man nicht auswählen kann welche Lieder abgespielt werden soll oder eigene MP3s importieren kann.
Fazit:
In den letzten Jahren liefert EA immer ein viel verbessertes FIFA für uns Spieler aus. FIFA 2003 ist ohne Frage das beste FIFA aller Zeiten. Endlich nutzen Hohe Bälle mehr und der Angriff von den Seiten, da das Gameplay um einiges verbessert wurde. Es bereitet eine wahre Freude, wenn, zumindest ich als Dortmunder, in ?mein? Stadion auflaufen kann, das erinnert mich an jeden zweiten Samstag. Genauso viel Spaß macht dann das Spiel selber. Besser zu erkennen Spieler und gute neue Aktionen und detaillierte Spieleranimationen machen das Spiel zu einer wahren Freude. Besonders das mit den Ball vorlegen ist eine geniale Neuerung. So kann man jetzt selbst die beste Abwehr auflaufen lassen und schnelle Flankenwechsel sind jetzt auch drin.
Bewertung: 91%
Systemvorraussetzung:
(Laut Packung)
Betriebssytem: Windows 98/200/ME/XP
Prozessor 350 MHz )Intel Pentium II)
Arbeitsspeicher64 MB RAM
Festplatte: 450 MB
CD-ROM-Laufwerk: 4 Fach
Grafikkarte: 16 MB RAM
Benötigt:
3D-Beschleuniger: Direct 3D
DirectX: Version 8.1
Netzwerk: TCP/IP-kompatibel (für 2-8 Spieler)
Internet: 56.6 Kbps (für 2-8 Spieler)
Eingabegeräte: Tastatur, Maus
Meine Erfahrung:
Ich habe einen AMD 800 MHz Prozessor mit 32 MB RAM Geforce 2 MX und 128 MB RAM Arbeitsspeicher und natürlich genügend Festplattenspeicher und das Spiel läuft mit vollen Details und einer Auflösung von 800x640 mit 16 Bit Farbtiefe fast vollkommen flüssig. Ab und zu gibt es aber ein paar Ruckler.
EDIT (vom 17.02.03:Ich hab jetzt die Deutsche Meisterschaft gewonnen und muss sagen, dass die Schale potthässlich aussieht!!! Überhaupt nicht detailiert sieht sie aus, wie vielleicht aus Fifa 1950 ;-)
© by Hirni 2003
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