Fernsehturm Berlin Testbericht

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Erfahrungsbericht von traxdata

Das höchste Gebäude Deutschlands

Pro:

fantastische Aussicht

Kontra:

Preise

Empfehlung:

Ja

Ich als zugezogener Berliner habe mir natürlich meine neue Heimat näher betrachtet und so dauerte es auch nicht lange bis ich auf den Alexanderplatz gekommen bin. Viele Berliner oder Berlintouristen werden schon wissen, was ich heute detailliert unter die Lupe nehmen will. Also Thema soll sein der

||| Fernsehturm in Berlin |||

Wie schon gesagt findet man den Fernsehturm auf dem Alexanderplatz in Berlin. Da es sich um einen recht zentralen Punkt in Berlin handelt, ist es nicht schwer mit öffentlichen Verkehrsmitteln dahin zu kommen. Ich rate zur Nutzung der S – Bahn und dort am besten die Linien S5; S7; S75 oder die S9. Alle diese Linien halten direkt im S – Bahnhof Alexanderplatz und es sich nur wenige Meter bis zum Turm. Eine andere Möglichkeit ist die Straßenbahn mit den Linien M4, M5 oder M6, die auch direkt am Fernsehturm hält. Die Straßenbahn hat de Vorteil, dass man als Besucher von Berlin noch ein wenig mehr zu sehen bekommt, als in der S-Bahn. Für alle die gern im Dunkeln durch Berlin rauschen, ist auch noch die U-Bahn der BVG, die den Alexanderplatz mit der U 2, U 5 oder U 8 anfahren. Auch Busse halten dort, doch diese aufzuzählen würde zu weit führen. Also ich mein das sind reichlich Möglichkeiten zu dem Telespargel (so nennen angeblich die alten Berliner den Turm) zu kommen. Aus Gründen des hohen Verkehrsaufkommens in den angrenzenden Straßen rate ich nicht, mit dem eigenen Auto anzureisen, zumal es sicher auch zu einer, mitunter sehr langwierigen, Parkplatzsuche kommen wird.

Der Fernsehturm in Berlin ist schon von weitem zu sehen. Architektonisch bietet er einen besonderen Anblick. So ragt er weit sichtbar in die Berliner Luft, wird nach oben hin immer schlanker und etwa in 202m erscheint dann eine Kugel in der sich die Aussichtplattform und das Telecafé befindet. Bevor ich aber dazu komme, möchte ich einen kurzen Geschichtlichen Abriss zum Besten geben. Die DDR benötigte also eine Sendeanlage und zunächst sollte die gar nicht am Alexanderplatz stehen, sondern in den Müggelbergen in Köpenick. Walter Ulbricht beschloss 1964, dass der Fernsehturm auf dem Alexanderplatz errichtet wird und somit wurde der Turm, neben der technischen Notwendigkeit, zu einem politischen Symbol, dann natürlich war der Fernsehturm von diesem Standort auch im anderen Teil Berlin weithin sichtbar. Fertig gestellt wurde er im Jahre 1969 und er hatte mit der Antenne eine Höhe von 368m erreicht.

Also ich habe dann den Turm besucht, das war im Oktober 2004 und das auch nur weil ich Besuch bekommen habe, denen man natürlich etwas bieten muss. Nun habe ich mich also, samt Besuch auf den Weg zu dem Turm gemacht. Dort angekommen kam schon der erste Schock, wir mussten einige Zeit warten bis wir in den Turm kamen, weil doch ein reges Interesse für ihn bestand. Als wir dann an der Reihe waren kam der erste Schreck. Allein für die Aussichtsplattform wollte man von uns pro Person 7 Euro haben. Kinder würden 3,50 Euro zahlen und bei Gruppen ab 20 Personen würden 6 Euro für jeden zu Buche schlagen. Also diese Preise finde ich schon echt Wucher. Es ist ja nicht so das ich nichts bezahlen wollen würde, aber 7 Euro für eine Fahrt mit einem Fahrstuhl und dann einmal Berlin in 360 Grad Ansicht zu sehen finde ich das schon teuer. Nun gut wir hatten uns mit dem Preis abgefunden und sind zum Fahrstuhl gegangen. Auf dem Weg dahin ist mir ein recht unangenehmer Geruch aufgefallen, der wohl wegen der mangelnden Lüftungsmöglichkeit kommt. Auf jeden Fall roch es recht stark nach Reinigungsmittel. Den Fahrstuhl konnten wir dann auch nach kurzer Wartezeit benutzen. An dem Punkt gebe ich den Rat, das man sich auf einen stark ansteigenden Druck in den Ohren einstellen kann, weil die Fahrt sehr schnell von statten geht.

Angekommen auf der Aussichtsplattform wurden wir dann aber für den Geruch und vor allem für den Druck in den Ohren entschädigt. Dank eines recht guten Wetters konnte man weit über die Stadtgrenzen Berlins hinaussehen. Die Erklärungen zu dem was man sieht sind sehr nützlich und so kann man Berlin auch kennen lernen. Gut auch hier waren eine ganze Menge Menschen, aber die verlaufen sich auf der überraschend großen Fläche. Wer etwas genauer sehen will, dem stehen Ferngläser zur Verfügung, die allerdings auch entlohnt werden müssen. Nun auf jeden Fall war der Ausblick überwältigend.

Im Telecafé habe ich mich nur dazu überreden lassen können, eine Cola zu trinken, was nicht zuletzt an den Preisen liegt. Diese Preise sind auch für den ausgefallenen Ort sehr hoch, so hoch wie der Turm selber. Sollte man nicht reserviert haben, so muss man sehr lange auf einen Tisch warten. Das Restaurant bietet aber auch etwas Besonderes. So dreht sich die Plattform in einer Stunde um 360 Grad. Dem Besucher bietet sich auch hier ein guter Ausblick und das auch noch bei Essen und Trinken.

Als wir dann wieder nach unten gefahren sind, haben wir uns noch die in dem Fernsehturm befindliche Ausstellung angesehen, die scheinbar immer wieder wechselt. Neben dieser Ausstellung findet der Besucher natürlich Souvenirshops, die auch nicht unbedingt durch günstige Preise glänzen.

Auch wenn ich wirklich erschrocken war über diesen in meinen Augen wirklich sehr hohen Eintrittspreis, finde ich, dass man den Berliner Fernsehturm als Besucher der Stadt einmal besuchen sollte. Man sollte allerdings auf gutes Wetter achten, weil man sonst nicht so viel von dem Besuch hat. Das Telecafé muss man nicht unbedingt besuchen, auch wenn die drehende Plattform schon etwas besonderes ist, aber man bekommt auch nichts anderes zu sehen als auf der Aussichtsplattform und essen kann man günstiger am Boden der Tatsachen.

27 Bewertungen, 3 Kommentare

  • sindimindi

    12.02.2005, 18:12 Uhr von sindimindi
    Bewertung: sehr hilfreich

    Im Frühling 1988 bei einer Klassenfahrt wollte ich als Wessi unbedingt mal auf den Turm...aber die Schlange damals war so lang, dass ich es zeitlich nicht geschafft habe...;-) LG; Roland

  • anett68

    09.02.2005, 22:45 Uhr von anett68
    Bewertung: sehr hilfreich

    haben Freunde in Berlin. Bei einem Besuch bei ihnen war klar, dass wir auch zum Fernsehturm wollten. Leider waren wir nicht oben. Erstens wegen der wirklich gigantischen Preise und zweitens ist mir der Turm zu hoch ;-)

  • AM179

    06.02.2005, 11:48 Uhr von AM179
    Bewertung: sehr hilfreich

    Teil hat immer noch geöffnet und ein Restaurant?? Ich dachte der Turm wäre nach der Wende eine Ruine geworden...