Frank, Anne (1929-1945) Testbericht

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Erfahrungsbericht von 111hammi

Das ergreifende Tagebuch der Anne Frank

Pro:

man ist hautnah dabei

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

Vor ein Paar Jahren, ich glaube vor 3, da lasen wir dieses Buch.
Es handelt von einem jungen Mädchen Namens Anne Frank, die eine Jüdin ist und von den Nazis verfolgt wird. Besser gesagt ihre ganze Familie wird verfolgt.
Dieses Buch ist das Tagebuch von Anne Frank, dass sie vom 12. Juni 1942 bis zum 1 August 1944 führte.
Das schreiben fing sie knapp einen Monat bevor sie untertauchten an zu schreiben. Fast jeden Tag schreib sie in ihrem Tagebuch, dass sie Liebevoll Kitty nannte. Sie schrieb, was sie mit erlebten mussten und was über die Nazis im Radio erzählt wurde.


Ihr Tagebuch:
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Sie hatte das Tagebuch zu ihrem Geburtstag geschenkt bekommen. In ihm schrieb sie alles, was sie keinen anvertrauen wollte. Ihr Tagebuch war also ihre beste Freundin.

Das Untertauchen:
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Das Untertauchen ging mächtig schnell. Am Mittwoch, dem 8.07 kam ein Anruf, mit dem Befehl sofort Unter zu tauchen. Alle waren aufgeregt aber sie taten, was die Stimme am Telefon befohl.
Doch was ihnen noch fehlte war ein gutes und vor allem sicheres Versteck.
Der Vater überlegte nicht lange und kam zu dem Entschluss, dass in seinem Bürogebäude ein sicheres und gutes Versteck wäre. Um genauer zu sein ist es ein Hinterhaus.
Nicht lange wurde überlegt, ob es sicher genug ist, sondern es wurden gleich die Sachen gepackt. So viel sie tragen konnten nahmen sie in ihr Versteck. Ein paar Hosen, T-Shirts, Strümpfe und Rucksäcke mit Essen und trinken nahmen sie mit.
Sie nahmen auch ein kleines Radio mit, um verfolgen zu können wo die Nazis zugeschlagen haben und wo sie demnächst zuschlagen werden.
Die Eingangstür wurde als Schrank getarnt und man konnte diesen von hinten abriegeln.
Gute Bekannte, die Familie Van Daan, zogen später auch in das Hinterhaus ein, weil sie auch schon verfolgt wurden.

Das Ausharren:
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Es war langweilig und ungemütlich in dem Unterschlupf.
Die Wohnung war über einem Bürogebäude und man konnte die Stimmen der Leute im Büro hören.
Das schwerste war, dass man am Tag keine Toilette benutzen durfte wegen des Krachs, nicht laufen durfte wegen der knarksten Dielen und nicht reden dürfte. Würde es jemand mitbekommen, dann wären sie fällig.
Am 9.10.1944 dann die erste, erschreckende Nachricht. Bekannte von der Familie frank werden alle Festgenommen und nach Westerbork gebracht, dem großen Judenlager in Drente.
In diesem Lager gibt es mehrere Tausende Juden, die später hingerichtet werden sollen.
In dem Lager gibt es kaum zu Essen, ein paar Waschbecken mit Wasser für eine Stunde pro Tag für alle Juden und die Köpfe werden einen kahl rasiert.
Hier gibt es kein Entrinnen aus diesem "Gefängnis".
Mittlerweile gibt es sieben Versteckte im Hinterhaus und ein achter will sich hinzugesellen. Es ist Dussel, der ebenfalls verfolgt wird.
Anne und die anderen machen sich Gedanken über den Platz.
Doch andererseits... "wie wäre es, wenn wir an Dussels stelle wären?" fragte sich Annes Mutter. "Wir würden auch um Hilfe winseln".
13.01.1943: Anne erzählt über den Krieg. Tag und Nacht werden Menschen weggeschleppt, die nichts anderes bei sich haben, als einen Rucksack und etwas Geld. Das Geld wird ihnen weggenommen und die Familie wird zerrissen.
Jedes mal, wenn jemand den Flur entlang ging, zitterten alle und hofften, dass der jenige schnell wieder vorbei geht.
Doch leider half alles nix. Sie wurden doch aufgefunden. Anne Frank und die anderen bis auf den Vater wurden von den Nazis verschleppt und in ein KZ gebracht und dort später hingerichtet.
Der letzte Eintrag von Anne war am 1 August 1944.

Und so ist es passiert:
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Am 4 August hielt ein Auto um ca. 10 UHR vor dem Versteck. Aus dem Auto traten der uniformierte SS-Oberscharführer und mindestens 3 holländische Helfer von der Grünen Polizei. Die Grüne Polizei verhaftete die 8 Untergetauchten.
Am selben tag noch kamen sie ins Untersuchungsgefängnis. Sie wurden in verschiedene Gefängnisse und Lager gebraucht, bis auf Kleinmann, einem Freund von der Familie Frank, dem es gesundheitlich sehr schlecht ging. Er starb jedoch 1959 in Amsterdam. Kugler gelang erst 28. 3. die Flucht, kurz vor der Einweisung in eines der KZs in Deutschland.

Nach Aussagen von Otto Frank, dem einzigen Überlebenden, wurde Herman van Pels kurz vor seiner Vergasung hingerichtet.
Fritz Pfeffer (Dussel) starb im KZ Neuengamme. Hier wurde er durch das KZ Buchenwald hingebracht und hingerichtet.
Anne und ihre Schwester Margot wurden Ende Oktober in die Lüneburger Heide deponiert. Sie starben durch die Folgen der katastrophalen Hygienezuständen im inter 1944/45
Otto Frank überlebte in einem KZ als einzigster der Untergetauchten.
Er war auch der jenige, der Annes Tagebuch zum Druck frei gab.
Unter diesem Link http://www.annefrank.nl/dui/afh/afh.html sieht man noch einmal die Untergetauchten mit einer kurzen Beschreibung von Anne Frank.


Ein Konzentrationslager:
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Da ich selbst schon mal eins in Buchenwald besucht habe, kann ich viel darüber erzählen.
Es geht einem schon mächtig nahe, wenn man ein riesiges Feld sieht, auf dem früher Juden in Massen standen und verbrannt wurden.
Ein solches Konzentrationslager stand meistens in der Nähe von einer Eisenbahnstrecke, da die Juden mithilfe von Zügen in das Lager gebracht wurden. Für die Unterbringung der Häftlinge dienten umgebaute Kasernen. Diese Gebäude waren anfangs einstöckig und für jeweils 100 Häftlinge, später dann, umgebaut und aufgestockt, sogar für 1000 der Gefangenen.
In diesen engen Baracken gab es viele Ratten und andere Ungeziefer.
Buchenwald hatte ca. 15 solche Kasernen.
Tat man in den Lagern etwas unerlaubtes bedeutete dies Stockschläge, Pfahlbinden, Dunkelarrest oder Stehzelle. Gehorchte jemand den Leuten der SS nicht, wurde er erschossen oder erhängt. In Buchenwald konnte man eine dafür verwendete Genickschussanlage betrachten. Kein schöner Anblick...
Eine letzte Möglichkeit, diesen "Ungehorsamen" zu töten waren Giftpilze. Man gab sie ihnen und eine Weile später starben sie an den Folgen.
Außerdem waren sie zugleich “Versuchskaninchen“ für neue Medikamente und Arzneimitteln.

Der Tagesablauf der Häftlinge:
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Der Tag eines Häftlings begann um 4 Uhr Morgens und endete um 21 Uhr Abends. Man musste Strohsäcke aufeinander stapeln. Anschließen mussten sie Frühstücken und sich Waschen, wobei es für tausend Häftlinge nur ein paar Brunnen bzw. Waschbecken mit Wasser gab. Dieses war von einer sehr schlechten Qualität.

Zum Frühstück gab es einen halben Liter Kaffee und sonst nix weiter.
Dann begann die Arbeit. Von 6 bis 17 Uhr, ackern bis zur Erschöpfung.
Mittags gab es eine Halbe Stunde Pause, in der sie Mittag gegessen haben. Entweder eine "Suppe mit Fleischbeilage" oder eine Gemüsesuppe.

Das Abendbrot war nach der Arbeit ein, aus 300g Brot, 25g Wurst oder Margarine und einem Esslöffel Marmelade bestehendes Abendbrot.
Erst jetzt durften die Waschräume und Toiletten benutzt werden, denn es gab den ganzen Tag über Wassermangel.

Ein Häftling besaß nichts und hatte keine Rechte. Zum Beispiel bekamen Wachmänner eine Belohnung, wenn sie jemanden erschossen, der aus dem KZ fliehen wollte. Die Konsequenz war, dass die Wachmänner die Häftlinge extra entkommen ließen und anschließen erschossen...


Das Buch hat knapp 300 Seiten, mit ein paar Bildern von Anne und ihren Freundinnen und kostet etwa 7 €.
Der Verlag ist der Fischerverlag.
ISBN: 3-596-11377-6

Außer dem Buch gibt es auch ein Schwarz-Weißfilm. Ihn sollte man sich auf keinen Fall entgehen lassen, da hier die Szenen perfekt nachgespielt werden und alles etwas ausführlicher ist.


Aber am besten ist, wenn ihr dieses Buch selber lest. Denn in meiner meinung kommt es vielleicht nicht ganz so gut, wie im Buch

11 Bewertungen, 6 Kommentare

  • jadte

    19.08.2003, 04:00 Uhr von jadte
    Bewertung: sehr hilfreich

    Der Bericht an sich ist sehr gut geworden. Allerdings hast sehr viele Dinge, vor allem um Anne Frank, verdreht oder falsch dargelegt. Außerdem habe ich viele ihnhaltliche fehler entdeckt z.B. Herman van Pels wurde kurz vor seiner vergasung hingeric

  • Schattenesserin

    18.11.2002, 14:00 Uhr von Schattenesserin
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ein sehr schöner Bericht. Wenn Du Dich für die ganze Geschichte der Familie Frank interessierst, dann kann ich Dir die Biographie nur wärmstens empfehlen!

  • Delüxe-Time

    12.09.2002, 23:29 Uhr von Delüxe-Time
    Bewertung: sehr hilfreich

    is einfach gut geschrieben dis buch :)

  • antjeeule

    22.02.2002, 23:49 Uhr von antjeeule
    Bewertung: sehr hilfreich

    Hallo Christian! Das Tagebuch und auch deinen Besuch in Buchenwald hast du sehr eindrücklich beschrieben. Ich hatte es bereits bei dooyoo gelesen und war dort schon beeindruckt, dass du so schlüssig schreiben kannst. Herzliche Grüße, A

  • Karinkroeger

    16.02.2002, 22:38 Uhr von Karinkroeger
    Bewertung: sehr hilfreich

    Kennst Du schon: http://www.annefrank.nl/ned/default2.html Schönen Gruß Karin.

  • HiRD1

    16.02.2002, 22:32 Uhr von HiRD1
    Bewertung: sehr hilfreich

    Sehr gut geschriebene Meinung. Gruß, Ralf