Frosta Tagliatelle Salmone Testbericht

ab 11,87
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Summe aller Bewertungen
  • Geschmack:  gut
  • Geruch:  sehr gut
  • Zubereitung:  schwierig

Erfahrungsbericht von aragorn2000

Essen mit Peter

2
  • Geschmack:  schlecht
  • Geruch:  gut
  • Zubereitung:  leicht
  • Kaufanreiz:  Verpackung

Pro:

hochwertige Zutaten, kein Geschmacksverstärker

Kontra:

Geschmack

Empfehlung:

Nein

Bei Frosta fällt mir immer diese Werbespot mit Peter von Frosta ein, bei dem er mit seinem asiatischen Küchenchef telefoniert und den Hinweis bekommt "A little bit Kurkuma". Nun, genau das ist es, was bei mir den bleibenden Eindruck hinterlassen hat bei Frosta werden noch echte Zutaten und nicht nur Aromen und Geschmacksverstärker verwendet. Genau diese sind nämlich bei Frosta absolut tabu. Kein Wunder also, dass die Tiefkühlkost von Frosta auch bei diversen Tests beeindrucken konnte und fast immer die Bestnote einheimst. So greife auch ich hin und wieder zu dieser Tiefkühlkost, denn wenn es schon mal schnell gehen muss, dann wenigstens etwas gutes. Besonders angetan hat es mir das Bami Goreng von Frosta, doch es gibt ja noch viel mehr. Also warum nicht mal etwas anderes ausprobieren. Heute Mittag hatte ich mir also die Wildlachs Tagliatelle zubereitet. Beim Schmuddel-Plus um die Ecke liegt das in der Tiefkühltruhe gleich neben Tiefkühlgerichten von Mr. Yuan. Die sind übrigens deutlich billiger, aber halt auch nicht mit so hochwertigen Zutaten. Also nehme ich die 2,99€, die für die Packung fällig werden lächelnd in Kauf. Für eine schnell zubereitete Mahlzeit finde ich das voll akzeptabel, bei McDonalds zahlt man für weniger deutlich mehr.

Die Zubereitung

Zu Hause schütte ich einfach die ganze Packung in eine etwas erhöhte Pfanne, wie dies von der auf der Packung aufgedruckten Zubereitungsempfehlung beschrieben wird. Akribisch halte ich mich an die Vorgaben und gebe noch 150ml Milch hinzu. Es wird auch eine Zubereitungsempfehlung angeboten für die halbe Packung, was ich früher mal für sehr sinnvoll hielt. Seit der Gewichtsreduzierung auf 500g ist das aber hinfällig geworden, denn zwei Portionen lassen daraus beim besten Willen nicht mehr raus bekommen. Den Herd erst mal volle Pulle aufgedreht und als das Ganze blubbert etwas reduziert, dann noch 5 Minuten weiter köcheln lassen und fertig. Das ist schon mal ein dickes Plus, denn die Zubereitung ist wirklich kinderleicht und nach zehn Minuten steht das Gericht auf dem Tisch.

Nicht so toll sieht das Ganze dann jedoch optisch aus, denn normalerweise sind bei einer Tagliatelle die Nudeln von einer sämigen Soße überzogen. Hier jedoch schwimmen sie in einer Milch-Sahne-Plörre. Also den Pluspunkt wieder abgezogen und alles in einen hohen Teller geschüttet.
Irgend etwas ist da wohl schief gelaufen bei der Zubereitung. Selbstsicher, alles richtig gemacht zu haben, schaue ich nochmal auf die Packung. Da steht auch noch eine Beschreibung für die Zubereitung in der Mikrowelle. Dabei werden jedoch nicht 150ml Milch, sondern 9 Esslöffel Milch zugegeben. Also mach ich mal die Probe aufs Exempel und messe 9 Esslöffel Wasser ab. Das ergibt in meinem Messbecher eine Menge von rund 100ml, also fast ein Drittel weniger. Aha! Das scheint mir dann doch etwas viel Diskrepanz, zumal die Zubereitung in der Mikrowelle sogar etwas länger dauert, da würde also eher noch etwas mehr Flüssigkeit verdunsten.


Kulinarisches

Nun gut, da muss ich wohl die Suppe auslöffeln, die ich mir eingebrockt habe. Bereits bei den ersten Bissen fällt auf, dass die Mahlzeit extrem gemüselastig ist. Genauer gesagt in Form von gelben Rüben in zwei Farbnuancen, nämlich gelb und orange. Ich wollte aber eigentlich kein Gemüsegericht, sondern Tagliatelle (NUDELN!). Auch der Wildlachs ist sehr spärlich gesät, es sind lediglich ein paar Stücke in Form von fein säuberlich, in gefrorenem Zustand gesägten Quadern. Die erinnern mich eher an winzig kleine Fischstäbchen, als an fangfrischen Wildlachs. Der war wohl der Meinung, schon genug geschwommen zu sein und hat sich aus der Frosta-Küche davon geschlichen. So nüchtern wie sich das jetzt anhört schmeckt es leider auch, denn der feine Wildlachsgeschmack ist dem Dill zum Opfer gefallen, der alles überdeckt. Lediglich die Kokosmilch lässt sich noch etwas raus schmecken, was aber auch nicht gerade als positiv zu werten ist. Zumindest von der Konsistenz her kann mich das Gericht überzeugen, die Rüben sind schön knackig, die Nudeln noch bissfest und der Lachs schön saftig.

Schwund bei der Packung

Wie Eingangs bereits geschrieben waren früher mal 600 Gramm in einer Tüte enthalten. Nun hat aber Frosta die Menge reduziert auf 500 Gramm. Der Preis ist dabei übrigens gleich geblieben, was dann einer versteckten Preiserhöhung gleich kommt. Nun stört es mich nicht, wenn diverse Dinge mal teurer werden, schließlich wollen auch die Köche und das übrige Personal bei Frosta mal Gehaltserhöhungen haben. Nur die Art und Weise, wie das praktiziert wird, finde ich nicht so toll. Was mich aber am meisten stört, ist dass ein Packungsinhalt von 500 Gramm komplett an der Realität vorbei geht. Denn für eine Portion ist es fast etwas zu viel, für zwei Portionen aber definitiv zu wenig. So hat man jetzt die Qual der Wahl, wenn man es alleine isst, ob man sich den letzten Rest noch reinwürgt, wegwirft oder aufhebt und später nochmal erwärmt. Ich hatte mich übrigens für ersteres entschieden, denn ein zweites Mal wollte ich da nichts mehr von haben. Hätte mich im Nachhinein aber für Zweiteres entscheiden sollen und den Wildlachs ein letztes Mal in die Kläranlage schwimmen lassen sollen. Wobei eigentlich waren es ja mehr Karotten.

Auch bei Frosta scheint man sich nicht so ganz sicher zu sein, für wie viele Personen eine Tüte geeignet ist. Man hält sich lieber bedeckt und verschont den Kunden mit der Information, soll er es doch selbst herausfinden. Schade, denn das wäre schon ein sehr hilfreicher Hinweis gewesen.

Fazit

Wer jetzt immer noch der Meinung ist, das unbedingt mal versuchen zu müssen, dem würde ich empfehlen weit weniger Milch zu verwenden, als angegeben. Bei mir wird es aber kein zweites Mal mehr geben, denn geschmacklich ist die Tagliatelle komplett daneben. Obwohl ich Dill ganz gerne mag war das einfach zu viel des Guten, zumal von dem Lachs überhaupt nichts zu schmecken war. Ich habe übrigens ein Glas Wasser dazu getrunken, denn ein Weiswein wäre Verschwendung gewesen. Tut mir leid Peter, aber da hättest Du besser mal wo angerufen.

18 Bewertungen, 8 Kommentare

  • ChrisS91

    05.06.2010, 14:40 Uhr von ChrisS91
    Bewertung: sehr hilfreich

    Sehr hilfreicher Bericht!

  • FritzWalter08

    15.06.2008, 23:46 Uhr von FritzWalter08
    Bewertung: sehr hilfreich

    Der Bericht gefällt mir wirklich gut. SH

  • frankensteins

    10.06.2008, 10:38 Uhr von frankensteins
    Bewertung: sehr hilfreich

    na 100 g weniger sind doch immerhin 20 % Preiserhöhung, da verdient sich die Firma ein schönes Häppchen mehr. Ans Personal wird das sicherlich nicht weitergereicht, da wird eher eingespart. Gerade hier sind die Löhne um 30 % gesunken. lg werner

  • Bigfatalex

    10.06.2008, 00:55 Uhr von Bigfatalex
    Bewertung: sehr hilfreich

    lG Marc ;-)

  • Zzaldo

    09.06.2008, 23:06 Uhr von Zzaldo
    Bewertung: sehr hilfreich

    klasse geschrieben. LG Stephan

  • morla

    09.06.2008, 22:56 Uhr von morla
    Bewertung: sehr hilfreich

    wünsche dir einen sonnigen wochenstart lg. petra

  • mrwong

    09.06.2008, 22:47 Uhr von mrwong
    Bewertung: sehr hilfreich

    s.h. liebe grüße felix ;-)

  • ingoa09

    09.06.2008, 22:43 Uhr von ingoa09
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ein super Bericht! Gruß Ingo