Ferne Ufer (gebundene Ausgabe) / Diana Gabaldon Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 06/2004
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Erfahrungsbericht von galeria
Es wird langsam schmalzig
Pro:
die geschichtliche Seite
Kontra:
der Schmalz dazwischen
Empfehlung:
Ja
Teil 3 hab ich nun geschafft und der Bericht folgt auf dem Fuße. Claire hat inzwischen ihre Tochter Brianna in der heutigen Welt groß gezogen, sie ähnelt ihrem Vater bis aufs Haar. Claire selber ist Chirurgin und ihr Mann, Frank Randall, ist inzwischen gestorben. 20 Jahre ist es her, dass Claire durch die Steine zurück in die Gegenwart kam. Doch die Liebe zu Jamie ist immer noch da. Jetzt, wo ihr Mann tot ist, hat sie endlich die Gelegenheit, wieder nach Schottland zu reisen und nach Jamie zu forschen. Sie sorgt sich um ihn, hat er die Schlacht von Culloden überlebt? 20 Jahre lang schob sie diese Sorge vor sich her aus Angst, die bittere Wahrheit erfahren zu müssen.
Roger Wakefield, eigentlich ein waschechter McKenzie, der nur adoptiert wurde von Pfarrer Wakefield, hilft Claire bei den Recherchen. Und Jamie hat überlebt. Wie genau das von statten ging, das erzählt das Buch dann in aller Ausführlichkeit. Claires Tochter Brianna ist nun alt genug, auf eigenen Füßen zu stehen und eine große Zuneigung zu Roger Wakefield besteht ebenfalls was nur auf Gegenseitigkeit beruht. Claire ist nun aller Sorgen in der Gegenwart entledigt und wagt nun das, was sie sich innerlich schon sehnlichst gewünscht hat, sie geht zurück zu Jamie, zurück durch die Steine. Sie organisiert alles Nötige hier in ihrem gegenwärtigen Leben, kündigt ihre Arbeit, regelt die Geldfragen und dann verschwindet sie auf ewig in der Vergangenheit.
Und sie findet Jamie auch wieder und dann beginnen neue Erlebnisse, spannend und dramatisch. Das beginnt bei Jamies Schmuggelei, geht weiter in seiner Druckerei, wo er verbotene Schriften druckt, bis hin zu einer mehr als dramatischen Seereise, um seinen Neffen Ian wieder zu finden, den Piraten entführt haben. Eine mehr als seltsame Begegnung mit Geilis Duncan führt die beiden am Ende zu Ian und von da ab in die Neue Welt, die damalige englische Kolonie von Amerika.
Das nur ganz kurz zum Inhalt, mehr verrate ich nicht. Meine Meinung zum 3. Teil dieser Schottlandsaga: es war zwar einigermaßen spannend, aber mir sind diese erotischen Szenen langsam über. Nicht dass ich irgendwie prüde wäre, aber das Ganze artet in einen echten Frauenroman aus. Wenn der Schmalz so weiter geht, dann überlege ich mir das kräftig, ob ich Teil Nummer 5 noch kaufe. Nummer 4 hab ich bereits begonnen. Außerdem hat sich wieder mal ein Fehler eingeschlichen: irgendwo in einer Textstelle duftet es mitten im August nach Himbeeren. Meine Himbeeren und auch die in Wald und Feld sind längst abgeerntet oder vertrocknet. Im August bis September kann man bereits Brombeeren pflücken. Geschichtsrecherchen hin und her, aber selbst so kleine Sachen sollten in so einem Buch nicht untergehen.
Außerdem ist es irgendwie schleierhaft, wie oft Jamie die schlimmsten Verletzungen überlebt, der muss ja wahrhaftig mehr als ein zäher Mensch sein. Es wird langsam unglaubhaft.
Trotz alledem, das Thema hat mich schon interessiert und man erfährt auch mal was Neues, z.B. dass Claire auf sämtliche Erkältungskrankheiten des 18. Jahrhunderts nicht anspringt, da die Viren von damals unserem Körper von heute evolutionstechnisch wohl nix mehr anhaben können. Auch das tägliche Leben in oftmals Dreck und Schmutz ist faszinierend, ich möchte in der Zeit nicht mal begraben sein. Claires Liebe zu Jamie ist mir oft auch unverständlich, naja, nicht die Liebe selbst, aber es macht ihr tatsächlich nichts aus, wenn ihr Bilderbuchschotte nach Schweiß und allem Möglichem stinkt, sie schläft trotzdem mit ihm...naja, ich weiß ja nich...
Der Schreibstil von Diana Gabaldon artet diesmal, wie ich eingangs schon erwähnte, in einen schnulzigen Historical-Roman aus. Wahrscheinlich wurde dies aber keiner wegen des enormen Umfangs. Historical-Romane sind ja bekanntlich wesentlich dünner. Was mir in Teil 1 und 2 bestens gefallen hat, begeistert mich in Teil 3 schon lange nicht mehr. Diana Gabaldons Witz ist auch irgendwie flöten gegangen. Und trotzdem hab ich es zuende gelesen, weil man ja wissen will, wie es weiter geht. Nur hab ich diesmal das Buch auch mal weglegen können ohne zittrige Finger. Ich kann deshalb nur 3 Sterne geben und hoffen, dass Teil 4 wieder besser wird. Eine Empfehlung spreche ich trotzdem aus, vor allem für diejenigen, die die anderen Teile gelesen haben und ebenfalls begierig sind, den weiteren Ablauf der Handlung zu erfahren.
Viel Spass beim Lesen
wünscht Galeria.
Roger Wakefield, eigentlich ein waschechter McKenzie, der nur adoptiert wurde von Pfarrer Wakefield, hilft Claire bei den Recherchen. Und Jamie hat überlebt. Wie genau das von statten ging, das erzählt das Buch dann in aller Ausführlichkeit. Claires Tochter Brianna ist nun alt genug, auf eigenen Füßen zu stehen und eine große Zuneigung zu Roger Wakefield besteht ebenfalls was nur auf Gegenseitigkeit beruht. Claire ist nun aller Sorgen in der Gegenwart entledigt und wagt nun das, was sie sich innerlich schon sehnlichst gewünscht hat, sie geht zurück zu Jamie, zurück durch die Steine. Sie organisiert alles Nötige hier in ihrem gegenwärtigen Leben, kündigt ihre Arbeit, regelt die Geldfragen und dann verschwindet sie auf ewig in der Vergangenheit.
Und sie findet Jamie auch wieder und dann beginnen neue Erlebnisse, spannend und dramatisch. Das beginnt bei Jamies Schmuggelei, geht weiter in seiner Druckerei, wo er verbotene Schriften druckt, bis hin zu einer mehr als dramatischen Seereise, um seinen Neffen Ian wieder zu finden, den Piraten entführt haben. Eine mehr als seltsame Begegnung mit Geilis Duncan führt die beiden am Ende zu Ian und von da ab in die Neue Welt, die damalige englische Kolonie von Amerika.
Das nur ganz kurz zum Inhalt, mehr verrate ich nicht. Meine Meinung zum 3. Teil dieser Schottlandsaga: es war zwar einigermaßen spannend, aber mir sind diese erotischen Szenen langsam über. Nicht dass ich irgendwie prüde wäre, aber das Ganze artet in einen echten Frauenroman aus. Wenn der Schmalz so weiter geht, dann überlege ich mir das kräftig, ob ich Teil Nummer 5 noch kaufe. Nummer 4 hab ich bereits begonnen. Außerdem hat sich wieder mal ein Fehler eingeschlichen: irgendwo in einer Textstelle duftet es mitten im August nach Himbeeren. Meine Himbeeren und auch die in Wald und Feld sind längst abgeerntet oder vertrocknet. Im August bis September kann man bereits Brombeeren pflücken. Geschichtsrecherchen hin und her, aber selbst so kleine Sachen sollten in so einem Buch nicht untergehen.
Außerdem ist es irgendwie schleierhaft, wie oft Jamie die schlimmsten Verletzungen überlebt, der muss ja wahrhaftig mehr als ein zäher Mensch sein. Es wird langsam unglaubhaft.
Trotz alledem, das Thema hat mich schon interessiert und man erfährt auch mal was Neues, z.B. dass Claire auf sämtliche Erkältungskrankheiten des 18. Jahrhunderts nicht anspringt, da die Viren von damals unserem Körper von heute evolutionstechnisch wohl nix mehr anhaben können. Auch das tägliche Leben in oftmals Dreck und Schmutz ist faszinierend, ich möchte in der Zeit nicht mal begraben sein. Claires Liebe zu Jamie ist mir oft auch unverständlich, naja, nicht die Liebe selbst, aber es macht ihr tatsächlich nichts aus, wenn ihr Bilderbuchschotte nach Schweiß und allem Möglichem stinkt, sie schläft trotzdem mit ihm...naja, ich weiß ja nich...
Der Schreibstil von Diana Gabaldon artet diesmal, wie ich eingangs schon erwähnte, in einen schnulzigen Historical-Roman aus. Wahrscheinlich wurde dies aber keiner wegen des enormen Umfangs. Historical-Romane sind ja bekanntlich wesentlich dünner. Was mir in Teil 1 und 2 bestens gefallen hat, begeistert mich in Teil 3 schon lange nicht mehr. Diana Gabaldons Witz ist auch irgendwie flöten gegangen. Und trotzdem hab ich es zuende gelesen, weil man ja wissen will, wie es weiter geht. Nur hab ich diesmal das Buch auch mal weglegen können ohne zittrige Finger. Ich kann deshalb nur 3 Sterne geben und hoffen, dass Teil 4 wieder besser wird. Eine Empfehlung spreche ich trotzdem aus, vor allem für diejenigen, die die anderen Teile gelesen haben und ebenfalls begierig sind, den weiteren Ablauf der Handlung zu erfahren.
Viel Spass beim Lesen
wünscht Galeria.
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