Flughafen Frankfurt Testbericht

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Erfahrungsbericht von TurboFranky

Mann, ist der Gross!

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

SCHÖN GROSS – ZU GROSS!
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Schön groß – zu groß! So würde ich den Frankfurter Rhein-Main-Flughafen (offiziell: FRAPORT) bezeichnen. Eine Welt für sich, eine Welt mit vielen Geschäften, Restaurants, einem ICE-Bahnhof und S-Bahnstation – aber auch mit sehr, sehr langen Wegen. So spannend dieser einzig „richtige“ deutsche Flughafen ist, so unbequem kann er unter Umständen für den Reisenden werden.

Kleines Beispiel aus der Praxis: Gestern bin ich von Berlin nach Frankfurt (also nach „FRA“) geflogen – der Flug dauerte 50 Minuten. Aufgrund einer überlasteten Verkehrssituation musste die Maschine auf einer Außenposition andocken – der Fußweg vom Gate in die Haupthalle dauerte 12 Minuten, von dort ins Parkhaus waren es weitere zehn Minuten. Somit hatte das „Aussteigen“ am Frankfurter Flughafen halb so lang gedauert wie der gesamte 600-Kilometer-Flug von der Spree an den Main.

Abgesehen von diesen Unannehmlichkeiten ist der Frankfurter Flughafen wirklich eine faszinierende Welt. Ganze Filme und Reportagen wurden bereits darüber gedreht, deshalb kann ich hier nur einen kleinen Teil niederschreiben. Ich möchte mich dabei auf das beschränken, was Euch als Reisende auch mal betreffen könnte. Um Euch die Dimension zu verdeutlichen: Etwa 50.000 Menschen arbeiten am FRAPORT.

(Wichtig: Gegen den Flughafen gibt es jede Menge Vorbehalte, vor allem von Umweltschützern und Anwohnern – darauf gehe ich hier nicht ein, weil dieser meiner Meinung nach ein anderes Thema wäre)

DIE LAGE:
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Der Flughafen Frankfurt liegt etwa 20 Kilometer außerhalb der Stadt und ist mit allen Verkehrsmitteln optimal erreichbar. Das meine ich wirklich ernst und soll keine Lobhymne sein. Mit der S-Bahn braucht man aus der Mitte Mainhattens knapp eine Viertelstunde, im 200-Minuten-Takt fahren die Züge. Ebenso lässt sich der Flughafen mit normalen Zügen, ICE-Zügen oder per Auto (Autobahn A3) erreichen. Wer Leute abliefert, kann bequem vorfahren und kurz anhalten. Wer allerdings jemanden abholen möchte, sollte seinen Wagen in einem der vielen Parkhäuser abstellen. Das kostet zwar ein paar Euro, doch sonst gibt‘s garantiert einen Strafzettel. Um den Wagen während einer reise am Flughafen zu parken, ist es zu teuer.
Kleiner Insider-Tipp: Einfach in einem der Frankfurter Vororte entlang der S-Bahn-Strecke parken und dann die letzten Kilometer mit der S-Bahn oder nem Taxi fahren.

DER FLUGHAFEN:
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Jede halbe Minuten startet oder landet in Frankfurt eine Maschine. Um neben dem Personenverkehr auch die Gütergeschäfte abzuwickeln, wird inzwischen der ehemalige Militärflughafen Hahn im Hunsrück einbezogen. Der Flughafen gehört zu den größten Arbeitgebern der Bundesrepublik und ist der größte Arbeitgeber Hessens. Täglich entstehen hier (und bei den umliegenden „Zulieferbetrieben) neue Jobs. Der FRAPORT besteht aus zwei großen Terminals, die mit einer automatisch gesteuerten Hochbahn (Sky Line) verbunden sind. Terminal 1 wickelt vor allem Inlandsflüge und Lufthansa ab, die meisten Charterflüge und viele Auslandsverbindungen gehen ab Terminal 2. Beide Terminals verfügen über eigene Parkhäuser und An- und Abfahrtmöglichkeiten für Autos, über eigene Restaurants und Geschäfte. Man merkt, dass der FRAPORT stückweise ausgebaut wurde, manche Ecken sehen älter, andere absolut modern aus. Das gilt auch für die Parkhäuser.

SHOPS und Gastro:
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Auf dem Flughafen gelten andere Öffnungszeiten als außerhalb. Viele Geschäfte haben bis spät am Abend offen. Darunter sind neben Friseuren und Klamottenläden auch Änderungsschneidereien (gerne von Fluglinien-Mitarbeitern genutzt), Supermärkte und Elektroshops. Auch eine Apotheke gehört dazu. Früher gab es sogar eine Diskothek („Dorian Gray“), die inzwischen jedoch zugemacht hat.
Restaurants gibt es jede Menge – von der Pizzeria, natürlich auch McDonalds oder etliche Bistros mit Snacks und richtigen Menüs. Allerdings: Zu richtig teuren Flughafenpreisen. Einige der Gastros haben 24 Stunden geöffnet: z.B. Goethe’s Bar, das Schwarzwaldstübchen und McDonalds. Der gesamte Flughafen ist „unterkellert“, neben den Hochglanzgeschäften in den An- und Abflughallen gibt es auch „unten drunter“ jede Menge Shops.

DETAILS:
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CHECK IN – In den beiden Terminals gibt es mehrere hundert Abfertigungsschalter, die eigentlich ganz passabel ausgeschildert sind. Neuerdings bietet die Lufthansa auch Automaten an, mit denen Reisende ihr Gepäck selbst einchecken können (tja, der Personalabbau läuft schleichend) Praktisch: Wer mit der Bahn zum Frankfurter Flughafen reist, kann sein Gepäck bereits auf dem Weg in das Flughafen-Terminal einchecken und muss die Koffer nicht den ganzen Weg schleppen.
LAST-MINUTE – Im Terminal 1 gibt es über den Flugschaltern einen Last-Minute-Markt mit Schaltern aller großen reiseveranstalter. Persönlich habe ich hier schon mehrfach ziemlich günstige Reisen abgestaubt, bei denen man weit über die Hälfte des Katalogpreises sparen kann – kann, nicht muss.
KONTROLLEN - An einer Stelle ist für „Angehörige“ von Reisenden Endstation: Am Zugang zu den „Gates“, den Flugsteigen. Reisende müssen danach noch durch die Sicherheitskontrolle, werden mit Metalldetektoren durchleuchtet. Wer in ein Land außerhalb des „Schengener Abkommens“ reist, muss außerdem durch eine Ausweiskontrolle.
INFORMATIONEN - Ganz praktisch ist übrigens die Internetseite des Frankfurter Flughafens (www.frankfurt-airport.de) Hier kann man sich genau informieren, wo man als Reisender was findet. Und als „Abholer“ kann man leicht herausfinden, ob eine Maschine tatsächlich zur erwarteten Zeit ankommt. Wer will kann hier seine Handynummer eintippen und wird dann automatisch informiert, wenn sich der Flug verspätet.

PERSPEKTIVEN
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Weil selbst der „Flughafen der Superlative“ inzwischen wieder aus den Nähten platzt, soll er nochmals erweitert werden. Rund um Frankfurt hat das schon zu erheblichen Bürgerprotesten geführt. Denn zu den vielen Starts und Landungen gehört natürlich auch eine dementsprechende Lärmbelästigung.

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