Frankfurter Rundschau Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Summe aller Bewertungen
- Informationsgehalt:
- Qualität der Artikel & Reportagen:
- Qualität der Bilder und Fotos:
- Unterhaltungswert:
Erfahrungsbericht von TurboFranky
Eine Zeitung baut ab
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Die „FR“ (Frankfurter Rundschau) gehört seit Jahren zu meinen „Morgenzeitungen“. Aber in letzter Zeit hat das Blatt ein bisschen nachgelassen, finde ich. Das fällt mir schon bei den Überschriften auf. Während beispielsweise die „taz“ gerade kreative Höhenflüge erlebt (zum Beipiel zur WM: „Ka(h)n ja mal passieren“), schlafft die Rundschau richtig ab: „Brasilien zerstört deutsche Träume“. Überhaupt klingt’s alles etwas langweilig. „Kanzler will Hartz-Reform rasch“ oder „Ermittlungen wegen Korruptionsverdachts“. Kein Anlass zur Panik: Die „Frankfurter Rundschau“ ist immer noch eine gute Zeitung. Nur mit dem „sehr“ tue ich mich dieser Tage schwer.
Woran liegt’s? Ein Grund mag an den wirtschaftlichen Schwierigkeiten liegen, mit denen die Frankfurter Rundschau wie alle deutschen Zeitungen kämpft. Der zusammengebrochene Werbemarkt hat dazu geführt, dass Redakteure entlassen werden müssen, die „Köpfe hinter der Zeitung“ sind also weniger geworden. Aber kann’s das allein sein? Oder liegt es daran, dass der „linke“ Journalismus sich nach der rot-grünen Regierungsbeteiligung nicht mehr so gut verkauft?
Dazu gleich mehr, zunächst ein...
...Kleiner Überblick für Nicht-FR-Leser
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An normalen Tagen erscheint die Frankfurter Rundschau in einem Umfang von ca. 24 bis 34 Seiten. Der erste Teil beinhaltet das Überregionale, im zweiten Teil kommen zunächst Frankfurt und dann Hessen dran. Die „FR“ kostet 1 Euro.
SEITE 1: Die „Frankfurter Rundschau“ gehört noch zu den Zeitungen, die noch mit einer relativ „unsortierten“ erste Seite mit (in der Regel) einem grossen Foto aufmachen. Unter dem „Kopf“ zeigt eine kleine Leiste, was an Highlights in der aktuellen Ausgabe zu finden ist. Kleine Rubriken liefern „Das Wetter“ sowie eine Randbemerkung, die soganannte „Ecke“.
SEITE 2: Im Gegensatz zu den meisten anderen Zeitungen folgt der Titelseite zunächst das Ausland. Einen kleinen Schwerpunkt setzt dabei die Rubrik „Im Blickpunkt“ (z.B. „Die USA und der Staatsgerichtshof“).
SEITE 3: Wie fast alle anderen überregionalen Zeitungen setzt die „FR“ auf ihrer dritten Seite auf eine Art inhaltlichen „Hintergrund“, der bei der Rundschau schlichtweg „Die Seite Drei“ heisst. Zwei der sechs Spalten auf dieser Seite gehören den Kommentaren.
SEITE 4: Hier kommt – relativ weit hinten – das „Inland“ dran, also die politischen Berichte.
Auf den nächsten Seiten folgen Nachrichten, Dokumentationen, Wirtschaft und Medienseite.
Das soll als kleiner Überblick reichen.
SPURENSUCHE
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Ich glaube, die Frankfurter Rundschau hat neben den werbebedingten Einbußen schlichtweg ein politisches Problem. Vor dem politischen Wechsel 1998 war es für die Zeitungsmacher vom Main relativ einfach. Das „linke“ Blatt musste nur jeden Tag die Kohl-Regierung attackieren und traf damit letztlich auch die Stimmung im Volk. Heute ist es schwerer, als Forum der Sympathisanten von rot-grün harte Worte zu finden, die sich gut verkaufen. Lobhudelei (auch wenn die FR niemals soweit gegangen ist) verkauft sich nunmal schlechter als deutliche Kritik. Aufgrund ihrer ideologischen Ausrichtung (die jede Zeitung hat). Somit wirkt die Frankfurter Rundschau etwas staatstragend.
PERSÖNLICHES FAZIT
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Mit persönlich wirkt die Zeitung inzwischen wirklich etwas zu angepasst. Um es provozierend zu formulieren: Die Alt-68er haben sich in der Regierungsverantwortung eingerichtet, fühlen sich dort ziemlich wohl – ebenso hat sich ihrer Zeitungs-Sprachrohr zur Ruhe gesetzt. Ich vermissen den „Biss“ und die provozierenden Artikel der vergangenen tage. Und finde es schade, dass meine „Rundschau“ so ruhig geworden ist.
Wer keine Frankfurter Rundschau liest, sich aber dennoch einen kleinen Überblick verschaffen möchte, kann mal unter www.fr-aktuell.de reinschauen.
Woran liegt’s? Ein Grund mag an den wirtschaftlichen Schwierigkeiten liegen, mit denen die Frankfurter Rundschau wie alle deutschen Zeitungen kämpft. Der zusammengebrochene Werbemarkt hat dazu geführt, dass Redakteure entlassen werden müssen, die „Köpfe hinter der Zeitung“ sind also weniger geworden. Aber kann’s das allein sein? Oder liegt es daran, dass der „linke“ Journalismus sich nach der rot-grünen Regierungsbeteiligung nicht mehr so gut verkauft?
Dazu gleich mehr, zunächst ein...
...Kleiner Überblick für Nicht-FR-Leser
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An normalen Tagen erscheint die Frankfurter Rundschau in einem Umfang von ca. 24 bis 34 Seiten. Der erste Teil beinhaltet das Überregionale, im zweiten Teil kommen zunächst Frankfurt und dann Hessen dran. Die „FR“ kostet 1 Euro.
SEITE 1: Die „Frankfurter Rundschau“ gehört noch zu den Zeitungen, die noch mit einer relativ „unsortierten“ erste Seite mit (in der Regel) einem grossen Foto aufmachen. Unter dem „Kopf“ zeigt eine kleine Leiste, was an Highlights in der aktuellen Ausgabe zu finden ist. Kleine Rubriken liefern „Das Wetter“ sowie eine Randbemerkung, die soganannte „Ecke“.
SEITE 2: Im Gegensatz zu den meisten anderen Zeitungen folgt der Titelseite zunächst das Ausland. Einen kleinen Schwerpunkt setzt dabei die Rubrik „Im Blickpunkt“ (z.B. „Die USA und der Staatsgerichtshof“).
SEITE 3: Wie fast alle anderen überregionalen Zeitungen setzt die „FR“ auf ihrer dritten Seite auf eine Art inhaltlichen „Hintergrund“, der bei der Rundschau schlichtweg „Die Seite Drei“ heisst. Zwei der sechs Spalten auf dieser Seite gehören den Kommentaren.
SEITE 4: Hier kommt – relativ weit hinten – das „Inland“ dran, also die politischen Berichte.
Auf den nächsten Seiten folgen Nachrichten, Dokumentationen, Wirtschaft und Medienseite.
Das soll als kleiner Überblick reichen.
SPURENSUCHE
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Ich glaube, die Frankfurter Rundschau hat neben den werbebedingten Einbußen schlichtweg ein politisches Problem. Vor dem politischen Wechsel 1998 war es für die Zeitungsmacher vom Main relativ einfach. Das „linke“ Blatt musste nur jeden Tag die Kohl-Regierung attackieren und traf damit letztlich auch die Stimmung im Volk. Heute ist es schwerer, als Forum der Sympathisanten von rot-grün harte Worte zu finden, die sich gut verkaufen. Lobhudelei (auch wenn die FR niemals soweit gegangen ist) verkauft sich nunmal schlechter als deutliche Kritik. Aufgrund ihrer ideologischen Ausrichtung (die jede Zeitung hat). Somit wirkt die Frankfurter Rundschau etwas staatstragend.
PERSÖNLICHES FAZIT
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Mit persönlich wirkt die Zeitung inzwischen wirklich etwas zu angepasst. Um es provozierend zu formulieren: Die Alt-68er haben sich in der Regierungsverantwortung eingerichtet, fühlen sich dort ziemlich wohl – ebenso hat sich ihrer Zeitungs-Sprachrohr zur Ruhe gesetzt. Ich vermissen den „Biss“ und die provozierenden Artikel der vergangenen tage. Und finde es schade, dass meine „Rundschau“ so ruhig geworden ist.
Wer keine Frankfurter Rundschau liest, sich aber dennoch einen kleinen Überblick verschaffen möchte, kann mal unter www.fr-aktuell.de reinschauen.
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