Ferne Ufer (gebundene Ausgabe) / Diana Gabaldon Testbericht

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Erfahrungsbericht von butterkeks

Wahre Liebe kennt keine Grenzen!

Pro:

spannend, schöne Charaktere

Kontra:

absolut nichts

Empfehlung:

Ja

Nachdem ich bereits die ersten beiden Bände der Highland-Saga gelesen habe, musste auch die Fortsetzung dran glauben. So kam ich zu „Ferne Ufer“, wovon ich euch heute berichten möchte.

Einband:

Auf der Vorderseite sieht man einen See, eine Burg und im Hintergrund eindeutig das schottische Hochland. Darüber die Autorin und der Titel des Buches.
Auch auf der Rückseite ist die Landschaft noch abgebildet und der übliche Einleitungstext hinterlegt.

Allgemeine Angaben:

Ich habe das Taschenbuch beim Club Bertelsmann für 11,90 Euro erworben, es nennt sich dann auch Club Taschenbuch und das Buch hat stolze 1.077 Seiten.

Inhalt:

Claire hat sich nach langem Ringen doch entschlossen wieder zu ihrem Mann in die Vergangenheit zu reisen. Bereits 20 Jahre zuvor war sie durch einen Steinkreis geschritten und über 200 Jahre früher in den schottischen Highlands heraus gekommen. Kurz vor der Schlacht von Culloden war sie schwanger zurück in die Gegenwart gereist und hatte eine gesunde Tochter namens Brianna zur Welt gebracht. Brianna war ihrem Vater wie aus dem Gesicht geschnitten und erinnerte Claire an ihre große Liebe, Jamie Fraser.

Mit Hilfe von Roger Wakefield hatte sie heraus gefunden, dass Jamie nicht bei der Schlacht in Culloden umgekommen war, sondern in Edinburgh unter dem Namen Malcom als Drucker tätig war. So nahm sie sich ein Herz und wagte noch einmal die Reise in die Vergangenheit, die mit jedem Mal schlimmer wurde, da sie das Gefühl hatte vom Strudel der Zeit zerrissen zu werden.

Als sie Jamie endlich finden konnte, überschlugen sich die Ereignisse: Jamies Druckerei wurde angezündet und man trachtete Jamie offensichtlich nach dem Leben. Vielleicht auch aus dem Grund, da Jamie sich nicht auf das Drucken alleine spezialisiert hatte, sondern auch im Schmuggelgeschäft tätig war. Um mit Claire ein sorgenfreies Leben zu führen, erinnerte sich Jamie an einen Schatz, der auf einer kleinen Seehundinsel vor der schottischen Küste versteckt war. Diese Goldmünzen und Edelsteine sollten den beiden und einigen Landsleuten zu einem besseren Leben verhelfen. Jamies Neffe Ian will helfen den Schatz zu heben und schwimmt auf die kleine Insel, doch wird er dort bereits von Piraten erwartet und entführt.

Nun beginnt eine Hetzjagd bis in die Karibik, um Ian aus den Händen der Piraten zu befreien. Für Jamie keine leichte Aufgabe, da er schon beim Anblick eines Schiffes seekrank wird. Auch hier waren die Reisenden vor Gefahren nicht gefeit, denn als sich ein Kriegsschiff der britischen Marine nähert, auf dem eine Seuche ausgebrochen ist, wird Claire wegen ihrer medizinischen Kenntnisse auf dem Schiff festgehalten. Dort ist der Typhus ausgebrochen und Claire tut ihr möglichstes um die Krankheit einzugrenzen. Nach einigen Wochen gelingt es ihr zu fliehen und sie macht sich auf die Suche nach Jamie.

Endlich liegen sich die beiden wieder in den Armen, nur Ian haben sie noch nicht finden können, doch es haben sich bereits einige Hinweise ergeben, denen es noch nachzugehen gilt. Einer dieser Hinweise führt die beiden auf die Plantage einer Dame, die Jamie und Claire aus ihrer Vergangenheit kennen....Geillis Duncan.

Meine Meinung:

Ich war bereits von den ersten beiden Teilen der Highland-Saga begeistert und diese Begeisterung empfinde ich auch für „Ferne Ufer“. Dieses Buch hat den Hauch eines Piraten-Epos, doch sogleich merkt man, dass die Schotten nicht allzu gerne auf See sind. Die Charaktere fallen von einem Abenteuer ins nächste und haben, genau wie der Leser, kaum eine Möglichkeit einmal tief durch zu atmen.

Diana Gabaldon fesselt ihre Leser und lässt sie eindrucksvoll mit den Hauptfiguren fühlen. Man kommt sich vor, als ob man mitten in der Geschichte ist und ich konnte mich kaum von dem Buch trennen, denn es ist von der ersten bis zur letzten Seite spannend geschrieben. Auch hat man keine Probleme wieder in die Geschichte einzutauchen, auch wenn der zweite Roman schon etwas länger zurück liegt. Im ersten Teil möchte man Claire einfach zurufen „Nun geh endlich! Finde Dein Glück!“ und ich wurde mit der Zeit immer unruhiger bis sie endlich die Reise wagte. Aber auch nach ihrer Rückkehr ins „alte“ Schottland kommt sie nicht zur Ruhe, denn sie schlittert von einer extremen Situation in die nächste. Entführt von einem britischen Kriegsschiff, entkommen durch die Frau des Kanoniers, aufgenommen von einem deutschen Wissenschaftler und schließlich konfrontiert mit ihrer Vergangenheit meistert sie ihr Schicksal, um am Ende glücklich in den Armen ihrer großen Liebe zu liegen.

Ich weiß, das hört sich hoffnungslos romantisch an, aber das ist es auch, wobei die Autorin einen Weg findet nicht ins Kitschige abzurutschen.

Fazit:

Wieder mal ein absolut lesenswertes Buch für angenehme Stunden in einer lang vergangenen Welt des 18. Jahrhunderts.

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