Gardasee Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Summe aller Bewertungen
- Preis-Leistungs-Verhältnis:
- Empfehlenswert:
Erfahrungsbericht von ribok
Born to be wild !
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Die letzte Station meiner Zug-Europareise mit einem Freund war nach Prag und Wien der Gardasee.
Nach einer zwölfstündigen Zugfahrt von Wien, mit einer einstündigen \"Frühstückspause\" in Venedig, kamen wir also vormittags im heissen Verona an. Denn es war schon am Vormittag über 30°C.
Ein netter Italienischer Garda-Land-Mitarbeiter nahm sich uns an, fuhr uns für einen kleinen Entgelt (50\'000 Lire für zwei Personen, ca. 20 EUR) in seinem kleinen Auto nach Pesciera am Gardasee (ca. 30 km), und gab uns noch einige Tipps mit auf den Weg.
Der erste Anblick des Gardasees war wunderschön. Von Palmenähnlichen Bäumen umgeben, steinige Felsen, Motorbootfahrer auf dem Wasser, und türkisfarben schimmernder Grund des Sees.
Nach der Konsultation der Touristeninformation hatten wir schnell ein passendes Hotel gefunden. Und zwar das Hotel Masari in Pesciera. Bei der Touristeninformationen zeigt man Ihnen gerne den Weg.
Für ein Doppelzimmer verlangten sie pro Nacht 70\'000 Lire (ca. 25 EUR). Es war ein 1-Stern-Hotel, aber völlig in Ordnung.
Gleich am ersten Nachmittag erkundigten wir uns nach den Scooter-Vermietungsmöglichkeiten, und stiessen auf den Laden \"Bauer-Vermietung\". Der Inhaber und seine Mitarbeiterin sprachen sogar Deutsch, was will man mehr. Vermutlich sind es sogar Deutsche, welche sich da im Sommer ihrem Nebengeschäft annehmen. Man vermietet ja nicht das ganze Jahr Scooter.
Am ersten Nachmittag mieteten wir für 3 Stunden je einen 50ccm Scooter für je 45\'000 Lire (ca. 17 EUR). Sie waren vollgetankt und man musste sie wieder vollgetankt zurückbringen. Man sollte 18 Jahre alt sein, und ein Reisepass ist erforderlich. Bezahlt wird zu Beginn. Helme sind vorhanden.
Wir fuhren an diesem ersten Nachmittag bis nach Brescia, und kurvten da ein wenig um die Häuser. Es war ein wirklich schönes Feeling, mit 95 km/h durch einen Tunnel auf der Autostrasse zu bretschen. Wenn man bedenkt, dass ähnliche Maschinen bei uns in der Schweiz auf 45 km/h begrenzt sind, war dies ein besonderes Gefühl.
Discomässig scheint in Pesciera nicht sehr viel los zu sein, wie wir von Deutschen Touristinnen erfuhren. So entschieden wir uns früh zu Bett zu gehen, um am Morgen um 9:00 Uhr vor dem Scootervermieter zu stehen, denn dann macht er auf (und um 19:00 schliesst er). Zuvor wechselten wir noch genügend Geld in der Bank de Brescia, in der Nähe des Bahnhofs, gerade gegenüber des Scootervermieters.
Diesmal mieteten wir zwei neue, baugleiche, gelbe 50 ccm Scooter für ganze 24 Stunden. Im Verhältnis zum Dreistundenpreis war der Preis für 24 Stunden von 90\'000 Lire (ca. 35 EUR) ganz fair.
Und jetzt fing die Tour an. Das Motto hies: BORN TO BE WILD !!!
Zuerst rechts am See entlang auf einer wunderschönen, kurvenreicher, naturnahen Route bis ganz nach oben nach Riva und noch weiter. Nach Riva haben wir die Bergpassage genommen, denn es ging markant bergauf. Nach drei Stunden machten wir an einer Tankstelle halt und assen für je 3000 Lire (ca. 1 EUR) ein schmackhaftes Sandwich zum Frühstück. Danach ging es auf direktem Weg nach Verona, wo wir ein bis zwei Stunden durch die Stadt kurvten. Das verblüffendste Erlebnis war, als wir mit Vollgas (diesmal ca. 70-80 km/h) mitten durch die Stadt brausten, als uns von links ein Mofa (!!!) überholte. Wow !
In Veronas Innenstadt ist man mit einem Scooter sehr gut bedient. Mit einem Auto steht man dauernd an Ampeln und im Stau.
Am Abend machten wir noch einen kurzen Halt in einer Pizzeria für je 18\'000 Lire (ca. 7 EUR, Pizza plus Getränk), und als Highlight war dann noch ab 22:00 Uhr eine ganze, komplette Runde um den Gardasee angesagt. Von Pesciera gegen den Uhrzeigersinn über Sirmione nach Salo, dann rauf nach Riva und wieder runter über Garda zurück nach Pesciera.
Traumhaft, sag ich euch ! Die leeren Strassen laden dazu ein, auch in den engsten Kurven Vollgas zu geben. Vor allem die ganzen Überholmanöver der langsamen Autos waren sehr aufregend.
Aber noch ein kleiner Tipp: Zieht Euch bitte, auch im höchsten Sommer, sehr warm an. Also T-Shirt, Pulli und Jacke obendrauf. Ich war nur mit Pulli unterwegs und bin jetzt immer noch erkältet. Es hat sich jedoch gelohnt !
In diesen 24 Stunden machten wir insgesamt über 500 Kilometer, und wären wohl heute noch am fahren, wenn wir die Scooter nicht hätten abgeben müssen...
Gruss, Ribok
Nach einer zwölfstündigen Zugfahrt von Wien, mit einer einstündigen \"Frühstückspause\" in Venedig, kamen wir also vormittags im heissen Verona an. Denn es war schon am Vormittag über 30°C.
Ein netter Italienischer Garda-Land-Mitarbeiter nahm sich uns an, fuhr uns für einen kleinen Entgelt (50\'000 Lire für zwei Personen, ca. 20 EUR) in seinem kleinen Auto nach Pesciera am Gardasee (ca. 30 km), und gab uns noch einige Tipps mit auf den Weg.
Der erste Anblick des Gardasees war wunderschön. Von Palmenähnlichen Bäumen umgeben, steinige Felsen, Motorbootfahrer auf dem Wasser, und türkisfarben schimmernder Grund des Sees.
Nach der Konsultation der Touristeninformation hatten wir schnell ein passendes Hotel gefunden. Und zwar das Hotel Masari in Pesciera. Bei der Touristeninformationen zeigt man Ihnen gerne den Weg.
Für ein Doppelzimmer verlangten sie pro Nacht 70\'000 Lire (ca. 25 EUR). Es war ein 1-Stern-Hotel, aber völlig in Ordnung.
Gleich am ersten Nachmittag erkundigten wir uns nach den Scooter-Vermietungsmöglichkeiten, und stiessen auf den Laden \"Bauer-Vermietung\". Der Inhaber und seine Mitarbeiterin sprachen sogar Deutsch, was will man mehr. Vermutlich sind es sogar Deutsche, welche sich da im Sommer ihrem Nebengeschäft annehmen. Man vermietet ja nicht das ganze Jahr Scooter.
Am ersten Nachmittag mieteten wir für 3 Stunden je einen 50ccm Scooter für je 45\'000 Lire (ca. 17 EUR). Sie waren vollgetankt und man musste sie wieder vollgetankt zurückbringen. Man sollte 18 Jahre alt sein, und ein Reisepass ist erforderlich. Bezahlt wird zu Beginn. Helme sind vorhanden.
Wir fuhren an diesem ersten Nachmittag bis nach Brescia, und kurvten da ein wenig um die Häuser. Es war ein wirklich schönes Feeling, mit 95 km/h durch einen Tunnel auf der Autostrasse zu bretschen. Wenn man bedenkt, dass ähnliche Maschinen bei uns in der Schweiz auf 45 km/h begrenzt sind, war dies ein besonderes Gefühl.
Discomässig scheint in Pesciera nicht sehr viel los zu sein, wie wir von Deutschen Touristinnen erfuhren. So entschieden wir uns früh zu Bett zu gehen, um am Morgen um 9:00 Uhr vor dem Scootervermieter zu stehen, denn dann macht er auf (und um 19:00 schliesst er). Zuvor wechselten wir noch genügend Geld in der Bank de Brescia, in der Nähe des Bahnhofs, gerade gegenüber des Scootervermieters.
Diesmal mieteten wir zwei neue, baugleiche, gelbe 50 ccm Scooter für ganze 24 Stunden. Im Verhältnis zum Dreistundenpreis war der Preis für 24 Stunden von 90\'000 Lire (ca. 35 EUR) ganz fair.
Und jetzt fing die Tour an. Das Motto hies: BORN TO BE WILD !!!
Zuerst rechts am See entlang auf einer wunderschönen, kurvenreicher, naturnahen Route bis ganz nach oben nach Riva und noch weiter. Nach Riva haben wir die Bergpassage genommen, denn es ging markant bergauf. Nach drei Stunden machten wir an einer Tankstelle halt und assen für je 3000 Lire (ca. 1 EUR) ein schmackhaftes Sandwich zum Frühstück. Danach ging es auf direktem Weg nach Verona, wo wir ein bis zwei Stunden durch die Stadt kurvten. Das verblüffendste Erlebnis war, als wir mit Vollgas (diesmal ca. 70-80 km/h) mitten durch die Stadt brausten, als uns von links ein Mofa (!!!) überholte. Wow !
In Veronas Innenstadt ist man mit einem Scooter sehr gut bedient. Mit einem Auto steht man dauernd an Ampeln und im Stau.
Am Abend machten wir noch einen kurzen Halt in einer Pizzeria für je 18\'000 Lire (ca. 7 EUR, Pizza plus Getränk), und als Highlight war dann noch ab 22:00 Uhr eine ganze, komplette Runde um den Gardasee angesagt. Von Pesciera gegen den Uhrzeigersinn über Sirmione nach Salo, dann rauf nach Riva und wieder runter über Garda zurück nach Pesciera.
Traumhaft, sag ich euch ! Die leeren Strassen laden dazu ein, auch in den engsten Kurven Vollgas zu geben. Vor allem die ganzen Überholmanöver der langsamen Autos waren sehr aufregend.
Aber noch ein kleiner Tipp: Zieht Euch bitte, auch im höchsten Sommer, sehr warm an. Also T-Shirt, Pulli und Jacke obendrauf. Ich war nur mit Pulli unterwegs und bin jetzt immer noch erkältet. Es hat sich jedoch gelohnt !
In diesen 24 Stunden machten wir insgesamt über 500 Kilometer, und wären wohl heute noch am fahren, wenn wir die Scooter nicht hätten abgeben müssen...
Gruss, Ribok
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