Das Kartengeheimnis (Taschenbuch) / Jostein Gaarder Testbericht

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Erfahrungsbericht von duathwen

Schicksal - gibt es das?

Pro:

Ein kleiner Ausflug in die Philosophie, der noch niemandem geschadet hat

Kontra:

Ich verspüre jetzt, da ich es gelesen habe einen unwiderstehlichen Drang, Patiencen zu legen xD

Empfehlung:

Ja

Der Autor:
Jostein Gaarder - 1952 in Norwegen geboren - studierte Philosophie, Theologie und Literaturwissenschaft in Oslo und lehrte Philosophie an Schulen und in der Erwachsenenbildung. Seinen großen Durchbruch stellte \"Sofie\'s Welt\" dar, das 1993 veröffentlicht und inzwischen in 40 Sprachen übersetzt wurde.


Gliederung/Stil:
  • Jostein Gaarder beginnt dieses Buch mit einem Prolog, der im höchsten Maße unangebracht erscheint im Bezug darauf, dass der größte Teil der Geschichte langweilig, uninteressant und surreal erscheint. Man merkt erst ganz am Schluss, wie passend er die Geschichte zusammenfasst, und wie gut sie eigentlich geschrieben ist.
  • Die ersten Kapitel waren in meinen Augen langweilig und später im Buch empfand ich besonders die Schilderung des \"Lensens des Brötchenbuches\" als öde, und erst gegen Ende ergaben die einzelnen Abschnitte der Handlung einen ersichtlichen Sinn und bekamen mehr Bedeutung für die Gesamterzählung.
  • Die Kapitel sind - was ich anfangs als sehr originell und später dann als faszinierend empfand - nach Spielkarten benannt.
  • Die Geschichte selbst handelt vom Zufall, auch Schicksal genannt.


Inhalt:
Der linare Handlungsstrang beschreibt die Reise nach Griechenland, auf die Hans-Thomas und sein Vater sich begeben, um Hans-Thomas\' Mutter zu finden und zurück nach Arendal zu bringen.
Auf dem Weg nach Athen übernachten sie einmal in einem Ort, der sich \"Dorf\" nennt, und wo Hans-Thomas das \"Brötchenbuch\" erhält, in dem er die Geschichte seiner Vorfahren und das Rätsel um die Patience des Herrn Frode liest und sich somit die Fahrt verkürzt. (Das Brötchenbuch nennt er so, weil er es in einem Brötchen versteckt findet.)
Aber hinter dieser oberflächlichen Geschichte verbirgt sich mehr.
Es handelt in Wahrheit nämlich weder von Hans-Thomas, noch von Herrn Frode oder von dessen Kartenspiel sondern einzig und allein vom Phänomen der Welt. Von der Unglaublichkeit der Existenz dieser Erde und davon, was für ein \"Zufall\" es doch ist, dass gerade wir geboren wurden, obwohl selbst die Chance unsrer Ur-ur-ur-ur-ur-großeltern, zu überleben, gleich null war.

Fazit:
Wenn man sich einmal durch die ersten Kapitel gekämpft hat und schon Zusammenhänge erkennen kann, ist es unheimlich spannend. Am Ende muss man einsehen, dass nichts, aber auch gar nichts in diesem Buch dem Zufall überlassen wurde. Jede Person, so unscheinbar sie auch sein mag, hat eine ausschlaggebende Rolle für die Geschichte.

13 Bewertungen, 3 Kommentare

  • Naffy

    11.03.2006, 01:17 Uhr von Naffy
    Bewertung: sehr hilfreich

    Gruß Naffy

  • morla

    21.10.2005, 01:37 Uhr von morla
    Bewertung: sehr hilfreich

    sehr hilfreich

  • Aikiko

    02.07.2005, 13:25 Uhr von Aikiko
    Bewertung: sehr hilfreich

    Dennoch haben mir so Kleinigkeiten gefehlt wie: Preis, Charaktere, Verlag, etc. Und an deiner Stelle hätte ich dem Buch 4 Sterne vergeben, da du ja gesagt hast, dass die ersten Kapitel etwas zäh waren (ist aber im Grunde genommen deine Entscheid