Fleißiges Lieschen Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Erfahrungsbericht von LeaofRafiki
Madame Biedermann
Pro:
sehr blühwillig
Kontra:
regenempfindlich und pflegeaufwendig
Empfehlung:
Ja
Nachdem ich diese Kategorie entdeckt habe, kann ich nicht umhin, auch meinen Senf dazuzugeben - allerdings gestaltet sich das diesmal problematisch... Ich bin hin- und hergerissen zwischen den Vorzügen dieser Pflanze und meinem „ich mag sie nicht\". Also schaun wir mal, was ich daraus mache..
Zuerst begeb ich mich mal auf relativ sicheres Terrain, nämlich die Beschreibung der Pflanze:
Das „Fleissige Lieschen\" (impatiens wallerana) ist eine einjährige Beet- und Balkonpflanze. Sie wird ca. 10-15 cm hoch und ist von buschigem Wuchs. Die kleinen Blätter sind von kräftigem Grün, ihre Blütezeit reicht von Anfang des Sommers (Juni) bis zum Herbstbeginn (ca. Oktober), wobei sie nicht winterhart ist.
Einen angenehmen Duft konnte ich nicht feststellen, ich empfand ihn sogar eher als unangenehm, aber die Pflanze wird ja nicht wegen ihres Duftes sondern wegen ihrer Blühfreudigkeit gekauft.
Und da macht sie ihrem (deutschen) Namen alle Ehre, sie ist wirklich sehr, sehr fleißig, was das Hervorbringen neuer Blüten angeht.
Die Blüten selbst, von weiß über rosa und rot bis hin zu lila gehend, je nach Züchtung, sind einzeln gesehen zwar auch recht unscheinbar, machen dies aber in ihrer Fülle wieder gut.
Als Standort bevorzugt das Fleissige Lieschen eine halbschattigen bis sonnige Lage, auf jeden Fall viel Licht - und ausreichend Wasser. Wassermangel, wenn z.B. das Erdreich zu ausgetrocknet ist, erkennt man schnell, denn dann ist sie gleich ein schlappes Bild des Jammers. Aber auch zu viel Wasser, egal ob aus der Gießkanne oder von Petrus geschickt, mag sie überhaupt nicht, wie ich vergangenes Jahr feststellen durfte. Die sehr zarte Blütenblättchen kleben dann schnell aneinander oder auf das grüne Laub und sind nur sehr schwer wieder abzupulen - worin sie der Petunie recht ähnlich ist. .
Hiermit komme ich auch gleich zur Pflege dieser Pflanze.
Nicht nur sie selbst ist äußerst fleißig, nein, sie erwartet dies auch von ihrem Gärtner resp. ihrer Gärtnerin: während der Blühperiode, die ja recht lang ist, ist jeden Tag ausputzen angesagt. D.h. alles Verblühte und evtl. aus Übersehenem sich entwickelt habende Samenstände abknipsen, was am besten mit Daumen und Zeigefinger geht - und eine mühevolle Kleinarbeit ist, und bei drei bepflanzten Balkonkästen entsprechend Zeit fordert.
Gottlob hatte ich keine Probleme mit Schädlingen (wie Blattläusen oder üblerem), kann dazu also nichts sagen.
Vom Preis her war sie (vergangenes Jahr) akzeptabel, ich hab für ein kleines Zehnerset im Baumarkt knapp € 4,00 bezahlt. Klein deswegen, weil die Pflänzchen wirklich sehr klein waren, sich im Laufe des Sommers aber zu prächtigen Pflanzen entwickelt haben, auch ohne daß ich mit Düngergaben o.ä. nachgeholfen habe - dazu bin ich meist zu faul...
Klar kann man sie auch aus Samen selber ziehen, was i.d. R. auch preiswerter ist, aber da ich mit im Zimmer vorgezogenen Pflanzen keine guten Erfahrungen gemacht habe und nur noch Samen von und für Freilandpflanzen kaufe, mangelt es mir auch da an Erfahrung.
Auch mache ich mir um das Überwintern von Balkonpflanzen keinen großen Kopf mehr, die wenigen Überwinterungsplätze in meiner Wohnung sind meinen Lantanen (Wandelröschen) und Avokados vorbehalten, die sich mittlerweile daran gewöhnt haben, daß siewinters eigentlichviel zu warm stehen.
Tja, nun kommt der Moment der Wahrheit, sprich, die Erklärung, warum ich diese Pflanzen, trotz ihrer Blühwilligkeit nicht mag:
Sie sehen mir einfach zu bieder aus. Vielleicht verbinde ich auch gedanklich die falschen Vorstellungen (oder Erinnerungen) mit ihr, aber auch ihre Farbgebung ist nicht so mein Fall. Ich persönlich mag lieber kräftige Gelb- und Orangetöne, meine seit Jahren erklärten Lieblingsblumen sind Calendula (Ringelblume) und Petunie, speziell die Petunia Million Bells Terracot und daß vergangenes Jahr ausgerechnet auf meiner Terrasse das Fleissige Lieschen, in schlichtem tomatenrot, zu finden war, lag schlichtweg daran, daß sie im Sonderangebot waren und ich es einfach mal mit ihm ausprobieren wollte.
Ich empfand sie, was ihren Pflegebedarf (ich sag nur Ausputzen) angeht, sehr anspruchsvoll, obwohl sie ansonsten recht anspruchslos sind und wenn ich schon so viel Mühe aufwenden muß, dann lieber für Pflanzen, die ich persönlich sehr sehr schön finde - und die mit norddeutschem, wasserreichen Schietwedder besser klarkommen.
Fazit:
Für viele eine gewiss sehr schöne und dankbare Pflanze - in meinem Garten und auf meiner Terrasse allerdings nicht mehr anzufinden.
© LeaofRafiki 08.04.2003
***************************************************
ACHTUNG FAKERSCHUTZ: Ich poste meine Berichte lieber selber und unter gleichem Nick regelmäßig bei Ciao, häufig bei Yopi, nach dem Relaunch selten Dooyoo, und noch seltener auf irgendwelchen anderen Plattformen, aber dafür vielleicht auf meiner Homepage *grins*
Zuerst begeb ich mich mal auf relativ sicheres Terrain, nämlich die Beschreibung der Pflanze:
Das „Fleissige Lieschen\" (impatiens wallerana) ist eine einjährige Beet- und Balkonpflanze. Sie wird ca. 10-15 cm hoch und ist von buschigem Wuchs. Die kleinen Blätter sind von kräftigem Grün, ihre Blütezeit reicht von Anfang des Sommers (Juni) bis zum Herbstbeginn (ca. Oktober), wobei sie nicht winterhart ist.
Einen angenehmen Duft konnte ich nicht feststellen, ich empfand ihn sogar eher als unangenehm, aber die Pflanze wird ja nicht wegen ihres Duftes sondern wegen ihrer Blühfreudigkeit gekauft.
Und da macht sie ihrem (deutschen) Namen alle Ehre, sie ist wirklich sehr, sehr fleißig, was das Hervorbringen neuer Blüten angeht.
Die Blüten selbst, von weiß über rosa und rot bis hin zu lila gehend, je nach Züchtung, sind einzeln gesehen zwar auch recht unscheinbar, machen dies aber in ihrer Fülle wieder gut.
Als Standort bevorzugt das Fleissige Lieschen eine halbschattigen bis sonnige Lage, auf jeden Fall viel Licht - und ausreichend Wasser. Wassermangel, wenn z.B. das Erdreich zu ausgetrocknet ist, erkennt man schnell, denn dann ist sie gleich ein schlappes Bild des Jammers. Aber auch zu viel Wasser, egal ob aus der Gießkanne oder von Petrus geschickt, mag sie überhaupt nicht, wie ich vergangenes Jahr feststellen durfte. Die sehr zarte Blütenblättchen kleben dann schnell aneinander oder auf das grüne Laub und sind nur sehr schwer wieder abzupulen - worin sie der Petunie recht ähnlich ist. .
Hiermit komme ich auch gleich zur Pflege dieser Pflanze.
Nicht nur sie selbst ist äußerst fleißig, nein, sie erwartet dies auch von ihrem Gärtner resp. ihrer Gärtnerin: während der Blühperiode, die ja recht lang ist, ist jeden Tag ausputzen angesagt. D.h. alles Verblühte und evtl. aus Übersehenem sich entwickelt habende Samenstände abknipsen, was am besten mit Daumen und Zeigefinger geht - und eine mühevolle Kleinarbeit ist, und bei drei bepflanzten Balkonkästen entsprechend Zeit fordert.
Gottlob hatte ich keine Probleme mit Schädlingen (wie Blattläusen oder üblerem), kann dazu also nichts sagen.
Vom Preis her war sie (vergangenes Jahr) akzeptabel, ich hab für ein kleines Zehnerset im Baumarkt knapp € 4,00 bezahlt. Klein deswegen, weil die Pflänzchen wirklich sehr klein waren, sich im Laufe des Sommers aber zu prächtigen Pflanzen entwickelt haben, auch ohne daß ich mit Düngergaben o.ä. nachgeholfen habe - dazu bin ich meist zu faul...
Klar kann man sie auch aus Samen selber ziehen, was i.d. R. auch preiswerter ist, aber da ich mit im Zimmer vorgezogenen Pflanzen keine guten Erfahrungen gemacht habe und nur noch Samen von und für Freilandpflanzen kaufe, mangelt es mir auch da an Erfahrung.
Auch mache ich mir um das Überwintern von Balkonpflanzen keinen großen Kopf mehr, die wenigen Überwinterungsplätze in meiner Wohnung sind meinen Lantanen (Wandelröschen) und Avokados vorbehalten, die sich mittlerweile daran gewöhnt haben, daß siewinters eigentlichviel zu warm stehen.
Tja, nun kommt der Moment der Wahrheit, sprich, die Erklärung, warum ich diese Pflanzen, trotz ihrer Blühwilligkeit nicht mag:
Sie sehen mir einfach zu bieder aus. Vielleicht verbinde ich auch gedanklich die falschen Vorstellungen (oder Erinnerungen) mit ihr, aber auch ihre Farbgebung ist nicht so mein Fall. Ich persönlich mag lieber kräftige Gelb- und Orangetöne, meine seit Jahren erklärten Lieblingsblumen sind Calendula (Ringelblume) und Petunie, speziell die Petunia Million Bells Terracot und daß vergangenes Jahr ausgerechnet auf meiner Terrasse das Fleissige Lieschen, in schlichtem tomatenrot, zu finden war, lag schlichtweg daran, daß sie im Sonderangebot waren und ich es einfach mal mit ihm ausprobieren wollte.
Ich empfand sie, was ihren Pflegebedarf (ich sag nur Ausputzen) angeht, sehr anspruchsvoll, obwohl sie ansonsten recht anspruchslos sind und wenn ich schon so viel Mühe aufwenden muß, dann lieber für Pflanzen, die ich persönlich sehr sehr schön finde - und die mit norddeutschem, wasserreichen Schietwedder besser klarkommen.
Fazit:
Für viele eine gewiss sehr schöne und dankbare Pflanze - in meinem Garten und auf meiner Terrasse allerdings nicht mehr anzufinden.
© LeaofRafiki 08.04.2003
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ACHTUNG FAKERSCHUTZ: Ich poste meine Berichte lieber selber und unter gleichem Nick regelmäßig bei Ciao, häufig bei Yopi, nach dem Relaunch selten Dooyoo, und noch seltener auf irgendwelchen anderen Plattformen, aber dafür vielleicht auf meiner Homepage *grins*
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