Frank, Anne (1929-1945) Testbericht

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Erfahrungsbericht von yopi-user

Sollte jeder mal gelesen haben

Pro:

gibt Menschenschiksale wieder

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

Ich will an dieser Stelle keine ausführliche Inhaltsbeschreibung zu zu "Tagebuch der Anne Frank" wiedergeben, nein, viel mehr will ich euch meine eigene Meinung zu dieser Veröffentlichung darlegen.
Für diejenigen, die dieses Buch (noch) nicht gelesen haben, will ich aber trotzdem ganz kurz die Hauptszenerie darstellen:

Anne Frank wurde 1929 in Frankfurt/M geboren, wo die Familie bis 1933 lebte. Recht vorausschauend zog die Familie dann nach Amsterdam, um Nazi-Deutschland zu entgehen.
Doch auch Holland wird von den Nazis heimgesucht und so verstecken sich die Familienmitglieder 1942 mit anderen Juden in einem von der Außenwelt abgeschnittenen Bereich eines Hauses, der nunmehr als Heimat dienen soll.
Anne bekommt ein Tagebuch geschenkt, nennt es kurzerhand KITTY und erzählt im seine täglichen Erlebnisse.

Das sollte reichen.

Nachdem ich das Buch schon einmal vor Urzeiten in der Schule durchgearbeitet habe, entdeckte ich es kürzlich wieder in einem Bücherregal. Tja, eigentlich lese ich ein Buch nie zweimal, aber ich dachte mir, hier kann ich mal eine Ausnahme machen.

Anne´s Erlebnisse und Berichte über die Mitbewohner werden von ihr recht detailgenau dargestellt, der Leser kann sich problemlos ein Bild über Wohnsituation und den Mitmenschen machen.
Man erfährt Annes Ängste und Freuden, ihre Vorlieben und ihre Abneigungen.

Tatsächlich versucht man, sich in die Situation hineinzuversetzen, was sehr schwer fällt, denn wer von uns hat schon mal einen Bombenangriff auf den Wohnort miterlebt...?

Anne erzählt gutes über ihre Eltern, aber auch schlechtes. Sie beschreibt eine kleine Liebelei und wartet auf ein baldiges Kriegsende.
Woche für Woche, Monat für Monat ziehen ins Land. Anne wächst heran und beschreibt ihre Gefühle in aller Offenheit.

Ich muss sagen, dass das Buch schon erstaunlich geschrieben ist: Anne´s Alter würde ich vom reinen Text her nicht richtig erraten, sie scheint ihrem tatsächlichen Alter weit voraus gewesen zu sein.
Oft denkt man, nein, dass kann unmöglich eine 13 bzw. 14jährige geschrieben haben. Aber hat sie wohl doch....

An diejenigen, die das Buch nicht kennen:
Erwartet keinen Krimi oder einen überaus spannenden Roman, nein, es ist und bleibt ein Tagebuch.
Viele Erlebnisse wiederholen sich, gleiche Gedanken wurden immer und immer wieder zu Papier gebracht. Doch so ist es passiert.

Fazit:
Ein Buch, das man mal gelesen haben sollte, um sich ein Bild über den Alltag untergetauchter Juden im 2.Weltkrieg machen zu können.
Es fällt jedoch nicht leicht, sich in die Personen hineinzuversetzen, dafür fehlen zumindest mir derartige Situationen.

Aber das sollte nicht davor abschrecken, das Buch zu lesen.

Vielleicht eher im Gegenteil......?!

11 Bewertungen, 1 Kommentar

  • AliAsAliAs

    18.03.2002, 14:57 Uhr von AliAsAliAs
    Bewertung: sehr hilfreich

    Haben wir mal in der schule gelesen. gruß vom alias