Grand Theft Auto 2 (Adventure PC Spiel) Testbericht

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ab 25,67
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Erfahrungsbericht von nicostumpf

Gangster goes GTA

Pro:

Missionen | Spielspass stimmt

Kontra:

teilweise unübersichtliche Grafik

Empfehlung:

Ja

Oldie but Goldie. Dieser Spruch scheint maßgeschneidert auf den (mittlerweile) technisch zwar veralteten, aber spielerisch immer noch erstklassig Actiontitel GTA 2. Das Spiel, das vor mittlerweile ca. 4 Jahren auf den Markt kam, setzte neue Maßstäbe im Genre und hat mich vom ersten Tag an bis heute begeistert. Daher nun mein Bericht darüber.

.:Allgemeine Infos:.
Das Spiel gibt es heutzutage schon für den unheimlich günstigen Preis von 5 € neu zu kaufen. Man erhält es dann auf einem Datenträger.
Die Installation erfolgt standardmäßig per CD einlegen, Verzeichnis wählen und installieren lassen. Also sehr simpel.
Die Systemvoraussetzungen sind auch nicht hoch, da das Spiel ja schon etwas älter ist. Laut Hersteller Take2 braucht man mindestens einen PC mit einem Pentium III 450 MHz, 64 MB RAM, einer 16 MB 3D Grafikkarte und 400 MB freiem Festplattenplatz. Nach meinen eigenen Erfahrungen kann ich dies auch nur bestätigen. Die Systemanforderungen sind sehr gering und somit ist das Spiel auch für Spieler mit weniger starken PCs sehr gut geeignet.

.:Story:.
Eine Story in dem Sinne, wie in GTA 3 oder Vice City, die durch das ganze Spiel hindurch ausgebaut wird, gibt es eigentlich nicht. Man fährt immer zu bestimmten Plätzen auf der Karte, um sich dort einzelne Aufträge abholen zu können. Die sind dann aber sehr variabel. Von Autorennen gegen schlaue KI-Fahrer, über Attentate, bis hin zu gefährlichen Befreiungsaktionen.
In GTA 2 gibt es drei Stadtteile, in denen jeweils drei unterschiedliche Gangs die Oberhand haben. In jedem Viertel eines Stadtteils befindet sich eine Gang. Ausserdem gibt es noch neutrale Gebiete. Erschießt man in einem Gebiet viele Gangmitglieder, steigt das ‚Respekt-O-Meter’ bei den anderen beiden Gangs an, da die Gangs untereinander verfeindet sind. Deshalb finden in den Grenzgebieten auch regelrechte Bandenkriege statt.

.:Spielprinzip:.
Das Spielprinzip ist, wie auch in den anderen 4 GTA-Teilen simpel, aber überzeugend und bisher einzigartig im Genre. Man läuft völlig frei und ungebunden in einer riesigen Stadt umher, klaut Autos und schießt Leute über den Haufen. Was im ersten Moment vielleicht äußerst brutal klingt, entpuppt sich nach einiger Zeit als extrem kurzweiliges Actionspiel. So sind die Missionen sehr tiefsinnig und man noch viele zusätzliche Aufträge erledigen, um z.B. Geld oder Extra-Waffen zu verdienen.
So hat man beispielsweise die Möglichkeit, Amokläufe zu riskieren. Dazu rennt man einfach über eines der unzähligen Totenkopfsymbole, die an vielen Stellen in der Stadt verteilt sind und erhält von einer Waffe unendlich Munition. Nun hat man den Auftrag, in einer bestimmten Zeit (meistens zwei Minuten) mit dieser Waffe eine bestimmte Anzahl von Menschen oder Autos zu zerstören. Nachdem die Zeit abgelaufen ist, wird einem die Waffe wieder abgenommen und man erhält einen Batzen Geld, sofern man der Amoklauf bestanden hat.
Ausserdem kann man auch noch versteckte ‚GTA-Zeichen’ einsammeln. Dafür erhält man ebenfalls Geld und diese sind mit den ‚versteckten Päckchen’ aus Teil 3 und/oder 4 zu vergleichen.

Fährt man einfach harmlos durch die Stadt, passiert es des Öfteren, dass einen ein einzelner Streifenpolizist oder auch –wagen bei einem ‚ungeschickten Fahrmanöver’ erwischt. Was ich damit meine ist, dass wenn man z.B. aus versehen einen Passanten überrollt und ein Polizist daneben steht, von den Gesetzeshütern verfolgt wird. Das ist zwar manchmal unangenehm und lästig, meistens macht es aber irre Spaß, sich mit den Cops wilde Verfolgungsjagden zu liefern.

.:Grafik:.
Die Grafik ist war gewöhnungsbedürftig, aber durchweg gut. Auch heute noch. Man spielt das Spiel durchweg aus der Vogelperspektive. So kann der Hersteller natürlich auf aufwendige und hardwarehungrige 3D-Modelle verzichten, von Vorteil ist dies aber nicht immer. So verliert man, vor allem bei hohen Geschwindigkeiten schnell den Überblick und es passiert am Anfang häufiger, das man auf der Flucht geradewegs in eine Mauer rast und das erst nachher merkt. ;-) Die Effekte, wie Explosionen sind aber sehr gut gelungen und sehen (auch heute noch!!!) fantastisch aus.

.:Sound:.
Naja, der Motorensound und jegliche Unfall- und/oder Bremsgeräusche hören sich schon sehr künstlich an. Die Radiosender sind aber super gelungen. Zwar kann man sie nicht, wie in der Nachfolgern, hin- und herschalten, dass man aber nichts, dafür ist der Radiosender über zwei Stunden lang. Es kommt also nie Langeweile auf.

.:Statement zur Gewalt:.
Klar, man überfährt Menschen. Logisch man führt Banküberfälle aus. Aber eben das ist es, was mich persönlich an GTA 2 so fasziniert. Nicht das ich ‚gewaltgeil’ wäre. Aber die Missionsvielfalt ist einfach ungeheuer groß und jeder normale Jugendliche sollte auch zwischen Spiel und Realität unterscheiden können. Ich denke, dass es kein Problem ist, dieses Spiel zu spielen, wenn man noch normal im Kopf ist. Für Spieler, die nur darauf aus sind, Menschen zu töten (also im Spiel), ist das Spiel (und wie alle anderen solche Spiele auch) aber nicht empfehlenswert. Die sollten sich mal ernsthaft überlegen, was sie dort eigentlich tun, auch wenn es nur ein Spiel ist.

.:Fazit:.
Und noch mal hätte ich als Titel ‚GTA Forever’ wählen können. Das Spielprinzip begeistert immer noch und es macht einfach ungehörigen Spaß, sich actionreiche Verfolgungsjagden usw. zu liefern. Die Grafik und der Sound präsentieren sich ebenfalls erstklassig, wobei erstere manchmal ziemlich unübersichtlich wird, wofür es auch einen Stern Abzug gibt.

--> Absolut Empfehlenswert!!!

© 2oo4 nicostumpf

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