Flughafen Los Angeles Testbericht

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Erfahrungsbericht von DolphinSunshine

Schlechte Organisation (Abflug und Tansfer)

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Auf einem Zwischenstop unserer großen Reise im Dezember/Januar nach Neuseeland sind wir für ein paar Tage auch in Los Angeles gewesen. LAX, der Flughafen von Los Angeles ist ein riesiger Flughafen, bei dem man schnell den Überblick verlieren kann. Gott sei Dank mußten wir bisher nie selber unseren Terminal suchen, da wir immer mit einem Mietwagen zum Flughafen gekommen sind, den wir dort abgegeben haben und wurden dann von einem Shuttelbus zum richtigen Terminal gebracht. Bevor ich es vergesse, weiß jemand wofür das „X“ in LAX steht? Ich habe am Flughafen gefragt, aber das konnte mir keiner dort beantworten. Wenn ihr es wüßt, sagt es mir bitte im Kommentar.

Ankunft:
*********

Weiter im Text.... Bei der Ankunft lief alles reibungslos und ohne Komplikationen. Von den Gates wurde man von Schildern gut zu den Immigrationschaltern in der Ankuftshalle geleitet. Die Wartezeiten dort hielten sich trotz der Masse an ankommenden Passagieren in Grenzen und es war alles gut organisiert. Mit der Gepäckausgabe gab es auch keine Probleme, das Gepäck war schnell dort und Gepäckwagen zum Transport standen überall bereit. Auch der Weg zu den Mietstationen der Autovermietungen bzw. zu deren Shuttelbussen war gut ausgeschildert und nach wenigen Minuten warten, befanden wir uns auf dem Weg dorthin.

Abflug:
**************

Die Abflugterminals warfen dann allerdings ein anderes Licht auf den Flughafen. Den Terminal haben wir ja Dank des Shuttelbusses gut gefunden. Dann ging es zunächst zum Abfertigungsschalter der Airline, wo wir unser Gepäck aufgaben und unsere Boardkarten in Empfang nahmen. In der Hoffnung noch nicht sofort zu den Gates zu müssen, da wir noch Zeit hatten bis unser Flug ging, sahen wir uns hoffnungsvoll in der Halle um, ob es denn irgendwelche Geschäfte oder Zeitschriftenläden gab, an denen wir noch Zeit vertrödeln konnten. Die Hoffnung wurde nicht erfüllt, also begaben wir uns gleich zu Sicherheitskontrolle, um zu den Gates und den Dutyfree-Läden zu kommen, damit wir dort die Zeit vertrödeln konnten.

Was mich am meisten erstaunt hat, ist daß jeder zu den Gates in die Abflughalle kommen kann. Man muß nur durch die Sicherheitskontrolle, egal ob mit Bordkarte oder ohne und kann sich dann direkt an den Gates frei bewegen. Daher waren auch an der Sicherheitskontrolle Schilder aufgestellt, daß man Bettlern nichts geben müsse und diese auch nicht für den Flughafen arbeiten (???). Klar, wenn jeder einfach zu den Gates kommen kann, warum sollten Bettler dann nicht ihr Glück bei abreisenden Touristen versuchen? Ich finde das ist keine gute Organisation. Leute, die keine Boardkarte haben, sollten wie an sämtlichen anderen Flughäfen auch, gar nicht erst in den Bereich hinter der Sicherheitskontrolle gelassen werden.

Das nächste was uns erwartete war eine handvoll Geschäften (Dutyfree, aber auch normal), die zu überteuerten Preisen ein wenig Schnickschnack verkauften, aber mehr als vielleicht 5 Geschäfte waren das nicht. Das Duty-Free Angebot hielt sich in Grenzen und Zeit vertrödeln konnte man auch nur bedingt, denn nach ca. 15 Minuten waren wir mit den Shops durch. Als Restaurants gibt es dort 1-4 Fastfood Ketten, deren Essen noch schlechter ist als in den normalen Läden dieser Ketten. (Falls das überhaupt möglich ist). Da man aber meist schon länger unterwegs ist und es auch oft noch dauert bis man wieder etwas zu essen bekommt, laufen die Läden halt trotzdem. Es ist also sinnvoll noch vor dem Erreichen des Flughafens etwas zu essen, damit einem dieser Fraß erspart bleibt.

Das nächste was uns auffiel war, daß es nur recht wenige Sitzplätze in der Abflughalle gibt. Ich schätze mal das höchstens 1/3 der Passiere dort sitzen konnten, der Rest mußte entweder stehen oder sich ein Fleckchen auf dem Boden zum Sitzen suchen. Für mich war das dann sowieso die bessere Alternative, denn an den Wänden und Säulen gab es Steckdosen und da ich ein Laptop dabei hatte, habe ich dann einfach die Wartezeit genutzt, indem ich flux den Laptop mit Strom versorgt habe (Akku war kaputt) und ein wenig Reisetagebuch geschrieben habe.

Soviel zur Abfertigung beim Abflug. Schlimmer war eigentlich der Transfer auf dem Rückflug.

Transfer:
*********

Auf dem Rückflug von Neuseeland aus, mußten wir wieder in Los Angeles zwischen landen und auf unseren Anschlußflug nach Frankfurt warten. Die Wege vom Flugzeug zur Wartehalle für den Anschlußflug waren gut ausgeschildert und man konnte sich auf dem Weg nicht verlaufen. Gut organisiert war vor allem, daß der Transfer im gleichen Terminal stattfand und man nicht erst noch über den halben Flughafen wetzen mußte. Allerdings war die Wartehalle eine Zumutung. Der ganze Wartebereich war von den „normalen Abflug- und Gatebereichen durch Glaswände abgetrennt, so daß man zwar nach draußen gucken, aber nicht nach draußen gehen konnte. Wir kamen uns etwas wie ein Aussätziger vor. Zwar bekam in der Wartehalle ein paar Getränke (Automaten mit Zapfanlage sind bereit gestellt) und es waren auch Toiletten vorhanden, aber ansonsten ist man gefangen und darf nur wieder in das nächste Flugzeug. Ist also nichts mit mal eben die Füße vertreten oder so.

Ich kann das aufgrund der Organisation des Flughafens zwar verstehen (da ja jeder in die Abflugehalle kommt und somit auch ohne Probleme wieder raus) und es ein „Sicherheits- bzw. Einwanderungsproblem“ wäre, wenn man die Transferleute auch wie normale Menschen nach draußen lassen würde, aber dieser Punkt der Organisation von LAX hat mich wirklich geärgert. So ein Flug von Neuseeland nach Deutschland ist nun mal ziemlich lang und die Wartehalle war sehr voll, da wäre ein bischen Beine vertreten irgendwo ganz nett gewesen.

Fazit:
*******

LAX ist bestimmt nicht einer der besten Flughäfen der Welt, aber im großen und ganzen kann man bis auf die Organisation der Abflughallen nicht mehr verlangen. Er ist zweckmäßig und da er riesig ist, wird es auch schwierig sein ihn zu verbessern. Und außerdem verbringt man eh nicht allzu viel Zeit auf dem Flughafen, sondern versucht die Zeit vor dem Abflug halt so kurz wie möglich zu halten.

18 Bewertungen, 4 Kommentare

  • Radar

    19.06.2002, 13:06 Uhr von Radar
    Bewertung: sehr hilfreich

    Alle Flughäfen haben einen sogenannte 3-Letter-Code. Das X bei LAX ist einfach nur ein Platzhalter wie das X in TXL für Berlin - Tegel. Ansonsten war ich mit LAX auch nicht so zufrieden.

  • ChrischMue

    09.04.2002, 22:31 Uhr von ChrischMue
    Bewertung: sehr hilfreich

    A bureaucrat had a brainstorm, and the three-letter system was born, giving a seemingly endless 17,576 different combinations. To ease the transition, existing airports placed an X after the weather station code. The Los Angeles tag became LAX.

  • greinha

    19.03.2002, 08:33 Uhr von greinha
    Bewertung: sehr hilfreich

    seufz... Ich brauch unbedingt Urlaub... Nach dem X habe ich mal bei LAX angefragt, ich liefere die Erklärung (wenn's denn eine gibt), nach!

  • yopi-user

    19.03.2002, 07:55 Uhr von yopi-user
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ich wasr bisher erst einmal dort, muss aber sagen, dass mir eigentlich ncihts negativ aufgefallen ist. Aber das kann auch an der damaligen Müdigkeit gelegen haben *g*