Faber-Castell Colors of Nature Testbericht

Faber-castell-colors-of-nature
ab 7,57
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Summe aller Bewertungen
  • Design:  sehr gut
  • Qualität & Verarbeitung:  sehr gut

Erfahrungsbericht von galeria

...und die Welt wird bunt...

5
  • Design:  sehr gut
  • Qualität & Verarbeitung:  sehr gut

Pro:

brechen nicht so schnell und malen wunderbar weich

Kontra:

nix

Empfehlung:

Ja

Vielleicht denken einige beim Lesen meines Berichts, jetzt knallt sie vollkommen durch, aber ich steh dazu: ich male für mein Leben gerne aus und an und überhaupt.

Zum Anmalen sind diese Stifte hier nun wirklich nicht geeignet, dafür gibt es andere Sachen, aber ausmalen und überhaupt etwas malen, was einem grad so in den Sinn kommt, dafür sind Faber Castell die besten Stifte, die ich bisher gefunden habe.

Nun hat mein Sohn ja nicht so die Ambitionen zum Malen, ist halt ein Junge...was jetzt nichts heißen soll. Aber im Allgemeinen malen die Mädchen ja doch mehr und das meist noch mit wahrer Begeisterung...wozu ich mich auch noch zähle, auch wenn ich längst kein Mädchen mehr bin.

Lange hab ich nicht mehr gemalt und dann begegneten mir eines schönen Tages beim Aufräumen zwei wunderschöne dicke Malhefte, die ich irgendwann mal gekauft hab, als wir im Urlaub waren, in irgend einer Burg auf Museumstour. Demzufolge sind beide Malbücher natürlich voller Burgen, Schlösser, Ritter und Burgfräuleins und berichten außerdem noch über das Leben im Mittelalter. Was gibt es schöneres für einen Geschichtsfan wie mich. Und bevor ich sie der Lustlosigkeit meines Sohnes wegen wegschmeisse, musste ich diese Bücher erst mal ausmalen, wäre doch zu schade. Und so begann mein längst vergessenes Hobby wieder aufzuleben.

Man muss nämlich wissen, zu DDR-Zeiten gab`s ja so gut wie keine Malhefte, sowas war Mangelware und Mama musste sich fast ein Bein ausreißen, um Madame Tochter zufrieden zu stellen, weil sie alles bemalte und bekritzelte, was ihr in die Finger kam. Logisch, dass mir heute fast die Augen tränen bei dem Angebot an Malbüchern. Und so sammelte ich mit der Zeit auch enorme Erfahrungen im Umgang mit den Buntstiften. Ich mag nämlich Fasermaler überhaupt nicht. Mir sind einfache Buntstifte aus Holz am liebsten.

Da gab es 5er Packungen, 10er Packungen, mal ohne Farbe drum herum, mal grellbunt. Ich hatte schon alles mögliche hier zu Hause, bis ich dann mal einen 36er Kasten Colors of Nature von Faber Castell erwischte. Das war ein Unterschied wie Tag und Nacht. Sämtliche Farben malten wunderbar deckend, leicht, ohne groß aufdrücken zu müssen. Selbst jede noch so kleine Fläche bekam ich in meiner gewünschten Farbe gemalt. Wer sowas schon mal getan hat...manchmal sind da so winzige Eckchen zum Ausmalen, da versagt jeder Buntstift. Die von Faber nicht.

Und möchte man eine Farbe etwas greller haben, drückt man halt doch mal ein bisschen auf, schon deckt es fast wie ein Fasermaler. Und man glaubt es kaum, ich hatte noch nie abgebrochene Spitzen wie bei den anderen Produkten. Manchmal ist das schier zum Verzweifeln gewesen, wenn ein abgebrochener Stift neu angespitzt werden musste. Ständig brach die neue Mine schon beim Spitzen ab, da half nur noch der Mülleimer, in den man den Stift am Ende der Tortur versenkte. Oder wurde der Stift irgendwann zu klein, malte der ja glatt noch mieser und man drückte so auf, dass man sich am anderen Ende fast die Hand durchbohrte.

Die Faber-Stifte halten auch noch wenn sie ganz winzig sind ihre Deckkraft und man muss keine orthopädischen Verletzungen an der Hand befürchten. Allerdings fällt es mir dann echt schwer, ihn irgendwann doch mal wegschmeissen zu müssen, weil mit einem 3 cm Buntstift kriegt man wirklich keine Kunstwerke mehr hin.

Ganz besonders gut machen sich diese Stifte auch für Pastellzeichnungen, wo man zarte Konturen braucht. Mit einer Farbe bekommt man mehrere Schattierungen hin und schwupps hat man ein tolles Stilleben geschaffen. Das versuch mal mit nem anderen Stift! Wenn man mit anderen Produkten eine zarte dünne Linie haben wollte, das war einfach nicht drin. Nehmen wir z.B. die gelbe Farbe: die ist mit anderen Produkten kaum auf einem Blatt Papier zu erkennen, da muss man schon gewaltig aufdrücken und große Flächen haben. Mit dem Stift von Faber hab ich ein richtiges kräftiges Gelb, auch ohne dass ich jetzt wie verrückt den Lichteinstrahl verbessern muss. Man malt ja schließlich nicht nur bei superhellem Tageslicht.

Am liebsten male ich ja tote Gegenstände und Pflanzen und wenn ich mir ein Motiv erdacht oder es gerade irgendwo gesehen habe, dann zeichne ich erst eine dünne Bleistiftskizze, dafür brauch ich harte und weiche Bleistifte. Aber wenn das Ganze dann Farbe kriegen soll, muss ich schon wirklich auch weiche Buntstifte haben, die ich je nach Stärke des Aufdrückens farblich verändern kann. Und da hab ich mit den Faber Castell einen Glücksgriff getan und werd in Zukunft keine anderen mehr kaufen. Über den Preis kann ich leider nichts sagen, ich guck da nicht so hin, die Qualität spricht für sich, da ist mir der Preis egal.

Für Kinder sind solche Stifte ebenfalls sehr zu empfehlen, weil sie dadurch nicht so aufdrücken müssen und so mehr motorisches Feingefühl für das Schreiben und die Linienführung entwickeln. Und der Füller wird später auch mehr geschont und die Feder macht vorn nicht gleich die Grätsche.

Die Firma Faber-Castell wurde übrigens 1761 gegründet und ist eines der ältesten Industrieunternehmen in Europa. Sie befindet sich seit 8 Generationen im Besitz ein und derselben Familie. Faber baut in Brasilien sein eigenes Holz an und schont so die natürlichen Ressourcen. Das nur kurz zur Info für Neugierige. Mehr dazu auf der Internetseite http://www.faber-castell.de/ .

So und nun setzt euch mal hin und malt mal wieder was...und wenn`s nur in einem Malbuch ist.

Viel Spaß beim Malen und Zeichnen

wünscht Galeria.

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