Friedman Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Erfahrungsbericht von TurboFranky
Der härteste Talker!
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Er ist anders, er ist dreist – und er schlägt manchmal ziemlich über die Stränge. Da ist es gar nicht einfach, ein klares Urteil abzugeben, bin da selbst hin- und hergerissen. Unterm Strich würde ich aber sagen: Gut, dass es diese etwas „andere“ Talkshow mit dem etwas „anderen“ Talker gibt. Michel Friedman gibt\'s gleich zweimal: dienstags von 20.15 bis 21.00 Uhr im dritten Programm des Hessischen Rundfunks als \"Vorsicht! Friedman\" und alle 14 Tage mittwochs nach den Tagesthemen um 23 Uhr in der ARD als \"Friedman\".
In meinen Augen ist Friedman endlich mal einer, der tatsächlich fragt und sich nicht einfach von Politikern zulabern lässt. Friedman geht dazwischen, hakt nach. Und gibt sich nicht einfach zufrieden. Klar wirkt das forsch, manche finden ihn ja sogar unverschämt. Aber im Gegensatz zu den vielen netten Talkern (Kerner, Christiansen etc) ist hier mal einer, der unbequem ist und von Politik etwas versteht. Leider übertreibt er es manchmal, lässt seine Gäste gar nicht ausreden und hört – unterstelle ich ihm hiermit – manchmal auch gar nicht zu. Das sollte ein Gastgeber, Moderator oder Talkmaster (wie immer Friedman seine Rolle definiert) doch zumimdest tun.
Ich gucke die Sendung gerne, weil sie schnell ist, es wirklich zu einer handfesten Diskussion und nicht nur zum Abfragen von Standard-Antworten kommt, die wir eh alle schon aus den anderen Talkshows und täglichen Nachrichtensendungen (dort ist Abfragen auch gerechtfertigt) kennen. Mich stört es auch nicht, wenn dabei manchmal alle durcheinander reden (in der ARD hat er einen Gast, im Dritten des HR meist drei Gäste). Friedmans Fragen sind knapp und führen auf den Punkt. Er konfrontiert seine Gäste mit Zitaten und sorgt so dafür, dass sich nicht jeder ständig rausreden kann, wie es ihm gerade passt.
Über die Optik des Moderators kann man streiten. Vielleicht wirkt er zu glatt, in jedem Fall polarisiert er durch seine Art und provoziert. Und was will man als Zuschauer mehr? Das Studio im Frankfurter Maintower, 200 Meter hoch über Mainhatten, ist auch mal was neues. Und das rote Sofa, in dem sich Gast und Gastgeber verschachtelt gegenübersitzen, finde ich eine nette Idee.
Eines sollte sich Friedman jedoch mal überlegen: Er tanzt auf vielen Hochzeiten gleichzeitig. Sein Amt als stellv. Vorsitzender des Zentralrates der Juden in Deutschland, als Kolumnist in Radio und Print und dann noch die Talkshows – irgendwann könnte man ihm so überdrüssig werden, weil er ständig präsent ist.
In meinen Augen ist Friedman endlich mal einer, der tatsächlich fragt und sich nicht einfach von Politikern zulabern lässt. Friedman geht dazwischen, hakt nach. Und gibt sich nicht einfach zufrieden. Klar wirkt das forsch, manche finden ihn ja sogar unverschämt. Aber im Gegensatz zu den vielen netten Talkern (Kerner, Christiansen etc) ist hier mal einer, der unbequem ist und von Politik etwas versteht. Leider übertreibt er es manchmal, lässt seine Gäste gar nicht ausreden und hört – unterstelle ich ihm hiermit – manchmal auch gar nicht zu. Das sollte ein Gastgeber, Moderator oder Talkmaster (wie immer Friedman seine Rolle definiert) doch zumimdest tun.
Ich gucke die Sendung gerne, weil sie schnell ist, es wirklich zu einer handfesten Diskussion und nicht nur zum Abfragen von Standard-Antworten kommt, die wir eh alle schon aus den anderen Talkshows und täglichen Nachrichtensendungen (dort ist Abfragen auch gerechtfertigt) kennen. Mich stört es auch nicht, wenn dabei manchmal alle durcheinander reden (in der ARD hat er einen Gast, im Dritten des HR meist drei Gäste). Friedmans Fragen sind knapp und führen auf den Punkt. Er konfrontiert seine Gäste mit Zitaten und sorgt so dafür, dass sich nicht jeder ständig rausreden kann, wie es ihm gerade passt.
Über die Optik des Moderators kann man streiten. Vielleicht wirkt er zu glatt, in jedem Fall polarisiert er durch seine Art und provoziert. Und was will man als Zuschauer mehr? Das Studio im Frankfurter Maintower, 200 Meter hoch über Mainhatten, ist auch mal was neues. Und das rote Sofa, in dem sich Gast und Gastgeber verschachtelt gegenübersitzen, finde ich eine nette Idee.
Eines sollte sich Friedman jedoch mal überlegen: Er tanzt auf vielen Hochzeiten gleichzeitig. Sein Amt als stellv. Vorsitzender des Zentralrates der Juden in Deutschland, als Kolumnist in Radio und Print und dann noch die Talkshows – irgendwann könnte man ihm so überdrüssig werden, weil er ständig präsent ist.
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