Fettsucht Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Erfahrungsbericht von werwoelfin666
Mein Kampf gegen die überflüssigen Pfunde
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
Bei einem Gesundheitscheck im vorigen Jahr stand untern anderem als Befund: Adipositas.
WAS IST DAS??? SCHREI!!!
IRGENDETWAS ANSTECKENDES???
Meine Freundin, Krankenschwester von Beruf, brachte mir Aufklärung. Sie übersetzte die Weißkittel-Sprache in mir verständliches Deutsch. Fettleibigkeit war mir da schriftlich bescheinigt wurden. Nun ja, ich war immer schon kein Strich in der Landschaft sondern eher kräftig gebaut. Allerdings denke ich, dass ich am Strand vor Greenpeace noch keine Angst haben muss. Warum also gleich Fettleibigkeit???
Seither habe ich mich näher mit der Materie befasst und habe dabei interessante Dinge entdecken müssen:
FAKT 1:
Übergewicht beginnt bei den Medizinern bereits bei 10% über dem Normalgewicht(Körpergröße abzgl. 100). Die sogenannte Adipositas beginnt dann bei 20% über dem Normalen. Da ich bei 164 cm Länge 85 kg mit mir rumschleppe ist das dann wohl der Fall!
FAKT 2:
Übergewicht verursacht Krankheiten oder erhöht zumindest das Risiko.
Ich kann nur sagen: Stimmt! Mit 20 kg weniger nervten weder meine Rücken- noch Venenprobleme.
FAKT 3:
Es bestehen, auch wenn die Dünnen das immer als Ausrede verteufeln, ganz klar nachgewiesen erbliche Veranlagungen. Auch das trifft bei mir zu. Keiner meiner Verwandten war oder ist gertenschlank.
Nächste Frage: WO ZUM KUCKUCK KOMMT DER SPECK EIGENTLICH HER???
Ich habe mich belesen: Zwischen 30 und 50 Prozent der deutschen Bevölkerung haben das gleiche Problem wie ich. Na, stehe ich wenigstens nicht alleine da!!!
Die körperliche Arbeit wird immer weniger, das Essen dafür immer leckerer und verführerischer.
Um noch einmal auf die Gene zurück zu kommen: Anhand von Versuchen konnte man nachweisen, dass einige Leute (He, vielleicht auch ich?!) nicht zu viel essen. Ihr Körper hat vielmehr einen angeborenen gestörten Stoffwechsel, der auf Sparflamme arbeitet. Das heißt auf deutsch: Sie schauen die Schnitte nur an und sie ist auf den Rippen!
Und wie war es bei mir?
Erst einmal meine Vorgeschichte: Ich hatte bis 19 ein Gewicht von unter 60 kg. Durch einen Motorradunfall im Jahr 1990 erlitt ich einen schweren Beinbruch und habe darauf heute noch 20% Dauerschaden. Bei ½ Jahr Gips sieht es ziemlich schlecht mit Sport und Bewegung aus.
Außerdem bin ich schon äußerst unsportlich auf die Welt gekommen. Sportarten, die mir Spaß machen, müssen mit Wasser verbunden sein! Schwimmen meine Welt! Doch ich kann bis heute nicht die Leute begreifen, die bei der größten Hitze auf dem Fahrrad schwitzen, x Runden um den Block rennen oder sich im Fitness-Studio schinden. Auch wenn mich jetzt alle steinigen: Sport ist Mord und Massensport ist Massenmord!
Noch schlimmer ist Sport in TV und Zeitung! Wenn ich mir am Montag eine Tageszeitung kaufe, egal ob die Märchenzeitung „BILD“ oder ein seriöses Blatt, möchte ich gerne wissen, was am Wochenende in der Welt passiert ist und nicht 2 Seiten Nachrichten und 5 Seiten Berichte über die Bundesliga und ähnliches lesen. Wer das lesen will, mag sich gefälligst den „Kicker“ kaufen!
Wie gut, dass ich ein seltenes Exemplar der männlichen Gattung ergattert habe, der auch der Meinung ist, dass sich jeder der 20 einen Ball kaufen sollte, statt sich um einen zu streiten.
Nichts desto trotz, während meiner Krankheit wechselte die HO zu Spar und ich lernte gleich die „golden glänzenden Seiten“ der Wende kennen, denn ich wurde wegen meiner Krankheit arbeitslos. Da mir mein Arzt empfahl, mit dem Bein nicht mehr den ganzen Tag in der Fleischerei zu stehen, schulte ich in einer Reha-Maßnahme zur Industriekaufrau um. Das hieß wieder 2 Jahre sitzen. Ich Glückliche wurde dann auch noch von meinem Praktikumsbetrieb als Sekretärin übernommen und das bedeutete dann, fast wieder nur auf Arbeit sitzen. Der Job machte mir großen Spaß. Öfters wurden aber aus den 8 gleich mal 12 Stunden und wer hat nach dem Stress dann noch Bock auf Bewegung? Es kam wie es kommen musste, mein Gewicht stieg auf 82,5 kg.
Dann kam der große Knall: Die Beziehung zu meinem damaligen Lebensgefährten ging nach 6 ½ Jahren in die Brüche. Im übrigen lag das daran, dass er 5 mal in der Woche Jiu Jitsu betrieb und am Wochenende als lediger Cop meist im Dienst war. Noch einmal: ICH HASSE SPORT!!!
Die Sache ging mir natürlich mächtig an die Nieren bzw. auf den Magen und nach 6 Wochen Dauerwürfelhusten war ich bei 62,5 kg angekommen. Diese Art der Gewichtsabnahme ist wahrscheinlich sehr ungesund aber durchaus viel effektiver wie die von Ärzten vorgegebene Gewichtsreduktion von 1 bis 1,5 kg pro Woche. Ich fühlte mich anschließend jedenfalls pudelwohl.
Soll noch einmal jemand sagen, Fast Food wäre ungesund und macht dick. Als Single ernährte ich mich ausschließlich von Döner, Buletten und Co und hielt mein Gewicht damit ein ganzes Jahr, nämlich so lange, bis ich meinen Mann kennen lernte. Aha, endlich einer auf den ich’s schieben kann! Nach 2 Wochen zog mein Schatz zu mir und wollte nicht nur belegte Schnitten zu Mittag auf Arbeit sondern (Etwas warmes braucht der Mensch!) eine ordentliche Mahlzeit am Abend. Da ich für mein Leben gern Herzhaftes esse, kann ich natürlich nicht nur zugucken, wenn er abends ein Schnitzel verspeist. Fazit: Nach jeder Grillsaison und nach jeder Advents- und Weihnachtszeit blieben mindestens 2 kg hängen.
Kinderwunsch kam auf! Deshalb wurde die Pille abgesetzt, was nach 15 Jahren Einnahme meinen ganzen Hormonhaushalt durcheinander brachte. Kind ist noch nicht da, dafür innerhalb eines Jahres 10 kg mehr.
Matricur wurde probiert. Ohne Erfolg! Ich frage mich bei wem der Schwamm aufgeht und den Hunger dämpft, bei mir im Magen jedenfalls nicht! Apfelessig-Tabletten, Ananas-Dragees, Slim Fast und ähnliches folgten. Ebenfalls erfolglos!
Es wurde noch schlimmer, denn durch die PC-Arbeit fing meine Wirbelsäule an zu nerven. Und was macht man, wenn man Schmerzen hat? Still halten! Muskelaufbau im Rücken wurde ärztlich empfohlen. Die Anleitung im Fitness-Studio war jedoch so toll, da sie nur so lange anhielt, bis man einen Jahresvertrag verkauft hatte, dass die Schmerzen noch schlimmer wurden. Also gab ich auf! Zugegebenermaßen sicher zu schnell!
Da ich nicht nur die Adipositas sondern auch noch eine Venenschwäche erblich erworben habe, kam voriges Jahr noch eine Thrombose dazu, und die machte das Kraut fett!
Ich bin jetzt bei 85 kg angekommen und es muss unbedingt etwas passieren!
Ich bin davon überzeugt, dass meine Fehler nicht nur in der Ernährung liegen, sondern einfach an der fehlenden Bewegung!
Als Schritt Nr. 1 habe ich mir einen Heimtrainer angeschafft.
Schritt Nr. 2: Fleisch bleibt. Schwein wird aber durch Rind (sch... auf den Wahn!!!) und Geflügel ersetzt!
Schritt Nr. 3: Es gibt nur noch Vollkornbrötchen!
Schritt Nr. 4: Süßes ist bis auf mein geliebtes Nutella gar nicht mehr im Haus.
Schritt Nr. 5: In meiner Küche findet nur noch kaltgepresstes Olivenöl Verwendung.
Schritt Nr. 6: Es gibt nur noch stilles Mineralwasser, wie Ihr in meinem Bericht über Volvic nachlesen könnt.
Schritt Nr. 7: 2 x in der Woche geht’s ins Bodicare 2000 (siehe meinen Fitness-Bericht)
Schritt Nr. 8: Zu guter letzt hoffe ich, das bei unserer Haussanierung ein paar Kilos draufgehen.
Was aber sagen die Ernährungsberater?
„Man soll weniger, dafür konsequent wertvoll essen!“
Stimmt, doch deren Gehälter stören sich wahrscheinlich nicht an den aktuellen Gemüsehändler-Euro-Preisen!
„Verteilen Sie die Nahrung auf 3 Haupt- und 2 Zwischenmahlzeiten. Essen Sie langsam und in Ruhe.“
Toll, ob die auch Stress auf Arbeit und zu Hause haben?
„Essen Sie wenig Fett und Zucker.“
Ist so weit okay, siehe Schritt 2 bis 6.
„Kontrollieren Sie Ihr Körpergewicht.“
Seit 5 Jahren schockt mich meine Waage jeden Morgen aufs Neue!
„Achten Sie auf die Bekömmlichkeit der Speisen. Meiden Sie grobes Gemüse, Hülsenfrüchte etc.“
Stimmt! Vor kurzem erfuhr mein Mann, dass seine Hautunreinheiten von seinem übermäßigem Salatgenuss stammen.
Leider hat gesunde Ernährung 2 große Nachteile.
Erstens: Vieles was gesund ist, schmeckt nicht! Das merkt man schon als Kind, wenn einen die Mütter mit Spinat quälen.
Zweitens: Wenn gesundes doch schmeckt ist es teuer! Bestes Beispiel: Frischer Seefisch!
Was ich ebenfalls nicht wusste, bei meiner Kur im vorigen Jahr wurde mir gesagt, dass man bei einer Diät im Höchstfall 3 Stücke Obst am Tag verzehren soll. Schuld ist der Fruchtzucker! Obst ist aber für mich die einzige echte Alternative zum Salat. Ich bin schließlich als Mensch und nicht als Karnickel geboren!
„Verwenden Sie wenig Salz.“
In Griechenland habe ich für 100,- DM ausreichend andere Gewürze eingekauft, deshalb in Ordnung.
„Trinken Sie wenig Kaffe und meiden Sie Alkohol ganz.“
Das bittere, schwarze Gesöff schmeckt mir eh nicht. Doch wer sitzt zur Party am Wochenende schon gerne auf dem Trockenen?
Kundig gemacht habe ich mich ebenfalls, welche Naturheilverfahren bei einer Gewichtsreduktion helfen.
Bei „Frust-Essern“ rät man zum Atem- und Entspannungstraining. Leider gehöre ich nicht zu dieser Gruppe. Empfehlen kann ich jedoch die „Progressive Muskelentspannung“, denn bei meinen Rückenschmerzen hat mir diese Art der Therapie sehr geholfen.
Statt Joggen empfiehlt man „Walking“. Damit kann ich mich auch eher anfreunden!
Auch Kneippsche Anwendungen und Sauna sollen beim Abspecken behilflich sein. Letzteres fällt bei mir aufgrund der Thrombose flach. Wasseranwendungen empfehle ich weiter. Sie kosten zwar Überwindung, doch letztendlich fühlt man sich wie neugeboren!
Manchmal sind aber auch Wasseransammlungen im Körper am Übergewicht dran schuld. Hier empfiehlt die Naturmedizin Heilpflanzen, nämlich: Birkenblätter, Goldrutenkraut, Brennnessel, Löwenzahn, Bohnenschalen, Zinnkraut, Lein- und Flohsamen, Nierentee und (Hmmmmm! Schon wieder lecker und gleichzeitig teuer!) Spargel!
Und warum ist der teuer? Weil man um die Preise oben zu halten, jedes Jahr einen großen Teil der Ernte einfach vernichtet, wie ich aus guter Quelle weiß. Das alles auf Kosten unserer Gesundheit! Und kommt mir jetzt nicht mit dem holzigen Gelumpe ohne Geschmack, was man auf dem Markt aus Spanien anbietet!
Ich werde hier auf jeden Fall in einiger Zeit über meine Erfolge oder Nicht-Erfolge berichten und grüße mit diesem Beitrag alle meine Leidensgefährten!!!
WAS IST DAS??? SCHREI!!!
IRGENDETWAS ANSTECKENDES???
Meine Freundin, Krankenschwester von Beruf, brachte mir Aufklärung. Sie übersetzte die Weißkittel-Sprache in mir verständliches Deutsch. Fettleibigkeit war mir da schriftlich bescheinigt wurden. Nun ja, ich war immer schon kein Strich in der Landschaft sondern eher kräftig gebaut. Allerdings denke ich, dass ich am Strand vor Greenpeace noch keine Angst haben muss. Warum also gleich Fettleibigkeit???
Seither habe ich mich näher mit der Materie befasst und habe dabei interessante Dinge entdecken müssen:
FAKT 1:
Übergewicht beginnt bei den Medizinern bereits bei 10% über dem Normalgewicht(Körpergröße abzgl. 100). Die sogenannte Adipositas beginnt dann bei 20% über dem Normalen. Da ich bei 164 cm Länge 85 kg mit mir rumschleppe ist das dann wohl der Fall!
FAKT 2:
Übergewicht verursacht Krankheiten oder erhöht zumindest das Risiko.
Ich kann nur sagen: Stimmt! Mit 20 kg weniger nervten weder meine Rücken- noch Venenprobleme.
FAKT 3:
Es bestehen, auch wenn die Dünnen das immer als Ausrede verteufeln, ganz klar nachgewiesen erbliche Veranlagungen. Auch das trifft bei mir zu. Keiner meiner Verwandten war oder ist gertenschlank.
Nächste Frage: WO ZUM KUCKUCK KOMMT DER SPECK EIGENTLICH HER???
Ich habe mich belesen: Zwischen 30 und 50 Prozent der deutschen Bevölkerung haben das gleiche Problem wie ich. Na, stehe ich wenigstens nicht alleine da!!!
Die körperliche Arbeit wird immer weniger, das Essen dafür immer leckerer und verführerischer.
Um noch einmal auf die Gene zurück zu kommen: Anhand von Versuchen konnte man nachweisen, dass einige Leute (He, vielleicht auch ich?!) nicht zu viel essen. Ihr Körper hat vielmehr einen angeborenen gestörten Stoffwechsel, der auf Sparflamme arbeitet. Das heißt auf deutsch: Sie schauen die Schnitte nur an und sie ist auf den Rippen!
Und wie war es bei mir?
Erst einmal meine Vorgeschichte: Ich hatte bis 19 ein Gewicht von unter 60 kg. Durch einen Motorradunfall im Jahr 1990 erlitt ich einen schweren Beinbruch und habe darauf heute noch 20% Dauerschaden. Bei ½ Jahr Gips sieht es ziemlich schlecht mit Sport und Bewegung aus.
Außerdem bin ich schon äußerst unsportlich auf die Welt gekommen. Sportarten, die mir Spaß machen, müssen mit Wasser verbunden sein! Schwimmen meine Welt! Doch ich kann bis heute nicht die Leute begreifen, die bei der größten Hitze auf dem Fahrrad schwitzen, x Runden um den Block rennen oder sich im Fitness-Studio schinden. Auch wenn mich jetzt alle steinigen: Sport ist Mord und Massensport ist Massenmord!
Noch schlimmer ist Sport in TV und Zeitung! Wenn ich mir am Montag eine Tageszeitung kaufe, egal ob die Märchenzeitung „BILD“ oder ein seriöses Blatt, möchte ich gerne wissen, was am Wochenende in der Welt passiert ist und nicht 2 Seiten Nachrichten und 5 Seiten Berichte über die Bundesliga und ähnliches lesen. Wer das lesen will, mag sich gefälligst den „Kicker“ kaufen!
Wie gut, dass ich ein seltenes Exemplar der männlichen Gattung ergattert habe, der auch der Meinung ist, dass sich jeder der 20 einen Ball kaufen sollte, statt sich um einen zu streiten.
Nichts desto trotz, während meiner Krankheit wechselte die HO zu Spar und ich lernte gleich die „golden glänzenden Seiten“ der Wende kennen, denn ich wurde wegen meiner Krankheit arbeitslos. Da mir mein Arzt empfahl, mit dem Bein nicht mehr den ganzen Tag in der Fleischerei zu stehen, schulte ich in einer Reha-Maßnahme zur Industriekaufrau um. Das hieß wieder 2 Jahre sitzen. Ich Glückliche wurde dann auch noch von meinem Praktikumsbetrieb als Sekretärin übernommen und das bedeutete dann, fast wieder nur auf Arbeit sitzen. Der Job machte mir großen Spaß. Öfters wurden aber aus den 8 gleich mal 12 Stunden und wer hat nach dem Stress dann noch Bock auf Bewegung? Es kam wie es kommen musste, mein Gewicht stieg auf 82,5 kg.
Dann kam der große Knall: Die Beziehung zu meinem damaligen Lebensgefährten ging nach 6 ½ Jahren in die Brüche. Im übrigen lag das daran, dass er 5 mal in der Woche Jiu Jitsu betrieb und am Wochenende als lediger Cop meist im Dienst war. Noch einmal: ICH HASSE SPORT!!!
Die Sache ging mir natürlich mächtig an die Nieren bzw. auf den Magen und nach 6 Wochen Dauerwürfelhusten war ich bei 62,5 kg angekommen. Diese Art der Gewichtsabnahme ist wahrscheinlich sehr ungesund aber durchaus viel effektiver wie die von Ärzten vorgegebene Gewichtsreduktion von 1 bis 1,5 kg pro Woche. Ich fühlte mich anschließend jedenfalls pudelwohl.
Soll noch einmal jemand sagen, Fast Food wäre ungesund und macht dick. Als Single ernährte ich mich ausschließlich von Döner, Buletten und Co und hielt mein Gewicht damit ein ganzes Jahr, nämlich so lange, bis ich meinen Mann kennen lernte. Aha, endlich einer auf den ich’s schieben kann! Nach 2 Wochen zog mein Schatz zu mir und wollte nicht nur belegte Schnitten zu Mittag auf Arbeit sondern (Etwas warmes braucht der Mensch!) eine ordentliche Mahlzeit am Abend. Da ich für mein Leben gern Herzhaftes esse, kann ich natürlich nicht nur zugucken, wenn er abends ein Schnitzel verspeist. Fazit: Nach jeder Grillsaison und nach jeder Advents- und Weihnachtszeit blieben mindestens 2 kg hängen.
Kinderwunsch kam auf! Deshalb wurde die Pille abgesetzt, was nach 15 Jahren Einnahme meinen ganzen Hormonhaushalt durcheinander brachte. Kind ist noch nicht da, dafür innerhalb eines Jahres 10 kg mehr.
Matricur wurde probiert. Ohne Erfolg! Ich frage mich bei wem der Schwamm aufgeht und den Hunger dämpft, bei mir im Magen jedenfalls nicht! Apfelessig-Tabletten, Ananas-Dragees, Slim Fast und ähnliches folgten. Ebenfalls erfolglos!
Es wurde noch schlimmer, denn durch die PC-Arbeit fing meine Wirbelsäule an zu nerven. Und was macht man, wenn man Schmerzen hat? Still halten! Muskelaufbau im Rücken wurde ärztlich empfohlen. Die Anleitung im Fitness-Studio war jedoch so toll, da sie nur so lange anhielt, bis man einen Jahresvertrag verkauft hatte, dass die Schmerzen noch schlimmer wurden. Also gab ich auf! Zugegebenermaßen sicher zu schnell!
Da ich nicht nur die Adipositas sondern auch noch eine Venenschwäche erblich erworben habe, kam voriges Jahr noch eine Thrombose dazu, und die machte das Kraut fett!
Ich bin jetzt bei 85 kg angekommen und es muss unbedingt etwas passieren!
Ich bin davon überzeugt, dass meine Fehler nicht nur in der Ernährung liegen, sondern einfach an der fehlenden Bewegung!
Als Schritt Nr. 1 habe ich mir einen Heimtrainer angeschafft.
Schritt Nr. 2: Fleisch bleibt. Schwein wird aber durch Rind (sch... auf den Wahn!!!) und Geflügel ersetzt!
Schritt Nr. 3: Es gibt nur noch Vollkornbrötchen!
Schritt Nr. 4: Süßes ist bis auf mein geliebtes Nutella gar nicht mehr im Haus.
Schritt Nr. 5: In meiner Küche findet nur noch kaltgepresstes Olivenöl Verwendung.
Schritt Nr. 6: Es gibt nur noch stilles Mineralwasser, wie Ihr in meinem Bericht über Volvic nachlesen könnt.
Schritt Nr. 7: 2 x in der Woche geht’s ins Bodicare 2000 (siehe meinen Fitness-Bericht)
Schritt Nr. 8: Zu guter letzt hoffe ich, das bei unserer Haussanierung ein paar Kilos draufgehen.
Was aber sagen die Ernährungsberater?
„Man soll weniger, dafür konsequent wertvoll essen!“
Stimmt, doch deren Gehälter stören sich wahrscheinlich nicht an den aktuellen Gemüsehändler-Euro-Preisen!
„Verteilen Sie die Nahrung auf 3 Haupt- und 2 Zwischenmahlzeiten. Essen Sie langsam und in Ruhe.“
Toll, ob die auch Stress auf Arbeit und zu Hause haben?
„Essen Sie wenig Fett und Zucker.“
Ist so weit okay, siehe Schritt 2 bis 6.
„Kontrollieren Sie Ihr Körpergewicht.“
Seit 5 Jahren schockt mich meine Waage jeden Morgen aufs Neue!
„Achten Sie auf die Bekömmlichkeit der Speisen. Meiden Sie grobes Gemüse, Hülsenfrüchte etc.“
Stimmt! Vor kurzem erfuhr mein Mann, dass seine Hautunreinheiten von seinem übermäßigem Salatgenuss stammen.
Leider hat gesunde Ernährung 2 große Nachteile.
Erstens: Vieles was gesund ist, schmeckt nicht! Das merkt man schon als Kind, wenn einen die Mütter mit Spinat quälen.
Zweitens: Wenn gesundes doch schmeckt ist es teuer! Bestes Beispiel: Frischer Seefisch!
Was ich ebenfalls nicht wusste, bei meiner Kur im vorigen Jahr wurde mir gesagt, dass man bei einer Diät im Höchstfall 3 Stücke Obst am Tag verzehren soll. Schuld ist der Fruchtzucker! Obst ist aber für mich die einzige echte Alternative zum Salat. Ich bin schließlich als Mensch und nicht als Karnickel geboren!
„Verwenden Sie wenig Salz.“
In Griechenland habe ich für 100,- DM ausreichend andere Gewürze eingekauft, deshalb in Ordnung.
„Trinken Sie wenig Kaffe und meiden Sie Alkohol ganz.“
Das bittere, schwarze Gesöff schmeckt mir eh nicht. Doch wer sitzt zur Party am Wochenende schon gerne auf dem Trockenen?
Kundig gemacht habe ich mich ebenfalls, welche Naturheilverfahren bei einer Gewichtsreduktion helfen.
Bei „Frust-Essern“ rät man zum Atem- und Entspannungstraining. Leider gehöre ich nicht zu dieser Gruppe. Empfehlen kann ich jedoch die „Progressive Muskelentspannung“, denn bei meinen Rückenschmerzen hat mir diese Art der Therapie sehr geholfen.
Statt Joggen empfiehlt man „Walking“. Damit kann ich mich auch eher anfreunden!
Auch Kneippsche Anwendungen und Sauna sollen beim Abspecken behilflich sein. Letzteres fällt bei mir aufgrund der Thrombose flach. Wasseranwendungen empfehle ich weiter. Sie kosten zwar Überwindung, doch letztendlich fühlt man sich wie neugeboren!
Manchmal sind aber auch Wasseransammlungen im Körper am Übergewicht dran schuld. Hier empfiehlt die Naturmedizin Heilpflanzen, nämlich: Birkenblätter, Goldrutenkraut, Brennnessel, Löwenzahn, Bohnenschalen, Zinnkraut, Lein- und Flohsamen, Nierentee und (Hmmmmm! Schon wieder lecker und gleichzeitig teuer!) Spargel!
Und warum ist der teuer? Weil man um die Preise oben zu halten, jedes Jahr einen großen Teil der Ernte einfach vernichtet, wie ich aus guter Quelle weiß. Das alles auf Kosten unserer Gesundheit! Und kommt mir jetzt nicht mit dem holzigen Gelumpe ohne Geschmack, was man auf dem Markt aus Spanien anbietet!
Ich werde hier auf jeden Fall in einiger Zeit über meine Erfolge oder Nicht-Erfolge berichten und grüße mit diesem Beitrag alle meine Leidensgefährten!!!
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